11.02. Hamburg, Hafenklang
Update: Heute kommt mit "Track X" ein neuer Song daher - ruhig, verwackelt, leicht dissonant, zauberhaft.
Erwähnt hatten wir diese vier sympathischen Herren schon mal im Frühjahr, zu der Zeit hatten sie gerade ihre Single "House Of York" rausgehauen. Die Rede ist von der Londoner Kapelle TV Priest, just heute hat das Quartett für den 13. November die Veröffentlichung seines Debütalbums "Uppers" via Hand In Hive Records bekanntgegeben und weil mittlerweile neben "Runner Up" mit "This Island" auch noch eine weitere Single erschienen ist, können wir hier gleich zwei aktuelle Songs präsentieren. So gut wie die klingen, machen wir das natürlich gern - als legales Aufputschmittel sozusagen.
Update: Dass dieses angekündigte Debütalbum eines ist, auf das man sich ehrlichen Herzens freuen darf, beweisen auch die dritte und vierte Vorabsingle von TV Priest - hier kommen "Slideshow" und "Decoration". Die Platte kommt jetzt übrigens am 5. Februar bei Sup Pop auf den Markt ... und deshalb hier mit "Press Gang" noch einen weiteren Vorgeschmack.
Die Sache mit Tyron Kaymon Frampton ist ja noch nicht ausgestanden. Bekanntlich hatte sich der durchaus talentierte junge Mann, der auch auf den Namen Slowthai hört und im vergangenen Jahr mit seinem fabelhaften Debüt "Nothing Great About Britain" überraschte, einen nicht unerheblichen Fehltritt erlaubt, als er sich bei den NME Awards gegenüber der Moderatorin Kathrine Ryan respektlos und übergriffig zeigte. Danach kam viel Schelte und man weiß jetzt nicht so genau, wo er inzwischen steht, wie weit ihm dieser Skandal karrieretechnisch geschadet hat, obschon ihn ja selbst die Leidtragende später in Schutz nahm. Vor einigen Wochen ist dann seine neue Single "Feel Away" zusammen mit James Blake und Mount Kimbie erschienen, nun folgt die offizielle Bekanntgabe seines zweiten Albums "TYRON" und die Veröffentlichung eines weiteren Tracks namens "nhs". Man liest dazu, dass die kommende Platte auch Slowthais ruhige, ja weiche Seite zeigen werde, im übrigen stehen auf der Gästeliste noch Künstler wie Skepta, A$AP Rocky, Denzel Curry, Dominik Fike und Deb Never. Nun ja, es bleibt also abzuwarten, spätestens am 2. Mai 2021 sind wir dann schlauer.
Update: Und hier nun Track Nummer drei vom neuen Album - "Thoughts" ist einmal mehr ein ziemlich persönlicher Song, der mit seiner Kindheit, Jugend und dem heutigen Auf und Ab hadert ... Und schon der nächste bitte - "MAZZA" zusammen mit A$AP Rocky.
22.02. Berlin, Frannz Club
23.02. Hamburg, Knust
24.02. Köln, Gebäude 9
Fiona Apple
"Fetch The Bolt Cutters"
"Ich glaube, dieses Album hat die Menschen so intensiv angesprochen, weil es wirklich unter die Haut geht. Indem Apple in einige der tiefsten, unruhigsten Ecken ihres Geistes schaut, schaut sie auch in unsere. Die Themen dieser Platte sind so persönlich, dass sie eine Art kollektives, unterbewusstes Meer von Bedürfnissen erreichen, die wir alle teilen. Es gibt einen raffinierten Trick in ihrem bekenntnishaften Stil, der mich nach vorne bringt, mich aber genauso unruhig zurücklässt wie dieses Werk. So nah wir dem, was in Fiona Apples Kopf vor sich geht, mit dieser Musik zu kommen glauben, wir werden sie nie so klar sehen, wie sie sich selbst sieht."
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Kate NV"Es gibt bestimmte Künstler*innen, bei denen ich es vermeide, zu viel zu recherchieren, und Kate NV fällt unter diese Kategorie. Dieses russische Art-Pop-Album verweist auf die besten Teile der Geschichte dieses Sounds und bietet gleichzeitig eine völlig neue Perspektive. Nachdem ich "Room For The Moon" gehört habe, bin ich sofort wieder in Martin Dupont, das Yellow Magic Orchestra und Fad Gadget eingetaucht. Zudem hat Kate NV auch einige der originellsten Musikvideos produziert."
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keiyaA"Diese Platte ist so einzigartig, dass ich mich dabei ertappt habe, sie auf Repeat zu hören, um ihre Produktion zu entschlüsseln. Es gibt so viele Verankerungen zum traditionellen Neo-Soul-Sound, trotzdem findet keiyaA immer wieder neue Wege findet, um in experimentelle Gefilde abzuschweifen. Anstatt ihre Stimme an die Musik anzupassen, beugt sich diese Musik dem Gesang und windet sich um ihre Gedanken auf eine Weise, die wiederum nicht schlecht zu Fiona Apples 'Fetch The Bolt Cutters' passt."
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Protomartyr"Protomartyr klingen durchweg wie das Ende der Welt. Auf 'Ultimate Success Today' fühlt sich der kollektive Sound an wie ein Mann, der sich einer massiven, bedrückenden und definitiv tödlichen Flutwelle gegenübersieht. Er sah die Welle allerdings schon lange kommen - die Band hat es sich auch auf früheren Alben zum Anliegen gemacht, uns zu sagen, dass diese Welle längst auf dem Weg ist. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Erliegen und der Kapitulation, und Protomartyr finden ihre Erlösung, während sie von den brechenden Fluten des Unheils und den Sirenenhörnern verschluckt werden."
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Clipping."Es gibt da diese einzigartige Sequenz nach 18 Sekunden im vorletzten Track "Enlacing", die vielleicht und passenderweise mein einprägsamster Musikmoment des Jahres ist. Der eingängige und so vertraute Aufbau des Intros schwillt zu voller Erwartung an, bevor er wie ein Ballon zerplatzt und der Boden aus der Produktion auf eine solch komplette Art und Weise herausfällt, dass ich beim ersten Hören zurückgescrollt und immer wieder versucht habe, die Effekte herauszuhören, die ein solch plötzlichen Fall in die absolute Schwärze, in die Trostlosigkeit möglich machen. Das ganze Jahr über war ich irgendwie damit beschäftigt, dieses Gefühl für mich herauszuarbeiten - und Clipping. haben es geschafft, das in Musik umzusetzen."
Eine kurze Nachbemerkung noch: Die Antwort auf die Frage, welche denn ihre musikalischen Allzeit-Favoriten seien, fiel Alicia Gaines dann nicht ganz so einfach. Was Wunder, wer legt sich schon gern fest, wenn so viel von Stimmungen, also den persönlichen Hochgefühlen und Tiefschlägen abhängt und jeder Gemütszustand nach anderen Ausdrucksmöglichkeiten, einem anderen Soundtrack verlangt. Für die Zeit der Quarantäne aber waren es dann letztendlich diese fünf Kandidaten - Änderungen jederzeit möglich:
Talk Talk "Spirit of Eden"
Thom Yorke "ANIMA"
Supergrass "In It For the Money"
Blonde Redhead "Fake Can Be Just As Good"
Peter Gabriel "3 (Melt)"
Was die gerade erwähnte Nilüfer Yanya schon geschafft hat, steht dieser Künstlerin noch bevor. Und doch ist wohl mit einem ähnlich durchschlagenden Erfolg zu rechnen: Denn Arlo Parks, ebenfalls in London daheim, hat mit ihren bislang erschienenen Songs die Kritik derart verzaubert, dass die Erwartungen nicht gerade klein sein werden, wenn im Januar ihr Debütalbum "Collapsed In Sunbeams" erscheinen wird. Gerade veröffentlichte die junge Songwriterin den Song "Green Eyes", der zusammen mit Clairo entstanden ist, erst kürzlich waren von ihr die Stücke "Black Dog" und "Eugene" im Netz aufgetaucht.
Update: Mit "Caroline" gibt es heute einen neuen Song vom Debüt zu hören.
19.05. Leipzig, Conne Island
21.05. Vienna, Flex
23 05. München, Technikum
24.05. Berlin, Festsaal Kreuzberg
25.05. Hamburg, Uebel und Gefährlich
30.05. Köln, Kantine
Update: Und schon das zweite Video zu einem Song von der neuen Platte - hier kommt "Creatures" mit dem Clip von Eric Kockum, Falco zum Albträumen ... Und weil man von den Viagra Boys grundsätzlich mal so ziemlich alles erwarten darf - warum also nicht mal eine Karaoke-Version des alten John-Prine-Klassikers "In Spite Of Ourselves", hingebungsvoll dargeboten gemeinsam mit der wundervollen Amy Taylor von Amyl And The Sniffers?