Mittwoch, 21. März 2012

Roots



Zumutung nennen es die einen, Offenbarung die anderen. Historisch ist es in jedem Falle. Wer beispielsweise die Musik und den Erfolg von VCMGs "Ssss" verstehen will, kommt um Throbbing Gristle nicht herum. Und also auch nicht um Carter Tutti Void, das an gleicher Stelle schon belobhudelte Projekt (die mit dem irritierenden Cover) von Cosey Fanni Tutti, Chris Carter - zweier Gründungsmitglieder von TG, und Nik Colk Void. Beseelte Maschinenmusik, aufgeteilt auf die vier Tracks des Albums "Transverse", Studioaufnahmen, im Mai letzten Jahres vor Publikum aufgeführt (was man nur am spärlichen Beifall am Ende der Stücke merkt) - quietus.com hat den kompletten Stream auf der Seite - hier.

Rave on



Die Optik passt und wer zu solcher Musik noch Drogen braucht, ist selber Schuld: Toy, fünf junge Menschen aus London, machen seit 2010 zusammen Musik (drei davon auch noch in einer Formation mit dem ulkigen Namen Joe Lean & The Jing Jang Jong) und haben nun nach "Left Myself Behind" ihre zweite Single samt Farbenspaßvideo veröffentlicht - "Motoring" heißt das gute Stück, erinnert irgendwie an die Rave-Knaller der 90er, also Happy Mondays oder auch Primal Scream - dank quietus.com: hier.

Blechdub



Eine Empfehlung von Valve, die man gern mal weitergibt: Wild Belle, das Geschwisterpaar Natalie und Elliot Bergmann aus Chicago also, mischen entspannte Vibes mit jeder Menge Blech, über dem großen Teich schon mehr als ein Geheimtipp, hierzulande hoffentlich bald am Kommen - erster Versuch: "Keep You" - hier.

Dienstag, 20. März 2012

In die Breite



Blood Red Shoes „In Time To Voices“ (V2)
Der Anfang macht den Unterschied und gibt die Richtung vor – Blood Red Shoes, das Duo aus Brighton, beginnen ihre dritte Platte deutlich verhaltener als den Vorgänger „Fire Like This“ – das Titelstück brettert nicht so unvermittelt los wie „Don’t Ask“ vor gut zwei Jahren. Weniger bedingungsloses Geklopfe, es geht mehr in die Breite, mehr in Richtung melodischen Indierocks und da darf es schon auch mal ein gezuckertes Riff sein wie bei „Lost Kids“. Doch auch wenn sie sich auf „In Time To Voices“ wandlungsfähiger geben, an gesunder Härte mangelt es den beiden nach wie vor nicht. Schon das dritte Stück „Cold“ haut kräftig in die Saiten, Laura-Mary Carter grölt sich mehrspurig zum Finale, den Höhepunkt in Sachen Akkordarbeit übernimmt dann aber das anderthalbminütige „Je Me Perds“, ein ziemlich rüdes Metalgewitter, das Kurt Cobain, so er es hören könnte, wohl einigen Respekt abgenötigt hätte. Ansonsten viele Zwischentöne, nicht immer die großen Ideen und manchmal („The Silence And The Drones“, „Stop Kicking“) wird recht konventionell der grobe Klotz bearbeitet. Steven Ansell kommt deutlich öfter ans Mikro als noch beim Vorgänger und darf sich mit „Night Light“, „Slip Into Blue“ und „7 Years“ an drei der besten Stücke des Albums als mehrheitlicher Stimmgeber versuchen. Dazwischen noch ein abgehacktes, windschiefes „Down Here In The Dark“ – Blood Red Shoes versuchen recht erfolgreich, etwas mehr Abwechselung in ihr Repertoire zu bringen – kein großer Schritt zwar, aber einer in die richtige Richtung. http://www.bloodredshoes.co.uk/

Live dabei:
14. April Berlin, Postbahnhof
21. Mai Münster, Sputnikhalle
22. Mai Frankfurt, Batschkapp
24. Mai Hamburg, Docks
26. Mai Leipzig, Conne Island
29. Mai Köln, Gloria
31. Mai München, Backstage

Allein, allein



Nachdem die erste Auskopplung "Love Interruption" aus seinem Solo-Album "Blunderbuss" im Netz die Runde machte, glaubte man sich schon Sorgen um Jack White machen zu müssen - so soft, so soulig, wann kommt er denn, der geliebte Krach!? Spätestens seit der zweiten Auskopplung "Sixteen Saltines" sind die Bedenken verflogen - er kann es also noch. Und wer sich von des guten Mannes Qualitäten überzeugen will, wohnt dieses Jahr am besten in Berlin, Köln oder Hamburg, denn da kommt er hin - dem Vernehmen nach spielt es sich durch seine komplette Vita, die ja nun mit den White Stripes, The Dead Weather und den Raconteurs genügend Präsentables enthält:

26.06. Berlin, Tempodrom
27.06. Köln, E-Werk
05.07. Hamburg, Docks

Gemunkel



Okay, für das Bilderrätsel reicht wohl die Vorschulreife - Motiv: "Zug vor Sonnenuntergang", da ist es nicht weit zu iLIKETRAiNS. Die Band aus Leeds bringt jedenfalls im Mai ihr nächstes Album unter dem Namen "The Shallows" heraus, im dazugehörigen Teaser gibt's zur Einstimmung jede Menge dunkles Gemunkel, schattige Stilleben, ein dumpfes Pochen und den besagten Zug - wem das zur Vorfreude reicht: hier.

Abmische



Die auch an dieser Stelle zu Recht hochgelobten Macher von Radio Soulwax haben für ihre BBC Radio 1 Show "Sprawl II (Mountains Beyond Mountains)" von Arcade Fire auseinandergenommen und auf reizvolle Art und Weise wieder zusammengesetzt - hier.

Montag, 19. März 2012

RLLNG STN PZZLT MDNA



Heute im Rolling Stone-Liveticker: "Die "MDNA"-Lieferung für unser Büro steht noch immer aus..." - na das hat gesessen! Da arbeitet man nun schon bei d e m arrivierten Musikmagazin, hat also einen, wenn nicht den NAMEN und dann wartet man immer noch auf die Promobemusterung! Schockschwere Not! Was also macht Magazin anderes als so mancher Blogger - er puzzelt sich halt bei YouTube das Album selbst zusammen und hofft, dass die Leser diese Arbeit goutieren. Und weil's grad so schön ist, gibt's als Schmankerl noch ein paar Kommentare des US-Kollegen dazu, der dann doch schon mal reinhören durfte - Sachen also wie: "... die Hooks sind sehr eingängig, die Songs naughty genug, das sie auf der Tanzfläche funktionieren werden ..." - na das überrascht jetzt aber, Madonna und Tanzen, ging denn das bisher zusammen? Weiter: "Man mag Madonna unterstellen, sie versuche hier verzweifelt kommerziell zu klingen, und der Vorwurf liegt sicher nahe ..." Die olle Ciccone kommerziell? Echt? Teufel noch mal, da scheint sich ja Revolutionäres anzubahnen! Her mit der Scheibe - aber schnehellstens!

Freitag, 16. März 2012

Versprechen



The Shins „Port Of Morrow“ (Smi Col)
James Mercer hat es mal wieder allen gezeigt. Er weiß wie es geht, er kennt das Rezept. „Port Of Morrow“, die fünfte Platte der Shins, beginnt mit einem riesigen Versprechen, denn „The Rifle’s Spiral“ ist, daran gibt es nichts zu rütteln, ein perfekter, ein wunderbarer Song. Und leider der einzige dieser Platte, der auf lange Sicht im Gedächtnis bleiben wird. Der einzige also, der sich vom gefälligen, aber recht durchschnittlichen Rest abhebt.

Schon die erste Auskopplung „Simple Song“ tat sich etwas schwer, die Gitarren quengeln im Hintergrund und Mercer versucht sich an schwergewichtiger Lebensdeutung, es bleibt ein zähes Unterfangen. „It’s Only Life“ macht es nicht besser und greift textlich auch mal daneben: „The wheels in motion, but I never drink your potion“ – naja. Abgesehen vom leichten Zwischenhoch mit dem funkigen „Bait And Switch“ geht es so inspirationsarm weiter – „September“ ist zurückhaltend bis einschläfernd, „For A Fool“ bestenfalls laid back und das originell betitelte „40 Mark Strasse“ entpuppt sich schnell als grenzwertiger Heuler ohne Esprit. Ein verschwurbelter Titelsong verabschiedet den Hörer – ratlos bleibt der zurück und fragt sich, woran’s wohl gelegen hat, dass diese Platte, so lang erwartet, am Ende doch keine so gute geworden ist.

Und natürlich kommt ihm, dem Hörer, noch einmal die Filmszene aus dem feinen „Garden State“ in den Sinn, die Mercer im Nachhinein wie ein vergiftetes Kompliment erscheinen muss – Natalie Portman stülpt dort einem verdutzt dreinblickenden Zach Braff den Kopfhörer mit den Worten über: „The Shins ... You gotta hear this song. It’ll change your life.“ Das Stück hieß damals „New Slang“ und hatte tatsächlich das Zeug dazu, die Gefühlswelt des traumatisierten Hauptdarstellers auf neue Füße zu stellen. Solche Klasse können die Stücke dieses Albums, von besagter Ausnahme abgesehen, leider nicht vorweisen – hohe Erwartungen treffen mäßiges Ergebnis, schade drum. http://www.theshins.com/home

Wieder da



Ja ja - die mit der pinkfarbenen Flokatiplatte, die mit dem Nirvana-Buddy, die mit dem rothaarigen Vamp am Micro - Garbage waren Anfang der Neunziger mal das ganz große Ding. Nach dem Debüt folgten allerdings Platten, die nicht mehr ganz so viele Leute gut fanden und so hat es auch niemanden so recht interessiert, ob sich die Band nun aufgelöst hatte oder nicht. Sie hatten nicht - ob das nun von Vorteil ist, wird ihr neues Album zeigen. Mitte Mai erscheint "Not That Kind Of People" und daraus gibt es mit "Blood For Poppies" schon mal einen Vorgeschmack - hier.

Geflöte



Nichts ist spannender als die ersten Töne - denn an ihnen wird nicht selten, gerecht oder nicht, das restliche Album gemessen. Das gilt natürlich auch für Hot Chip und ihr im Juni erscheinendes Album "In Our Heads", aus welchem die Jungs nun das Stück "Flutes" posten. Dank (fucking!) GEMA ist der Clip mit den Studioszenen dazu kaum zu bekommen, wer sich aber mit der Musik begnügen kann, wird bestens entschädigt - voilá.

Donnerstag, 15. März 2012

Alleskönner Restart



Dobrè „Do The Dobrè (Again)“ (Millaphon)
Die Macher von Millaphon waren also mal wieder angeln und haben sich mit Dobrè zwar keinen dicken, wohl aber schillernden Fisch an Land gezogen. Das Album „Do The Dobrè“, mit dem das Label nun auf Tour geht, ist so neu nicht – knapp ein Jahr nach der Erstveröffentlichung, damals noch im Eigenvertrieb über No Bakery Records, waren die Mannen um Sänger Johannes Dobroschke das Drive-By-Management anscheinend müde und so kam ihnen der Deal zum Re-Release wohl nicht ungelegen. Genaugenommen sind auch die Songs auf der Platte nicht alle taufrisch, manch einer stammt gar aus den Anfangstagen der Band, die ja immerhin schon seit 2007 im Geschäft ist und neben einer ganzen Reihe von Eigenkompositionen auch ein zauberhaftes Coveralbum („Radio Dobré“) vorzuweisen hat.

Elf Stücke und zwei Zugaben also – die ersten Minuten sind vorbei und, Fluch oder Segen, das Referenzbüchlein wird im Geiste durchgeblättert. Das liegt hauptsächlich an Dobroschkes markanter Stimme, die mal nölig und schneidend, dann wieder zart und vorsichtig daherkommt, Gordon Gano von den Violent Femmes fällt einem da ein, Mike Scott und die Waterboys schippern vorbei und auch die SZ lag nicht ganz falsch, als sie den Kopf der Band – Achtung, zentnerschwere Last! – den „Dylan von Schöngeising“ titulierte.

Genug der Vergleiche, man käme ohnehin nicht nach, so wandelbar und vielfältig präsentiert sich das Münchner Quintett – sie wollen, das merkt man schnell, alles ausprobieren und so richtig grobe Schnitzer sind ihnen dabei nicht unterlaufen. Es gelingt der schwere Bluesrock („Wrong Road“), gern auch mal so breit und großmäulig angelegt wie weiland bei den Stones („Buy Me A Ticket“/“MNY“), genauso wie der raue Folk für die Sinnsuche bei „Freddy“ („Just go and try to be an honest man, you will fail but try the best you can. Cause I want you zo understand there ain’t no plan, not for you and not for me, not for all humanity …“). Es geht akkustisch und verträumt (“Help Me Now”), beschwingt mit Hundegekläff und Hühnergackern (“Good Old Days“) und selbst als Crooner macht Dobroschke eine veritable Figur („Cream“). Das etwas platte, brünftige „T-Shirt“ schrammt zwar ganz leicht an der Fremdschamgrenze entlang, fällt aber bei der Vielzahl guter Ideen nicht wirklich ins Gewicht.

Dobrè können es also ganz groß, können Jahrmarktzelte bauen, in die wiederum ganze Chöre passen, und sie können es ganz klein – mit „Dictionary“ am Ende, auch älter, und trotzdem der passende Abgang. Die Bastelanleitung im Booklet haben sie übrigens beibehalten, ein Boot, ein Schiffchen, das auch gern Mütze sein darf, je nachdem, an welcher Ecke man zieht. Und auch ein schönes Sinnbild für die Musik der fünf – die, je nach Blickwinkel, für jede Stimmung die passende Melodie bereithält, nicht beliebig, aber liebenswert. Guter Fang also.
www.do-the-dobre.de

17.03. Berlin, Magnet Club
01.04. München, Atomic Café
07.04. Berlin, Lido (mit Moop Mama)

Mittwoch, 14. März 2012

Nachgelegt



Lange Pausen sind anscheinend nicht ihr Ding - Veronica Falls, im vergangenen Jahr mit einem wundervollen Album positiv aufgefallen, legen nach: Am 26. März erscheint eine Single mit zwei neuen Titeln, "My Heart Beats" und "Killing Time" - das Video zum ersten Stück wurde von den New Yorkern ArmyOfKids gefertigt, der Song klingt so.

Torlos glücklich - hoppa!



Django 3000, Ampere, München, 13. März 2012
Über den Zustand der Unterwelt gibt es ja naturgemäß verschiedene Deutungen. Abgesehen von den althergebrachten ist einem noch bestens die von Josef Hader in Erinnerung – Reinhold Messner, eingepackt in eine Daunenjacke, tief drunten und ohne jede Orientierung, eine Gaudi. Seit gestern Abend weiß man nun auch, dass selbst ein neunzigminütiger Kurzaufenthalt auf ganz verschiedene Weise wahrgenommen werden kann: Die Spieler des FC Basel zum Beispiel würden vermutlich reklamieren, die Hölle sei ein rot ausgeleuchtetes Ungetüm im Norden Münchens und Spaß wäre dort beim besten Willen nicht zu finden. Ein paar hundert Konzertbesucher wiederum traten den Beweis an, dass man auch ohne Tore bester Stimmung sein kann und erlebten das Ampere als glückseligmachende Variante des Hades – laut, heiß, eng, aber voller Energie und Ausgelassenheit: Django 3000 spielten auf zum Höllenritt.

Ehrlich gesagt – man hatte auch nichts anderes erwartet. Dass die Musik der vier, also der bayerische Gypsy, dazu angetan ist, die Masse zum Kochen zu bringen, wußte man schon vom Debütalbum. Live funktioniert die Sache mit der Zigeunermusi fast noch besser, weil sich die ungebremste Spielfreude der Jungs ohne Umwege auf’s tanzwütige Publikum überträgt. Nicht Coolness oder Attitüde zählen hier, sondern einzig der unbedingte Wille, in der begrenzten Zeit ein Maximum an guter Laune miteinander zu teilen – „I say Disko, you say Party!“, oder so. Angefangen mit dem Stones-Cover „Paint It Black“ über die Hits des Albums („Zeit fia ois“, „Django, Django“, „Südwind“, und, und ...), das Repertoire aufgefüllt mit neuen Songs und dem einen oder anderen russischen, na ja – zumindest fremdsprachigen, Original. Die Band um Sänger Kamil Müller, der sich beim Leibhaftigen zwar das teuflische Grinsen abgeschaut hat, wie die anderen drei aber trotz aller Wildheit einen sehr charmanten Eindruck macht, genießt den Auftritt sichtlich. Die schweißtreibenden Höhepunkte natürlich „Da Wuide und da Deifi“, „Tschavo“, „Secret Gypsy Agent“ und „Rucki Werch!“, entfesseltes Auf und Ab vor der Bühne (ein ordentliches Bild von dem Treiben gelingt wohl, siehe oben, nur einem Pressefotografen), und natürlich kommt am Ende noch die „Heidi“ auf ein Tänzchen vorbei. Müllers Vermutung, das Ampere sei schlußendlich komplett „zigeinifiziert“ worden, hat das Publikum jedenfalls einhellig zugestimmt – für alle, denen diese Erfahrung entweder noch fehlt oder noch nicht reicht, gibt es nachfolgend noch zwei gruppendynamische Termine für die Stadt:

21. Juli, Oben Ohne Open Air (mit Kraftklub u.a.)
31. Dezember, Silvester/Muffathalle

Dienstag, 13. März 2012

Sommer in der Stadt



Tanlines „Mixed Emotions“ (True Panther)
Geschäftsidee gefällig? Wie wäre es mit einem Shirt mit der Aufschrift: „Brooklyn? Not Again!“ Würde hier in Deutschland wahrscheinlich kein großer Verkaufsschlager werden, für New York und angrenzende Randgebiete allerdings ständen die Chancen wahrscheinlich nicht schlecht – der dortigen Einwohnerschaft dürfte das ständige Gewunder über die Kreativschmiede von Long Island langsam mächtig auf den Keks gehen. Was aber soll man anderes tun als staunen anhand des offenbar schier unerschöpflichen Vorrats an jungen und ambitionierten Künstlern – hier nur: Musikern – die Woche um Woche die „Must Hear“-Listen der einschlägigen Magazine füllen?

Auch die Tanlines, bestehend aus Drummer Jesse Cohen und Sänger/Gitarrist Eric Emm, sind noch eine recht frische Unternehmung – seit 2008 im Geschäft und mit „Mixed Emotions“ gerade mal die erste Platte am Tresen. Die zwei bewegen sich mit ihren angehousten Synthietracks zwischen Hot Chip, Vampire Weekend und den Drums, machen also gutgelaunte Tanzmusik, auf die man bedenkenlos das Etikett „catchy“ kleben kann. Ab und an perlt mal eine Gitarre („Not The Same“), Steel-Drum-Imitate stehen immer noch hoch im Kurs und Emms eher hohe Stimme gibt sich stets unverkrampft und frohgemut. Angst, dass ihnen das ganze zu poppig gerät, hat die beiden offenbar nicht umgetrieben, für „Lost Somewhere“ haben sie sich sogar frech bei der wunderbaren Cyndie Lauper und ihrem „Time After Time“ bedient.

„Real Life“, der älteste Track, hat das Zeug zum Sommerhit – vielleicht glückt ihm ja mit dem Album im Rücken das, was ihm vor zwei Jahren nicht gelang. Ein besseres Timing hätte den Tanlines ohnehin nicht gelingen können – es wird wärmer und die Sehnsucht nach den passenden Rhythmen wird nicht lange auf sich warten lassen. Der Titel der Platte läßt sich mit „Frühlingsgefühlen“ also ganz gut auf den erhofften Wetterumschwung übertragen, ansonsten gilt – auch für Brooklyn – das Fazit von npr: „It's safe to say it will rock many a barbecue”. http://tanlinesinternet.com/

Hallo Kraftklub!



Das letzte, was man von den Hives gehört hat, war wohl, dass die Chemnitzer von Kraftklub sie nicht unbedingt schätzen: "Ich scheiß auf die Hives!" ("Scheißindiedisko"). Nun, den Schweden kann das egal sein, bevor auf die Franz-Ferdinand-Soundalikes aus Karl Marx Stadt jemand einen Haufen macht, müssen die noch lange schrammeln - die Hives bringen jedenfalls im Mai ihr fünftes Studioalbum "Lex Hives" an die Masse und koppeln mit "Go Right Ahead" schon mal fleißig aus - hier.

It's not over



Es ist also nicht vorbei, bevor die dicke Frau mit dem Singen aufgehört hat - da sind sie wieder: Gossip, die Band um Rampensau und Lagerfeldmuse Beth Ditto, haben für Mai ihr neues, fünftes Album "A Joyful Noise" angekündigt. Produziert hat die Platte im Übrigen Mark Ronson und natürlich gibt es mit "Perfect World" auch schon einen Track, der seit heute im Äther platziert ist - hier.

Dran



Schön war das nicht, nein, eher so die Sorte "dreckiger Arbeitssieg". Aber ein feiner Vollspannschuß von Moritz Volz hat diesmal gereicht, um den Sieg des FC St. Pauli gegen muntere Karlsruher perfekt zu machen. Das war's jetzt also mit den Montagen, der Rest ist Wochenende.

Montag, 12. März 2012

G'haklt?



Nachdem ich schon seit einigen Tagen gebannt auf dieses Cover starre, wird's nun auch hier reingestellt. Der Song dazu stammt von olle Bobby Womack, heißt "Please Forgive My Heart" und stammt vom im Juni erscheinenden Album "The Bravest Man In The Universe" (XL). Hören? Hier.

Freitag, 9. März 2012

In Bewegung bleiben



Das ging ja schnell: Gerade erst haben Guided By Voices mit "Let's Go To The Factory" das erste Album in Originalbesetzung seit langer Zeit abgefeiert, da ist für Juni schon das nächste Werk angekündigt. "Class Clown Spots A UFO" wird die Platte heißen und mit "Keep It In Motion" gibt's auch schon eine erste Single zum Probieren - hier. Die restlichen Titel der Vorauskopplung heißen dann "Pink Wings", "Chicken Wings" und "White World".