Sonntag, 24. Juni 2018

Familienalbum # 28: Karies

Gut, die wichtigste Nachricht bleibt natürlich die Zahnhygiene. Auch wenn die SPEX gerade schreibt, angesichts dieser Meldung habe man noch nie so gern darauf verzichtet. Was das alles bedeutet? Nun, Karies, die Band des Die-Nerven-Schlagzeugers Kevin Kuhn, haben gerade für den 12. Oktober eine neue Platte via This Charming Man angekündigt, "Alice" sie heißen, mit "Nebenstrassen" gibt es auch schon eine erste Auskopplung zum vorhören und die Tourplanung für den Herbst scheint auch schon abgeschlossen.

26.06.  Berlin, Kulturkosmos Müritz
22.09.  Hamburg, Reeperbahn Festival
07.11.  Wiesbaden, Kreativfabrik
08.11.  Köln, Gebäude 9
09.11.  Osnabrück, Kleine Freiheit
10.11.  Bremen, Lila Eule
11.11.  Berlin, Lido
12.11.  Dresden, Groovestation
13.11.  Leipzig, Ilses Erika
14.11.  Chemnitz, Nikola Tesla
15.11.  Nürnberg, Künstlerhaus
16.11.  Würzburg, Cairo
17.11.  Esslingen, Komma

Aber natürlich wären wir nicht MPMBL, wenn uns das Cover nicht zu etwas Nerdarbeit angeregt hätte und weil ein schöner Rücken bekanntermaßen auch entzückt, gibt es hier Artverwandtes der Verpackungsbranche, wie üblich aufgelistet von links nach rechts und oben nach unten.

Karies "Alice", Wild Ones "Heatwave", Tomte "Heureka", Jan Delay "Hammer und Michel", Sizarr "Psychoboy Happy", Migos "Back To The Bando", Frank White/Godsilla "Südberlin Maskulin", Silbermond "Alles auf Anfang", Arctic Monkeys "Suck It And See", Miley Cyrus "Younger Now", Macho "I'm A Man", G-Eazy "When It's Dark Out", Turbonegro "Retox", The Who "Quadrophenia"

Freitag, 22. Juni 2018

Kluster: Wunderbarer Wildwuchs

Kluster
„civic“

(Rama Lama Records)

Menschen, die sich nicht entscheiden können, haben es im Leben immer schwerer. Alles dauert länger, denn die richtige Wahl will gut überlegt sein. Ungeduld begleitet sie überall hin, denn diejenigen, die anders ticken, haben selten Verständnis fürs gründliche Abwägen. Mag also sein, dass sich in Malmö vor vier Jahren nicht nur fünf Freunde getroffen haben, die musikalisch schwer talentiert sind, sondern die auch in Sachen Entschlußfreude ähnlich gestrickt sind. Kluster scheinen aus der Not eine Tugend gemacht zu haben, statt eine klare Richtung einzuschlagen, schwärmen sie in viele Richtungen aus, gegen die Schärfung des Profils setzen sie die maximale Vielfalt. Und so hört man auf ihrem Debüt „civic“ neben Komponenten des Jazz (dem sie schon zu Hochschulzeiten zugetan waren) auch Noiserock, Punk, Easy Listening und gefälligen Popsound und das teilweise innerhalb eines einzelnen Stückes.

Exemplarisch läßt sich das bei Songs wie „In Your Hometown“ und „Afterglow“ heraushören, wo harte Riffs mit geschmeidigen Melodien wechseln, ein Prinzip, dem eigentlich die ganze Platte folgt. Die Gitarren sind mal schroff und laut, dann wieder wippen sie recht verführerisch, um gleich im nächsten Moment wieder ordentlich loszuschrammeln. Zwischenrein platziert die Band ein paar luftige Instrumentals, von denen das schönste den Titel „Tiramisu“ trägt. Ein Pfund sicherlich auch Linnea Halls klare Stimme, vielleicht die einzige Konstante in diesem wunderbaren Wildwuchs an Tönen und Stilen, beim Schlußstück „Narcissist“ erinnert sie etwas an Elizabeth Fraser von den Cocteau Twins, der man heimlich ein paar grollende Akkorde untergeschoben hat. Quicklebendig das Ganze, nicht zu lang, als dass man den Spaß an der Sache verlöre – es wird spannend sein zu beobachten, ob sie sich diese Unentschiedenheit wohl bewahren können. Denn auch sie werden älter, irgendwann.



Still Corners: Spätsommer

Schon klar. Kaum ist die Sonnenwende vorüber, wird es auch musikalisch wieder etwas schattiger. Wie anders könnte man erklären, dass just heute die Ankündigung für ein neues Album des Londoner Duos Still Corners einfliegt. Vor zwei Jahren vermochten Tessa Murray und Greg Hughes mit ihrer Platte "Dead Blue" einen wohligen Schauder über die Haut zu schicken, der Song "Lost Boys" ging einem stellvertretend lange nicht mehr aus dem Kopf. Das neue Werk wird "Slow Air" heißen und am 14. August beim bandeigenen Label Wrecking Light erscheinen, die erste Single nennt sich "Black Lagoon" und geht schon heute auf Sendung. Und ist, ein kleiner Trost, optisch noch in sommerlichem Sepia gehalten.

Tunng: Ganz die Alten [Update]

Dann also doch mal etwas Entspannung - und was für eine, wie gemacht für diesen Zweck. Die Londoner Avantgarde-Folkies Tunng haben nämlich gerade ihr neues, sechstes Studioalbum "Songs You Make At Night" angekündigt - am 25. August kommt es via Full Time Hobby in den Handel. Das Besondere: Tunng werden erstmals wieder im Original-Lineup der Gründertage zu hören sein, also mit Sam Genders und Mike Lindsay, und wer sich die erste Auskopplung "ABOP" anhört, weiß, dass das kein Fehler war. Das animierte Video zum Song stammt von Kasia Kijek und Przemek Adamski, im Herbst kommt die Band übrigens für zwei Termine nach Deutschland - auch schön.

03.11.  Köln, Artheater
04.11.  Berlin, Lido

Update: Mit "Crow" kommt huete die zweite Single der sechs aus London in Umlauf - Feinkostware, wieder mal.



Donnerstag, 21. Juni 2018

Granada: Bilderwelten

Granada
„Ge bitte!“

(Karmarama)

Mit dem Dialekt ist das so eine Sache, er kann manchmal kräftig missverstanden werden. Wenn zum Beispiel ein Bayer „Geh weida!“ sagt, dann ist das beileibe keine böswillige Aufforderung an den Gegenüber, möglichst umgehend das Weite zu suchen, es drückt eher ein interessiertes Staunen aus. Das „Ge Bitte!“ des Österreichers wiederum hat mit einer höflichen Bitte nicht viel gemeinsam, diese Redewendung ist eher als ungläubige, genervte Entgegnung gedacht, einen doch künftig mit solchem Schmarren in Ruhe zu lassen. Wobei die Jungs von Granada hier wohl eher eine allgemeine Stimmung wiedergeben wollen, Grantler sind die fünf ja eher keine. Nur eben lässige Burschen, die ihre steirische Mundart nicht verstecken und seit dem Debüt 2016 sowohl die globale als auch die unmittelbare Befindlichkeit der Gesellschaft in den lässig, pointierten Versen ihrer Lieder spiegeln. Und das reicht von bissig sarkastisch über humorvollen Überschwang bis hin zu liebenswert und gemütvoll, Granada sind Meister der Ausgewogenheit und auch auf dem neuen Album gelingt ihnen diese Balance scheinbar mühelos.


  
Gleichwohl hatte man befürchtet, dass mit der ersten Single „Die Stodt“, welche ja nun einiges an politischer Beobachtung und düsterer Vorausschau enthält, auch die Leichtigkeit im Ganzen verlorengehen würde – die Umstände dort, hier, überall wären ja dazu angetan. Trotzdem falscher Alarm, diese erste Auskopplung bleibt eigentlich die einzige mit so eindeutigem Bezug zu heraufdämmerndem Populismus und brauner Angtsmache und Kleingeisterei, Thomas Petritsch sucht und findet eher kluge Sinnbilder für seine Texte, um das Große ins Kleine zu holen und so für mehr Nähe und Vertrautheit zu sorgen. Und eben auch nicht zu verstören, wie er sagt. Da werden die aufgedrehte und oft auch aufgesetzte Betriebsamkeit ebenso auf’s Korn genommen („Miad vom tanzen“) wie die abgehobenen Parallelwelten und Oberflächlichkeiten („Marie“/“Prada“), engstirnige Rachsucht karikiert („Berlin“) und gefährliche Liebe mit Haut und Haar besungen („Messer“).

Mal versunken im Regen von Mallorca, mit hochrotem Kopf und schwitzendem Leib in der „Sauna“ oder hoffnungslos versoffen, die Flasche Gin im Arm – Granada gelingt ein wunderbarer, sehr menschlicher Reigen über die Schwächen, Schwärmereien und Ärgernisse unserer Tage. Der Dreiklang aus „Kopf verlorn“, „Vom Herz kummt“ und „Verwoitn“ ganz zum Schluss ist ohne Zweifel große Liedkunst, wobei die Ehre für den Kehraus (ähnlich wie bei der „Taube im Glas“ vom Vorgänger) wieder Gitarrist Lukacz Custos gebührt, der hier zu kleiner Kapelle ein tiefschwarzes Bild von Fremdbestimmtheit und Fatalismus zeichnet. Für den Optimisten, so sagten sie kürzlich, gebe es schon Hoffnung, für den Realisten eher weniger. Hätte man bei all der Trübsal keine Platte wie diese, es wäre tatsächlich kaum auszuhalten. http://www.granadamusik.com/

Naked Lunch: Hymnen

Hymnen braucht man nicht nur für den Fußball, auch wenn zur Zeit wieder einmal der Eindruck entstehen kann, es gäbe nichts wichtigeres als das Runde, das ins Eckige soll. Und wer zuvor bei welcher Hymne mitsingt oder eben nicht. Alles Bullshit. Und Ausreden für Dumpfbacken. Hymnen braucht man, wenn sie denn gut sind, eigentlich immer. Diese hier zum Beispiel stammt von der österreichischen Indierockformation Naked Lunch aus dem ehrwürdigen Klagenfurt. Die Band gilt als eine der dienstältesten (und noch dazu geschmackssichersten aka. stilvollsten) ihres Landes, 2013 erschien mit "All Is Fever" ihr letztes reguläres Studioalbum und wer die Hoffnung auf eine Rückkehr nicht aufgegeben hatte, darf sich nun bestätigt fühlen. Denn mit "Here Come The Bells" folgt ein weiterer Stand-Alone-Track dem vorangegangenen "So Sad" (Dezember 2017). Man solle das Stück bei maximaler Lautstärke hören, ist am Anfang des Videos zu lesen - das ist unbedingt einzuhalten, denn so kann man die Dramatik der Bilder noch besser nachempfinden. Tapete Records, wo der Songs erscheint, schreibt übrigens, hiermit werde ein Spätwerk eingeläutet, das dem von Torwartikone Gianluigi Buffon in nichts nachsteht. Und wer den wiederum mal hat seine Hymne singen sehen - nun, da schließt sich dann der Kreis...



Miya Folick: Perfekte Projektion

Es gibt nicht viele Platten, die derzeit so heiß erwartet werden wie das Debüt von Miya Folick aus Los Angeles. Kürzlich ist ihre Single "Deadbody" erschienen, und auch wenn ihr Management noch keine Eckdaten zu einem eventuellen Album liefert, so schicken sie heute wenigstens den neuen Song "Stock Image" hinterher. Wie der Name vermuten läßt, geht es hier um das Gefühl, den Ansprüchen anderer nicht zu genügen, sich wie ein leerer Rahmen, ein lebloses Foto zu fühlen, in den/das jeder seine Wünsche und Erwartungen projizieren kann, die Selbstachtung bleibt dann erwartungsgemäß auf der Strecke. Das Video produzierte im Übrigen Bryan Schlam (Dan Auerbach, Oscar, Jeff Rosenstock, Titus Andronicus).

Mittwoch, 20. Juni 2018

Tomberlin: In kürzester Zeit [Update]

Manchmal wäre man gern dabei, wenn andere Menschen ein bestimmtes Stück zum ersten Mal anhören - einfach um zu sehen, ob es sie genau so schnell erwischt wie einen selbst. Zum Beispiel eben jenes so simple wie bemerkenswerte Liedchen hier. Es heißt "Self-Help" und stammt von einem jungen Mädchen namens Sarah Beth Tomberlin. Und weil ihr Nachname so einen eigenwilligen Klang hat, nimmt sie ihn auch gleich als Pseudonym für ihr Soloprojekt her. Geboren in Jacksonville, Florida, jetzt wohnhaft in Louisville, Kentucky, hat sie schon mit 16 angefangen, ihre ersten Songs zu schreiben, die christliche Familie war nicht immer ein Segen (so liest man) und die isolierten Kindertage Anlass für die meisten Songs ihres nun entstandenen Debütalbums "At Weddings". Zehn Stücke finden sich darauf, am 10. August sollen sie bei Saddle Creek erscheinen und wenn sie alle nur halbwegs so berührend sind wie diese ersten dreieinhalb Minuten, dann dürfen wir uns auf den Hochsommer freuen.

Update: Ein zweiter, sehr intimer Song vom Album kommt heute mit "Seventeen" daher - macht die angekündigte Platte nur noch spannender.



Mass Gothic: Geteiltes Leid

Es ist natürlich der naheliegendste Aufhänger, wenn man etwas über Noel Heroux und Jessica Zambri schreiben möchte. Schließlich gibt es nicht gerade übermäßig viele Ehepaare, die auch gemeinsam Musik machen, mal abgesehen von den ewigen Ikonen Johnny und June, Sonny und Cher bzw. Yoko und John. Die beiden New Yorker jedenfalls sind unter dem Namen Mass Gothic unterwegs, zuvor haben sie einige Jahre bei Hooray For Earth gespielt, die sich dann allerdings 2014 auflösten. Der Stil des Duos ist schwer festzumachen, experimenteller Pop trifft es wohl am ehesten, vor Ausflügen in die Peripherie diverser Rockgenres ist man allerdings nie sicher. Am 31. August jedenfalls wird das zweite Album der beiden via Sub Pop erscheinen und dessen Titel klingt schon mal ordentlich schräg - "I've Tortured You Long Enough" läßt in einer Beziehung so viel Spielraum für Interpretationen, da wartet man lieber mal ein paar Statements der Künstler selbst ab und präsentiert dafür die beiden bislang bekannten Songs der Platte. "Dark Window" kam vor einem Monat in Umlauf, gerade wurde um den Track "J.Z.O.K." ergänzt, ein wilder Tanz, auch optisch.



PABST: Auf die Fresse, fertig los!

Klar kennt den Titel, wer ein alter Sack ist, auch von Depeche Mode. Das ist den Jungs von PABST auch klar. Aber ihre Version von "Shake The Disease" hat mit dem Synthpop aus Basildon nurmehr den Namen gemeinsam, der Rest ist so, wie man es vom Berliner Trio kennt - laut, krachig, volle Pulle. Nebenbei präsentiert Sänger Erik Heise seine neue Frise, zudem lassen sich die Jungs am Set des Regisseurs Philipp Virus (Terrorgruppe, K.I.Z., Kraftklub, etc.) noch von einem hundsgemeinen, uniformierten Schlagstockträger vermöbeln, egal, das Leben geht weiter. Weiterführende Informationen zur VÖ des künftigen Albums "Chlorine" via Crazysane Records gibt es hier, ebenso die passenden Tourdaten.

Flasher: Im Vorübergehen

Flasher
"Constant Image"

(Domino Records)

Soll noch mal jemand behaupten, Elternhaus und Heimatort hätten keinen Einfluß auf den Nachwuchs. Nimmt man sich zum Beispiel Flasher, das hoffnungsvolle Trio aus Washington D.C., also Gitarrist Taylor Mulitz (ehemals Priests), Bassist Daniel Saperstein und Emma Baker an den Drums (auch Big Hush), lassen sich viele Beispiele finden, warum dem sehr wohl so ist. Die gleichen Clubs im Kiez besucht, die Eltern kannten einander teilweise schon von der Schule und die Musik, die sie hörten, prägte auch (wenn sie es denn schon zugeben, wird's wohl stimmen) die Kinder. Dass der Boden, auf den solche Erziehung fiel, fruchtbar war, kann man ganz deutlich am wundervollen Debüt der drei hören. Post-Punk, schon, aber einer von der weniger tristen, weniger düsteren Sorte. Der LoFi-Stil der Band kommt angenehm unaufgeregt daher, fast schon lässig dahingespielt, die knapp fünfunddreißig Minuten halten dennoch reichlich Ohrwürmer bereit. Neben den drei bekannten Singles "Pressure", "Skim Milk" und "Who's Got Time" vor allem die schönen Hooks von "Harsh Light" und der Grunge von "Punching Up". Den Mix der zehn Songs hat im Übrigen Nicolas Vernhes besorgt, der auch schon für Animal Collective, Deerhunter und The War On Drugs gearbeitet hat, ihm ist wohl auch zu verdanken, dass die Stücke so klingen, als wären sie im Vorübergehen aufgenommen worden - der Rest ist einfach erstklassiges Songwriting. 

Update: Zur aktuellen Single "Who's Got Time" gibt es jetzt auch ein Video, das unter der Regie von Adinah Dancyger entstanden ist und einen ziemlich speziellen Waldspaziergang zeigt.



Dienstag, 19. Juni 2018

Granada: "Wir müssen uns den Heimatbegriff zurückerobern!"

Nicht wenige von uns fragen sich, was das eigentlich für Zeiten sind, in denen wir da leben: Die Politik kennt mit der Migration offenbar nur noch ein einziges Thema und läßt sich von diesem wie eine aufgescheuchte Herde Kühe über die abgegrasten Meinungsäcker treiben, der Heimatbegriff wird im Zuge dessen schnell mal umgewidmet oder gleich ganz vereinnahmt, wer sein Kreuz gemacht hat, muss sich nicht wundern, wenn er jetzt bitteschön auch noch eines aufhängen soll. Damit alles seine Ordnung hat. Und jeder weiß, wo er hingehört. Die Welt ist im Wandel, auch die steirische, und sie ist bei weitem nicht so heil, wie sich das mancher, hulapalunochmal, vorstellt. Schön deshalb, dass Ende dieser Woche ein neues Album von Granada erscheint, einer Band, die so herrlich lässig mit Dingen umzugehen vermag, an denen sich andere die Zunge brechen. Vor zwei Jahren veröffentlichte das Grazer Quintett sein selbstbetiteltes Debüt, vollgepackt mit Leidenschaft, Schmäh, Sehnsucht, Liebe und auch bissigem Witz, der trifft, aber nicht verletzt, und der auch mal über sich selbst lachen kann. Sänger Thomas Petritsch und Gitarrist Lukacz Custos kommen gerade vom Open Air in Puch, gedankenfrisch, von Hangover keine Spur. Gute Gelegenheit also, ein paar Fragen zur neuen Platte und zu den wilden Zeiten drumherum loszuwerden. Und um das eine oder andere Mißverständnis aus dem Weg zu schaffen ...

Kurz mal zurückgespult: Ihr kommt aus Graz, singt aber so schön über Wien, dass man meint, ihr kämet von dort? Wie geht das?
TP: Stimmt, wir sind alle Steirer, kommen dort aus unterschiedlichen Regionen. 2015 hat uns der Michi Riebl, Regisseur des Films „Planet Ottakring“, gefragt, ob wir nicht Musik für den Film machen wollen und weil er keine Bedenken hatte, haben wir es halt versucht. Und so ist der Bezug zu Wien entstanden, der allerdings auf dem alten Album mit „Ottakring“ und „Eh Ok“ stärker ausgeprägt ist als auf dem neuen.

Nach der Veröffentlichung der ersten Single „Die Stodt“ hatte man fast so ein wenig die Befürchtung, Granada hätten durch die äußeren Umstände etwas von ihrer Leichtigkeit, ihren Witz drangegeben – haben sie aber nicht. Nimmt man sich die Ausgewogenheit vor, mit der nun also auch „Ge Bitte“ kommt? Oder ergibt sich das einfach?
TP: Also so ein Album entsteht ja nicht innerhalb einer Woche, dass man sich hinsetzt und bewusst die Vorgänge der letzten Jahre reflektiert und verarbeitet. Das wächst ja beim Touren, beim Proben, ist eher ein übergreifender Prozess. Ständig kommen neue Ideen, passieren neue Dinge und die haben wiederum Einfluss auf die Lieder. Klar ist es wichtig, politisch zu werden und alles, was da momentan passiert, kritisch zu betrachten ...

… aber allzu direkte, aktuelle Bezug ist dann eher hinderlich?
TP: Schon, man möchte ja kein Landeschronist sein, auch wenn das sicher seine Berechtigung hat. Bei uns war es eher die Zusammenkunft verschiedener persönlicher Erfahrungen und Emotionen, die den Ausschlag für dieses Album gegeben haben, insofern folgt das weniger einer bestimmten Intention.



Wieviel von der aktuellen Single „Die Stodt“ steckt denn tatsächlich in Graz? Oder ist es doch mehr ein Sinnbild?
TP: Es geht hier tatsächlich eher um eine verallgemeinerte, fast schon globale Sicht, nicht so sehr um eine konkrete Stadt. Wir wurden sogar schon gefragt, ob es sich vielleicht um Bremen handeln könnte, weil dessen Stadtfarben ja grün/weiß sind … Nein, auch wenn es die steirischen Landesfarben sind, soll das eher für den Gegensatz zum Schwarz-Weiß-Denken, der eingeengten Sicht der Dinge, stehen, für eine Hoffnung.

Diese Hoffnung wolltet Ihr ja offensichtlich auch in den Bildern transportieren, wie stark ist die denn in Anbetracht der derzeitigen Lage?
TP: Nun, wenn man positiv denkt, dann ist die Hoffnung natürlich groß, wenn man realistisch ist, wohl eher weniger. Das Video soll da aber nur ein Ansatz zur Interpretation sein, der Song selbst bleibt am Ende ja eher offen. Das kann dann jeder für sich selbst entscheiden.

Granada, Ge Bitte! Karmarama Records, VÖ: 22.06.2018
Bei den Piefkes habt Ihr momentan einen ganz großen Stein im Brett wie bekanntlich viele andere Bands aus Österreich. Nervt das, als Teil eines Hypes wahrgenommen zu werden oder nimmt man das besser einfach mal mit?
TP: Einfach nur auf eine bestimmte Welle aufzuspringen würde wohl nicht funktionieren, man muss schon versuchen, mit Qualität, mit Anspruch, mit einem Alleinstellungsmerkmal etwas zu erreichen. Insofern ist uns der Hype, wenn es ihn denn gibt, eigentlich egal. Berechtigt finden wir ihn aber in gewisser Weise schon. Wenn man sich die Geschichte der deutschen Popkultur nämlich anschaut, dann hat sich da in den letzten zehn Jahren nicht so wahnsinnig viel geändert – alles schön gesungen, super produziert, aber es ist auch immer ein bisschen platter geworden.

Was genau macht dann den Unterschied?
TP: Nun, die Produktionen sind in Österreich mittlerweile mindestens ebenso gut, die Themen sind vielleicht ein wenig interessanter, vor allem aber ist die Sprache eine exotischere. Das ist neu, sticht aus dem Einheitsbrei im Radio etwas heraus, verstört aber nicht.

Ist der Schmäh da wichtig?
TP: Sicher. Die österreichische Popmusik wurde selbst im eigenen Land lange Zeit ignoriert. Es ist ja nicht so, dass da vorher nichts war, aber es wurde halt nicht wahrgenommen und einige Künstler haben sich dann eher an den allgemeinen Trend von außen angepasst, als etwas Eigenes zu machen. Die Christina Stürmer hat’s ja irgendwie geschafft, aber sie macht das sehr gut, weil sie authentisch bleibt und nicht unbedingt versucht, auf hochdeutsch zu singen. Und irgendwie haben sich dann viele Bands gedacht, dass es ihnen eigentlich egal ist, ob sie jetzt auf Ö3 gespielt werden und sind dann eben etwas mutiger geworden als vielleicht manche Band aus Deutschland, weil die Erwartung, den großen Durchbruch daheim im Radio zu schaffen, ohnehin schon nicht mehr da war.

Stichwort Alleinstellungsmerkmal: Euer Debüt war, wenn man es mit anderen vergleicht, von großer Liebe zur Heimat, zum dortigen Lebensgefühl, auch von einer Art zufriedener Genügsamkeit geprägt – ist es für einen dann um so schmerzlicher, wenn sich die Verhältnisse daheim so krachend ändern wie gerade eben?
TP: Also, noch schmerzlicher glaube ich nicht. Wenn man sich die Geschehnisse anschaut, dann ist es ja nicht nur ein österreichisches Problem, das gibt es genauso in Deutschland, in Ungarn, in den USA. Dieses Gefühl der Angst, etwas zu verlieren, was man sich aufgebaut hat. Und daraus folgt dann dieser Hang zum Nostalgischen und die Ablehnung von allem, was sich ändert – warum sollte es das, es ist eh gut so, so in etwa. Hinzu kommt die Digitalisierung, die ja auch noch lang nicht abgeschlossen ist, die aber zusätzlich verunsichert. In einer pluralistischen Gesellschaft wie der unseren ist es eigentlich abwegig, diesen verstaubten Heimatbegriff herzunehmen, aber die Populisten machen das halt und hoffen damit genau die Leute zu erreichen, die Angst vor dem Neuen haben.

Granada: Ganz links Lukacz Custos, ganz rechts Thomas Petritsch.


In Deutschland hat man ja wieder ein anderes, vielleicht noch schwierigeres Verhältnis zur Heimat …
TP: Aber gerade, wenn dieser Begriff besetzt wird, ist es doch um so wichtiger, ihm wieder einen linksliberaleren Anstrich zu verpassen, ihn wieder zurückzuerobern …
LC: … wie zum Beispiel gerade bei Wiener „Life Ball“ und dessen Thema „The Sound Of Music“ – mehr Heimat geht ja eigentlich gar nicht.

Wisst Ihr eigentlich, wo Ihr am 29. November seid?
TP: Ja doch, da sind wir in Deutschland …?

Genau, da seid Ihr im „Scheiss Berlin“. Warum denn eigentlich das Berlin-Bashing?
TP: Oh, das ist gar kein Berlin-Bashing, da gibt es für uns gar keinen Grund zu. Wir haben den Vorwurf schon oft gehört, aber wenn man den Song von der neuen Platte genauer anhört, dann ist das sogar fast eine Liebeserklärung an Berlin. Es geht da um ein fiktives Pärchen aus Graz, das sich trennt und sie geht eben weg nach Berlin und lernt dort einen neuen Freund kennen. Und weil der alte irgendeinen Grund braucht, um seinen Minderwertigkeitskomplex, das gekränkte Ego irgendwie zu trösten, schimpft er halt über die Stadt.

Okay, da ist mir wohl der Doppelsinn entgangen. Ich schieb das jetzt mal auf den Dialekt…
TP: Ja, schon allein die Tatsache, dass jemand Graz über Berlin stellt, hätte stutzig machen müssen (lacht). Und warum Liebeserklärung? Nun, wir haben uns lange überlegt, welche Stadt am ehesten für diesen Song in Frage käme. Und ohne jetzt schleimig klingen zu wollen: Berlin hält das am ehesten aus, die Stadt kann so austeilen, die kann aber auch gut einstecken.

In gewisser Weise beruhigt mich das auch, denn diese ganze Berlin-Hasserei ist gerade in München ziemlich beliebt und doch schon längst vorbei und öde, es spricht also für Euch, dass das gar nicht so gemeint war. 
TP: Nein, das ist, wie wir finden, gerade als Zumutung eher ein Zeichen unserer Wertschätzung!



Vielleicht noch so ein mögliches Missverständnis, das man aus dem Weg räumen kann: „Sauna“: Schwitzende Leiber, dampfende Hitze, will man oder lässt man das?
TP: Das ist lustig, denn auch die Band hat mir das zu Beginn nicht geglaubt, als ich mit dem Text angekommen bin: „Immer feucht und immer glitschig, nackt und dabei sehr hitzig, du weißt genau, worum es geht“. Ja, es geht wirklich um einen Saunagang. Natürlich wirkt das leicht schlüpfrig, weil nackte Haut vorkommt – aber hey, das ist Sauna, oder?
LC: Wir machen das sogar ziemlich oft, gerade am Day Off zwischen den Konzerten geht’s in die Sauna, es gibt gerade im Winter nichts Besseres – und danach schlafst wie ein Baby.

Im Roman „Schwere Knochen“ von David Schalko kommt auch der Begriff ‚Granada‘ vor und meint da den totalen Kampf, den Krieg. Wenn Ihr Euch entscheiden müsstet, was stände Euch denn näher – die Granate oder der Granatapfel?
LC: Der Granatapfel, in jedem Fall! Was aber daran liegt, dass ich schon immer sehr gern Granatäpfel gegessen habe. Ich hatte auch die Idee, das zweite Album „Pfel“ zu nennen, dann könnte man hintereinander Granada „Pfel“ sagen (lacht). Aber das ist dann doch nichts geworden.

Neben Graz und Wien, wie fühlt sich München für Euch an?
TP: Sehr gut. Wir haben mit den Sportis, Fiva und auch Mark Liebscher viele musikalische Freunde in München, die Konzerte waren bis jetzt auch immer toll, das Publikum ist fantastisch. Klar gibt es die Schickimickis, es fahren hier ein paar mehr Ferraris herum als beispielsweise in Graz, aber es hat eben auch diese kleine, feine Indieszene.

Kann es sein, dass man in München allein wegen der Lage etwas näher an Euch, am Dialekt dran ist als etwa Hamburg oder Bremen?
TP: Vielleicht, das ist schon möglich. Aber in erster Linie geht es eher darum, was die Musik transportiert, den Spaß daran. Und da gibt es eigentlich keine Unterschiede.

Therese Lithner: Maximale Ausbeute

Lang schon angekündigt, ausführlich geschwärmt - nun ist sie also erschienen: Therese Lithner aus dem schwedischen Umea hat heute ihre selbstbetitelte Debüt-EP bei Lazy Octopus Records veröffentlicht, wie vermutet vier Tracks, neben dem bislang bekannten "Drown" noch die Stücke "Eye", "Drift" und "Mistake". Und auch wenn sich das immer so einfach sagt, die richtigen Hooks zu finden, die sich dann auch noch in den Ohren der Hörer festsetzen und den Abgang auf lange Zeit verweigern, muß man so erst mal schaffen. Die Strokes hatten für ihr Debüt ganze elf davon und haben daraus eben elf genügsame und doch wunderbare Songs gebastelt, nicht anders Interpol auf dem Erstling "Turn On The Bright Lights". Und auch Lithner energische Stimme wird von feinen Akkorden begleitet, zwirbelnde Gitarren, dicker Bass, treibende Synthesizerklänge, das bleibt alles hängen. Ein kurzes Vergnügen zwar, aber ganz gewiß kein kleines.

Dead Naked Hippies: Cut you off

Es ist mehr der scharfe Schnitt um den es hier geht, weniger um das Instrument selbst: Jede/r hat so seine Bilder und Töne vor Augen, wenn er oder sie das Wort Guillotine hört, dieser trockene Klang, wenn das geschliffene Metall in die Tiefe rauscht und der dumpfe Aufprall desselben nach getaner Arbeit. Morrissey hat das mal im so grausig wie wunderbaren Stück "Margaret On The Guillotine" verewigt - unvergleichlich, nicht wiederholbar. Hier aber handelt es sich eher um ein Sinnbild, denn Lucy Jowett, Sängerin des Post-Punk-Trios Dead Naked Hippies aus Leeds, beschreibt auf dieser ersten Single der Band im Jahr 2018 eher das Gefühl, sich bestimmter Wünsche, auch Rachegelüste nach Verletzungen mit hartem Schnitt zu entledigen. Viele ihrer Texte, so sagt sie, handeln vom Kampf mit sich selbst, der eigenen psychischen Verfassung und ihrer Rolle als Frau in der modernen Gesellschaft, die Musik dazu kommt wie schon vor zwei Jahren ebenso kantig und schroff daher und unterstützt so den Reiz.

Sam Fender: Gehen oder bleiben?

Manche Albernheit entwickelt sich ja auch mal mit befremdlichem Ernst: In den letzten Wochen durfte man zum Beispiel von einem jungen Mann lesen, der mit seinen Erziehern prozessierte, weil er nicht daran dachte, aus seinem Elternhaus auszuziehen. Und das in einem Alter (30), wo andere schon ihre erste Scheidung hinter sich haben. Mag sein, dass sich Jungs in dieser Hinsicht etwas schwerer tun als Mädchen, aber das war dann schon sehr speziell und hatte mit Begriffen wie "Nesthocker" oder "Hotel Mama" nicht mehr viel zu tun. Dennoch scheint das Thema ein Dauerbrenner zu sein, gehen oder bleiben ist in vielerlei Hinsicht eine häufige Frage. Da geht es natürlich ums Erwachsenwerden, Loslassen, um Freiheit, Risiko, Veränderung, solche Dinge. Auch Sam Fender, gern gehörter Gast aus dem britischen Newcastle, scheint mit diesen Problemen zu hadern. Nachdem er Anfang des Jahres mit neuen Songs kam, hat er jetzt seine aktuelle Single "Leave Fast" nachgeschoben, ein anrührendes Stück zu besagtem Thema mit der schönen Chorusline "Leave fast to stay forever". Ein Lied, sich selbst zu erkennen, ein Lied mit viel, viel Herz.

Montag, 18. Juni 2018

Pumarosa: Drohendes Unheil

Ein willkommene Gelegenheit, zu einem der Album-Highlights 2017 zurückzukehren, bieten uns heute die Londoner von Pumarosa. Die Band, deren Sound angenehm zwischen Waverock , Noise und Post-Punk wechselt, hat bekanntlich im vergangenen Jahr ihr Debütalbum "The Witch" veröffentlicht, von diesem stammt auch der Song "Lions' Den", den das Quartett nun mit einem Videoclip veredelt hat. Das Filmchen stammt von Niall Trask und beginnt eigentlich recht idyllisch, bald wird aber klar, daß hier Unheil droht und dieses läßt dann auch mit eindringlichen Bildern nicht lang auf sich warten.

Beach House: Mobile Meditation

Klar, es gibt Autovideos und Autovideos. Das letzte, was einem in Erinnerung ist und das nicht dem üblichen Bling-Bling-Gehabe folgte, war James Blake und sein wunderbares Stück "If The Car Beside You Moves Ahead". In die gleiche Kiste gehören auch Beach House, auch sie handeln weniger mit Stereotypen, auch ihre Musik bezieht ihren Reiz eher aus der Kontemplation, der Versunkenheit. Auf ihrem aktuellen und ziemlich tollen Album "7" befindet sich u.a. auch der Song "Black Car", zu dem die beiden nun einen Clip von Alistair Legrand nachreichen - ein bisschen bedrohlich und deshalb natürlich mit einem schönen Gruß an Elliot Silverstein.

Freitag, 15. Juni 2018

Estrons: Brett aus Wales

Ja, und die mußten unbedingt auch noch mit auf das Tableau für's Wochenende: Die walisische Alternativrock-Kapelle Estrons (allen voran deren beeindruckende Frontfrau Tali Källström) hat zusammen mit Alex Newport (At The Drive-In, Death Cab For Cutie, Pissed Jeans) einen neuen Song namens "Lilac" aufgenommen, der sich irgendwo zwischen Wolf Alice und Rolo Tomassi einschwingt, also auch ziemlich derbe ist. Von dem Trio gibt es bislang eine überschaubare Anzahl an Singles und EP, das erste Lebenszeichen stammt aus dem Jahr 2011mit der Single "C-C-Cariad!", das letzte kam im vergangenen Jahr unter dem Titel "Strobe Lights/Glasgow Kisses" ins Regal. Wann ein kompletter Longplayer zu erwarten ist, wird sich weisen, im September kommen sie erst mal für zwei Termine nach Deutschland.

22.09.  Hamburg, Reeperbahn Festival
23.09.  Berlin, Maze

Boys Noize ft. Marteria + Haftbefehl: Rebell Yell

Schnell mal einen Track zwischenposten, weil ja Wochenende ist und wir ja irgendwie auch eine kleine Tradition pflegen müssen - Beats für's Weekend: Marteria hat zusammen mit Boys Noize und Haftbefehl das Stück "Disco Inferno" aufgenommen, der Clip stammt von LILINTERNET, alles beste grobkörnige Plattenästhetik und auch sonst ziemlich aggro. Kickt.

Protomartyr: Weit mehr als ein Trost [Update]

Sie waren ja gerade erst unterwegs und haben dafür (unter manch eigenwilliger Überschrift) großes Lob geerntet. Und damit der Flow anhält (läuft halt), bringen die Detroiter Post-Punks Protomartyr nun am 15. Juni zu ihrem im vergangenen Jahr erschienenen Album "Relatives In Descent" eine neue EP mit dem Titel "Consolation" heraus. Vier Stücke soll das Kurzformat enthalten, zwei davon wurden zusammen mit Kelley Deal von The Breeders eingesungen und wiederum eines davon - "Wheel Of Fortune" - gibt es vorab als Video zu sehen/hören. Gedreht hat übrigens Yoonha Park, der auch schon für die Preoccupations, die Liars, M83 oder Deerhoof arbeitete.

Update: Und hier nun auch der zweite Song, der mit Kelley Deal eingespielt wurde - "You Always Win".