Montag, 7. Oktober 2013

Panama: Tiefenentspannt

Es gibt sicher unangenehmere Momente, als sich die Zeit damit zu vertreiben, auf das Cover der EP "Always" von Panama zu starren und sich zu überlegen, wo um alles in Welt das Foto wohl aufgenommen worden ist und was das verflixt noch mal für eine Automarke ist, die da gerade davonfährt. Derlei Gedankengänge zeigen schon, wie tiefenentspannt einen der synthetische House-Pop der fünf Jungs aus Sidney in kürzester Zeit werden lässt. Neben dem Titeltrack gehören im Übrigen auch noch "How We Feel" und "Destroyer" auf die Platte, anhören kann man sich die EP bei Bandcamp.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Ane Brun: Perlentaucherin

Wer hier öfters zu Besuch ist, der weiß, dass Mapambulo eine unverhohlene Leidenschaft für Depeche Mode pflegt und auch, dass "Fly On The Windscreen" (Black Celebration, 1986) in die ganz persönlichen Top-Five der Band gehört. Das zur Überleitung. Die Norwegerin Ane Brun, die schon die eine oder andere sehr gelungene Coverversion abgeliefert hat, veröffentlichte gerade ein Doppelalbum mit dem Titel "Rarities", darauf finden sich jede Menge neubearbeiteter Fremdwerke. Und mit dabei eben auch besagter Song von Depeche Mode, entstanden in Zusammenarbeit mit Vince Clark - hier bei Soundcloud.

Samstag, 5. Oktober 2013

Haim: Nachtrag

Wer sich hier schon hat bequatschen lassen und das Debütalbum "Days Are Gone" von Haim nun auch einsame Spitze findet, der wird sich über den Hinweis auf "Edge", einen weiteren Track der Platte, freuen, der sich allerdings nur auf der iTunes-Edition befindet. Ach ja, und bei Soundcloud...

Freitag, 4. Oktober 2013

Fettes Brot: Wo zwei oder drei in ihrem Namen ...

Schon erwähnt, dass am 1. November 'ne dicke Party steigt? Nö? Nun aber: Fettes Brot werden an diesem Tag ihr neues Album "3 is ne Party" veröffentlichen und nach "KussKussKuss" sind nun gleich zwei neue Songs im Rennen. Zu "Echo" und "Kannste Kommen" gibt's natürlich auch allerfeinste Filmchen, den ersten bei Vevo, den anderen gleich hier unten (Thanx to OhFancy). Ach ja, und wer dann mal live zuschauen möchte...

28.12.  Köln, Lanxess Arena
30.12.  Hamburg, O2 World
22.01.  Bielefeld, Stadthalle
23.01.  Dresden, Alter Schlachthof
24.01.  A-Wien, Gasometer
26.01.  CH-Zürich, Komplex
27.01.  München, Zenith
28.01.  Wiesbaden, Schlachthof
30.01.  Dortmund, Westfalenhalle 2
31.01.  Hannover, SwissLife Hall
01.02.  Stuttgart, PorscheArena
02.02.  Lingen, Emsland Arena
04.02.  Bremen, Pier 2
05.02.  Fürth, Stadthalle
06.02.  Leipzig, Haus Auensee
07.02.  Berlin, Columbiahalle

The Hidden Cameras: Kurz und gut

Nichts für heitere Gemüter: The Hidden Cameras haben zusammen mit Regisseur Kai Stänicke einen Kurzfilmpreis auf dem Auburn International Film Festival gewonnen und zwar für den Clip zum Song "Gay Goth Scene", der das Mobbing unter Heranwachsenden auf sehr eindringliche Art thematisiert. Das Video gibt's bei Tape.TV, die neue Platte "Age" ist laut SPEX noch für dieses Jahr geplant.

Jane Horrocks: Zweiter Bildungsweg

Als Schauspielerin hat's bislang zum großen Durchbruch noch nicht gereicht, vielleicht klappt's ja auf dem zweiten Bildungsweg: Jane Horrocks, englische Komödiantin und bekannt aus der TV-Serie "Absolutely Fabulous", war offenbar der Meinung, dass es von Joy Division noch nicht genügend Coverversionen auf dieser Welt gebe und fügte deshalb dem Gesamtwerk nun eine weitere Eigeninterpretation hinzu. Dankenswerterweise wählte Horrocks, die auch schon mit Robbie Williams für den Swing-Klassiker "Things" auf der Bühne stand, nicht das totgerittene "Love Will Tear Us Apart", sondern "Isolation", was sie als selbsternannten Postpunk-Fan ein Stück weit glaubwürdiger machen dürfte. Zudem kann die Dame einen, wenn auch etwas spleenigen, Auftritt im Video von New Order zum Song "1963" vorweisen - na, das sollte als Bewerbung doch reichen.

SixToes: Gahan in der Gastrolle

Da war es wohl an der Zeit für eine Revanche: Die englische Band SixToes hat seit ihrer Gründung schon einige Male Hand an Songs von Depeche Mode legen dürfen, so gibt es Remix-Versionen von "Peace", "The Sinner In Me", "Jezebel" und "Come Back", nun luden die sechs Musiker David Gahan ein, auf einem der Stücke ihres zweiten Albums "The Morning After" mitzusingen. "Low Guns" ist das, was man eine gefühlvolle Ballade nennt, zu hören gibt es das Stück bei Soundcloud.

Landlergschwister: Servus Versus

Für alle, die nicht dabeiwaren, heißt es jetzt Zähne zusammenbeißen: Die Landlergschwister vs. G.Rag vs. Schlachthofbronx im Herzkasperl auf der Oidn Wiesn - "Das Model" und klar, die Hütte hat gebrannt.

Ryan Hemsworth: Tierliebe

Das fand hier schon Erwähnung, nun gibt's auch ein klein wenig Audio dazu: Ryan Hemsworth, kanadischer DJ und Produzent, wird noch in diesem Monat sein Debüt "Guilt Trips" veröffentlichen, mit "Against A Wall" kommt nun ein erster Track ans Tageslicht, entstanden in Zusammenarbeit mit Lofty305 und bebildert mit hübschen Katzenaufnahmen - na, wenn das nicht durch die Decke geht...

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Iceage: Gute Wahl

Nicht sehr naheliegend, aber unbedingt anzuhören: Die dänischen Garagenpunks Iceage covern Sinead O'Connors "Jackie", den Opener ihres wunderbaren Debüts "The Lion And The Cobra" von 1987, ab 19. November wird es diesen Song und die Neubearbeitung von Bahumutsi Drama Group's "To the Comrades" als 7" bei Matador käuflich zu erwerben geben.


Anna Calvi: Grandioser Schauder

Anna Calvi
„One Breath“
(Domino Records)

Man tut auch weiterhin gut daran, sich von der Optik nicht allzusehr täuschen zu lassen. Denn auch wenn Anna Calvis Instagram-Gallerie sie größtenteils als streng frisierten, rotlippigen Vamp zeigt, so ist sie – auch und gerade mit ihrem neuen Album – von der Eindimensionalität, dem doch reichlich vorhersehbaren, leicht brünftigen Schmachtkalkül einer Lana Del Rey weit entfernt. Und möchte das auch bleiben. Der Püppchenstatus bleibt ihr völlig fremd, schließlich holt sich die Halbitalienerin ihr Selbstverständnis aus dem eigenen Handwerk – dem Songwriting, dem Gitarrenspiel, der starken Bühnenpräsenz. Dass sie dabei so unterschiedliche Vorbilder wie Alison Goldfrapp, PJ Harvey und auch Nick Cave in sich vereint, ist ihr kein Widerspruch – für Calvi entspricht die Wandlungsfähigkeit, das Unstete ihrer Songs auf ganz natürliche Weise der Widersprüchlichkeit ihrer Gedankenwelt. Und das äußert sich auch auf ihrem zweiten Album in verschiedenen Stimmungen und Bildern.

Da gibt es die weitausholenden, dramatischen, eher balladesken Lieder wie „Eliza“, „Sing To Me“ oder „Suddenly“, in sich geschlossen und mit einigem Pathos gesungen – dagegen stehen die zerrissenen, mehrfach gebrochenen Stücke wie „Piece By Piece“, „One Breath“ oder auch das famose „Carry Me Over“, nicht selten beendet hier abrupt eine brachiale Gitarre die träge Süße der Geigen, ganz so, als wolle die Künstlerin bewußt jede Vorhersehbarkeit vermeiden. Im hart angeschlagenen „Tristan“ kontrastieren die satten Drums mit drängendem Backround, Saitengekreisch und programmierter Elektronik, für „Cry“ böllert der Bass zur taumelnden Orgel. Ganz und gar überdreht dann „Love Of My Life“, nah dran an Polly Jean und ihren zeternden, schnappatmenden Frühwerken. Diese Platte ist ein grandioses Hin und Her, eine Tour de Force voller Schauder, zärtlichem Geflüster und wildem Aufbegehren, abgrundtief und deshalb höchst unterhaltsam. www.annacalvi.com

Interview und Komplettstream des Albums bei SPEX.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Anna Calvi: Kaufanreiz

Kurz bevor die neue Platte on air geht, gibt's noch mal einen kleinen Kaufanreiz: Am Freitag erscheint "One Breath", das zweite Album von Anna Calvi, hier bei Youtube also der Videoclip zum Song "Sing To Me".

Rammstein: Lindemann als Eiskratzer

Nur wenige seiner Texte, so sagt die Promo, werden tatsächlich zu Songs seiner Band. Den Großteil der Gedichte veröffentlicht Till Lindemann, Sänger von Rammstein, in Buchform. Nach dem Wort- und Fotoband "Messer" kommt nun mit "In stillen Nächten" das zweite Kompendium des streitbaren Grusel-Lyrikers unter's Volk, der Inhalt klänge, so der Verlag, "wie in kalten Nächten aus dem Eis gekratzt" - na denn. Gibt's wie immer beim Sklavenhändler des Vertrauens oder gleich im Rammsteinshop.


Britney Spears: Don't talk about gender, baby!

Und jetzt mal was zum Abgewöhnen: Es heißt, Britney Spears habe sehr hart an ihrem Comeback gearbeitet. Gut, oder besser - nicht so gut. Denn die Mühe hätte sie sich sparen können. Da macht sich Lauren Mayberry von den Chvrches berechtigte Sorgen um die Wahrnehmung des Weiblichen in den Medien und unsere Britney, solcher Gedanken völlig unverdächtig, rekultiviert das Rollenbild der billigen Lederschlampe. Na bravo! Wer nicht ganz so genderaffin tickt, könnte auch glauben, Zalando präsentiere seine neue Lederstiefelkollektion. Was die Sache auch nicht spannender macht. Also hier - "Work Bitch" bei Vevo.

The Wombats: Bombe oder Knallfrosch?

Jaja, auch wenn das letzte Album ein Reinfall war - wir geben sie noch nicht verloren: The Wombats aus Liverpool basteln an einem neuen und geben mit "Your Body Is A Weapon" einen kleinen Vorgeschmack in die erwartungsfrohe Runde.

Velvet Underground: Die Essenz

Schon klar - der Vorgänger war populärer, hatte durch Nico und Andy Warhol einiges mehr an Strahlkraft und dazu natürlich den Nimbus des bis dato Unbekannten: Doch "White Light/White Heat" war wohl mehr als alle vorangegangenen und folgenden Platten die Essenz von Velvet Underground. Radikaler, dunkler, psychedelischer - schon allein das gut siebzehnminütige "Sister Ray", heiliggesprochen durch das ebenso spektakuläre Cover von Joy Division (Still, 1981). Ganze 45 Jahre ist das Werk nun alt, Universal verkauft aus diesem Grunde ein dreiteiliges Jubiläums-Boxset, bestehend aus Mono- und Stereo-Remasters, unveröffentlichte Outtakes und einem bisher selten gehörten Live Set, aufgenommen am Gymnasium in New York City, 30. April 1967. Begleitet wurde die Zusammenstellung der Compilation im Übrigen von John Cale und Lou Reed.


Dienstag, 1. Oktober 2013

Tennis: Winzige Töne

Neues von unserem Vorzeige-Ehepaar aus Denver: Patrick Riley und Alaina Moore, bekannter unter ihrem Bandnamen Tennis, zuletzt erfolgreich mit ihrem zweiten Longplayer "Young And Old", werden Anfang November eine neue EP veröffentlichen. Das gemeinsam mit Produzent Richard Swift entstandene Werk wird "Small Sound" heißen und mit "Mean Streets" kann man bei Stereogum schon mal einen ersten Song daraus hören.

Die Heiterkeit: Intermezzo

Stil hatten sie schon vorher, nun kommt noch eine gehörige Portion Schwermut hinzu: Die Heiterkeit aus Hamburg bringen zu ihrer aktuellen Tour, meistenteils als Support der Goldenen Zitronen, eine neue EP (Staatsakt) mit. Vier Stücke sind drauf, dramatisch, stolz, anmutig - "Daddy's Girl", "Big In Vienna", "Tausend Tropfen Regen" und "Robert Smith".  Bezug: hier. Das neue Album "Monterrey" folgt dann im kommenden Jahr.

17.10.  Stuttgart, Merlin
18.10.  Weinheim, Cafe Central
19.10.  Osnabrück, Glanz & Gloria
21.10.  Wien, Brut (mit Die Goldenen Zitronen)
22.10.  München, Strom (mit Die Goldenen Zitronen)
23.10.  Nürnberg, K4 (mit Die Goldenen Zitronen)
24.10.  Dresden, Groovestation (mit Die Goldenen Zitronen)
25.10.  Bremen, Lagerhaus, Etage 3
26.10.  Hamburg, Gruenspan (mit Die Goldenen Zitronen)

White Denim: Auf eine Limo in Korsika

Was für ein traumhafter Titel: Am 25. Oktober erscheint das neue Album von White Denim aus Austin/Texas und es wird "Corsicana Lemonade" heißen. Und weil deren Psych-Rock soviel Spaß macht, gibt es bei Soundcloud auch schon einen ersten Vorgeschmack - voilá: "At Night In Dreams".

Volcano Choir: Nachgelegt

Noch ein paar nicht ganz unwichtige Randnotizen zu Volcano Choir, dem Teilzeitprojekt von Justin Vernon: Gerade eben wurden zwei Konzerttermine für Deutschland bekanntgegeben, desweiteren haben die Jungs ihren Song "Comrade" vom aktuellen Album "Repave" einigen Freunden und Kollegen (u.a. Rosenau, All Tiny Creatures) zur Nachbearbeitung an die Hand gegeben, herausgekommen ist eine Remix-EP, die man sich bei Soundcloud anhören und downloaden kann.

14.11.  Berlin, Huxleys
15.11.  Düsseldorf, Zakk