Darkside
Muffathalle, München, 15. März 2014
Support: High Water
Natürlich wusste man ungefähr, was einen erwartet. Es liegt in der Natur elektronischer Musik, dass sie auf der Bühne kaum Platz für überraschende Wendungen läßt, einmal ins Powerbook programmiert, lassen sich die einzelnen Soundsegmente nur noch begrenzt variieren. Und da Nicolas Jaar und Dave Harrington im Netz nicht mit Tourmitschnitten geizen, durfte sich wer will schon mal umschauen und –hören im Klangkosmos der beiden trendigen Tüftler aus New York. Trotzdem mochte man sie, wenn sie schon mal mit ihrem umjubelten Projekt vor der eigenen Haustür gastieren, natürlich nicht verpassen. Ausverkauft? Ehrensache. Darkside, soviel ist klar, sind ein Phänomen. Im Grunde läßt sich ihr musikalischer Ansatz darauf verkürzen, dass sie vertrackte Beats und düstere Optik miteinander verschränken – also Synthetik plus Ästhetik – und dazu Harringtons fein gespielte Gitarrenhooks kombinieren, so simpel wie wirkungsvoll. Was der Mann an den Saiten dazugibt, ist, Hype hin oder her, auch nicht eben neu, älteren Generationen ist solches schon von David Gilmour und Mark Knopfler bekannt und man kann sich ruhig mal den Spaß machen und die Viertelstunde „Telegraph Road“ der Dire Straits ohne den obligatorischen Schmus und mit pulsierendem Bassgewummer denken – das Ergebnis dürfte von „Paper Trails“, dem eingängigsten Stück von Darkside, nicht so weit weg liegen.
Egal, Retro ist nicht nur schick, sondern heutzutage fast unumgänglich, vor der Bühne steht auch nicht die ältere, sondern eher eine sehr viel jüngere Generation und der Nerdfaktor in der Halle ist überdurchschnittlich hoch. Wen wunderts, schließlich ist das nicht der Sound, zu dem man sein Innerstes nach Außen kehrt und mal eben die Feierabendsau rausläßt (oder, auch wenn einige probiert haben, den 50sten Sieg der Bayern in Serie begrölt). Die Stimmung ist, passend zur Hippness der beiden Amerikaner, gebremst euphorisch, immer dann, wenn Jaar und Harrington ihren verzwirbelten Collagen einen satten Beat mit dazugeben, ist das Publikum wieder ganz bei der Sache, dazwischen freut man sich einfach nur, dass man dabei ist. Die Setlist ist kurz, die einzelnen Tracks dafür umso länger – neben „Paper Trails“ gibt’s vom Erfolgsdebüt „Psychic“ noch „Freak, Go Home“, „Heart“ und „Metatron“ zu hören, das wunderbare „Golden Arrow“ haben sie sich für die Zugabe aufgehoben. Von erstaunlicher Schlichtheit, in der Wirkung allerdings bestechend: die Lichtshow. Ein riesiger Spiegel in der Bühnenmitte, ein paar Scheinwerfer und ab und an mal ein aggressives Blitzgewitter, mehr braucht der Abend nicht. Die Halle wechselt zwischen blutrot und grellweiß, ein schmales Streifenmuster vermittelt zudem kurz den Eindruck, man stünde mit den zwei Musikern in einer riesigen, verdunkelten Garage und die gleißenden Strahlen der Mittagssonne seien durch Jalousien nur notdürftig verbannt. Eindrucksvoll das Ganze, in der Tat – darüberhinaus aber weiterhin: Music for Headphones.
Sonntag, 16. März 2014
Freitag, 14. März 2014
Paper Aeroplanes: Kurzmitteilungen
Paper Aeroplanes
“Little Letters”
(Navigator Rec.)
Man möchte es ja gar nicht glauben, aber wenn man sich im Netz mal ein wenig in Sachen walisischer Musikkultur umtut, stolpert man über die erstaunlichsten Namen. Und damit sind nicht die Manic Street Preachers und Catatonia gemeint, die jeder gleich aus dem Ärmel schießt, der als gut informiert gelten will. Nein, wir reden hier von: Shirley Bassey, John Cale, Tom Jones und sofort wird klar, dass in Wales mindestens ein Bein der Wiege von Soul und Rock gedrechselt worden ist. Natürlich täte man Richard Llewellyn und Sarah Howells, die seit 2009 unter dem Namen Paper Aeroplanes unterwegs sind, unrecht, wollte man ihre Arbeit mit der der genannten Legenden vergleichen. Aber immerhin hat es das Duo mittlerweile auch schon auf drei Alben gebracht – allerdings kann ihr Anspruch kein stilprägender sein. Die beiden verfertigen einen sehr gefühligen, sorgsam austarierten und wenig überraschenden Singer-Songwriter-Pop, der öfters an die Musik von Amy MacDonald (diesmal nicht Wales, sondern Schottland) erinnert. Sie dürften es auch mit den Songs ihrer neuen Platte nicht schwer haben, sich in die Herzen eines größeren Publikums zu spielen, Howells Stimme hat den nötigen Schmelz und ihre Texte eine charmante Bedachtsamkeit, mit der sie große und kleine Alltagsgeschichten ihrer Umgebung miteinander zu verknüpfen versteht. Kleine Notizen, Nachrichten, Briefe sind das, in denen auch mal Großformatiges und Schwerwiegendes bedacht wird – “When The Windows Shook” zum Beispiel handelt von der Explosion einer Ölraffinerie in ihrer Heimatstadt Milford Haven, auch die Ölkatastrophe der Sea Empress spielte sich kurz vor der Haustür der Sängerin ab. “Multiple Love” ist auf andere Art gewichtig und persönlich, Howells Gedanken zu Partnerschaft und Liebesglück kommen als traurige Kurzmitteilung zum Hörer. “Little Letters” ist auf rührende Weise intim und zärtlich, kein lautes, kein widersprüchliches, kein übermäßig anstrengendes Werk – nun, zuweilen braucht es auch das. http://www.paperaeroplanesmusic.com/
20.03. München, Strom
21.03. Stuttgart, Kellerklub
22.03. Dortmund, FZW Club
23.03. Köln, Studio 672
25.03. Mannheim, Capitol
27.03. Magdeburg, Feuerwache
28.03. Braunschweig, Hansa Kultur-Club
29.03. Bremen, Café Erlesenes
30.03. Hamburg, Prinzenbar
01.04. Bremen, Café Erlesenes (Zusatzkonzert)
02.04. Hannover, Lux
04.04. Gera, Comma
05.04. Berlin, Crystal
07.04. Greifswald, Brasserie Hermann
09.04. Münster, Sputnik Café
10.04. Frankfurt, Sankt Peter Café
WinWin: Für Komplettleser gibt es wie diesmal wieder eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses - das erste Mail an info@mapambulo.de mit Betreff, Name und Adresse bekommt die neue CD für lau per Post...
“Little Letters”
(Navigator Rec.)
Man möchte es ja gar nicht glauben, aber wenn man sich im Netz mal ein wenig in Sachen walisischer Musikkultur umtut, stolpert man über die erstaunlichsten Namen. Und damit sind nicht die Manic Street Preachers und Catatonia gemeint, die jeder gleich aus dem Ärmel schießt, der als gut informiert gelten will. Nein, wir reden hier von: Shirley Bassey, John Cale, Tom Jones und sofort wird klar, dass in Wales mindestens ein Bein der Wiege von Soul und Rock gedrechselt worden ist. Natürlich täte man Richard Llewellyn und Sarah Howells, die seit 2009 unter dem Namen Paper Aeroplanes unterwegs sind, unrecht, wollte man ihre Arbeit mit der der genannten Legenden vergleichen. Aber immerhin hat es das Duo mittlerweile auch schon auf drei Alben gebracht – allerdings kann ihr Anspruch kein stilprägender sein. Die beiden verfertigen einen sehr gefühligen, sorgsam austarierten und wenig überraschenden Singer-Songwriter-Pop, der öfters an die Musik von Amy MacDonald (diesmal nicht Wales, sondern Schottland) erinnert. Sie dürften es auch mit den Songs ihrer neuen Platte nicht schwer haben, sich in die Herzen eines größeren Publikums zu spielen, Howells Stimme hat den nötigen Schmelz und ihre Texte eine charmante Bedachtsamkeit, mit der sie große und kleine Alltagsgeschichten ihrer Umgebung miteinander zu verknüpfen versteht. Kleine Notizen, Nachrichten, Briefe sind das, in denen auch mal Großformatiges und Schwerwiegendes bedacht wird – “When The Windows Shook” zum Beispiel handelt von der Explosion einer Ölraffinerie in ihrer Heimatstadt Milford Haven, auch die Ölkatastrophe der Sea Empress spielte sich kurz vor der Haustür der Sängerin ab. “Multiple Love” ist auf andere Art gewichtig und persönlich, Howells Gedanken zu Partnerschaft und Liebesglück kommen als traurige Kurzmitteilung zum Hörer. “Little Letters” ist auf rührende Weise intim und zärtlich, kein lautes, kein widersprüchliches, kein übermäßig anstrengendes Werk – nun, zuweilen braucht es auch das. http://www.paperaeroplanesmusic.com/
20.03. München, Strom
21.03. Stuttgart, Kellerklub
22.03. Dortmund, FZW Club
23.03. Köln, Studio 672
25.03. Mannheim, Capitol
27.03. Magdeburg, Feuerwache
28.03. Braunschweig, Hansa Kultur-Club
29.03. Bremen, Café Erlesenes
30.03. Hamburg, Prinzenbar
01.04. Bremen, Café Erlesenes (Zusatzkonzert)
02.04. Hannover, Lux
04.04. Gera, Comma
05.04. Berlin, Crystal
07.04. Greifswald, Brasserie Hermann
09.04. Münster, Sputnik Café
10.04. Frankfurt, Sankt Peter Café
WinWin: Für Komplettleser gibt es wie diesmal wieder eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses - das erste Mail an info@mapambulo.de mit Betreff, Name und Adresse bekommt die neue CD für lau per Post...
Gloria: Schattenseiten
Na, das muss ja Spaß gemacht haben! Zumindest einem von den beiden. Bisher ist man ja immer davon ausgegangen, dass Klaas Heufer-Umlauf und Mark Tavassol die Formation Gloria gegründet haben, weil sie sich so gut verstehen - nun, mit Blick auf das Video zu "Wie sehr wir leuchten" wird man sich davon verabschieden müssen. Und weiter darf vermutet werden, dass eine Beziehung mit Friedensengelchen Judith Holofernes auf Dauer auch nicht gut für die Psyche ist...
20.03. Weinheim, Cafe Central
21.03. Zürich, Kaufleuten
22.03. Reutlingen, franz.K
23.03. Bochum, Bahnhof Langendreer
28.03. Osnabrück, Kleinen Freiheit
29.03. Bremen, Nordlicht Festival
30.03. Gütersloh, Die Weberei
05.04. Wien, Flex
06.04. Nürnberg, KunstKulturQuartier
20.03. Weinheim, Cafe Central
21.03. Zürich, Kaufleuten
22.03. Reutlingen, franz.K
23.03. Bochum, Bahnhof Langendreer
28.03. Osnabrück, Kleinen Freiheit
29.03. Bremen, Nordlicht Festival
30.03. Gütersloh, Die Weberei
05.04. Wien, Flex
06.04. Nürnberg, KunstKulturQuartier
Banks: Bekanntmachung
Mittlerweile kennen wir ja auch den Vornamen der geheimnisvollen Dame - Jilian ist also BANKS und mit dem neuen Video zum Song "Brain" kommen auch noch vier Tourdaten für Deutschland - von einem Album ist allerdings noch immer nicht die Rede:
23.06. Berlin, Berghain
24.06. Hamburg, Mojo
16.07. Frankfurt, Gibson
17.07. Köln, Gloria
23.06. Berlin, Berghain
24.06. Hamburg, Mojo
16.07. Frankfurt, Gibson
17.07. Köln, Gloria
Donnerstag, 13. März 2014
Foster The People: Durch die Hintertür
Foster The People
“Supermodel”
(SmiCol/Sony)
Puh, so jung, und schon solche Fragen im Gepäck: “Are you what you want to be?” für den ersten Song, “Is this the life that you’ve waiting for?” im zweiten und danach ein paar nicht minder schwere Gedanken zum “Coming Of Age” – Mark Foster und seine beiden seine beiden Mitstreiter Jacob Fink und Mark Pontius müssen sich jedenfalls nicht vorwerfen lassen, sie würden sich ihre Karriere mit platter Kühlschranklyrik erschleichen wollen. Schon ihr erster richtiger Hit – “Pumped Up Kicks” vom 2011er Album “Torches” – widmete sich einem streitbaren Thema, der immer wieder diskutierten Kohärenz von gewalttätigen Ballerspielen und Amokläufen und er tat das auf eine irritierend charmante Weise. Luftige, gutgelaunte Klänge als Vehikel für ernsthafte Betrachtungen, hier nicht weniger als Kapitalismuskritik und Selbstausbeutung für ein bestmöglich gepflegtes Medien-Ich – auch das als Konzeptalbum angelegte “Supermodel” funktioniert auf diese Weise und zwar verblüffend gut.
Zwischen MGMT, Vampire Weekend und Muse läßt sich der Sound der drei abstecken, dazu Fosters warme, erstaunlich variable Stimme, es gibt einige Gründe, die Musik der Kalifornier schnell ins Herz zu schließen. Mindestens zwei Ausflüge in Sachen Psychrock gönnen sie sich zudem, “Pseudologia Fantastica” und “A Beginners Guide To Destroying The Moon” lassen schon im Titel erahnen, wohin die Reise geht. Und als ob das nicht schon genug wäre, versuchen sie sich bei “The Truth” recht erfolgreich am modernen R’n’B. Den zwingendsten Song haben sich Foster The People – im Übrigen von keinem Geringeren als Paul Epworth produziert – dann für den Schluss aufgehoben, im “Tabloid Super Junkie” schnalzen die Gitarren zu programmierten Beats wie es cooler kaum geht. Man sollte kaum glauben, dass Mark Foster in seiner Schulzeit ein oft gemobbter Außenseiter war, den Quälgeistern vergangener Tage wird es hoffentlich die Sprache verschlagen angesichts seiner Erfolge. www.fosterthepeople.com
“Supermodel”
(SmiCol/Sony)
Puh, so jung, und schon solche Fragen im Gepäck: “Are you what you want to be?” für den ersten Song, “Is this the life that you’ve waiting for?” im zweiten und danach ein paar nicht minder schwere Gedanken zum “Coming Of Age” – Mark Foster und seine beiden seine beiden Mitstreiter Jacob Fink und Mark Pontius müssen sich jedenfalls nicht vorwerfen lassen, sie würden sich ihre Karriere mit platter Kühlschranklyrik erschleichen wollen. Schon ihr erster richtiger Hit – “Pumped Up Kicks” vom 2011er Album “Torches” – widmete sich einem streitbaren Thema, der immer wieder diskutierten Kohärenz von gewalttätigen Ballerspielen und Amokläufen und er tat das auf eine irritierend charmante Weise. Luftige, gutgelaunte Klänge als Vehikel für ernsthafte Betrachtungen, hier nicht weniger als Kapitalismuskritik und Selbstausbeutung für ein bestmöglich gepflegtes Medien-Ich – auch das als Konzeptalbum angelegte “Supermodel” funktioniert auf diese Weise und zwar verblüffend gut.
Zwischen MGMT, Vampire Weekend und Muse läßt sich der Sound der drei abstecken, dazu Fosters warme, erstaunlich variable Stimme, es gibt einige Gründe, die Musik der Kalifornier schnell ins Herz zu schließen. Mindestens zwei Ausflüge in Sachen Psychrock gönnen sie sich zudem, “Pseudologia Fantastica” und “A Beginners Guide To Destroying The Moon” lassen schon im Titel erahnen, wohin die Reise geht. Und als ob das nicht schon genug wäre, versuchen sie sich bei “The Truth” recht erfolgreich am modernen R’n’B. Den zwingendsten Song haben sich Foster The People – im Übrigen von keinem Geringeren als Paul Epworth produziert – dann für den Schluss aufgehoben, im “Tabloid Super Junkie” schnalzen die Gitarren zu programmierten Beats wie es cooler kaum geht. Man sollte kaum glauben, dass Mark Foster in seiner Schulzeit ein oft gemobbter Außenseiter war, den Quälgeistern vergangener Tage wird es hoffentlich die Sprache verschlagen angesichts seiner Erfolge. www.fosterthepeople.com
Deine Freunde: Wort gehalten
Deine Freunde
„Heile Welt“
(Noch mal!/Universal)
Ganz ehrlich: Selbst so fabelhafte Knaller wie „Schokolade“, „Räum auf“ und die „Pyjama Party“ können einem mit der Zeit mächtig auf den Keks gehen – auch sie ereilt, ganz wie in der Erwachsenenwelt üblich, das Schicksal der Übersättigung. Sie haben, gerade weil die Kleinen in diesem Punkt weitaus schmerzfreier sind als wir Großen, lange durchgehalten, durchhalten müssen, denn erst jetzt naht mit dem zweiten Album die Rettung. Und weil sich, erstaunlich genug, in Sachen kindgerechter Rapmucke noch immer keine Nachahmer, geschweige denn ernstzunehmende Alternativen gefunden haben, müssen es Florian Sump, Markus Pauli und Lukas Nimschek wieder selber richten – Alleinlassen geht nicht, versprochen ist versprochen.
Nach der irritierenden „Attacke“ schnell den Angstschweiß von der Stirn gewischt – trotzdem bleibt es nicht aus (Überraschung war schließlich gestern), dass man sich die neue Platte etwas kritischer vornimmt. Und siehe da, die Jungs gehen, kaum erstaunlich, hörbar routinierter zu Werke. Nichts auszusetzen an der Themenwahl, das ist noch immer aus nächster Nähe beobachtet und auf Augenhöhe geschrieben, das hat wieder jede Menge dieser vergnüglichen (weil mit kindlichem Ernst gemeinten) Nebensätze, auf die hin sich die stressgeplagten Erziehungsberechtigten ein Lächeln kaum verkneifen können. Ob bockige Ungeduld („Wann sind wir da?“), Battle-, ähhh: Bettel-Rap in der Kassenschlange („Theater im Supermarkt“), Türenknallen („Digge Luft“) und den Segen der Notlüge („Hab ich schon gemacht“) – Deine Freunde lassen nichts von dem aus, was Eltern wie Kinder gleichermaßen auf Trab hält.
Das läuft nicht immer rund – so schwer dem Nachwuchs die engstirnigen Anredemodalitäten und Eitelkeiten der Erwachsenen zu vermitteln sind, so eckig kommt auch „Sie sagen Du!...“ daher, „Deine Mudder“, „Ganz groß“ und „Wenn Flüsse abwärts fließen“ fehlt es in Teilen etwas an der Frische und Schlagfertigkeit der restlichen Stücke. Im Gegenzug gibt es für es für den kürzesten Track auf „Heile Welt“ ein dickes Extralob – „Aber dann“ ist Kurzpoesie mit Gitarrenkrach, ganz im Stile eines anderen, fast vergessenen Trios namens – tja: Trio. Und auch „Tick Tack“, das mit Bigbandswing daherkommt, sammelt kräftig Punkte, schöner läßt sich verschlafenes Pausenhopping wohl kaum besingen.
Musikalisch geht der zweiten Platte etwas die Vielfalt der ersten ab, das viele Bummbumm stört ein bisschen den Gesamteindruck – nicht ohne Grund war ja genau das ein schlagendes Argument für die drei, dass sie sich nicht auf die billige Allzweckformel „Kinderlied+Technobeat=Superhit“ reduzieren ließen, „Häschen Hüpf“ ist aber nicht mehr weit davon entfernt. Vielleicht hätte man sich besser von der schnöden Weisheit „Weniger ist mehr“ leiten lassen sollen, es wären trotzdem noch genügend gute Songs für die nächsten Autofahrten dabeigewesen. Wollen wir dennoch nicht zu viel meckern und mäkeln, wie gut oder schlecht das Ganze ankommt, entscheiden letztendlich nicht wir ergrauten Besserwisser, sondern diejenigen, für die diese Lieder gemacht sind. Und Kindern, das weiß man, ist mit neunmalkluger Argumentation selten beizukommen... http://www.deinefreunde.info/heilewelt/
02.03. Hannover, Pavillon
19.04. Wiesbaden, Osterfeuer am Schlachthof
21.04. Hamburg, Schmidts TIVOLI
21.04. Hamburg, Schmidts TIVOLI
03.05. Flensburg, Volksbad
04.05. Karlsruhe, Tollhaus
18.05. Köln, Stadtgarten
24.05. Berlin, Heimathafen
25.05. Leipzig, Werk 2
31.05. Duisburg, Grammatikhoff
01.06. München, Orangehouse
08.06. Hamm, MaxiPark
03.07. Dresden, Hellerau
)
„Heile Welt“
(Noch mal!/Universal)
Ganz ehrlich: Selbst so fabelhafte Knaller wie „Schokolade“, „Räum auf“ und die „Pyjama Party“ können einem mit der Zeit mächtig auf den Keks gehen – auch sie ereilt, ganz wie in der Erwachsenenwelt üblich, das Schicksal der Übersättigung. Sie haben, gerade weil die Kleinen in diesem Punkt weitaus schmerzfreier sind als wir Großen, lange durchgehalten, durchhalten müssen, denn erst jetzt naht mit dem zweiten Album die Rettung. Und weil sich, erstaunlich genug, in Sachen kindgerechter Rapmucke noch immer keine Nachahmer, geschweige denn ernstzunehmende Alternativen gefunden haben, müssen es Florian Sump, Markus Pauli und Lukas Nimschek wieder selber richten – Alleinlassen geht nicht, versprochen ist versprochen.
Nach der irritierenden „Attacke“ schnell den Angstschweiß von der Stirn gewischt – trotzdem bleibt es nicht aus (Überraschung war schließlich gestern), dass man sich die neue Platte etwas kritischer vornimmt. Und siehe da, die Jungs gehen, kaum erstaunlich, hörbar routinierter zu Werke. Nichts auszusetzen an der Themenwahl, das ist noch immer aus nächster Nähe beobachtet und auf Augenhöhe geschrieben, das hat wieder jede Menge dieser vergnüglichen (weil mit kindlichem Ernst gemeinten) Nebensätze, auf die hin sich die stressgeplagten Erziehungsberechtigten ein Lächeln kaum verkneifen können. Ob bockige Ungeduld („Wann sind wir da?“), Battle-, ähhh: Bettel-Rap in der Kassenschlange („Theater im Supermarkt“), Türenknallen („Digge Luft“) und den Segen der Notlüge („Hab ich schon gemacht“) – Deine Freunde lassen nichts von dem aus, was Eltern wie Kinder gleichermaßen auf Trab hält.
Das läuft nicht immer rund – so schwer dem Nachwuchs die engstirnigen Anredemodalitäten und Eitelkeiten der Erwachsenen zu vermitteln sind, so eckig kommt auch „Sie sagen Du!...“ daher, „Deine Mudder“, „Ganz groß“ und „Wenn Flüsse abwärts fließen“ fehlt es in Teilen etwas an der Frische und Schlagfertigkeit der restlichen Stücke. Im Gegenzug gibt es für es für den kürzesten Track auf „Heile Welt“ ein dickes Extralob – „Aber dann“ ist Kurzpoesie mit Gitarrenkrach, ganz im Stile eines anderen, fast vergessenen Trios namens – tja: Trio. Und auch „Tick Tack“, das mit Bigbandswing daherkommt, sammelt kräftig Punkte, schöner läßt sich verschlafenes Pausenhopping wohl kaum besingen.
Musikalisch geht der zweiten Platte etwas die Vielfalt der ersten ab, das viele Bummbumm stört ein bisschen den Gesamteindruck – nicht ohne Grund war ja genau das ein schlagendes Argument für die drei, dass sie sich nicht auf die billige Allzweckformel „Kinderlied+Technobeat=Superhit“ reduzieren ließen, „Häschen Hüpf“ ist aber nicht mehr weit davon entfernt. Vielleicht hätte man sich besser von der schnöden Weisheit „Weniger ist mehr“ leiten lassen sollen, es wären trotzdem noch genügend gute Songs für die nächsten Autofahrten dabeigewesen. Wollen wir dennoch nicht zu viel meckern und mäkeln, wie gut oder schlecht das Ganze ankommt, entscheiden letztendlich nicht wir ergrauten Besserwisser, sondern diejenigen, für die diese Lieder gemacht sind. Und Kindern, das weiß man, ist mit neunmalkluger Argumentation selten beizukommen... http://www.deinefreunde.info/heilewelt/
02.03. Hannover, Pavillon
19.04. Wiesbaden, Osterfeuer am Schlachthof
21.04. Hamburg, Schmidts TIVOLI
21.04. Hamburg, Schmidts TIVOLI
03.05. Flensburg, Volksbad
04.05. Karlsruhe, Tollhaus
18.05. Köln, Stadtgarten
24.05. Berlin, Heimathafen
25.05. Leipzig, Werk 2
31.05. Duisburg, Grammatikhoff
01.06. München, Orangehouse
08.06. Hamm, MaxiPark
03.07. Dresden, Hellerau
)
Johnny Cash: Bildgewaltig
Starke Bilder zu einem uralten Song: Bei Vevo kann man sich das Video zu "She Used To Love Me" von Johnny Cash ansehen, einem Stück vom Album "Out Among The Stars", der Raritätensammlung, die nun nach langem Hin und Her endlich am 21. März erscheinen soll.
Mittwoch, 12. März 2014
Die Nerven: Zweitbesetzung
Die Idee ist gut - und vor allem ausbaufähig: Im aktuellen Video der Stuttgarter Band Die Nerven lassen sich die Jungs für "Angst" vom Album "Fun" durch Tocotronic an den Instrumenten vertreten, sie selber haben Zeit für öde Spaziergänge zwischen Bushaltestelle, Hähnchengrill und Jugendzentrum.
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Dienstag, 11. März 2014
The War On Drugs: Lebensretter
The War On Drugs
„Lost In The Dream“
(Secretly Canadian)
Adam Granduciel muss ein Mann mit einem sehr guten Zeitgefühl sein. Immer dann, wenn man sich fragt, ob nicht zu viele von diesen durchaus talentierten, aber doch auch sehr ähnlich gestrickten Synthpopbands der alternativen Szene ihr kindlich naives Gesicht geben, immer wenn man meint, die gute alte Rockmusik werden nur noch von den guten, aber eben auch sehr alten Heroen am Leben gehalten – immer dann kommt der Mann mit dem Beweis des Gegenteils um die Ecke. Schon 2011 war ihm mit dem überaus grandiosen Album „Slave Ambient“ mal eben die Rettung eines ganzen Genres gelungen und all jenen, die jetzt ihre Zweifel haben, ob denn „Lost In The Dream“ diesen Coup noch einmal wiederholen könne, sei gesagt: Ja, das kann es. Denn auch diese, seine dritte Platte bedient sich der selben Wurzeln, mischt den bewährten Anleihen bei Springsteen, Petty und Knopfler gerade so viel an Ausschmückungen und synthetischen Spielereien bei, dass sich auch die stets skeptische Independentgemeinde angesprochen fühlen darf.
Dabei klingen die Songs durchgängig entspannt und auf beeindruckende Weise unaufgeregt – schon der Einstieg in Überlänge („Under Pressure“) wandelt lockeren Rock zu psychedelischem Klanggebilde, später darf man sich zu „An Ocean In Between The Waves“ eine Extraportion Glückshormone ausschütten lassen. Mal 90er-Pop („Disappearing“), mal Countrysong („Eyes To The Wind“), der Band gerät alles mit wunderbarer Leichtigkeit – für jemanden, der verschiedene Stile so mühelos beherrscht wie sie ist es auch kein Nachteil, wenn man sich auf keinen speziellen festlegen möchte. Da darf dann der Instrumentaltrack „The Haunting Idle“ auch noch die Erinnerung an die nächste knorrige Ikone hervorholen – das Stück hätte ohne weiteres auch auf dem Soundtrack von „Dead Man“, der sagenhaften Kooperation von Jim Jarmusch mit Neil Young, Platz nehmen können. Musikalische Finesse, die richtigen Geschichten mit dem nötigen Schuß Melancholie und für all das genügend Raum und Zeit – die Genesung eines verloren geglaubten Patienten hätte nicht besser gelingen können. http://www.thewarondrugs.net/
15.05. Köln, Gebäude 9
16.05. Hamburg, Uebel und Gefährlich
23.05. Berlin, Bi Nuu
„Lost In The Dream“
(Secretly Canadian)
Adam Granduciel muss ein Mann mit einem sehr guten Zeitgefühl sein. Immer dann, wenn man sich fragt, ob nicht zu viele von diesen durchaus talentierten, aber doch auch sehr ähnlich gestrickten Synthpopbands der alternativen Szene ihr kindlich naives Gesicht geben, immer wenn man meint, die gute alte Rockmusik werden nur noch von den guten, aber eben auch sehr alten Heroen am Leben gehalten – immer dann kommt der Mann mit dem Beweis des Gegenteils um die Ecke. Schon 2011 war ihm mit dem überaus grandiosen Album „Slave Ambient“ mal eben die Rettung eines ganzen Genres gelungen und all jenen, die jetzt ihre Zweifel haben, ob denn „Lost In The Dream“ diesen Coup noch einmal wiederholen könne, sei gesagt: Ja, das kann es. Denn auch diese, seine dritte Platte bedient sich der selben Wurzeln, mischt den bewährten Anleihen bei Springsteen, Petty und Knopfler gerade so viel an Ausschmückungen und synthetischen Spielereien bei, dass sich auch die stets skeptische Independentgemeinde angesprochen fühlen darf.
Dabei klingen die Songs durchgängig entspannt und auf beeindruckende Weise unaufgeregt – schon der Einstieg in Überlänge („Under Pressure“) wandelt lockeren Rock zu psychedelischem Klanggebilde, später darf man sich zu „An Ocean In Between The Waves“ eine Extraportion Glückshormone ausschütten lassen. Mal 90er-Pop („Disappearing“), mal Countrysong („Eyes To The Wind“), der Band gerät alles mit wunderbarer Leichtigkeit – für jemanden, der verschiedene Stile so mühelos beherrscht wie sie ist es auch kein Nachteil, wenn man sich auf keinen speziellen festlegen möchte. Da darf dann der Instrumentaltrack „The Haunting Idle“ auch noch die Erinnerung an die nächste knorrige Ikone hervorholen – das Stück hätte ohne weiteres auch auf dem Soundtrack von „Dead Man“, der sagenhaften Kooperation von Jim Jarmusch mit Neil Young, Platz nehmen können. Musikalische Finesse, die richtigen Geschichten mit dem nötigen Schuß Melancholie und für all das genügend Raum und Zeit – die Genesung eines verloren geglaubten Patienten hätte nicht besser gelingen können. http://www.thewarondrugs.net/
15.05. Köln, Gebäude 9
16.05. Hamburg, Uebel und Gefährlich
23.05. Berlin, Bi Nuu
Fryars: Für die Jungs
Von Benjamin Garrett alias Fryars hat man nun wirklich lange nichts gehört - Mitte Juli vergangenen Jahres erschien mit "Cool Like Me" das letzte Lebenszeichen des Einmannprojektes aus London. Nun immerhin gibt es einen neuen Song, "Boys In the Hood" kommt in einer Demofassung daher, soll aber laut DIY nicht auf dem für dieses Jahr angekündigten Album enthalten sein. So oder so - starker Track.
Perfect Pussy: Raus aus der Vorstadthölle
Perfect Pussy
„Say Yes To Love“
(Captured Tracks)
Syracuse ist eine kleine Stadt im Bundesstaat New York mit ungefähr 145.000 Einwohnern, bekannt für die Herstellung von Chemikalien, Flugzeugmotoren und seine Universität. Nicht gerade der Ort also, den sich Twens für eine ambitionierte Lebensplanung als Kulisse vorstellen wollen. Ähnlich dachte wohl auch Meredith Graves – und packte die nächstbeste Gelegenheit, der Vorstadthölle zu entkommen, beim Schopfe: Von Regisseur Scott Coffey gefragt, ob sie nicht in seinem Film Adult World für einen Kurzauftritt als Bandleaderin mitwirken wolle, gründete sie auf der Stelle zusammen mit Greg Ambler und Garett Koloski die Noisepunk-Formation Perfect Pussy. Was als Fiction taugte, konnte auch in der Realität nicht so schlecht sein und so wurde aus einem Bandfake schließlich eine ordentlich gelobte Krachkapelle, dem ausverkauften Tour-Tape „I Have Lost All Desire For Feeling“ folgte nun der Deal mit Captured Tracks und das erste Album „Say Yes To Love“. Naturgemäß ist es ein kurzes geworden, der brachiale, treibende Sound von Perfect Pussy läßt sich live wie auch auf Konserve schwerlich über mehr als zwanzig, fünfundzwanzig kompakte Minuten hinaus dehnen, das Debüt wurde mit Livetakes und früheren Demos entsprechend gestreckt.
Mittlerweile zum Quintett angewachsen, kombiniert die Band zu jeder Menge Feedback und elektronischen Störgeräuschen schnellen Gitarrensplatter und natürlich Graves‘ wütendes, stimmbandwundes Geschrei. In den strukturiertesten Momenten wie bei „Interference Fits“ klingen Perfect Pussy ein wenig nach den frühen Sonic Youth, der Rest ist erbarmungsloser, brutaler Punkrock. Begleitet von mehr als deutlichen Worten, das versteht sich von selbst. In einem Gespräch mit dem Magazin Interview gibt sich Meredith Graves so offen wie unmißverständlich: “I had no intentions except being super honest“, und weiter “I'm more than willing to wound myself repeatedly for the greater good.” Angst muss deshalb niemand vor ihr haben, denn sie ergänzt noch: “Mostly I really just embarrass myself a lot. Anybody that wants to talk to us can talk to us. We're people. You have to remember that at the end of the day we eat and shit and cry just like anyone else.” Nicht das man das bezweifelt hätte – der Platte jedenfalls hat ihre direkte Art nicht geschadet. Bleibt zu hoffen, dass Perfect Pussy diese Energie bald auch auf hiesige Bühnen bringen.
Die besagte EP kann man sich im Übrigen bei Bandcamp anhören und besorgen, der Komplettstream des Albums steht momentan bei NPR.
„Say Yes To Love“
(Captured Tracks)
Syracuse ist eine kleine Stadt im Bundesstaat New York mit ungefähr 145.000 Einwohnern, bekannt für die Herstellung von Chemikalien, Flugzeugmotoren und seine Universität. Nicht gerade der Ort also, den sich Twens für eine ambitionierte Lebensplanung als Kulisse vorstellen wollen. Ähnlich dachte wohl auch Meredith Graves – und packte die nächstbeste Gelegenheit, der Vorstadthölle zu entkommen, beim Schopfe: Von Regisseur Scott Coffey gefragt, ob sie nicht in seinem Film Adult World für einen Kurzauftritt als Bandleaderin mitwirken wolle, gründete sie auf der Stelle zusammen mit Greg Ambler und Garett Koloski die Noisepunk-Formation Perfect Pussy. Was als Fiction taugte, konnte auch in der Realität nicht so schlecht sein und so wurde aus einem Bandfake schließlich eine ordentlich gelobte Krachkapelle, dem ausverkauften Tour-Tape „I Have Lost All Desire For Feeling“ folgte nun der Deal mit Captured Tracks und das erste Album „Say Yes To Love“. Naturgemäß ist es ein kurzes geworden, der brachiale, treibende Sound von Perfect Pussy läßt sich live wie auch auf Konserve schwerlich über mehr als zwanzig, fünfundzwanzig kompakte Minuten hinaus dehnen, das Debüt wurde mit Livetakes und früheren Demos entsprechend gestreckt.
Mittlerweile zum Quintett angewachsen, kombiniert die Band zu jeder Menge Feedback und elektronischen Störgeräuschen schnellen Gitarrensplatter und natürlich Graves‘ wütendes, stimmbandwundes Geschrei. In den strukturiertesten Momenten wie bei „Interference Fits“ klingen Perfect Pussy ein wenig nach den frühen Sonic Youth, der Rest ist erbarmungsloser, brutaler Punkrock. Begleitet von mehr als deutlichen Worten, das versteht sich von selbst. In einem Gespräch mit dem Magazin Interview gibt sich Meredith Graves so offen wie unmißverständlich: “I had no intentions except being super honest“, und weiter “I'm more than willing to wound myself repeatedly for the greater good.” Angst muss deshalb niemand vor ihr haben, denn sie ergänzt noch: “Mostly I really just embarrass myself a lot. Anybody that wants to talk to us can talk to us. We're people. You have to remember that at the end of the day we eat and shit and cry just like anyone else.” Nicht das man das bezweifelt hätte – der Platte jedenfalls hat ihre direkte Art nicht geschadet. Bleibt zu hoffen, dass Perfect Pussy diese Energie bald auch auf hiesige Bühnen bringen.
Die besagte EP kann man sich im Übrigen bei Bandcamp anhören und besorgen, der Komplettstream des Albums steht momentan bei NPR.
Montag, 10. März 2014
Spoon: Zurück zum Kerngeschäft
27 Sekunden, genug, um diesen Tag zufrieden zur Ruhe zu schicken: Spoon, ausgewiesene Lieblingsband von Mapambulo, kamen gerade mit eine Kurzteaser um die Ecke, den die erfreuliche Nachricht begleitet, die Band stehe kurz vor der Fertigstellung ihres Nachfolgealbums für "Transference" aus dem Jahr 2010. Das heißt, nach neuen Livedaten der Divine Fits muss man momentan keine Ausschau halten, jetzt geht's also bald wieder um Sänger Britt Daniels Hauptprofession - wurde ja auch Zeit.
Converse: Heilige Dreifaltigkeit
Endlich auch das nötige Futter zur Überraschungsmeldung der letzten Tage: Für die Reihe Three Artists, One Song von Converse haben sich Frank Ocean, Diplo und die Ex-Clasher Mick Jones und Paul Simonon für den Song "Hero" zusammengefunden - bei Soundcloud kann man sich den Track auch gleich downloaden.
Fear Of Men: Unterwegs mit Franz K.
Der letztens vorgestellte Song war von bestechender Schönheit, naturgemäß gibt es dazu auch eine passende B-Seite: Fear Of Men aus Brighton, deren Album "Loom" in einem Monat erscheinen wird, füllen die Rückseite von "Luna" mit einem ebenso feinen Stück - "Outrun me" ist laut Sängerin Jessica Weiss während einer Reise nach Prag, also auf den Spuren Franz Kafkas entstanden, der Stream stammt vom britischen Guardian.
Freitag, 7. März 2014
Timber Timbre: Unbedingt filmtauglich
Ende März erscheint eine Platte, für die man sich jetzt schon mal etwas Zeit einplanen kann: Das Folkduo Timber Timbre bringt nämlich dann bei Arts & Crafts "Hot Dreams", ihr bislang fünftes Studioalbum unter die Leute und wenn es so gut wird wie die Stücke, die man bisher davon hören durfte, ist Großes zu erwarten. Zunächst gab es ja das Video zum smoothen Titelsong, das man sich bei Vimeo noch anschauen kann, nun kommt mit "Curtains!?" das verrucht swingende Gegenstück hinterher - so gut, dass Tarantino getrost einen Film drum bauen könnte...
08.04. München, Hansa 39
09.04. Berlin, Lido
10.04. Hamburg, Uebel und Gefährlich
08.04. München, Hansa 39
09.04. Berlin, Lido
10.04. Hamburg, Uebel und Gefährlich
Jan Delay: Jaja, die Liebe
Er hat schon die Woche eröffnet, dann darf er natürlich auch so kurz vorm Wochenende nicht fehlen: Jan Delay möchte uns ein paar hardrockige Gedanken zum Thema Liebe mitteilen und hat deshalb einen Song von "Hammer und Michel" so genannt und mit ein Filmchen versehen. Also, schnell noch die Bläser heimgeschickt und dann ab dafür. Und - hey, Til Schweiger, am Wochenende wieder jede Menge Leute umlegen, das kannste Dir mal reinziehen hier!
Dieter Meier: Liebe und Chaos
Die durchaus erstaunliche Nachricht, dass Yello-Mastermind Dieter Meier am 11. April mit knapp 70 via Staatsakt sein erstes Soloalbum "Out Of Chaos" veröffentlicht, ist ja schon durch, nun gibt es mit "Loveblind" auch eine erste Single samt Video zu hören und zu sehen.
Miss Platnum: Leicht entflammbar
05.05. München, Ampere
06.05. Leipzig, Werk2
08.05. Berlin, Lido
09.05. Krefeld, Kufa
10.05. Heidelberg,
Karlstorbahnhof
12.05. Köln, CBE
13.05. Hamburg, MojoBig Deal: Warnung
Gute Nachrichten für Fans des Londoner Duos Big Deal: Nachdem Alice Costelloe und Kacey Underwood zunächst als Support von Depeche Mode unterwegs waren, gibt es nun ein paar neue Termine, den die zwei als Headliner bestreiten werden. Dabei rühren sie noch immer die Werbetrommel für ihr letztes Jahr erschienenes Album "June Gloom" - daraus ist zudem für die Single "Catch Up" ein Videoclip entstanden, der als deutliche Warnung an alle sogenannten iPhone-Väter zu verstehen ist, hier bei Vevo.
28.05. München, Milla
29.05. Berlin, Comet
30.05. Hanburg, Prinzenbar
31.05. Dortmund, Way Back When Festival
28.05. München, Milla
29.05. Berlin, Comet
30.05. Hanburg, Prinzenbar
31.05. Dortmund, Way Back When Festival
Donnerstag, 6. März 2014
Eels: Jugendsünden
Na, wenn denn einer schon mal seine Jugendsünden bekennt, sollte man ihn auch nach Kräften unterstützen. Heißt hier: Posten. Denn Mark Oliver Everett aka Eels, der am 18. April sein neues Album "The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett" veröffentlicht, hat nun nach "Agatha Chang" einen weiteren Song der Platte bei Soundcloud eingestellt - eben "Mistakes Of My Youth". Am 24. Juni spielt der Mann übrigens ein Konzert im Berliner Tempodrom - bestuhlt (soviel zur Jugend).
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