
Freitag, 21. August 2009
Gehört_48

Dienstag, 18. August 2009
Gehört_47

Nee, nee, Alter, denkste dir, nee, nich mit mir! Gerade mal vierzich geworden, was von der Welt gesehen und zwar nich zu knapp. Die Achziger nich nur in der Glotze mit olle Hugo Balder erlebt, sondern mittendrinne sozialisiert – alles gehört: den Punk, New Wave, No Wave, Nu Wave und was nich alles. Kurz: Ahnung von Musik, und zwar reichlich. Denkste dir. Schon einiges mitgemacht, denkste, damals Nirvana, dabeigewesen – klar, war geil, war top. Dann später die Strokes, erst mal abwarten haste gesagt, aber keine Gegenwehr, kapituliert, waren zu gut, auch geil, auch top, keine Ausreden. Haste viel kommen und noch mehr gehen sehen, denkste dir. Und läßt dich nicht verrückt machen. Nur weil so ne angestaubte, oberwichtige Musikzeitung – en em eh, hohoho – wieder mal ne neue Sau durchs Dorf treibt. Ha, alles schon gehabt. Arctic Monkeys sagste, tja, fandste nich so toll, total überschätzt. Total. Dann The Enemy, dass du nich lachst, war doch nix, keine Ahnung, nur noch Hyper! Hyper! schreien als hätten’se Fieber. Nich mi dir, denkste. Und jetzt das – ha: Glauben das ist einfach, denken, sie haben’s raus – einfach mal so’n Kreuz auf die Hülle kritzeln. Hey, Milchgesichter allesamt, keine 20 und schon Platten machen wollen, die einen umhauen. Da lachste. Denkste – dich kriegen sie nich. Namedropping, haha, bin über vierzich und dann wollen se mir wieder was von Joy Division und The Cure erzählen – gut Mann, bei Interpol hat’s ja noch hingehauen, da haben’se Recht gehabt. Aber hey, das passiert in zwanzich Jahren ein Mal. Young Marble Giants hat einer geschrieben, hatter dich gehabt, haste dich breitschlagen lassen und hast mal reingehört. Nur mal so. Und was nu, ja verdammt noch mal, soll doch einer … ach Scheiße, hört doch einfach selbst rein, glaubt ja eh’ keiner! Gibt’s nich! Nich mit dir, haste gedacht, nich wahr?
http://www.myspace.com/thexx
Erster sein.

Montag, 17. August 2009
Gehört_46

Und los!
Donnerstag, 30. Juli 2009
Gehört_45

Das ist jetzt beileibe keine spontane Konzessionsentscheidung, dieses Album schnell dem vorangegangenen hinterherzuschieben, nur weil es so schön bunt und der Name der Band so herrlich verquer ist. So richtig bekannt sind die vier aus Nebraska zwar hierzulande auch noch nicht, aber das könnte sich ändern, wenn das Debüt die Aufmerksamkeit findet, die es verdient hat. Leicht verorten lassen sich UUVVWWZ allerdings nicht. Spontan fällt mir an dieser Stelle ein, dass ich vor einiger Zeit recht traurig herumlamentierte, dass sich die Yeah Yeah Yeahs um Sängerin Karen O. wohl endgültig von ihrem angenehm sperrigen Gitarrenpop zugunsten der momentan recht hippen Diskonummer verabschiedet haben. Und so könnte man nun, ohne UUVVWWZ unrecht tun zu wollen behaupten, sie seien so etwas wie die Fortsetzung der YYYs mit anderen Mitteln (und bei dem ganzen Buchstabensalat hat das Ganze noch eine charmante Note). Der Sound jedenfalls ist ähnlich, harsche Breaks und apprupte Tempiwechsel, sanfte Pausen, in denen Sängerin Teal Gardner den Hörer in trügerische Ruhe hineinschmeichelt, um ihm gleich danach mit brachialem Schrei das nächste Brett vor den Kopf zu hauen. Die eingängigsten Songs sind der Opener „Berry Can“, der sich quasi von einem Riff zum nächsten schleicht, „The Sun“, der sich etwas linearer steigert als der Rest und das fast liebliche „Castle“, das auch ein wenig an die geliebten Breeders erinnert. Und auch das übrige ist nicht zu verachten, nur etwas mühevoller zu erschließen – „Green Starred Sleeve“ etwa quietscht und kratzt derart im Gehörgang, dass man Freund Tinitus geradezu ergeben winken sieht, bei „Jap Dad“ ist man geneigt, dem kompletten Ensemble eine Familienpackung Valium zu reichen – macht aber trotzdem mächtig Spaß. Am Ende fühlt sich der Kopf bestenfalls ein wenig taub an, man sollte mit dem nächsten Durchlauf trotzdem ein wenig warten, sicherheitshalber ...
http://uuvvwwz.blogspot.com/
Montag, 27. Juli 2009
Gehört_44

Madensuyu "D Is Done" (Bertus)
Böse Zungen mögen jetzt behaupten, ich würde Alben bevorzugt dann rezensieren und für gut befinden, wenn sie ein schwarzes Cover aufzuweisen hätten. Zugegeben, die letzten Beispiele mit den Japandroids und The Dead Weather lassen solches vermuten, aber keine Angst, es kommen auch wieder bunte Tage. Heute allerdings ist erst einmal die Stunde der belgischen Madensuyu. Die sind hierzulande so sehr Geheimtip, dass selbst das deutsche Amazon das aktuelle „D Is Done“ nicht im Programm führt und die Platte auch sonst reichlich schwer zu organisieren ist. Dabei ist sie gar nicht so neu, sondern schon seit November 2008 auf dem Markt und nur der Teufel weiß, warum die beiden Jungs mittlerweile nicht genauso bekannt sind wie andere vergleichbare Zweimannprojekte. Denn die Musik, die die beiden da hinzaubern ist so herrlich druckvoll und gleicht einer gut vierzigminütigen Dauerhypnose aus geschlagenem Beat, dreckigem Riff und dahingerotztem Textmantra. Schon beim zweiten Song „Fafafafucking“ weiß man, dass die Belgier ihre Lektion Velvet Underground gelernt haben, auch in der Folge spielen sie gekonnt mit Versatzstücken ihrer Vorbilder, zu denen offensichtlich auch die britischen Underworld mit ihren wuchtigen Loops gehören müssen. Klassische Songsstrukturen á la Bridge/Verse/Chrorus sind hier Fehlanzeige, hier geht es um Prägnanz und Prägung durch die Variantion der Wiederholung, hier wird nicht gekleckert, hier werden ganze Türme aus Gitarrenwänden zusammengezimmert – Noise galore! Herausrangend das atemlose „Oh Frail“ mit choraler Untermalung, getrieben von trockenen Schlägen und malträtierten Gitarrensaiten. Auch „Ti:Me“, „My“ und „Tread On Tread Light“ lassen einen atemlos zurück und nur der Titeltrack am Ende gönnt einem bei knapp neun Minuten Spielzeit streckenweise etwas Zeit zum Luftholen. Bleibt am Ende das Rätsel des Bandnamens – Madensuyu ist die türkische Bezeichnung für Mineralwasser. Und dieses Wort für solch hochprozentige Ware zu wählen kann man nur als reines Understatement werten…
http://www.madensuyu.be/
Mittwoch, 22. Juli 2009
Gefunden_23

Meine Mutter erzählte am Telefon über Bekannte, die bei Gräfenhainichen wohnen und den Krach im nahegelegenen Ferropolis erwähnten. Die Schlüsselworte heißen übrigens melt!, Britpop und wer den Namen der Band herausfindet, gewinnt wie immer - nix. In diesem Zusammenhang ist mir auch eingefallen, dass das melt! das einzige Festival ist, auf welches ich unsere Tochter jetzt schon mitnehmen könnte - nur würde man dann von ONASSIS nicht mehr viel hören, sondern nur: "Baggggggaaaaah!"
Dienstag, 21. Juli 2009
Gefunden_22

Donnerstag, 16. Juli 2009
Gehört_43

Donnerstag, 9. Juli 2009
Gehört_42

Mittwoch, 8. Juli 2009
Gehört_41

Montag, 6. Juli 2009
Gefunden_21
Samstag, 4. Juli 2009
Gefunden_20
Freitag, 3. Juli 2009
Gehört_40

Donnerstag, 2. Juli 2009
C-Ess-U 2.0
Gefunden_19

Dienstag, 30. Juni 2009
Gehört_39

Es gab Zeiten, da galt der Begriff Kaffeehausmusik als ehrenvolle Bezeichnung für die entspannte Untermalung kurzweiliger Gespräche unter gedimmten Lüstern, Musik also, die quasi als akustische Tapete den Menschen unaufdringlich Wohlbefinden suggerieren sollte, anspruchsvoll schon, aber nie anstrengend. Und wer dazu dezent das Tanzbein schwingen wollte, konnte auch das tun – früher. Heutzutage wiederum gilt Kaffeehausmusik eher als grobe Beleidigung, wer also Musik macht, die in Coffeeshops in der Endlosschleife rotiert, wird schnell als untalentiert, überkommerziell und völlig unhip gedisst, last exit Fahrstuhlmuzak also. Langer Rede kurzer Sinn: Es wird nur eine kurze Zeit dauern, bis auch die neue Moby wieder in dieser Schublade steckt, wo auch schon seine früheren Veröffentlichungen gelandet sind. Der Vorwurf, das alles auf „Wait for Me“ sei weder neu, noch einfallsreich, ohne jedwede Überraschung und überhaupt so fürchterlich getragen, angekitscht und deprimierend obendrein, der Vorwurf wird kommen. Stimmt natürlich alles irgendwie und doch ist es egal. Denn auch so eine Platte muß erst mal gemacht sein und Moby wollte ja nach eigenen Aussagen genau diese verhaltenen, umschmeichelnden und plüschigen Klänge haben und die hat er dann auch gut hinbekommen. „Pale Horses“ und „Walk With Me“ sind mit der gebrochenen, lasziven Gospelstimme seltsam anrührend, „Shot In The Back Of The Head“ braucht nur ein verfremdetes Riff, um zu bezaubern und zu „Mistake“ muß man gar nichts weiter sagen – ein perfekter, tieftrauriger Popsong in bester Postpunktradition. Gegen Ende gehen Herrn Moby dann etwas die Ideen aus, etwas knapper hätte er sein Werk da schon fassen können, aber „Isolate“ setzt einen versöhnlichen Schlußpunkt. Also, kein „Play“, deshalb nur 4 von möglichen 5 Sternen. Und wir bestellen uns jetzt – na was, natürlich: Einen Middle Sized Caffé Latte Decaf To Go ...
Montag, 29. Juni 2009
C-Ess-U
