Nun, ganz so gutgelaunt, wie einen das Bild da oben auf den ersten Blick glauben lassen will, sind Moaning aus Los Angeles sicher nicht. Je länger man in die Gesichter von Sänger und Gitarrist Sean Solomon, Bassist Pascal Stevenson und Drummer Andrew MacKelwie schaut, desto deutlicher meint man eine Mischung aus Frustration, Langeweile und Fatalismus zu erkennen. Das wiederum passt bestens zum Bandnamen und deckt sich auch mit dem, was man neben der erfreulichen Verlautbarung eines neuen Albums (20. März via Sup Pop) über die Band lesen kann. Solomon nämlich soll in der Zeit nach dem recht erfolgreichen, selbstbetitelten Debüt aus dem Frühjahr 2018 mit psychischen Problemen gekämpft haben, von Depressionen ist die Rede und manchem mehr. Das soll, auch davon liest man, nun aber vorbei sein, dennoch oder gerade deshalb beschäftigt sich die neue Platte "Uneasy Laughter" mit genau diesen Themen - Mental Health, Sinnsuche, Selbsterfahrung. Und auch der erste, vorab veröffentlichte Song "Ego" kommt geradeheraus zur Sache: "We used to care, but we forgot, have more in common than we do not, what part of you relates to me, narcissism is not empathy" heißt es dort und im Chorus weiter: "I wanna be anybody but myself, I wanna love anybody but myself."
Donnerstag, 16. Januar 2020
Sløtface: Erneute Prüfung [Update]
Das war schon 2017 ein frommer Wunsch, den zu realisieren vielen Menschen ziemlich schwer gefallen sein dürfte (puh!). Da nämlich erschien das Debütalbum der norwegischen Band Sløtface mit dem wunderbaren Titel "Try Not To Freak Out". Was, wie gesagt, leichter gesagt als getan war, denn das Quartett um Haley Shea gab sich alle Mühe, den Zuhörer*innen kräftig in den Hintern zu treten, Ausflippen war da eher an der Tagesordnung. Sollten sie besagten Wunsch beibehalten haben, werden wir auch zukünftig vor ähnlichen Problemen stehen, denn schon die Zwischenmeldungen "Telepathetic" aus dem Sommer und "Stuff" gingen ganz ordentlich ab und auch die aktuelle Single "S.U.C.C.E.E.S.S." steht ihnen in nichts nach. Der Titel der zweiten Platte heißt im Übrigen "Sorry For The Late Reply", die Veröffentlichung ist für den 31. Januar 2020 bei Propeller Recordings anberaumt. Und wir versuchen mal, die Füße still zu halten, zumindest bis zu den Konzerten der vier im November.
07.11. Köln, Luxor
10.11. Hamburg, Knust
11.11. Berlin Bi Nuu
13.11. Wien, Chelsea
14.11. München, Backstage
Neu:
03.04. Hamburg, Bahnhof Pauli
04.04. Berlin, Badehaus
05.04. München, Feierwerk
06.04. Köln, Helios 37
Update: Vier Songs haben die Norweger*innen mittlerweile geteilt, der neueste ist "Tap The Pack" und dauert keine zweieinhalb Minuten.
07.11. Köln, Luxor
10.11. Hamburg, Knust
11.11. Berlin Bi Nuu
13.11. Wien, Chelsea
14.11. München, Backstage
Neu:
03.04. Hamburg, Bahnhof Pauli
04.04. Berlin, Badehaus
05.04. München, Feierwerk
06.04. Köln, Helios 37
Update: Vier Songs haben die Norweger*innen mittlerweile geteilt, der neueste ist "Tap The Pack" und dauert keine zweieinhalb Minuten.
Mittwoch, 15. Januar 2020
Lankum: Neue Räume
Neuigkeiten gibt es von der wunderbaren Dubliner Formation Lankum, die sich selbst ja gern Folk-Miscreants nennen. Dabei sind die vier dem traditionellen, irischen Folk keineswegs feindlich gesonnen, sie erschließen ihm nur neue Räume, fügen zum Beispiel Drone-Elemente hinzu und kreieren so ungewohnte und lebendige Soundstrukturen. Im Oktober vergangenen Jahres haben Cormac Dermody, Daragh Lynch, Ian Lynch und Radie Peat ihr aktuelles Album "The Livelong Day" veröffentlicht, nun kommt zum Song "Hunting The Wren" ein Live-Video hinzu. Die aktuelle Tour enthält, einziger Makel, leider noch keinen Deutschland-Termin, wir hoffen also weiter, das sie als Headliner auch hierzuland bald zu sehen sind.
Poliça: Bedingt leidensfähig [Update]
"Ohne Leiden keine Kunst" - man hört den Spruch ja in dieser oder jener Form häufig und mag ihn dennoch nicht so recht glauben. Künstler sehen das naturgemäß etwas anders, ob allerdings Channy Leaneagh heute so einfach unterschreiben würde, darf bezweifelt werden. Der charismatischen Frontfrau der amerikanischen Band Poliça nämlich ist dieses Leiden wortwörtlich in die Quere gekommen, 2018 stürzte sie im Winter vom Dach ihres Hauses und zog sich bei diesem Unfall eine ziemlich schmerzhafte und langwierige Verletzung der Wirbelsäule zu. Die Genesung forderte ein Höchstmaß an Geduld und so hatte sie genügend Zeit, den Sinn des Lebens hin- und herzuwenden. Auf Betreiben ihres Arztes gehörte diese psychische Exkursion sogar mit zum Heilungsprozess dazu, in den Linernotes zur neuen Platte "When We Stay Alive", die am 31. Januar 2020 bei Memphis Industries erscheinen soll, liest sich das wie folgt:
“Laying in bed, as I healed from a 10 foot fall of carelessness with my life, I would dream of running in green grass and tears would pour from my eyes. “Running in the tall tear grass; imagine wanting life and the want remains.” That is a feeling to hold onto; that life is worth living even when all the towers are crumbling and this goes beyond my own little accident but the world around me. Following the crone into the sinking ship and having the chance to return without a shadow. Drive on, Drive on. A second chance you won’t forget”.
Diese Ausführungen beziehen sich natürlich auch auf die erste Singleauskopplung "Driving", die wir hier mit einem Video von Isaac Gale verlinken - sanft angetriebener Synthpop, sehr eingängig, die Stimme bestechend zart wie eh und je. Zum Nachfolger der letzten Veröffentlichungen "Shulamith" (2013) und "United Crushers" (2016), beide so persönlich wie politisch, wird es im Übrigen auch eine kleine Clubtour durch Deutschland geben.
16.02. Frankfurt, Zoom
18.02. Köln, Artheater
19.02. Hamburg, Grünspan
25.02. Berlin, Columbia
29.02. München, Hansa 39
Update: Nach "Driving" und "Forget Me Now" (mit Video) gibt es heute den dritten Song vom neuen Album - hier kommt "Steady".
“Laying in bed, as I healed from a 10 foot fall of carelessness with my life, I would dream of running in green grass and tears would pour from my eyes. “Running in the tall tear grass; imagine wanting life and the want remains.” That is a feeling to hold onto; that life is worth living even when all the towers are crumbling and this goes beyond my own little accident but the world around me. Following the crone into the sinking ship and having the chance to return without a shadow. Drive on, Drive on. A second chance you won’t forget”.
Diese Ausführungen beziehen sich natürlich auch auf die erste Singleauskopplung "Driving", die wir hier mit einem Video von Isaac Gale verlinken - sanft angetriebener Synthpop, sehr eingängig, die Stimme bestechend zart wie eh und je. Zum Nachfolger der letzten Veröffentlichungen "Shulamith" (2013) und "United Crushers" (2016), beide so persönlich wie politisch, wird es im Übrigen auch eine kleine Clubtour durch Deutschland geben.
16.02. Frankfurt, Zoom
18.02. Köln, Artheater
19.02. Hamburg, Grünspan
25.02. Berlin, Columbia
29.02. München, Hansa 39
Update: Nach "Driving" und "Forget Me Now" (mit Video) gibt es heute den dritten Song vom neuen Album - hier kommt "Steady".
Dienstag, 14. Januar 2020
PVA: Maximaler Hype
Wenn der NME Hype schreit und dieser wiederum vom Londoner Indielabel Speedy Wunderground gefeatured wird, dann ist tatsächlich Obacht angesagt. Schließlich kamen von dort auch Acts wie Black Midi, Squid und die Flamingods. Nun also: PVA. Meint nicht die Pensionsversicherungsanstalt, das Polizeiverwaltungsamt oder Karpfenfutter. Sondern ein superhippes Dancetrio, ebenfalls aus der englischen Hauptstadt, das höchstens einen entfernten Bezug zu Polyvinylalkohol aufweist. Gerade wird ihre erste Single "Divine Intervention" ziemlich gefeiert, Auftritte der maximal coolen Frontfrau Ella Harris zusammen mit ihren Bandmates Josh Baxter und Louis Satchell erinnern etwas an die von The XX, nur mit etwas mehr Bewegung. Wer mag, kann sich hier noch einen Teaser zum Track "Talks" anhören, auf der Labelsite gibt es zudem noch den sehr feinen Savage Gary's Christmas Dub der Hit-Single.
Montag, 13. Januar 2020
The Wants: Ästhetik ist alles
Den Aufschlag in Sachen Post-Punk hatten wir ja in 2020 schon gemacht, natürlich wird der nicht nur auf der britischen Insel gespielt, sondern kommt auch aus New York. Wir erinnern uns beispielsweise an die wunderbare Band Bodega aus Brooklyn, die 2018 mit dem Debütalbum "Endless Scroll" ebenjenen Beweis antrat. Zwei Mitglieder des Quintetts, namentlich Madison Velding-VanDam und Heather Elle, haben sich gemeinsam mit Jason Gates zum Projekt The Wants zusammengefunden und planen nun für den 13. März via Council Records die Veröffentlichung ihres Debüts "Container", welches mutmaßlich nicht nur wegen der formidablen Musik, sondern auch wegen des schönen Dosen-Covers viel Lob ernten wird. Unter den zwölf Tracks findet sich nicht nur die soeben geteilte Single "The Motor", sondern auch das im Dezember erschienene Stück "Clearly A Crisis" - und auch hier ist das Artwork, nun, etwas speziell.
Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs: Eingeweide
Die drei ersten Gedanken, die einem beim Erstkontakt durch den Kopf schießen? Rollins, Pink Floyd, Pythons, Reihefolge nach Belieben. Grundsätzlich wird sich jedes Gespräch über die Kapelle Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs aus dem nordenglischen Newcastle Upon Tyne schwierig gestalten, denn noch bevor man den Bandnamen komplett durchbuchstabiert hat, rollen die Augäpfel des Gegenüber genervt nach oben - man braucht Geduld. Und widerstandsfähige Ohren, denn die Band, gern auch mal auf Pigsx7 verkürzt, gehört eher zu den lautstarken ihrer Zunft. Das zusammen mit der üblicherweise kurzen Sporthose des Sängers Matt Baty bei Livekonzerten sorgt für die erste Assoziation - Henry Rollins also in frühen Tagen. Die vervielfachte Schweinerei kommt so natürlich auch bei Pink Floyd (da waren's aber nur drei) vor und in Sachen Optik liegt ein Bezug zu den Animationen von Monty Python auch nicht so fern. Das dazu. Der Rest ist schnell erzählt - das Quintett hat mit seinem Debüt "King Of Cowards" für reichlich Aufsehen über die Grenzen des Heimatlandes hinaus gesorgt und nun steht mit "Viscerals" im April der appetitliche Nachfolger bei Rocket Recordings in den Startlöchern. Wir können hier schon einmal die erste Single "Reducer" aufbieten, der Konzertkalender bietet allerdings Stand jetzt nur einen einzigen, mageren Termin.
03.05. Berlin, Arena
03.05. Berlin, Arena
070 Shake: Endlich mal allein [Update]
22.01. Köln, Yuca Club
27.01. Berlin, Bi Nuu
Update: Einen weiteren Track vom neuen Album gibt es dieser Tage mit "Guilty Conscience".
Sonntag, 12. Januar 2020
Selena Gomez: Triumph der Produzenten
So, wenn schon Pop, dann richtig und deshalb sagen wir hier auch noch ein paar Sätze zum neuen Album von Selena Gomez. "Rare" heißt das und nach all den unfreiwilligen Pausen für die Frau, deren Karriere ja eigentlich als Schauspielerin begonnen hat, ist die Veröffentlichung für sie nicht nur eine ganz persönliche Genugtuung, sondern auch ein ziemlich gut gemachtes Stück Musik. Die Zeiten, in denen ältere Menschen die Hits jüngerer Generationen bedenkenlos, ja sogar einigermaßen begeistert mitsingen können, hat es zwar schon immer gegeben - die Häufung, mit der das gerade in diesen Monaten geschieht, erstaunt aber schon. Denken wir an HAIM, Billie Eilish, Ariana Grande oder meinentwegen auch Justin Bieber und Ed Sheeran. Alles perfekt austarrierter Produzentensound mit guten Ideen und nicht übermäßig vielen Kanten. In diese Kategorie gehört dann auch das neue Werk von Gomez, die Liste derer, die an ihrer dritten Platte mitarbeiten durften, ist so lang wie honorig und wenn man den einen oder anderen Durchhänger im Mittelteil und manchen arg übertriebenen Schluchzer wegläßt, macht das Ding wirklich Spaß. Angefangen beim gerade erst bebilderten Titelstück über die Singles "Lose You To Love Me" und "Dance Again" bis hin zum feinen Banger "Look At Her Now".
Georgia: Perfect workout
Auch aus London, auch Pop, allerdings ist ihr neues Album gerade erst erschienen: Georgia Rose Harriet Barnes, kurz Georgia, ist nicht nur die Tochter des Leftfield-Drummers Neil Barnes, sondern hat sich mit ihrem 2015 erschienenen, selbstbetitelten Debütalbum auch ohne Papas Hilfe einen Namen gemacht. Die knapp dreißigjährige Künstlerin arbeitete nach einer abgebrochenen Karriere als Fußballerin zunächst als Drummerin u.a. für Kate Tempest, bevor sie begann, eigenständig Songs zu schreiben und zu veröffentlichten. Für ihre aktuelle, zweite Platte "Seeking Thrills" nun hat sie sich gut knapp fünf Jahre Zeit gelassen, währenddessen sind eine Reihe hervorragender Stücke entstanden - "Never Let You Go" zum Beispiel, "About Work The Dancefloor", "Feel It" oder "Started Out", alle begleitet von höchst unterhaltsamen Videoclips. Das gilt natürlich auch für die neue Single "24 Hours", einmal mehr der passende Stoff für den perfekten Workout.
Gengahr: Hochklassige Ware
Auch im neuen Jahr ein paar sonntägliche Spotlights, Tipps für gute Musik gibt es schließlich auch 2020 nicht zu knapp. Nicht von ungefähr fangen wir da bei der Londoner Formation Gengahr an. Die Pokémon-Freunde sind seit 2015 am Start und haben bislang zwei Alben veröffentlicht - das "Debüt "A Dream Outside" brachte sie sofort in den Ruf, klugen Feinkostpop statt durchschnittliche Meterware abzuliefern, der Nachfolger "Where Wildness Grows" konnte das mühelos bestätigen. Nun hat das Quartett für Ende Januar Platte Nummer drei "Sanctuary" via Transgressive angekündigt, produziert hat Jack Steadman vom Bombay Bicycle Club. Neben den bislang bekannten Songs "Atlas Please", "Heavenly Maybe" und "Everything And More" wird auch die aktuelle Vorauskopplung "Never A Low" auf dem Werk zu finden sein, im Set auf der kommenden Tour dann ohnehin.
26.02. Köln, Blue Shell
27.02. Berlin, Maze
28.02. München, Folks! Club
29.02. Hamburg, Molotow
26.02. Köln, Blue Shell
27.02. Berlin, Maze
28.02. München, Folks! Club
29.02. Hamburg, Molotow
Freitag, 10. Januar 2020
Messer: Neues Jahr ohne Zukunft
Ehe es mal so richtig weg ist, das alte Jahr, das dauert. Denn auch diese Nachricht gehört noch mit zur Kategorie "Was wir noch schuldig sind". Denn wir hatten zwar schon Vermutungen zum Titel des neuen Albums der Münsteraner Band Messer geäußert, so richtig sicher ist es damit aber erst um die Jahreswende herum geworden. Platte Nummer vier wird nun tatsächlich "No Future Days" heißen und am 14. Februar bei Trocadero erscheinen. Da sich nicht nur der Sound von Hendrik Otremba und Kollegen gehörig gewandelt hat, sondern auch die Optik, teilen wir hier zum Beweis noch das Coverfoto. Und weil auch die Tourdaten schon vernetzt wurden, gibt es mit "Tapetentür" eine weitere Vorabsingle neben "Anorak" und "Der Mieter" zu hören.
Donnerstag, 9. Januar 2020
DIIV: Back for best [Update]
DIIV
„Deceiver“
(Captured Tracks)
Mit jeder aktuellen Bewertung werden ja in der Regel auch die Erinnerungspreise vergeben – klingt wie das, gemahnt an jenes, es läßt sich eigentlich immer etwas finden, das die Zuordnung einfacher und dem Rezensenten die Arbeit leichter macht. Den entsprechenden Pokal in dieser Kategorie werden in diesem Jahr zweifellos die vier jungen Herren von DIIV zugesprochen bekommen. Weil sie an eine Epoche erinnern, bei der sie selbst noch gar nicht ans gemeinsame Musizieren dachten. Genaugenommen haben Zachary Cole Smith und Andrew Bailey ihre Formation (in wechselnden Besetzungen) erst 2011 ans Laufen gebracht, ganze zwanzig Jahre, nachdem beispielsweise ein gewisser Billy Corgan zusammen mit den Smashing Pumpkins das Debüt „Gish“ veröffentlichte, nach Alternative, nach Grunge und natürlich auch nach Shoegazing, zumindest, wenn wir von der Gründergeneration reden. Bei all diesen Stilrichtungen nämlich haben sich DIIV großzügig bedient und zwar so gekonnt, dass sie mit ihrem eigenen Erstling „Oshin“ und erst recht mit dem folgenden „Is The Is Are“ die Vorbilder fast vergessen ließen. Ganz nebenbei sah Cole auch eine Ecke besser aus als Corgan und sorgte so für reichlich gerötete Wangen und Ohnmachtsanfälle bei der weiblichen Anhängerschaft.
Lange ging das nicht gut, schon nach Veröffentlichung der ersten Platte kamen die ersten Drogen ins Spiel, später dann unschöne Szenen auf offener Bühne, Zankereien, Trennungen, die komplette Klaviatur jugendlicher Selbstüberschätzung, Verzweiflung, Absturz, last exit rehab. Dass die Band, im speziellen Cole, tatsächlich den Weg zurück fanden, grenzt da fast an ein Wunder, dem NME erzählte er gerade: “The big thing was that in all my exposure to recovery, I was looking for an easy solution and I found out there’s not one,” es war also mehr als harte Arbeit nötig. Eine, die sich gemessen am Ergebnis, mehr als gelohnt hat, denn das vorliegende Album ist, man möchte es kaum glauben, ihr bislang bestes geworden. Härter, kompromissloser, lauter, auch dunkler, voller Abgründe und trotzdem verdammt stimmig. Dass DIIV den Weg zurück als Vorband der amerikanischen Blackgazer Deafheaven schafften, hört man dem Werk ohne Weiteres an, dass mit Sonny Diperri jemand an den Reglern stand, der schon für My Bloody Valentine produzierte, war ebenfalls kein Fehler.
Die elf Songs sind verblüffend eingängig und trotzdem von griffiger Härte, die ersten beiden Singles „Skin Game“ – Coles Tagebuch des Kampfes mit den inneren Dämonen und Versuchungen – und „Taker“ ließen schon vorab Hervorragendes ahnen und spätestens als mit „Blankenship“ der erste richtige Hit nachgeschoben wurde, war klar, dass ihnen mit „Deceiver“ ein später Killer gelungen war. Die sorgsam im Studio aufgeschichteten Riffs dröhnen prächtig zwischen den einschmeichelnden Melodien und auch wenn der Vergleich mit „Gish“ oder „Mellon Collie …“ etwas hoch gegriffen scheint, so ist es doch eine beachtliche Nummer geworden. Der Schlußtrack „Acheron“, ganze sieben Krachminuten lang, zieht noch einmal alle verfügbaren Register, zu Zeilen wie „Hate the god, I don’t believe in, heaven’s just a part of hell“ schmirgeln die Saiten gar wunderbar, es bersten die Kuh- und die Trommelfelle zu gleichen Teilen. Ein unverhoffter, ein großer Wurf.
Update: Mit dem neuen Video zu "The Spark" kommen nun endlich auch ein paar Livedaten für den März - Zeitreise ist also dringend angesagt!
05.03. Hamburg, Gruenspan
08.03. Berlin, Festsaal Kreuzberg
10.03. Wien, Szene Wien
11.03. München, Strom
12.03. Zürich, Rote Fabrik
„Deceiver“
(Captured Tracks)
Mit jeder aktuellen Bewertung werden ja in der Regel auch die Erinnerungspreise vergeben – klingt wie das, gemahnt an jenes, es läßt sich eigentlich immer etwas finden, das die Zuordnung einfacher und dem Rezensenten die Arbeit leichter macht. Den entsprechenden Pokal in dieser Kategorie werden in diesem Jahr zweifellos die vier jungen Herren von DIIV zugesprochen bekommen. Weil sie an eine Epoche erinnern, bei der sie selbst noch gar nicht ans gemeinsame Musizieren dachten. Genaugenommen haben Zachary Cole Smith und Andrew Bailey ihre Formation (in wechselnden Besetzungen) erst 2011 ans Laufen gebracht, ganze zwanzig Jahre, nachdem beispielsweise ein gewisser Billy Corgan zusammen mit den Smashing Pumpkins das Debüt „Gish“ veröffentlichte, nach Alternative, nach Grunge und natürlich auch nach Shoegazing, zumindest, wenn wir von der Gründergeneration reden. Bei all diesen Stilrichtungen nämlich haben sich DIIV großzügig bedient und zwar so gekonnt, dass sie mit ihrem eigenen Erstling „Oshin“ und erst recht mit dem folgenden „Is The Is Are“ die Vorbilder fast vergessen ließen. Ganz nebenbei sah Cole auch eine Ecke besser aus als Corgan und sorgte so für reichlich gerötete Wangen und Ohnmachtsanfälle bei der weiblichen Anhängerschaft.
Lange ging das nicht gut, schon nach Veröffentlichung der ersten Platte kamen die ersten Drogen ins Spiel, später dann unschöne Szenen auf offener Bühne, Zankereien, Trennungen, die komplette Klaviatur jugendlicher Selbstüberschätzung, Verzweiflung, Absturz, last exit rehab. Dass die Band, im speziellen Cole, tatsächlich den Weg zurück fanden, grenzt da fast an ein Wunder, dem NME erzählte er gerade: “The big thing was that in all my exposure to recovery, I was looking for an easy solution and I found out there’s not one,” es war also mehr als harte Arbeit nötig. Eine, die sich gemessen am Ergebnis, mehr als gelohnt hat, denn das vorliegende Album ist, man möchte es kaum glauben, ihr bislang bestes geworden. Härter, kompromissloser, lauter, auch dunkler, voller Abgründe und trotzdem verdammt stimmig. Dass DIIV den Weg zurück als Vorband der amerikanischen Blackgazer Deafheaven schafften, hört man dem Werk ohne Weiteres an, dass mit Sonny Diperri jemand an den Reglern stand, der schon für My Bloody Valentine produzierte, war ebenfalls kein Fehler.
Die elf Songs sind verblüffend eingängig und trotzdem von griffiger Härte, die ersten beiden Singles „Skin Game“ – Coles Tagebuch des Kampfes mit den inneren Dämonen und Versuchungen – und „Taker“ ließen schon vorab Hervorragendes ahnen und spätestens als mit „Blankenship“ der erste richtige Hit nachgeschoben wurde, war klar, dass ihnen mit „Deceiver“ ein später Killer gelungen war. Die sorgsam im Studio aufgeschichteten Riffs dröhnen prächtig zwischen den einschmeichelnden Melodien und auch wenn der Vergleich mit „Gish“ oder „Mellon Collie …“ etwas hoch gegriffen scheint, so ist es doch eine beachtliche Nummer geworden. Der Schlußtrack „Acheron“, ganze sieben Krachminuten lang, zieht noch einmal alle verfügbaren Register, zu Zeilen wie „Hate the god, I don’t believe in, heaven’s just a part of hell“ schmirgeln die Saiten gar wunderbar, es bersten die Kuh- und die Trommelfelle zu gleichen Teilen. Ein unverhoffter, ein großer Wurf.
Update: Mit dem neuen Video zu "The Spark" kommen nun endlich auch ein paar Livedaten für den März - Zeitreise ist also dringend angesagt!
05.03. Hamburg, Gruenspan
08.03. Berlin, Festsaal Kreuzberg
10.03. Wien, Szene Wien
11.03. München, Strom
12.03. Zürich, Rote Fabrik
Wiley vs. Stormzy: Was für ein Theater [Update]
Das neue Jahr mit Streitigkeiten (neudeutsch: einem Beef) zu beginnen, zeugt nicht gerade von guten Vorsätzen, kann aber für Fans und Zuhörer ganz ertragreich sein. So zu sehen gerade bei den Herren Richard Kylea Cowie und Michael Omari. Wer jetzt mit den Klarnamen nicht gleich etwas anzufangen weiß, dem übersetzen wir das Ganze noch in Wiley und Stormzy und im gleichen Moment hat das Ganze, zumindest für Liebhaber des Grime, ein Gesicht. Ohne großartig ausholen zu wollen, ist ersterer als einer der Gründerväter des Subgenres bekannt, der andere als der, der es zu internationalem Erfolg gebracht hat. Eigentlich war zwischen den beiden alles soweit im Reinen, Stromzy hatte auf seinem kürzlich erschienenen Erfolgsalbum "Heavy Is The Head" sogar eine Wiley-Hommage mit dem schönen Titel "Wiley Flow" am Start, soweit so trügerisch. Denn dem Gelobten gefiel an anderer Stelle die Kollaboration mit dem Popsweetie Ed Sheeran überhaupt nicht und so stieß er in das selbe Horn, mit dem die Ultraorthodoxen seit einiger Zeit versuchen, Stormzy des Verrats zu überführen. Ein Hin und Her, beide sind mittlerweile ziemlich angefressen und an eine Versöhnung ist momentan nicht zu denken. Die neuesten Ergebnisse darf man sich denn auch hier anhören - Wiley legte zunächst mit "Eediyat Skengman (Stromzy Send)" vor, Stormzy erwiderte nun via "Disappointed" - to be continued, möglicherweise.
Update: Geht weiter.
Update: Geht weiter.
Mittwoch, 8. Januar 2020
Mush: Weiter wie bisher
Post-Punk war neben Grime 2019 eine britische Domäne, deren Dominanz eigentlich nur ab und an von den irischen Nachbarn gebrochen werden konnte - sieht ganz so aus, als würde sich daran 2020 auch erst mal nichts ändern. Denn mit Mush vermelden wir heute einen ersten interessanten Neuzugang, vier junge Herren aus Leeds, die im vergangenen Jahr mit der Single "Eat The Etiquette" debütierten und nun den nächsten Song "Revising My Fee" folgen lassen. Darin geht es, so Sänger Dan Hyndman, um den Konflikt der Generationen und die damit einhergehende Verteilungsunwucht zwischen alteingesessenen Boomern und schon jetzt ziemlich abgehängten Youngstern. Das erste Album "3D Routine" des Quartetts wird am 14. Februar bei Memphis Industries erscheinen.
Mura Masa: Das Milchgesicht als Überflieger
In der nächsten Woche erscheint sein neues Album, nicht genug Zeit, um zu klären, warum um alles in der Welt ein so unscheinbar aussehender Junge einen solch durchschlagenden Erfolg hat. Nun gut, Im Falle von Alex Crossan alias Mura Masa wird sich das wohl mit seinem außergewöhnlichen Können als Musiker und Produzent begründen lassen - der kann was und alle wollen mit ihm. Slowthai zum Beispiel, der schon seine Single "Doorman" von Crossan veredeln ließ und jetzt bei "Deal Wiv It" duettiert, oder Clairo, angehende amerikanische Songwriter-Überfliegerin. Und nun auch noch die wunderbare Ellie Rowsell, eigentlich Sängerin bei Wolf Alice, die gerade mit ihm zusammen das Stück "Teenage Headache Dreams" eingespielt hat. Dies alles für die neue Platte "R.Y.C." (Raw Youth Collage) des milchgesichtigen Ausnahmetalents, 2014 debütierte er mit "Soundtrack To A Death", drei Jahre später folgte der Durchbruch mit dem selbstbetitelten Major-Album. Wohin die Reise diesmal geht, ist nicht schwer zu erraten - abwärts sicher nicht so schnell.
Dienstag, 7. Januar 2020
Meatraffle: Nachgeholt
Wie das halt so ist: Da kann man über zehn Jahre durch die Musiklandschaft hetzen und einer jeden Sau nachrennen, die durch die Dörfer getrieben wird, nur um dann doch mal den einen oder anderen Glanzpunkt zu verpassen, der am Rande glimmt und vielleicht nicht gleich so ins Auge sticht. Aber zum Glück folgt man ja genügend ebenso begeisterten Tonspion*innen und so bleibt selten etwas gänzlich, sondern nur ein wenig länger unentdeckt. So gerade geschehen mit der Südlondoner Kapelle Meatraffle, einem fünfköpfigen, strikt politischen Kunstkollektiv. Im Winter 2015 hat die Band ihr Debütalbum "HiFi Classics" veröffentlicht, vier Jahre später folgte dann "Bastard Music" inklusive der fabelhaften Singles "The Day The Earth Stood Still" und "'Ndrangheta Allotment". Um wenigstens etwas halbwegs aktuellen Bezug in den Post zu bringen, möchten wir auf die Octagon Sessions verweisen, die Meatraffle kürzlich in ihrer Heimatstadt aufgenommen haben und die zu Beginn dieses Jahres in kompletter Form erscheinen sollen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, der/die sollte sich unbedingt ihre Zusammenarbeit mit der italienischen Kombo Madonnatron anhören - kaum jemand hat den (leider etwas überspielten) Partisanen-Klassiker "Bella Ciao" in den letzten Monaten so schön gecovert. Einen deutlich ausführlicherern Bericht zur Bandgeschichte gibt es im Übrigen bei den Kollegen von The Quietus.
Samstag, 4. Januar 2020
Rosalía: Zum Jubiläum [Update]
Vor ziemlich genau einem Jahr ist das wunderbare Album "El Mal Querer" erschienen und katapultierte dessen Schöpferin Rosalía Vila Tobella aus dem katalonischen Sant Exsteve Sesrovires sofort auf den internationalen Radar. Nach ihrem eher zurückhaltenden Debüt "Los Ángeles" war der Nachfolger eine meisterhafte Mixtur aus Tradition und Moderne, mischten sich hier Hip-Hop und Flamenco mit einer Selbstverständlichkeit, die Staunen machte und wahre Begeisterungsstürme auslöste. In Spanien ist Rosalía mittlerweile ein multimedialer Superstar, gehören ihre Songs schon zum Mainstream, fast jede ihrer ausgekoppelten Singles startete von der Position 1 weg, wo natürlich auch das Album selbst landete. Zur Feier das Jubiläums spendierte die Künstlerin gerade einen neuen Song - "A Palé" kommt mit einem Video von Jora Frantzis, coproduziert haben wieder El Guincho and Frank Dukes (achja, die Nägel manikürte Britney TOKYO).
Update: Der Track ist ohnehin schon einer der besten des vergangenen Jahres, nun hat sich auch der Franzose Mike Levy alias Gesaffelstein mit einem Remix seiner angenommen.
Update: Der Track ist ohnehin schon einer der besten des vergangenen Jahres, nun hat sich auch der Franzose Mike Levy alias Gesaffelstein mit einem Remix seiner angenommen.
Michael Stipe: Geschenk mit Weckruf
Genau einen Tag vor seinem sechzigsten Geburtstag veröffentlicht Michael Stipe seine zweite Solosingle "Drive To The Ocean". Gemeinsam mit einer Erklärung kommt das Stück, dessen sparsames Video Stipe selbst gedreht hat, als Nachfolger für den Debütauftritt "Your Capricious Soul" vom Oktober vergangenen Jahres. Und auch dieser Song ist eng mit der Sorge um den Erhalt unseres Planeten verbunden - alle Erlöse aus dem Verkauf des Liedes (über seine Website als Video, Lyrics, Audiofiles, etc.) gehen an den Fond Pathway To Paris, der Großstädte zur Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens bewegen will. Den Aufruf dazu (u.a. via Pitchfork auf Instagram) hat Stipe im Übrigen im Badezimmer gedreht und gewährt dort einen ziemlich unglamourösen Blick auf Kloschüssel und Gardinen.
Donnerstag, 2. Januar 2020
Lauter gute Nachrichten: The XX, Shame, The Strokes
Man will ja das neue Jahr nicht mit wiederaufgekochten Meldungen aus dem alten beginnen, deshalb gibt es also heute neue Kurzmeldungen, die zwar belastbar, aber wenig gehaltvoll sind. Soll heißen, zur guten Nachricht gibt es nicht viel mehr als diese selbst, denn mit Tonmaterial halten sich fast alle Genannten noch merklich zurück.
Eines der beliebtesten und noch dazu begabtesten Musiktrios unserer Tage hat seine seit langem erhoffte Neuerscheinung im Großformat angekündigt - Romy, Oli und Jamie, besser bekannt unter dem Namen The XX, können allerdings nicht einfach nur ein schnödes Album veröffentlichen - dafür waren die Vorgänger "XX", "Coexist" und "I See You" einfach zu brillant. Es wird also nicht weniger als der nächste Meilenstein von den Londonern erwartet. Via Instagram jedenfalls haben sie gerade die folgenden Zeilen abgesetzt: "Looking forward to 2020. We've been all working on new music, can't wait to share it with you!" Nun, das geht uns nicht anders.
Auch aus London, nur eine ganze Ecke ruppiger, so präsentierten sich vor zwei Jahren die fünf Burschen von Shame mit ihrem wirklich furiosen Debüt "Songs Of Praise". Lässige und angemessen schnoddrige Lads mit knackigen Riffs und einer Live-Präsens, die man so oft nicht findet - die wollten es wirklich wissen. Ihre Meldung kam dann auch standesgemäß per Twitter ziemlich knapp auf den Punkt: "New Shame album this year" mit der kleinen Hintertür "or next year who knows #ambiguity". Haha, möchte man da erwidern. Und hoffen, sie haben das schon ernst gemeint.
Die gehaltvollste Ankündigung hören wir letztendlich von Julian Casablancas und seiner Truppe The Strokes. Bei denen zählt ja das Zweifeln und Schwanken mittlerweile zum guten Ton - gibt es was Neues oder gibt es die Band als solches schon gar nicht mehr, who knows? Casablancas' Zweitkapelle The Voidz hatte ja zum Jahresende hin wieder für etwas Spannung gesorgt, jetzt aber gab er bei einem Konzert (mit dem Strokes) im Barclays Center Brooklyn bekannt, dass 2020 definitiv neues Material in Albumlänge zu haben wäre (der letzte Longplayer stammt ja mit "Comedown Machine" von 2013). Zwei aktuelle Songs hatten die Herren dann auch schon auf der Liste, namentlich das nagelneue "Ode To The Mets" und "The Adults Are Talking" (der ja schon 2019 die Runde machte). Und jetzt sage noch wer, die Zwanziger wären nicht unterhaltsam.
Eines der beliebtesten und noch dazu begabtesten Musiktrios unserer Tage hat seine seit langem erhoffte Neuerscheinung im Großformat angekündigt - Romy, Oli und Jamie, besser bekannt unter dem Namen The XX, können allerdings nicht einfach nur ein schnödes Album veröffentlichen - dafür waren die Vorgänger "XX", "Coexist" und "I See You" einfach zu brillant. Es wird also nicht weniger als der nächste Meilenstein von den Londonern erwartet. Via Instagram jedenfalls haben sie gerade die folgenden Zeilen abgesetzt: "Looking forward to 2020. We've been all working on new music, can't wait to share it with you!" Nun, das geht uns nicht anders.
Auch aus London, nur eine ganze Ecke ruppiger, so präsentierten sich vor zwei Jahren die fünf Burschen von Shame mit ihrem wirklich furiosen Debüt "Songs Of Praise". Lässige und angemessen schnoddrige Lads mit knackigen Riffs und einer Live-Präsens, die man so oft nicht findet - die wollten es wirklich wissen. Ihre Meldung kam dann auch standesgemäß per Twitter ziemlich knapp auf den Punkt: "New Shame album this year" mit der kleinen Hintertür "or next year who knows #ambiguity". Haha, möchte man da erwidern. Und hoffen, sie haben das schon ernst gemeint.
Die gehaltvollste Ankündigung hören wir letztendlich von Julian Casablancas und seiner Truppe The Strokes. Bei denen zählt ja das Zweifeln und Schwanken mittlerweile zum guten Ton - gibt es was Neues oder gibt es die Band als solches schon gar nicht mehr, who knows? Casablancas' Zweitkapelle The Voidz hatte ja zum Jahresende hin wieder für etwas Spannung gesorgt, jetzt aber gab er bei einem Konzert (mit dem Strokes) im Barclays Center Brooklyn bekannt, dass 2020 definitiv neues Material in Albumlänge zu haben wäre (der letzte Longplayer stammt ja mit "Comedown Machine" von 2013). Zwei aktuelle Songs hatten die Herren dann auch schon auf der Liste, namentlich das nagelneue "Ode To The Mets" und "The Adults Are Talking" (der ja schon 2019 die Runde machte). Und jetzt sage noch wer, die Zwanziger wären nicht unterhaltsam.
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