Da war doch noch was: Irgendwie ist die Meldung im Zettelstapel untergegangen, dass Mike Patton (Faith No More), Tunde Adebimpe (TV On The Radio) und Adam Drucker aka. Doseone eine Supergroup mit dem Namen Nevermen ins Leben gerufen haben. Und zwar nicht erst jetzt, sondern schon 2008. Die Stücke, die bald auf einem Album erscheinen sollen, stammen also aus sieben Jahren gemeinsamer Arbeit und klingen, geht man nach dem ersten Song "Tough Town", wie erwartet experimentell und reichlich jazzy. Ach übrigens - cooles Shirt, Mr. Patton...
Donnerstag, 6. August 2015
JJ: Deutlich
Nach drei Studioalben wird das schwedische Electronik-Duo JJ am 12. August via Sincerly Yours eine neue EP herausbringen. Und die lässt in puncto Deutlichkeit nichts zu wünschen übrigen - "Death" wird sie heißen und die erste Single dann auch gleich "Fuck it" - so what?! Song zwei kommt mit "Truce" gleich hinterher, wir haben also genug zu tun die nächsten Minuten.
Scala: Geht nicht gibt's doch!
Ohne jetzt gleich den Hashtag #Aufschrei bemühen zu wollen, aber es gibt immer noch Sachen, die einfach nicht gehen und eine davon muss, wenn auch etwas verspätet, an dieser Stelle einmal erwähnt werden: Gegen die orchestrale und chorale Nachbearbeitung von Pop- und Rockmusik lassen sich ja viele Dinge ins Feld führen, in der Regel greifen Künstler erst dann zu diesem Mittel, wenn die Verkaufszahlen ihrer Werke sinken und in gleichem Maße auch der Mut und die Inspiration für Neues. Scala And Kolacny Brothers, der belgische Mädchenchor, hat nun tatsächlich auch schon die eine oder andere beachtenswerte Coverversion aufgenommen, man denke zum Beispiel an "Creep" von Radiohead - für das aktuelle Album "Unendlich" haben sie sich nun allerdings ausschließlich deutsche Titel vorgenommen. Über die Verwendung (oder -unstaltung) von Hildegard Knef, Kettcar, Udo Lindenberg oder der Sportfreunde Stiller sollen sich andere echauffieren, bei Die Sterne allerdings und ihrem grandiosen "Universal Tellerwäscher" hört der Spaß auf! Das haben die Jungs um Frank Spilker ganz gewiss nicht verdient.
Petite Noir: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Das geht mal vielversprechend los: Yannick Ilunga alias Petite Noir aus Kapstadt hat das, was er selbst Noirwave nennt, also die Verbindung von afrikanischen Stilelementen mit dunklem Indiepop, auf sein Debütalbum "La Vie Est Belle/Life Is Beautiful" gepackt und wird dieses am 11. September bei Domino Records veröffentlichen. Was den Hörer und Zuschauer dabei Spannendes erwartet, lassen schon das Artwork und besonders der Videoclip zur Auskopplung "Best" erahnen, letzterer wurde von Travys Owen gedreht und will wohl als bewusste Überhöhung von Stereotypen in der Wahrnehmung Afrikas verstanden wissen.
19.09. Nürnberg, Nürnberg Pop
23.09. Berlin, Badehaus Szimpla
25.09. Hamburg, Reeperbahn Festival
19.09. Nürnberg, Nürnberg Pop
23.09. Berlin, Badehaus Szimpla
25.09. Hamburg, Reeperbahn Festival
Mittwoch, 5. August 2015
RITUAL: Für die Dämmerung
Und noch so ein anschmiegsamer Downer für die sehr späten oder ganz frühen Stunden: Das Londoner Trio RITUAL bereitet gerade die Veröffentlichung seiner EP "From The City To The Wilderness" vor - vor zwei Monaten ließ sich davon schon der Track "Low Season" vernehmen, nun kommt eine Kollaboration mit Lisa Hannigan unter dem Titel "Josephine" zu Gehör. Beides feinster RnB, kann und darf mehr kommen...
Gang Signs: Keine Epigonen
Könnte eines interessanteren Debüts, eine der interessanteren Bands dieses Herbstes werden: Am 2. Oktober werden Gang Signs aus dem kanadischen Vancouver ihr Longplay-Debüt "Geist" via File Under: Music veröffentlichen. Unbekannt sind sie beileibe nicht, erschienen von ihnen doch eine Reihe von EPs und Remixen in den letzten Jahren - von einem dieser Werke stammt im Übrigen auch das obige Cover, das zwar nicht topaktuell ist, aber die Herkunft des Namens trefflich illustriert. Und obschon kaum eine Erwähnung der Formation ohne den Verweis auf The XX auskommt (ups, auch diese nicht...), so beschränken sich Gang Signs nicht nur auf deren elektronische Stilistik und Finesse, sondern nähern sich deutlich öfter und konsequenter dem Tanzboden. Anbei also nun als Appetizer das erste neue Stück "Mate" und der dringende Verweis auch älteres Material bei Soundcloud.
Glass Animals: Glastierifizieren (oder so)
Hört sich verrückt an: Die Glass Animals, seit ihrem Album "Zaba" aus dem vergangenen Sommer die Lieblinge der Kritiker, haben mit "Gold Lime" einen brandneuen Stand-Alone-Track vernetzt und kommentieren diesen wie folgt:
"So on the 9th August we are playing at the Central Park SummerStage in New York ... an because its such an exciting moment for us all, we decided to take a song from a New York Band that we love and than Glass Animalsify it ... Then we thought ... Why do a cover of one song when you can cover two at the same time? So here it is! And its a cover of the Yeah Yeah Yeahs and Erykah Badu. Simultaneosly. PS: We know Erykah Badu is not from New York. But she's awesome."
"So on the 9th August we are playing at the Central Park SummerStage in New York ... an because its such an exciting moment for us all, we decided to take a song from a New York Band that we love and than Glass Animalsify it ... Then we thought ... Why do a cover of one song when you can cover two at the same time? So here it is! And its a cover of the Yeah Yeah Yeahs and Erykah Badu. Simultaneosly. PS: We know Erykah Badu is not from New York. But she's awesome."
Gang Of Four vs. Herbert Grönemeyer: Auch tanzen
Es gibt zwischen den beiden mehr Parallelen, als man denkt: Herbert Grönemeyer und Andy Gill, Chef der Post-Punk-Ikonen Gang Of Four, pflegen, das weiß der aufmerksame SPEX-Leser, eine Reihe gemeinsamer Vorlieben, dazu zählen offensichtlich auch Lieder, die gern als "gefühlvolle Balladen" bezeichnet werden. Gill dazu im O-Ton: "The particular thing that Herbert does that I love are his rather
melancholy ballads; I knew I had to write a song which could incorporate
that particular aspect of his character and could be a song that his
voice, that voice, could inhabit, so, more than any other track, it
really had to be tailor-made. I had to work at that and I went down a
lot of blind alleys until I came up with 'The Dying Rays'. It was quite
an extraordinary experience hearing him sing the track as I had heard it
in my head - only, better." "Staubkorn: The Dying Rays" ist der Schlußsong auf dem aktuellen Album "What Happens Next" der Band aus Leeds, für das Video durfte Grönemeyer sehr lässig im Hotelzimmer fläzen und - mit ausgesucht geschmackloser Brille - sogar tanzen.
City Calm Down: Stellvertretung
Wie wir gestern erfahren durften, kümmert sich Matt Berninger gerade mit EN VY eher um gutgelauntere Töne - kein Problem also, dass City Calm Down aus Melbourne die Leerstelle in Sachen düsterem Indie füllen. Auf die erste Single "Rabbit Run" vom Debüt "In A Restless House" (VÖ laut CoS jetzt erst 6. November) folgt nun mit "Wandering" die zweite samt Videoclip, in welchem ein Junge die markante Stimme von Sänger Jack Bourke verliehen bekommt, Regie führte der Kanadier Timothy O'Keefe, der es als DJ und vor allem als Filmproduzent zusammen mit James Franco zu einiger Berühmtheit gebracht hat.
Dienstag, 4. August 2015
Gloria: Nur nicht so leicht
Gloria
„Geister“
(Groenland Records)
Na klar, kaum ein Album der letzten Wochen ist so gut geeignet für den Aufmarsch der Geschmackspolizei wie dieses. Denn so sicher, wie es viele geben wird, die diese Platte ganz energisch lieben werden, so sicher wird sie von ebensovielen Menschen gnadenlos verteufelt werden, also in etwa: Jaja, der Heufer-Umlauf, lustiger Kerl, macht schon wieder auf Captain Schwermut und promoviert in Melancholie. Willkommen in der Metaphern-Hölle! Kein Wunder, dass die bei Grönemeyer unterschrieben haben, so verkopft wie das klingt … Ähnliche Kommentare konnte man schon beim Debüt von Gloria vor zwei Jahren lesen, wenngleich die Platte damals noch deutlich forscher daherkam. Ist hierzulande natürlich klar, dass der smarte Halligalli-Junge ebenjener bleiben muss (vgl. auch Nora Tschirner/Prag), wäre ja noch schöner, wenn der Clown sich jetzt auch noch dunkle Gedanken machen will. Genau das tut er aber – und auch wenn sich „Geister“ mit der Abwechslung zuweilen schwer tut, auch wenn manches gestelzte Wort beim Gehen bedenklich wackelt und selbstverständlich gefühlige Gemeinplätze bedient werden – die beiden machen das nicht so schlecht und bekommen auf ihre Art einen angenehm abgedimmten Indiepop zum Laufen.
Der, das darf man ruhig zugeben, ab und an zum Nachdenken und Grübeln einlädt. Sicher wäre der eine oder andere beschwingtere Ton, ein Dur-Akkord zum Beispiel, nicht verkehrt gewesen. Aber Heufer-Umlauf und Tavassol kümmern sich auf dem Album eben eher nicht um ausgelassene Gaudi, sondern um die betrüblichen Befindlichkeiten – es sollte wohl kein gutgelauntes und auch kein kämpferisches, sondern eher ein besinnliches Werk werden. Dass das Leben, was draußen weitergeht, wie gemacht dafür ist, einen aus stumpfer Lethargie und Selbstmitleid zu reißen und ebenso geeignet ist, im entscheidenden Moment innezuhalten, das ist sicher kein Geheimnis, aber noch immer ein profunder Rat („Das, was passiert“). Und wozu Rückzug, Kleinlichkeit und Begrenztheit führen, darüber haben sich schon andere gewichtige Gedanken gemacht – allein: Es klang nicht so gut („Kreis“). Gegen Ende nehmen die Stücke sogar noch etwas Fahrt auf, wirken gelöster und wiederholen sich nicht so oft – die helle Gitarre bei „Ohne Träume“ funktioniert und selbst ein vermeintlich bleischweres Thema wie bei „Stolpersteine“ packen sie auf ganz eigene Weise. Hier wie über die gesamte Distanz lohnt ein wenig Mühe. Und vielleicht fällt es so ja doch, das eine oder andere Vorurteil … http://gloriamusik.de/
„Geister“
(Groenland Records)
Na klar, kaum ein Album der letzten Wochen ist so gut geeignet für den Aufmarsch der Geschmackspolizei wie dieses. Denn so sicher, wie es viele geben wird, die diese Platte ganz energisch lieben werden, so sicher wird sie von ebensovielen Menschen gnadenlos verteufelt werden, also in etwa: Jaja, der Heufer-Umlauf, lustiger Kerl, macht schon wieder auf Captain Schwermut und promoviert in Melancholie. Willkommen in der Metaphern-Hölle! Kein Wunder, dass die bei Grönemeyer unterschrieben haben, so verkopft wie das klingt … Ähnliche Kommentare konnte man schon beim Debüt von Gloria vor zwei Jahren lesen, wenngleich die Platte damals noch deutlich forscher daherkam. Ist hierzulande natürlich klar, dass der smarte Halligalli-Junge ebenjener bleiben muss (vgl. auch Nora Tschirner/Prag), wäre ja noch schöner, wenn der Clown sich jetzt auch noch dunkle Gedanken machen will. Genau das tut er aber – und auch wenn sich „Geister“ mit der Abwechslung zuweilen schwer tut, auch wenn manches gestelzte Wort beim Gehen bedenklich wackelt und selbstverständlich gefühlige Gemeinplätze bedient werden – die beiden machen das nicht so schlecht und bekommen auf ihre Art einen angenehm abgedimmten Indiepop zum Laufen.
Der, das darf man ruhig zugeben, ab und an zum Nachdenken und Grübeln einlädt. Sicher wäre der eine oder andere beschwingtere Ton, ein Dur-Akkord zum Beispiel, nicht verkehrt gewesen. Aber Heufer-Umlauf und Tavassol kümmern sich auf dem Album eben eher nicht um ausgelassene Gaudi, sondern um die betrüblichen Befindlichkeiten – es sollte wohl kein gutgelauntes und auch kein kämpferisches, sondern eher ein besinnliches Werk werden. Dass das Leben, was draußen weitergeht, wie gemacht dafür ist, einen aus stumpfer Lethargie und Selbstmitleid zu reißen und ebenso geeignet ist, im entscheidenden Moment innezuhalten, das ist sicher kein Geheimnis, aber noch immer ein profunder Rat („Das, was passiert“). Und wozu Rückzug, Kleinlichkeit und Begrenztheit führen, darüber haben sich schon andere gewichtige Gedanken gemacht – allein: Es klang nicht so gut („Kreis“). Gegen Ende nehmen die Stücke sogar noch etwas Fahrt auf, wirken gelöster und wiederholen sich nicht so oft – die helle Gitarre bei „Ohne Träume“ funktioniert und selbst ein vermeintlich bleischweres Thema wie bei „Stolpersteine“ packen sie auf ganz eigene Weise. Hier wie über die gesamte Distanz lohnt ein wenig Mühe. Und vielleicht fällt es so ja doch, das eine oder andere Vorurteil … http://gloriamusik.de/
EL VY: Ganz wie der King
Das Lustige ist, dass Elvis tatsächlich sehr hartnäckig anklopft - zumindest bei Google: Matt Berninger (The National) und Brent Knopf (Menomena/Ramona Falls) haben sich zu einem Projekt namens EL VY zusammengeschlossen, die Plattenfirma meint laut Pitchfork, der Name würde wie 'El-vis' betont und die Suchmaschine hält sich auch strikt an den Namen des Kings. Was Wunder, zu so viel Berühmtheit haben es ja die beiden Herren noch nicht geschafft, wie weit sie mit ihrer Platte "Return To The Moon" (VÖ 30.10. bei 4AD) dabei kommen, wird sich zeigen. Der Titelsong jedenfalls klingt schon mal erstaunlich flott.
02.12. Hamburg, Knust
04.12. Köln, Kantine
06.12. Berlin, Astra
02.12. Hamburg, Knust
04.12. Köln, Kantine
06.12. Berlin, Astra
HEALTH: Hochamt mit Herz
HEALTH
„Death Magic“
(Caroline)
Verlässlichkeit sollte man in diesen Zeiten, Brennersches Hilfswort: Allgemeinplatz, nicht zu gering schätzen. Bei HEALTH kann man sich darauf verlassen, dass einem für die Dauer eines Albums der Schädel auf wunderbarste Weise weichgeklopft wird. Und zwar nach allen Regeln ihrer Kunst. Das Schöne an den Platten des Quartetts aus Los Angeles ist allerdings, dass sie sich seit Bestehen nicht auf bloßes Gebolze beschränken, sondern dem Hochamt des technoiden Wumms! eine Vielzahl sehr geschmeidiger Melodien beimischen, also nicht davor zurückschrecken, in die Maschine ein Herz, ein Gefühl zu verbauen. Der dronig-wavige Sound drückt und hämmert also auch auf „Death Magic“ gnadenlos durch die Röhren, wird aber immer wieder durch feierliche, fast sakrale Einschübe und natürlich das weiche Organ von Jake Duzsik unterbrochen – ein Überdruss vermag so nicht entstehen und die Spannung bleibt erhalten. Natürlich gehört zu Stücken wie „Victim“, „Stonefist“ und „Hurt Yourself“ eine gehörige Menge Pathos und Theatralik (es will schließlich mit Stil gelitten werden), bei „Men Today“ und „Flesh World“ wiederum meint man, der waidwunde Krach zerlege sich selbst in seine Einzelteile. Doch so wie die Maschinengewehrsalven den einen Track (und auch gleich das eigene Trommelfell) perforieren, so gelingt HEALTH an anderer Stelle bestechender Dreampop. Das Nebeneinander von brachialem Getöse und dunkel schimmernder Eleganz ist es, was den Reiz dieser Musik ausmacht – ein Wirkungstreffer. http://www.youwillloveeachother.com/
11.10. Hamburg, Mojo
13.10. Berlin, Berghain
19.10. Frankfurt, Mousonturm
20.10. Stuttgart, Wizemann
„Death Magic“
(Caroline)
Verlässlichkeit sollte man in diesen Zeiten, Brennersches Hilfswort: Allgemeinplatz, nicht zu gering schätzen. Bei HEALTH kann man sich darauf verlassen, dass einem für die Dauer eines Albums der Schädel auf wunderbarste Weise weichgeklopft wird. Und zwar nach allen Regeln ihrer Kunst. Das Schöne an den Platten des Quartetts aus Los Angeles ist allerdings, dass sie sich seit Bestehen nicht auf bloßes Gebolze beschränken, sondern dem Hochamt des technoiden Wumms! eine Vielzahl sehr geschmeidiger Melodien beimischen, also nicht davor zurückschrecken, in die Maschine ein Herz, ein Gefühl zu verbauen. Der dronig-wavige Sound drückt und hämmert also auch auf „Death Magic“ gnadenlos durch die Röhren, wird aber immer wieder durch feierliche, fast sakrale Einschübe und natürlich das weiche Organ von Jake Duzsik unterbrochen – ein Überdruss vermag so nicht entstehen und die Spannung bleibt erhalten. Natürlich gehört zu Stücken wie „Victim“, „Stonefist“ und „Hurt Yourself“ eine gehörige Menge Pathos und Theatralik (es will schließlich mit Stil gelitten werden), bei „Men Today“ und „Flesh World“ wiederum meint man, der waidwunde Krach zerlege sich selbst in seine Einzelteile. Doch so wie die Maschinengewehrsalven den einen Track (und auch gleich das eigene Trommelfell) perforieren, so gelingt HEALTH an anderer Stelle bestechender Dreampop. Das Nebeneinander von brachialem Getöse und dunkel schimmernder Eleganz ist es, was den Reiz dieser Musik ausmacht – ein Wirkungstreffer. http://www.youwillloveeachother.com/
11.10. Hamburg, Mojo
13.10. Berlin, Berghain
19.10. Frankfurt, Mousonturm
20.10. Stuttgart, Wizemann
Wanda: Charmebolzen
Alter, geh herst! Sie ist endlich da - die neue Single von Wanda aus Wien. "Bussi Baby" heißt sie und FM4, der Sender der Herzen, hat sie seit heute exklusiv im Programm. Das Album dazu soll am 2. Oktober kommen, der Titel mit "Bussi" noch knapper als knapp, aber extrem charmant, ebenso das Cover zur Platte. Die Konzerttermine finden bislang (wie es sich gehört) noch alle in der Heimat statt, Änderungen diesbezüglich werden natürlich umgehend weitergemeldet.
06.08. Frauenstein, Burg Frauenstein
08.08. Bildein, Picture On
14.08. Taiskirchen, Free Tree Open Air
15.08. Wattens, Wiesenrock Festival
28.08. Lustenau, Sommer Lust am Platz
29.08. Graz, Nuke Festival
04.09. Admont, Festplatz Johnsbach
05.09. Lenzing, Reaktive
01.10. Wien, Arena
02.10. Wien, Arena
03.10. Salzburg, ARGEkultur
29.10. Linz, Posthof
30.10. Innsbruck, Music Hall
20.11. Klagenfurt, Messehalle
22.04. Wien, Stadthalle
06.08. Frauenstein, Burg Frauenstein
08.08. Bildein, Picture On
14.08. Taiskirchen, Free Tree Open Air
15.08. Wattens, Wiesenrock Festival
28.08. Lustenau, Sommer Lust am Platz
29.08. Graz, Nuke Festival
04.09. Admont, Festplatz Johnsbach
05.09. Lenzing, Reaktive
01.10. Wien, Arena
02.10. Wien, Arena
03.10. Salzburg, ARGEkultur
29.10. Linz, Posthof
30.10. Innsbruck, Music Hall
20.11. Klagenfurt, Messehalle
22.04. Wien, Stadthalle
Peter Richter: Auf Zeitreise mit Graf Zahl
Wenn einer sich solche Arbeit macht, dann sollte das schon einen Post wert sein: Peter Richter, Autor und Amerika-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, hat zu seinem überaus lesenswerten Vor-/Nachwende-Roman "89/90" (Luchterhand) für seine Website
vor einiger Zeit eine Playlist erstellt, die lückenlos und
geschmacksneutral alle Musikstücke aufführt, die ihn in diesen zwei
Jahren (gewollt oder ungewollt) als Soundtrack begleitet haben. Ganz wie
im Buch getrennt nach den Jahren 1989 und 1990, versammeln sich hier
knapp 130 Titel und man darf annehmen, dass Richter diese Aufstellung
wenigstens eine schlaflose, aber auch äußerst unterhaltsame Nacht
gekostet hat. Und so finden sich dort neben dem unsäglichen Trashpop von
Modern Talking und Jason Donovan natürlich Klassik, Metal,
Liedermacherei, Schunkelschlager, Ost- und Westpunk, selbst die Böhsen
Onkelz sind der Vollständigkeit halber mit von der Partie. Und auch wenn
nicht mehr jeder der Links beschwerdefrei funktioniert, so trifft der
Hörer auf so zeittypische Perlen wie Olaf Bergers "Es brennt wie Feuer" und
den Oktober-Klub mit "Sag mir, wo du stehst", von Wartburgs für Walter,
Ulrike am Nagel, der Magdalene Keibel Kombo und den Freunden der
Italienischen Oper mal ganz zu schweigen. Prädikat: Lohnende Zeitreise
resp. Pflichtprogramm.
Montag, 3. August 2015
Bob Moses: Leichtes Spiel
Einen Song vom Debüt "Days Gone By" des kanadischen House-Duos Bob Moses haben wir hier schon vorstellen dürfen ("Talk"), nun kommt mit "Too Much Is Never Enough" eine Art Tanzversion von Chris Isaaks "Wicked Game" ins Spiel - wieder sehr lässig und smooth, die beiden werden es bei ihrer Kundschaft nicht sonderlich schwer haben.
Low: Teilhabe
Die Vorschußlorbeeren auf das neue Album von Low haben
wir hier ja schon großzügig verteilt (und dabei sicher keinen Fehler
gemacht) - "Ones And Sixes" wird am 11. September bei Sub Pop
erscheinen und weil der erste Song "No Comprende" schon so traumhaft
gelungen war, schiebt das Label frohen Mutes gleich den zweiten
hinterher - voilá: "What Part Of Me".
Kite Base: Coming Soon [Update]
Zwei schöne, grobkörnige Schwarzweiß-Aufnahmen (Garry Hensey), das passende Logo als Ansteckpin und einen einzigen Song - mehr braucht es nicht für den Hype. Ach ja, ein gewichtiger Name wäre auch hilfreich. Dieser stammt hier von Ayşe Hassan, der Bassistin der Savages, die sich zusammen mit Kendra Frost der experimentellen Rockmusik widmet und zwar unter dem Namen Kite Base. Und weil es bis zur nächsten Savages-Platte wohl noch ein paar Tage hin ist, hören (Update: und sehen) wir uns derweil besagtes "Dadum" an...
Everything Everything: Volle Lotte
Wohl etwas zu viel Sonne abbekommen? Nun, das war bei diesem Videodreh ausnahmsweise mal beabsichtigt: Das Indierock-Quartett Everything Everything aus Manchester hat bekanntlich für den 4. September ihr bislang drittes Album "Get To Heaven" angekündigt und nach der ersten Auskopplung "Regret" folgt nun samt Video die zweite, "Spring/Sun/Winter/Dread" wurde mit hübschen Kostümen und viel, viel UV-Licht gedreht. “The song talks about seasons passing and getting older, so we wanted to concentrate on the sun and
make it into a kind of oppressive force – positive and life-giving but
also burning and destructive. We used ultraviolet and infrared cameras to get a look at the sun
damage on our skin, and give everything an alien look. We shot in a
quarry so we could have a clear horizon and a dry, hot, desert scene", so Sänger Jonathan Higgins gegenüber dem Guardian.
Mogwai: Death from above 1945
Sie sind und bleiben Garanten für das Außergewöhnliche: Mogwai, schottische Postrockband, haben für die erste Folge der BBC-Doku "BBC Four Goes Nuclear" zum siebzigsten Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima den Filmscore komponiert, nach den Filmarbeiten für "Zidane", "Les Revenants" und "The Fountain" also ein weiteres Highlight in der Bandhistorie. Der Titel des ersten Teils von Mark Cousins lautet "Storyville: Atomic - Living in Dread and Promise", dauert siebzig Minuten und wird am 9. August um 21:00 Uhr ausgestrahlt.
Sonntag, 2. August 2015
T.O: Stadtansichten
Zugegeben, ein Großteil des Stückes, das wir hier reichlich verspätet oder gerade noch rechtzeitig präsentieren, klingt schon verdammt nach Yann Tiersen. Wenn man sich aber die Platte dazu in Gänze anhört, entdeckt man jede Menge anderer Klangfarben und so muss man dem Künstler, der dahintersteckt, gar nicht gram sein. Der französische Musiker Théophile Aries lebt schon längere Zeit in Berlin und hat passend dazu vor zwei Jahren seinen ersten Solo-Track unter dem Pseudonym T.O "Berlin Conversations" genannt. Nach einer Reihe weiterer Songs versammelte er das gesamte Material 2014 auf der EP "Berlin/Cut-Ups" (hier bei Bandcamp), von welcher auch ebenjene Single "Inside The Comfort Zone" stammt. Und wenn er nicht gerade mit seiner zweiten Band She Dreams In Vedas auf der Bühne steht, könnte und sollte Théophile auch bald seine Eigenkompositionen live präsentieren.
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