Mittwoch, 24. Juli 2019

Nick Cave: Der einzige Weg

Es wird ja in der letzten Zeit sehr oft und wohl auch zu Recht darüber gestritten, ob und wie man mit Leuten redet, mit denen eigentlich nicht zu reden ist. Das geht, schaut man in den deutschen Osten und Westen, gern mal daneben, gelingt aber an anderer Stelle auch wieder mal. Ohnehin ist ernstgemeinte Kommunikation nicht per se schmerzfrei, denn dazu gehören Dinge wie Zuhören (eben auch wenn es weh tut), Aus- und Gegenhalten. Binsenweisheiten. Trotzdem - wer wissen möchte, wie man das klug und trotzdem geradlinig hinbekommt, der darf dieser Tage mal in den Red Hand Files von Nick Cave nachblättern (oder seine Conversation-Tour besuchen), einer Art fortgeschriebener Onlinekolumne, die sich aus Wortbeiträgen des Sängers und seiner Fans speist. Gerade hat sich dort ein Anhänger namens George in sehr abschätziger Form über Caves weibliche Konzertbesucher geäußert und wiewohl man Caves Meinung darüber zu kennen glaubt, äußert sich dieser lehrbuch- und vorbildhaft, und dennoch sehr klar. Hier ein Auszug, den Rest unbedingt selbst nachlesen.

“So, in the interests of free speech, George, I have given you a platform. However, and I am speculating here, I think that probably ninety-nine percent of the people who read your question will think that you are being, well, a bit of an asshole. I could be wrong. It could be more. Now, you may say “So what? No one knows who I am. How can this possibly hurt me?” You may say that. But you would be wrong. I do not believe that your anonymity protects you, any more than I believe the anonymity of the hate trolls on social media protects them. I feel that there are psychic pathways that exist between us all, and that the negativity we create eventually finds its way back to us. … There is always room to evolve, to become better at being human, and to advance the common cause of humanity and civility – this applies not just to you, George, but to me too and, indeed, to all of us. With love, Nick”. 

DJ Shadow vs. De La Soul: Traumhochzeit

Smells like Traumhochzeit again: Wenn sich zwei wirkliche Schwergewichte zusammentun, ist das zwar kein Garant für einen Erfolg, manchmal kommt aber auch etwas richtig Gutes dabei heraus. So geschehen beim aktuellen Joint Venture zwischen DJ Shadow und der Rap-Kolchose De La Soul. Nachdem der Plattendreher (unzulässige Untertreibung) vor drei Jahren mit seinem Album "The Mountain Will Fall" eine grandiose Rückkehr gefeiert hat, steht diese nun offensichtlich wieder an, "Rocket Fuel" läßt jedenfalls die größten Hoffnungen sprießen.

Metronomy: Lieblingskinder des Pop [Update]

Sie sprudeln und sprudeln vor Schaffensfreude, die Briten. Kein Tag ohne eine neue Meldung, dass dieser oder jene eine neue Platte ankündigt, man hat fast den Eindruck, die bedauernswerten Zustände im Land treiben die Kreativen zu neuen Höchstleistungen. So auch Metronomy, diese popverliebte, kluge Band um Sänger und Songschreiber Joseph Mount. Vor einigen Wochen ist ja schon das erste Lebenszeichen in Form der Single "Lately" erschienen, nun kommt die zweite "Salted Caramel Ice Cream" samt Video hinterher, flankiert von der Nachricht, dass den beiden letzten Alben "Love Letters" (2014) und "Summer 08" (2016) am 13. September "Metronomy Forever" folgen soll. Ach ja, wer das fühlen will, sollte die anstehenden Livetermine nicht verpassen, vielleicht steht ja auch ein Eiswagen vor Ort.

21.10.  München, Tonhalle
22.10.  Köln, Carlswerk
23.10.  Hamburg, Docks
24.10.  Berlin, Columbiahalle
26.10.  Offenbach, Capitol

Update: Wir erhöhen die Vorfreude um ein weiteres Stück - hier kommt "Walking In The Dark".







FEET: Einfach mal Spaß haben

Wer zu Tagesbeginn aber eher einen Wachmacher braucht, dem ist vielleicht mit dem Punk-Kollektiv FEET aus dem englischen Coventry geholfen. Für ihre beiden letzten Singles "Ad Blue" und "English Weather" haben die vier Jungs schon alles erdenkliche Lob von den bekannten Radiostationen und Webportalen des Landes bekommen, nun folgt mit "Outer Rim" der dritte Streich. Und der zeigt einmal mehr ein weiteres Plus der Truppe, nämlich die Lust an der witzigen Geschichte, gepaart mit Freude an der Verkleidung ohne Angst, sich auch mal lächerlich zu machen. Das Album der Burschen wird am 4. Oktober bei Clapped Records erscheinen und den wunderbaren Titel "What's Inside Is More Than Just Ham" tragen. Haben wir ja schon immer gewußt...





Dienstag, 23. Juli 2019

Ganser: To burn yourself clean

Der erste Eindruck bleibt einem für immer: Als Ganser vor drei Jahren (zumindest hier) auf dem Bildschirm erschienen, war es vor allem der Name, der einen faszinierte und sogleich zur Kurzrecherche animierte, vorwiegend männliches Krankheitsbild, Psyeudodebilität, hysterischer Dämmerzustand, was Wikipedia dazu ausspuckte, war so eigenartig wie der Sound der Band aus Chicago selbst. Und man war sofort dabei, der wunderbaren Single "Phyrrhic Victory" verfallen, kein Entkommen mehr. Das Debüt "Odd Talk" dann im vergangenen Jahr löste das Versprechen, das die vier mit ihren Songs gegeben hatten, mehr als ein - ein beeindruckendes, ja faszinierendes Dokument von Zerrissenheit, Selbstzweifel, Ruhelosigkeit, Leidenschaft. Und sie haben weiter gemacht. Erst der Nachtrag "Pastel" und nun, entstanden im Rahmen der Aufnahmesessions für ein weiteres Album, der neue Song "Bad Form".

Erster Eindruck: Vom Spannungsfeld aus roher, vibrierender Energie und tief verwurzelter, manchmal sprachloser Skepsis bis zur Selbstverleugnung ist nichts verloren gegangen. Der Text des Stückes spricht für sich, zeigt die große Sehnsucht nach Erkenntnis und Reinigung, der Blick in die gnadenlos brennende Sonne "to burn yourself clean", wie es in den Linernotes so treffend heißt. Bassistin Alicia Gaines (die während der letzten Monate auch noch das Rauchen aufgegeben hat und zugegebenermaßen der zweite Grund ist, der diese Band so unverwechselbar macht) hat für das Netzportal Talkhouse ein sehr lesenswertes Essay über das Stück und die Zusammenarbeit mit Regisseurin Kirsten Miccoli geschrieben, bald werden die vier auf dem Riot Fest in ihrer Heimatstadt spielen - hoffen wir mal, dass Ganser auch bald mal in Deutschland zu sehen sein werden.



Sonntag, 21. Juli 2019

Working Men's Club: Hoffnungsvoller Deal

Nicht ganz so überraschend startet unser wöchentlicher Sonntagsausflug auf der britischen Insel, und zwar bei einem noch sehr jungen Post-Punk-Quartett namens Working Men's Club. Dazu gehören Sänger und Gitarrist Sydney Minsky-Sargeant, Giulia Bonometti, Jake Bogacki und Liam Ogburn, allesamt aus dem nordenglischen West Yorkshire. Die Liste der Bands, für die der WMC in den letzten Monaten eröffnet hat, ist lang - The Brian Joneston Massacre finden sich dort ebenso wie die Fat White Famliy und bald steht die nächste Tour mit Bodega auf dem Programm. Vor der Veröffentlichung ihrer neuen Single "Teeth" haben sie einen Deal mit Heavenly Recordings unterschrieben und sind nun guter Dinge, dass ihre trockenen Beats bald das verdientermaßen größere Publikum finden. Ganz eurer Meinung!

Balagan: Verrückt in Berlin

Jetzt mal ein Abstecher nach Berlin: Auch wenn die Mitglieder von Balagan aus allen Teilen der Welt stammen, liegt ihre Wahlheimat dennoch an der Spree. Das Trio spielt eine sehr lautstarke und elektrisierende Mischung aus Psychedelic und Fuzzrock und liebt dazu die Irritation. Ihre letzte Single, die Anfang Mai erschienen ist, nannte sich "I Live With A Man", im Video stolpern reichlich abgedrehte Personen durch Tag und Nacht und haben dabei offenkundig mächtig viel Spaß. Jetzt kommt der zweite Streich hinterher und auch "Tree" wird von einem Kurzfilm begleitet, diesmal als leuchtend buntes Farbenspiel angelegt. Ihre EP "A Mess #2" ist Ende Juni bei Duchess Box Records erschienen.



Gauche: Aus der Tiefe des Raumes

Aus New York nach Washington. Dort waren vor einiger Zeit auch Bikini Kill, der Inbegriff des Riot-Grrrl-Punk, auf ihrer Reunion-Tour zu Gast, und von dort brachten sie auch einen ihrer Supports mit, die fünfköpfige Formation Gauche, die laut Selbstauskunft auf eine erstaunliche Vita zurückblicken können: "Gauche was forged in the fires of the mighty Pompeii millions of years ago, then fossilized until a northern wind carried Her to the sea where She was discovered by a young Boi in a small unnamed fishing village on the Mediterranean coast. Boi was killed instantaneously upon contact with Gauche and upon death became an animated vessel for the transfer of the Gauche seed. Undead Boi became Undead Womyn and gave birth to the six Soldiers that comprise the bands current lineup." Daniele, Mary, Laurie, Adrienne, Jason und Perry haben dann viel Musik aufgenommen, so auch ihr Album "A People's History Of Gauche". Von diesem stammt auch die Single "Dirty Jacket", zu der es jetzt ein hübsches Video gibt



Easy Life: Gar nicht so einfach

Zum Abschluss wieder zurück in England: Murray Matravers und seine Band Easy Life teilen eine Eigenschaft mit einer anderen Band, die hier schon im Rahmen der Sunday Spotlights zu hören war. Denn genau wie Squid haben sie einen Song namens "Houseplants" veröffentlicht. Doch während die einen aus London kommen, stammen Easy Life aus dem Fussballwunderort Leicester. Und sind eher dem Hip-Hop als dem Post-Punk verpflichtet. Ihre neue Single "Earth" hat noch dazu einen ziemlich aktuellen Hintergrund, denn die Jungs wissen, dass life zuweilen gar nicht so easy ist, vor allem, wenn man als Küsten- und/oder Meeresbewohner mit dem Plastikmüll unserer Zivilisation konfrontiert ist. Deshalb haben sie gemeinsam mit Regisseurin Sophie Muller (Coldplay, Beyoncé, London Grammar) in Marokko ein Video zum Thema gedreht.



Freitag, 19. Juli 2019

Brittany Howard: Die beste aller Antworten

Dieser Tage geht die Suche nach dem Sommerhit des Jahres in die nächste, vielleicht entscheidende Runde und wer Bestseller nicht verachtet und trotzdem Geschmack hat, für den ist an "Old Town Road" von Lil Nas X und Billy Ray Cyrus kaum ein Vorbeikommen. Einen Alternativvorschlag, gerade eingetroffen, haben wir dann aber doch noch: Denn so viel positive Vibes wie Brittany Howards "Stay High" hat ein Song dieser Tage noch selten gehabt (ihre nächste Single nach "History Repeats" aus dem künftigen Album "Jaime"). Alles swingt hier, alles federt im Takt und wer eine kluge und starke Antwort auf die Tiraden des wildgewordenen Rassisten sucht, der seit ein paar Jahren das höchste Amt im Staate USA nachdrücklich zugrunde richtet, der nehme am besten diesen Song. Die Hauptperson im Video von Kim Gehrig spielt übrigens via lip sync Schauspieler und Football-Star Terry Crews - zur best summer tune auch noch eine Bestbesetzung.

Charli XCX feat. CHRIS: Der Pop von heute

Gibt ja durchaus Menschen, die bei zu viel Pop lieber abwinken - alles gut und schön, nun reiche es dann aber auch. Klingt irgendwie nach vorgestern. Denn mit der Zeit haben sich mit den Ansprüchen auch die Inhalte verschoben, nicht überall da, wo gut gestylte Tanzmucke draufsteht, haben die Macher/innen auch zwangsweise das Hirn ausgeschaltet. Gerade in Sachen Queer und Gender ist so einiges in den Charts zu finden, was weder mittelmäßig noch beliebig und schon gar nicht meinungsfrei ist, hier sind im Gegenteil viel Qualität und Ambition unterwegs. Zum Beispiel Charli XCX. Die Britin treibt gerade die Promo für ihr drittes Album "Charli" voran, bislang erschienen feine Kollaborationen mit Troye Sivan ("1999") und Lizzo ("Blame It On Your Love"), nun kommt zu unser aller Freude die bislang nur live aufgeführte Single "Gone" zusammen mit Héloïse Adelaide Letissier aka. CHRIS von Christine And The Queens in Umlauf. Und zwar mit hübschem Bondage-Video (naja, so etwas Ähnliches jedenfalls), kann ruhig so weitergehen - die ganze Platte kommt am 13. September.





Miya Folick: Schwierige Suche [Update]

Noch mal ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr, geprägt wie keines davor von herausragenden Platten vornehmlich weiblicher Künstlerinnen. Eine davon: Miya Folick. Ihr Album "Premonitions" lieferte beides - kraftvollen Dancepop und nachdenkliche Songs, im besten Falle gleich beides in einem. Heute nun teilt die Amerikanerin mit russisch/japanischen Wurzeln einen neuen, nicht auf dem Debüt befindlichen Song namens "Malibu Barbie". Der Song, so sagt sie ihrem Label, handelt von ihrer Suche nach der eigenen Weiblichkeit, nach dem Sinn von körperlicher Perfektion und der Erkenntnis, dass diese das innere Selbst nicht ändert. Die Suche nach Erfüllung
geht für sie weiter - und: "Who I am is not a place at which I can arrive."

Update: Und hier das Video zur Single - gedreht von Ariel Fisher.



Adam Green: Altmeister [Update]

Ups, ist da wer? Na den kennten wir doch, irgendwie, irgendwoher. Tatsache, der olle Adam Green! Hatte man aus dem Blick verloren, irgendwann. Es gab noch ein paar Alben nach denen, die in der WG hoch- und runtergelaufen sind vor zehn Jahren, aber so richtig interessiert hat's keinen mehr. Nichtsdestotrotz (Lieblingswort) hat der ehemals junge, jetzt etwas ältere Mann eine neue Platte aufgenommen, "Engine Of Paradise" heißt sie und soll sich stimmungsmäßig an seine Anti-Folk-Zeiten der beginnenden Zweitausender anlehnen. Florence Welch (ohne ihre Machine), James Richardson (MGMT) und Jonathan Rado (Foxygen) haben wohl mitgeholfen, die erste Single "Freeze My Love" klingt denn auch mal nicht so übel. Am 6. September, dem Tag der VÖ, soll im Übrigen auch noch ein Buch des Vorzeigeslackers erscheinen, eine Graphic Novel namens "War And Paradise". Werden wir weiter beobachten, vielleicht geht ja noch was.

28.10.  Hamburg, Stage Club
29.10.  Berlin, Bi Nuu

Update: Das komplette Gegenteil zum quietschbunten Video der ersten Single heute mit den Aufnahmen zu "Cheating On A Stranger" - mittelalterliche Kulisse, grobkörniges Schwarz/Weiß, alles sehr ernsthaft hier.





Ceremony: Anhaltend konsequent [Update]

Wenn man weiß, woher sie kamen, dann ist ihre Entwicklung noch immer erstaunlich: Gleich in der Kopfzeile des Eintrags der kalifornischen Formation Ceremony steht noch "punk band" vermerkt, diese Klassifizierung werden sie wohl mit ihrem neuen Album endgültig kündigen müssen. Schon für den Vorgänger "The L-Shaped Man" aus dem Jahr 2015 hätte ein Post- davor gemusst, waren plötzlich Wire, New Order und Gang Of Four die Soundpaten, wo früher infernalischer Krach den Ton bestimmte. Nun soll also am 23. August "In The Spirit World Now" erscheinen und der erste Ausblick "Turn Away The Bad Thing" darf schon mal als Warnung gelten.

Update: Die Irritationen halten an - auch mit dem Titelsong (und dazugehörigen Video von Muted Widows) bleiben Ceremony unkalkulierbar.





Dienstag, 16. Juli 2019

Automatic: Beste Voraussetzungen

Und noch eine Neuheitenmeldung für den heutigen Tag: Die drei Damen von Automatic hatten wir hier mit ihrem ziemlich skurrilen Werksvideo zur Single "Calling It" bereits vorgestellt, daß die Musik von Izzy Glaudini (Synths, Vocals), Lola Dompé (Drums, Vocals) und Halle Saxon (Bass, Vocals) kühl und reizvoll ist, wußten wir also schon. Nun dürfen wir für den 27. September via Stones Throw das Erscheinen ihres Debüts "Signal" verkünden, was die Band wiederum mit dem neuen Song "Too Much Money" feiert. Und ein Paar Konzerttermine gibt es heute auch noch. Zwei kleine Geschichten noch am Rande, die in der Vita des Trios zu finden waren - der Bandname geht auf einen Song der kalifornischen Go-Go's zurück (Belinda Carlisle, you know?), der einzigen All-Girl-Formation ever, die ein komplettes Album geschrieben und auf Platz 1 der amerikanischen Charts platziert hat. Und nicht nur dass Lola Dompé's Großmutter die Eigentümerin einer alten Alu-Bude (siehe oben) ist, ihr Vater Kevin Haskins war lange Zeit Schlagzeuger bei Bauhaus. Na, wenn das mal keine Vorschusslorbeeren sind.

27.10.  Hamburg, Goldener Salon
28.10.  Berlin, Urban Spree

Squid: Nachgelegt

Kürzlich hatten wir die britische Post-Punk-Band Squid noch mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader in Verbindung gebracht, etwas abwegig, das geben wir gern zu, aber ihre Topfpflanzenhommage lud einfach dazu ein. Heute kündigen die fünf Herren aus London eine neue EP mit dem Titel "Town Centre" an, darauf werden sich neben der aktuellen Single "The Cleaner" (Spiellänge schlappe siebeneinhalb Minuten!) noch drei weitere Songs befinden, erscheinen soll sie am 6. September bei Speedy Wunderground.

Wilco: Nicht zu toppen

Die letzten Nachrichten? Waren nicht wenige: Jeff Tweedy mit einem Soloalbum, dazu ganz aktuell ein Tribute-Sampler zum All-Time-Liebling "Yankee Hotel Foxtrot", dessen Erlöse zugunsten der Aids Foundation Chicago gehen und worauf sich Bands wie Meat Wave, Adult Mom und Slow Mass finden. Nicht zu vergleichen allerdings mit der Ankündigung einer neuen Platte. Und die kommt nun also hier: Wilco werden am 4. Oktober als Nachfolger von "Schmilco" ihr nächstes Werk "Ode To Joy" veröffentlichen, begleitet von einer anständigen Tournee (mit drei Deutschlandterminen) und einer ersten Single namens "Love Is Everywhere (Beware)". Noch Fragen?

12.09.  Berlin, Tempodrom
13.09.  Köln, Carlswerk Victoria
14.09.  Hamburg, Elbphilharmonie
18.09.  Zürich, Volkshaus

Frankie Cosmos: Treuepunkte [Update]

Das wird die vielen freuen, die sich mit dem entspannten Gitarrenpop der Band über die Jahre vertraut gemacht haben und Gefallen daran fanden, mit welcher Leichtigkeit Greta Simone Kline solch feine Songs aus dem Ärmel zu schütteln scheint: Frankie Cosmos, von denen wir hier reden, haben sich nicht erst im vergangenen Jahr mit ihrem Album "Vessel" eine treue Anhängerschaft aufgebaut, es ist davon auszugehen, dass diese mit dem gerade angekündigten "Close It Quietly" nicht von der Fahne gehen wird. Am 6. September soll also ihre vierte Studioplatte bei Sub Pop Records erscheinen, begleitet wird sie von auserlesenen Liveterminen und der ersten Single "Windows" samt Videoclip.

08.10.  München, Heppel und Ettlich
09.10.  Wien, Chelsea
11.10.  Köln, MTC

Update: Und hier kommt dann mit "Rings (On A Tree)" eine zweite Single vom Album.





Montag, 15. Juli 2019

Idles: Einstecken und Austeilen

Das ist jetzt eine willkommene Gelegenheit, nochmals auf die unglaublichen Live-Quailitäten der Punktruppe Idles aus Bristol hinzuweisen, auch wenn vorerst keine deutschen Termine mehr ins Land stehen. Vor einigen Tagen ging ja das legendäre Glastonbury Festival von Bauer Michael Eavis über die Bühnen und natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder einige atemberaubende Auftritte, die sogar einen sonst seelenlosen Videostream lohnen. Da wäre zum einen der Gig von Grime-Rapper Stormzy und eben vor allem das unglaublich intensive Konzert von Joe Talbot und Kollegen. Viel besser kann man einen Termin bei Tageslicht nicht hinbekommen, in Sachen Emotionalität läßt er sich ohnehin (wie gesagt, reinschauen!) kaum toppen. Und die Gelegenheit - btw. - die Idles haben heute ein Video zu ihrer Single "Never Fight A Man With A Perm" veröffentlicht, der Illustrator Russell Taysom hat den herrlichen Splatter-Fight Talbot vs. Barry Fiffa und Timmy Thyroid gemalt, der dann doch recht überraschend endet.

PS: Im Netz gibt es übrigens eine eigene Petition, um Michael Eavis zum Ritter schlagen zu lassen - aus Gründen.



Babeheaven: Unüberhörbar

Nein, wir werden nicht müde werden, die Musik der wunderbaren Band Babeheaven hier offensiv anzupreisen. Dafür ist die Stimme von Nancy Anderson einfach zu smooth und der Sound von Jamie Travis zu eingängig. Zu Beginn dieses Jahres gab es von den beiden ja schon die EP "Circles" zu hören, nun ist von einem Debütalbum noch in dieser Saison die Rede (siehe Clash Magazin), eingeleitet wird diese erfreuliche Nachricht mit der bezaubernden Single "Jalisco". Das Video stammt von Saorla Houston, die Maniküre lieferte Sylvie Macmillan.