Donnerstag, 29. September 2016

Bildbuch: Schockfolgen [Update]

Da darf man auch mal ganz platt und laut "Leiwand!" rufen: Bilderbuch haben eine neue Single samt Video fertig, "Sweetlove", so wird allseits vermutet, weist auf ein neues Album, den Nachfolger des grandiosen "Schick Schock", hin. Mehr ist noch nicht zu haben.

Update: Endlich alle Lifetermine (haha) komplett, auch der VÖ-Termin für das neue Album "Magic Life" steht schon - 17. Februar ist's soweit.

27.03.  Offenbach, Capitol
28.03.  Köln, Paladium
29.03.  Berlin, Columbiahalle
30.03.  München, Zenith
31.03.  Leipzig, Haus Auensee
02.04.  Stuttgart, Im Wizemann
03.04.  Hamburg, Docks



Mittwoch, 28. September 2016

Merchandise: Nicht üblich

Merchandise
„A Corpse Wired For Sound“

(4AD)

Na aus denen werde mal einer schlau: Merchandise haben in ihrer Karriere schon ziemlich viele Stile ausprobiert – Wankelmütigkeit sagen die einen, Wagemut die anderen. Für die Fans des Trios aus Tampa, Florida, ist das jedenfalls eine gehörige Herausforderung. Als Punkband gestartet, fanden sie für ihr Album “Children Of Desire” Gefallen an der Überlänge, für den Nachfolger “Total Nite” sollte es dann Psychrock sein und wieder eine Platte später (“After The End”) setzten sie plötzlich auf den gefälligen Breitwandsound der 90er und ernteten dafür wider Erwarten ordentlich Beifall. Nun, beim aktuellen “A Corpse Wired For Sound” ist kein nochmaliger Komplettschwenk zu erwarten, Carson Cox und Kollegen versuchen sich vielmehr an einer Mischung aus allem, was bisher angerissen wurde. Wer einen Anhaltspunkt sucht, findet ihn möglicherweise bei Wayne Hussey und seiner fast vergessenen Gothrocktruppe The Mission – ähnlich wie die Briten haben Merchandise den dick und dunkel stampfenden Bombast der Endachtziger auf’s Schild gehoben, auch wenn sie in Sachen Instrumentierung etwas abwechslungsreicher zu Werke gehen. Das meint, zu den schwelgerischen Hooklines werden interessante, vertrackte Synthpassagen gepackt, somit kommen die Stücke in der Regel nicht allzu breitbeinig rüber, auch Cox’ waviger Gesang tut ein Übriges, den Stücken einen gewissen Reiz ververpassen. An der einen oder anderen Stelle dröhnt und wummert es dennoch allzu wuchtig (“Silence”, haha), da wäre dann etwas weniger deutlich mehr gewesen, und auch auf manch schlieriges Gitarrenriff (“Lonesome Sound”) hätte man gern verzichtet. Unterm Strich trotzdem erheblich besser gelungen als der Vorgänger und – ja, eben: mutig.

28.10.  Bielefeld, Nr. z. P.
29.10.  Leipzig, Westwerk
30.10.  Berlin, Tiefgrund
11.11.  Bern, Rossli

Pumarosa: Mit Zugabe [Update]

Heute - London calling: Pumarosa, das hoffnungsvolle Quintett aus der britischen Hauptstadt, haben mit "Honey" einen neuen Track online gestellt und gleich ein paar Konzerttermine dazugegeben, wer sie hören will, bekommt als Headliner noch die Glass Animals dazu - ist doch auch was. Hier auch noch mal der Hinweis auf die bisherigen Singles "Priestess" und "Cecile".

05.11.  Hamburg, Mojo
07.11.  Berlin, Columbia Theater
10.11.  Wien, WUK
12.11.  Zürich, Plaza

Update: Und hier ist das aktuelle Lyric-Video zu "Honey".



Sparrows: Mach es locker

Wer es lieber mal locker haben möchte, ist bei Sparrows aus Sydney genau an der richtigen Adresse: Vor knapp einem Jahr überraschte die bezaubernde australische Sängerin mit ihrem Song "On Your Own", nun legt sie das Video zu "Get To Know You" nach - LoFi zum Mitwippen, maximal entspannt, gedreht von Nick McKinlay und einer Reihe von tiermaskenbewährten Schauspielern.



Dienstag, 27. September 2016

Muuy Biien: Ästhetik ist alles

Sie mögen es offensichtlich grobkörnig und kontrastreich. Und elektrisch natürlich. Muuy Biien kommen aus Athens, Georgia und waren ursprünglich ein Ambientprojekt ihres Sängers Joshua Evans. Mittlerweile und mehrere Alben und EPs später ist daraus ein ziemlich lautes, dreckiges Stück Bastard-Rock geworden, aus dem die 70er und 80er zu gleichen Teilen durchschimmern. Am 28. Oktober erscheint nun ihre nächste Platte "Age Of Uncertainty" via Autumn Tone und wir haben gleich drei Stücke davon zum Probieren parat - "Another Chore" als fahrigen Tourclip und "Mara" plus das aktuelle "Bitter Blessings" im Stream.


Peter Doherty: Solopladde, Digger!

Okay, das Libertines-Ding ist rum - neue Platte, Tour und fast allen hat's gefallen. Nun also wieder Zeit, sich um die eigenen Sachen zu kümmern, sagt sich zumindest Peter Doherty und bringt deshalb am 2. Dezember seine nächste Soloplatte. "Hamburg Demonstration" soll sie heißen und wird ganze elf neue Stücke enthalten, obwohl - mindestens zwei davon sind doch schon ältere Bekannte. "Flags Of The Old Regime" und "The Whole World Is Our Playground" waren hier schon vorab zu hören, ganz frisch jedoch ist "I Don't Love Anyone (But You're Not Just Anyone)".

Kagoule: Trostpflaster [Update]

Eigentlich sollten Kagoule heute in Köln und morgen in München spielen, die Konzerte mussten leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden - produktionstechnische Gründe, sagt man. Wenn dahinter die neue Platte steckt, dann ist das wenigstens ein ganz kleiner Trost, denn man hätte die drei natürlich gern auf der Bühne gesehen. So also kommt morgen zunächst die neue Single "Magnified" in den Handel, das mutmaßlich gleichnamige Album ist dann wohl auch bald on it's way, Informationen dazu sobald zu haben.

Update: Das komplette Video zu "Magnified" gibt es nun bei Vevo zur Ansicht.

Mittekill: Selbstmontage

Ach schön, die schon wieder, paßt eh: Mittekill aus Berlin, Projekt von Friedrich Greiling, kommen mit einem neuen Album für die dringend anstehende Horizonterweiterung. Obwohl, die, denen's gut täte, geht's ohnehin hintenrum vorbei und am Ende hören's doch immer wieder die gleichen. Egal. "Die montierte Gesellschaft" wird am 25. November bei Weltgast Music erscheinen und für die erste Ahnung der Tragweite hier schon mal Titel Nummer 1 "Herbsttag".

25.11.  Berlin, Kantine am Berghain
15.12.  Hamburg, MS Stubnitz
17.12.  Köln, Stereo Wonderland

New Order: Boombox

Irgendwer hier noch mit den schönen Erinnerungen an den Film "Beatstreet" von Stan Lathan aus dem Jahr 1984? War damals ein Straßenfeger - zumindest im Osten Deutschlands - warum ausgerechnet dort, weiß eigentlich keiner so genau. Wer sich das Video zur aktuellen Single "People Of The High Line" von New Order anschaut, wird da sicher ein paar Querverbindungen entdecken, vielleicht fällt jemandem auch noch "Fame" ein ... Schöne Zeit, damals.

Montag, 26. September 2016

Few Bits: Funkenflug

Neues von der Band mit dem schlecht gelaunten Kind: Bald kommt ihr neues Album "Big Sparks" und von diesem spendieren die belgischen Few Bits heute den Titelsong, nachdem wir hier schon "Summer Sun", "Anyone Else" und "Sweet Warrior" präsentieren durften.

Jez Dior: Aus dem Schatten

Jez Dior
„YOUTHanasia“

(Steel Wool)

Es ist wohl nicht mehr nur der Vater, der ihn umtreibt. Zumindest nicht musikalisch. Jez hat sich am langen Schatten von Steve Dior die letzten Jahre ausgiebig abgearbeitet – des früheren Punksängers (The London Cowboys, The Idols) Drogensucht, sein Tod, der damit verbundenen Schmerz, all das hat das Leben des Sohnes verändert und seine Musik maßgeblich beeinflußt. Daß mit „YOUTHanasia“ einiges anders geworden ist, läßt sich leicht hören – vorbei der krude Stilmix aus Grungegitarren und biggest beats, mit dem der Junge noch im vergangenen Jahr seine EP „The Funeral“ bestückte und so für einiges Aufsehen sorgte. Die neue EP dagegen kommt als Mischung aus trippigen, verschleppten Beats und gerappten Passagen daher (also so in etwa The XX meets Eminem), mehr noch, Dior versucht sich neben schmachtendem Croonen („Loved You First“) auch am erstaunlich lockeren Popsong („Forever“). Inwieweit das denen gefallen wird, die ihn gerade für seinen verschrobenen Sound ins Herz geschlossen hatten, bleibt abzuwarten, mutig ist es allemal und dabei gar nicht so schlecht anzuhören. Und mal ehrlich, wer wollte schon auf ewig die eigene Enttäuschung kultivieren, wenn es noch so vieles mehr zu entdecken und auszuprobieren gilt.

05.10.  Köln, Yuca
06.10.  Hamburg, Molotow
14.10.  Berlin, Be Nuu
16.10.  München, Ampere
17.10.  Wien, Grelle Forelle
18.10.  Zürich, Exil

Robbie Williams: Ultimate Fighting

Okay, das nehmen wir jetzt einfach mal so mit, weil er immer noch einen gut hat: Robbie Williams, etwas in die Jahre gekommene Rampensau und offensichtlich unkaputtbar, hat für den 4. November sein neues Album "Heavy Entertainment Show" angekündigt. Der letzte offizielle Eintrag in Sachen Album ist auch schon wieder drei Jahre her, da nämlich erschien "Swings Both Ways" - Guy Chambers, Rufus Wainwright, es war beileibe kein schlechtes. Ob das für's neue auch gilt, wird sich weisen, neben den beiden Genannten sind diesmal auch Stuart Price, Brandon Flowers und Ed Sheeran mit dabei. Einen ersten Teaser gibt's schon mal - mehr dann vielleicht später.





Sonntag, 25. September 2016

Fear Of Men: Im Künstlergarten

Den Clip wenigstens gilt es noch nachzureichen, bevor die neue Woche startet: Fear Of Men waren in diesem Jahr mit ihrem Album "Fall Forever" zu Recht im Gespräch, aus diesem folgt nun noch der Clip zu "Sane", Regie führten Rosie Carr und Lucy Jones und nehmen uns dabei mit den reichlich geheimnisvollen Garten der Bildhauerin Judy Wiseman im Norden Londons.

Samstag, 24. September 2016

NOIA: Zwangsläufig

Das Label Cascine ist bekannt für seinen ausgesucht guten Geschmack in Sachen elektronischer Tanzmusik, somit ist es keine große Überraschung, daß auch diese Dame dort gelandet ist: Gisela Fulla-Silvestre stammt ursprünglich aus Barcelona, lebt mittlerweile aber in New York und wird am 14. Oktober unter dem Moniker NOIA ihre Debüt-EP "Habits" veröffentlichen. Vier Stücke werden sich darauf befinden - hier zu hören sind "Nostalgia Del Futuro" und "Love Hack".

Gegenphase: Zeitsprung

Nicht mehr als fünf Stücke und tatsächlich alle zum Themakreis aus Haus, Glas, Stahl, Arme, Kopf, Jahr, Klingel, Tür und Gefahr. Gegenphase sind eine vierköpfige Kapelle aus Berlin und haben vor einigen Monaten eine EP mit dem Titel "The Melody Central Tapes" veröffentlicht. Und zum Song "Streifen aus Licht" gerade noch mal einen Clip aus dem Archiv geholt. Zeitsprung mit Grauschleiermusik, von ganz weit weg. Und trotzdem sehr jetztzeitig.

16.11.  Berlin, Schokoladen



Warpaint: Kluge Mädchen

Warpaint
„Heads Up“

(4AD)

Alter Hut: Wer zu lange aufeinanderhockt, auch wenn er vorher ganz dicke miteinander ist, bekommt irgendwann den Lagerkoller. Das kommt in den besten Ehen vor (im worst case hat man sich dann nach langer Zeit eben auseinandergelebt) und weil Bands bekanntermaßen eheähnlichen Verhältnissen gleichen, besteht auch hier die Gefahr, dass Mann oder Frau sich überbekommen. Klug deshalb, wenn sich alle ab und an ein wenig Auslauf gönnen. Nun, die vier Damen von Warpaint sind jetzt (bis auf Drummerin Stella Mozgawa) schon über zehn Jahre beisammen und taten wohl gut daran, sich vor den Aufnahmen zu Album Nummer drei anderweitig die Beine zu vertreten. Emily Kokal zum Beispiel mit Folkmusiker Paul Bergmann, Mozgawa mit Kurt Vile und Therese Wayman gar als Mitglied der Kapelle BOSS.

Den größten Ausfallschritt wagte allerdings Bassistin Jenny Lee Lindberg, die im vergangenen Jahr ihr vielbeachtetes Solodebüt „Right On!“ veröffentlichte – konsequent für’s Binnen klima, denn kein Instrument, das hört man einmal mehr auf der aktuellen Platte, bestimmt den Sound von Warpaint so deutlich wie ihres. Daß für „Heads Up“ auch Produzent Jacob Bercovici ins Team zurückkehrte, ist eine weitere positive Überraschung, der Mann verantwortete ja mit der EP „Exquisite Corps“ quasi die tonangebende Taufe des Quartetts. Eine gelungene Wiedervereinigung, das neue Album ist mit ihm den Weg des Vorgängers konsequent weitergegangen – mehr Pop, noch kompakter und ausgefeilter. Stichwort Wiedererkennungsmerkmal: Auffällig oft groovt Lindbergs Bass gemeinsam mit dicken Drums den Song an, bevor Kokal ihre zarte Stimme ins Spiel bringt und sich der gewohnte Zauber entfaltet.

Gegen zwei beschwingte Stücke („Heads Up“, „New Song“) stehen mehrheitlich die dunkel schimmernden, gern auch leicht verschwommenen Tracks mit der psychedelischen Fußnote früherer Tage, die Gitarren erklingen im Cure-Modus und sparsam gesetzte Loops schmücken das Bild in warmen Farben. Die Gemeinschaft, die Hand in Hand auf dem Cover beschworen wird, meint man der Platte tatsächlich anzuhören, hier greifen buchstäblich alle Rädchen ineinander – die Balance aus analogem und programmiertem Soundpattern gelingt bemerkenswert schlüssig, „Whiteout“, „The Stall“, „So Good“, alles Lieblingsstücke, sehr trippy und von beachtlicher Tiefe und Dynamik. Wie man liest, soll „Dre“ sogar als Reminiszenz an Dr. Dre gedacht sein und es braucht in der Tat nicht viel Fantasie, um neben klassischem Wave auch Einflüsse von Hip- und Trip-Hop bei den Songs herauszuhören. Kein Zweifel also, auch das dritte ist also geglückt, Warpaint sind bei sich geblieben und haben sich neuem dennoch nicht verschlossen. Kluge Mädchen. http://warpaintwarpaint.com/

30.10.  Köln, Live Music Hall
01.11.  Berlin, Astra Kulturhaus

Freitag, 23. September 2016

Deap Vally: Von der Rolle

Deap Vally
„Femijism“

(Cooking Vinyl)

Wem zur Musik von Deap Vally nicht mehr einfällt als die Bemerkung, hübsche Frauen und elektrische Gitarren wären eine ungemein sexy Kombi, dem sollte man dringend anraten, diese Meinung nicht in Gegenwart der beiden Damen aus Los Angeles zu äußern. Lindsey Troy und Julie Edwards nämlich, das darf man vermuten, verstehen in Sachen Klischee und Rollenmodell wenig Spaß. Das trifft im Übrigen auch die Hardcorefeministinnen der Gegenseite, beide dürfen sich auf dem zweiten Album des Duos so ihre Ohrfeigen abholen. Und die lassen, nimmt man beispielsweise den Song „Smile More“, quasi eine Generalabrechnung in komprimierter Form, an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "And I am not ashamed of my mental state, and I am not ashamed of my body weight, and I am not ashamed of my rage, and I am not ashamed of my age,  and I am not ashamed of my sex life, although I wish it were better, I am not ashamed I am no one's wife , although the idea does sound kind of nice … And yes, I am a feminist, but that isn't why I started doing this, and sometimes I am full of bitterness, but I am trying to work through this.” Und so weiter. Ähnlich wütend geht es eigentlich in jedem der Stücke auf “Femijism” zu – selbst der Titel der Platte steht ja für einen sehr eigenwilligen und selbstbewußten Umgang mit dem in der Regel ziemlich ernst und nicht selten dogmatisch besetzten Thema.

Irritieren und zum Nachdenken anregen, mehr ist zunächst einmal gar nicht gewünscht, ohnehin haben es die beiden satt, sich ständig erklären zu müssen: "Obviously being women and feminism is something we're constantly asked about, which is kind of annoying because guys aren't always asked about being men in bands. When Julie first told me the name [des Albums] I hated it, and then it grew on me. But I kind of liked that about it – I liked that it's slightly revolting at first, and that it made you think." Für den in der Tat sehr widerborstigen Sound haben sich Troy und Edwards mit Nick Zinner, dem Kreativkopf der Yeah Yeah Yeahs, zusammengetan und – Überraschung, schon klingen sie auch ein Stück weit wie eine frühe Ausgabe der New Yorker Punkkapelle. Wildes und wuchtiges Gitarrenspiel, fette Drums und irres Geschrei begleiten ihre Proklamationen gegen die Männer- und Modewelt, gegen diejenigen, die glauben, aller Welt ihre wichtige Meinung kundtun zu müssen ("Everyone is, everyone is a fuckin' critic, a fuckin' cynic…“, Critic). Bei „Teenage Queen“ machen sie das, was auch Jack White auf seinen Soloplatten versucht hat – sie rappen ihren Frust mehr als sie ihn singen, dazu jault der Blues und vibriert ein teuflicher Bass. Hammersong – Hammerplatte. http://www.deapvally.com/

24.09.  Hamburg, Reeperbahn Festival
28.09.  Berlin, Rosis
29.09.  München, Milla
01.10.  Zürich, Mascotte
03.10.  Wiesbaden, Kesselhaus

Donnerstag, 22. September 2016

Team Picture: Mehr davon

Da kommt's mal ganz dicke: Team Picture sind eine fünfköpfige Fuzzrock-Formation aus Leeds, nach ihrer ersten Single "Birthday Blues" bringen die fünf nun mit "Classic:M" einen weiteren verheißungsvollen Brecher. Viel mehr gibt es im Moment noch nicht vorzuweisen - wenn es aber so klingt, darf sich das aber gern und schnell ändern.

Scarlett Johansson: Leider aktuell

Es soll ja Menschen geben - nennen wir sie besser mal: Unmenschen - die AIDS unter dem Hashtag #dasistsowasvonneunziger ablegen. Dumm, denn aktuell ist das Thema weiterhin. Auch deshalb wird am 7. Oktober ein Charity-Album von amfAR (The Foundation For AIDS-Research) erscheinen. Neben Phantogram, Metric und den Lower Dens wird sich darauf auch Sugar For Sugar, die aktuelle Spielwiese von Schauspielerin Scarlett Johansson, befinden. Die Band, zu der auch noch Julia Haltigan, Holly Miranda und Kendra Morris zählen, covert für den Sampler "The Time Is Now" mit "Bizarre Love Triangle" einen Knaller Marke Lieblingslied von New Order - kann man sich, abgesehen vom guten Zweck, schon mal anhören.

Moby And The Void Pacific Choir: Statement

Der Mann ist im letzten Jahr auch schon fünfzig geworden - und hat noch immer Lust auf Neues: Richard Melville Hall aka. Moby hat gerade das Debütalbum seines neuesten Projektes Moby And The Void Pacific Choir angekündigt, die Platte wird "These Systems Are Failing" heißen und am 14. Oktober via Mute Records erscheinen. Als Bezugsgrößen für das Werk nennt der Amerikaner New Order und Depeche Mode, die beiden ersten der insgesamt neun Stücke tragen die Titel "Are You Lost In The World Like Me?" und "Don't Leave Me". Letzteres versteht sich als eindeutiges Statement für Tierrechte - passenderweise wird Moby den einzigen Livetermin in diesem Jahr auf dem Circle V Festival in Los Angeles spielen, zu dessen Organisationskomitee er gehört.