Noch immer eines der liebenswertesten Portale im Netz: The Burning House. Die Philosophie dahinter ist recht einfach:
"If your house was burning, what would you take with you?
It's a conflict between what's practical, valuable and sentimental. What
you would take reflects your interests, background and priorities.
Think of it as an interview condensed into one question."
Wer also Auskunft geben will: Tumblr-Account erstellen, "Submit Post" drücken, ein paar Angaben zur Person und dann die Liste mit Bild versenden - einfach stöbern macht aber mindestens genauso viel Spaß.
Mittwoch, 23. Januar 2013
Dienstag, 22. Januar 2013
Neue Liebe
Audiolith-Punk strikes back: Nach "Pierre und Luce" muß Liebe neu definiert werden, denn Feine Sahne Fischfilet bringen für ihren Song "Mit Dir" die Story von Heinz und Christian zur Aufführung - sehr lustig, das Ganze.
Früh am Morgen
Weiter geht die Reise des neuerdings so bösen Mädchens - Kate Nash präsentiert den nächsten Song aus ihrem Anfang März erscheinenden Album "Girl Talk". Das Stück heißt "3AM" und darf bei Soundclound schon mal probiert werden.
Montag, 21. Januar 2013
Auf den Leim
Big Harp
„Chain Letters“
(Saddle Creek)
Also, da erzählt einem der Typ diese abenteuerliche Geschichte, die so klingt, als wäre sie original aus dem nächstbesten Groschenheft abgeschrieben, geht so: Halbwegs talentierter, natürlich verarmter und verkannter Musiker – nennen wir ihn Chris – lernt auf dem ewigen Gemucke und Getoure mit seiner Kapelle Art In Manila (oha!) die Frau seines glücklosen Lebens – meinethalben Stefanie – kennen. Große Liebe, klaro, man trinkt, man raucht miteinander, landet in der Kiste, die aus dem Augenblicksding in nullkommanix eine ordentliche Beziehung macht, ein, zwei Kinder danach, gemeinsame Wohnung, das ganze romantische Zeugs. Ach ja, das Mädchen machte natürlich auch in Musik, The Good Life (haha!), und natürlich folgen sie nun ihrer jetzt gewissermaßen vereinten Berufung und gründen diese geheimnisvolle, tiefschwarze Schrammelkombo mit Namen Big Harp – er will den alten Country, sie den Folk der 70er, es soll roh, krachert, teuflisch und laut klingen, der olle Cave, der Iggy, Cohen, Pixies, drunter wollten sie es nicht machen, sie hatten sich einiges vorgenommen. War das nicht so, dass man dem Autoverkäufer nur ja kein Wort glauben soll, weil er einem die rostigste Karre als Neuwagen unterjubelt und noch einen satten Reibach damit macht? Hat nicht schon Muttern gesagt: Selbst ist der Mann? Und was passiert dann, wenn man den eitlen Wisch beiseite legt, nur auf die Musik und den eigenen Bauch hören will? Ja was? Verdammt, dann klingt’s nach Cave, nach Cohen, den Pixies und dem hohläugigen Iggy, dann schmeckt man den Rost der Karre, die quietscht und schaukelt und jault wie ein leckgeschlagenes Narrenschiff, dann ist das tatsächlich Blues, Country, Gospel, Roots und Folk, Alter! Dann ist das wirklich groß. Das hätte der White Jack nicht viel besser hinbekommen, wenn der seine Stefanie noch dabeihätte. Auf den Leim gegangen, sagst Du? Ach was, geh heulen! http://bigharp.com/
Komplettstream des Albums via AVClub.
„Chain Letters“
(Saddle Creek)
Also, da erzählt einem der Typ diese abenteuerliche Geschichte, die so klingt, als wäre sie original aus dem nächstbesten Groschenheft abgeschrieben, geht so: Halbwegs talentierter, natürlich verarmter und verkannter Musiker – nennen wir ihn Chris – lernt auf dem ewigen Gemucke und Getoure mit seiner Kapelle Art In Manila (oha!) die Frau seines glücklosen Lebens – meinethalben Stefanie – kennen. Große Liebe, klaro, man trinkt, man raucht miteinander, landet in der Kiste, die aus dem Augenblicksding in nullkommanix eine ordentliche Beziehung macht, ein, zwei Kinder danach, gemeinsame Wohnung, das ganze romantische Zeugs. Ach ja, das Mädchen machte natürlich auch in Musik, The Good Life (haha!), und natürlich folgen sie nun ihrer jetzt gewissermaßen vereinten Berufung und gründen diese geheimnisvolle, tiefschwarze Schrammelkombo mit Namen Big Harp – er will den alten Country, sie den Folk der 70er, es soll roh, krachert, teuflisch und laut klingen, der olle Cave, der Iggy, Cohen, Pixies, drunter wollten sie es nicht machen, sie hatten sich einiges vorgenommen. War das nicht so, dass man dem Autoverkäufer nur ja kein Wort glauben soll, weil er einem die rostigste Karre als Neuwagen unterjubelt und noch einen satten Reibach damit macht? Hat nicht schon Muttern gesagt: Selbst ist der Mann? Und was passiert dann, wenn man den eitlen Wisch beiseite legt, nur auf die Musik und den eigenen Bauch hören will? Ja was? Verdammt, dann klingt’s nach Cave, nach Cohen, den Pixies und dem hohläugigen Iggy, dann schmeckt man den Rost der Karre, die quietscht und schaukelt und jault wie ein leckgeschlagenes Narrenschiff, dann ist das tatsächlich Blues, Country, Gospel, Roots und Folk, Alter! Dann ist das wirklich groß. Das hätte der White Jack nicht viel besser hinbekommen, wenn der seine Stefanie noch dabeihätte. Auf den Leim gegangen, sagst Du? Ach was, geh heulen! http://bigharp.com/
Komplettstream des Albums via AVClub.
Nachnahme
Was für ein Geschrei. Also man hatte ja in den letzten Monaten das Gefühl, Ben Gibbard hätte einen persönlichen Sekretär für volle acht Stunden pro Tag anstellen können, nur damit dieser unablässig die Dementis zur Reunion von The Postal Service, Gibbards - ja, irgendwie schon legendärer - Band mit Jimmy Tamborello verbreiten kann. Selbst vor Wochen, als Gibbard sein wirklich feines Soloalbum veröffentlichte, drehte sich alles weiterhin um sein früheres Projekt. Nun, die beiden haben in der Tat mit "Give Up" 2003 ein richtungsweisendes Album herausgebracht und es wäre schön, wenn ... Den Sekretär gibt es nicht, er hätte mittlerweile auch keine Arbeit mehr, denn nun steht fest, dass sich Gibbard und Tamborello zumindest für das diesjährige Coachella-Festival zusammen auf die Bühne begeben werden - den Rest zum Gerücht gibt's auf der Website der Band.
Falsche Schublade
Esben And The Witch
„Wash The Sins Not Only The Face“
(Matador/Beggars)
Wer die Behauptung in die Welt gesetzt hat, weiß mittlerweile niemand mehr so recht, allein – sie hält sich hartnäckig und ohne dass die Band sie jemals befeurt hätte: Schon mit ihrer ersten Platte “Violet Cries” wurde dem Trio Esben And The Witch aus Brighton angedichtet, sie seien die neue Speerspitze eines Gothik-Revivals. Dass Musik und Stil von Rachel Davies, Daniel Coperman und Thomas Fisher mit dem gruseligen, todessehnsüchtigen Gehabe der Szenegrößen von einst nur sehr bedingt zu tun haben, kann man auch ohne viel Sachverstand heraushören und erkennen, auch mit dem neuen Album hat sich daran nichts geändert.
Das Gegenteil scheint der Fall. Auch wenn sie noch immer verstörende Bildsequenzen zu befremdlichen Kulissen vor dem Auge der Zuhörer mischen, verweigern sie sich beim Ton jeder eindimensionalen Stereotypisierung. Heller ist es geworden in ihren Stücken, einmal mehr machen sie sich eher um das Erbe der Cocteau Twins verdient, als im sinnbildlich düsteren Morast hängenzubleiben. Eingängigkeit ist eine Möglichkeit – die erste Single „Deathwaltz“ kann damit ebenso dienen wie „Slow Wave“ oder „When The Head Splits“. Stets kontrastiert der Text aus dem seelischen Halbdunkel mit dem verträumten Shoegazing-Dreampop und Davies‘ ätherischem Gesang.
Härtere, metallene Töne sind eher die Seltenheit, „Island Spar“ zu Beginn und der Noise von „Despair“ dürfen als Ausnahmen auf „Wash The Sins…“ gelten. Lieber kümmern sich die drei um das Feingliedrige – wenn es bei „The Fall Of Glorieta Mountain“ The XX sind, die einem einfallen, so dürften die acht Minuten im Anschluß wohl manchen an Dead Can Dance und ihre mittelalterlichen, hypnotischen Drumloops erinnern. Hierzulande versuchen sich seit einiger Zeit auch Super 700 an ähnlichem Sound, da wie dort von überzogener Düsternis keine Spur. Ein überzeugender Nachfolger ist ihnen also gelungen, wer das Debüt mochte, ist mit der neuen Platte sicher bestens bedient. www.esbenandthewitch.co
„Wash The Sins Not Only The Face“
(Matador/Beggars)
Wer die Behauptung in die Welt gesetzt hat, weiß mittlerweile niemand mehr so recht, allein – sie hält sich hartnäckig und ohne dass die Band sie jemals befeurt hätte: Schon mit ihrer ersten Platte “Violet Cries” wurde dem Trio Esben And The Witch aus Brighton angedichtet, sie seien die neue Speerspitze eines Gothik-Revivals. Dass Musik und Stil von Rachel Davies, Daniel Coperman und Thomas Fisher mit dem gruseligen, todessehnsüchtigen Gehabe der Szenegrößen von einst nur sehr bedingt zu tun haben, kann man auch ohne viel Sachverstand heraushören und erkennen, auch mit dem neuen Album hat sich daran nichts geändert.
Das Gegenteil scheint der Fall. Auch wenn sie noch immer verstörende Bildsequenzen zu befremdlichen Kulissen vor dem Auge der Zuhörer mischen, verweigern sie sich beim Ton jeder eindimensionalen Stereotypisierung. Heller ist es geworden in ihren Stücken, einmal mehr machen sie sich eher um das Erbe der Cocteau Twins verdient, als im sinnbildlich düsteren Morast hängenzubleiben. Eingängigkeit ist eine Möglichkeit – die erste Single „Deathwaltz“ kann damit ebenso dienen wie „Slow Wave“ oder „When The Head Splits“. Stets kontrastiert der Text aus dem seelischen Halbdunkel mit dem verträumten Shoegazing-Dreampop und Davies‘ ätherischem Gesang.
Härtere, metallene Töne sind eher die Seltenheit, „Island Spar“ zu Beginn und der Noise von „Despair“ dürfen als Ausnahmen auf „Wash The Sins…“ gelten. Lieber kümmern sich die drei um das Feingliedrige – wenn es bei „The Fall Of Glorieta Mountain“ The XX sind, die einem einfallen, so dürften die acht Minuten im Anschluß wohl manchen an Dead Can Dance und ihre mittelalterlichen, hypnotischen Drumloops erinnern. Hierzulande versuchen sich seit einiger Zeit auch Super 700 an ähnlichem Sound, da wie dort von überzogener Düsternis keine Spur. Ein überzeugender Nachfolger ist ihnen also gelungen, wer das Debüt mochte, ist mit der neuen Platte sicher bestens bedient. www.esbenandthewitch.co
Nah am Thema
Ein Titel, wie gemacht für einen, der sich schon früh mit Strahlentod, Mutation und Kernfusion beschäftigt hat: Karl Bartos, früheres Mitglied von Kraftwerk, die am Wochenende ihre fulminante Show in der Düsseldorfer Kunsthalle zu Ende brachten, hat das Video zur ersten Auskopplung aus seiner neuen Platte "Off The Record" nachgereicht - "Atomium" heißt das Stück und zu sehen ist, naja, eben das Brüsseler Wahrzeichen.
Samstag, 19. Januar 2013
Vulgäre Verse
Am kommenden Freitag ist es so weit - ganze 20 (!!!) neue Songs von Tocotronic stehen dann ganz legal im Netz oder Plattenregal und warten darauf, heruntergeladen, heimgetragen, bewundert oder einfach zur Kenntnis genommen zu werden. Wer es nicht erwarten kann, der darf sich auf der Website der Band schon einmal schnipselweise einen Eindruck verschaffen - wahlweise geht das auch bei Amazon, dort gibt es portionsweise die komplette, limitierte Edition - kurz: LP2CD_Phys.
Freitag, 18. Januar 2013
Der Star ist der Song
I Am Kloot
„Let It All In“
(PIAS)
„Let It All In“
(PIAS)
Dass die Welt eher die Glamourösen, die Blender mag, kann man ganz gut am Beispiel der englischen Band I Am Kloot beobachten. Seit mehr als zehn Jahren werkelt das Trio aus Manchester auf liebenswert altmodische Weise am klassischen, weitestgehend reduzierten Rocksong, fünf Alben haben sie in dieser Zeit abgeliefert – ein schlechtes war bisher nicht dabei. Und trotzdem blieb die Formation um John Bramwell, Andy Hargreaves und Pete Jobson über die Jahre der immerwährende Geheimtipp, dem man jede Menge Qualität, aber wenig Glück bei der breiten Masse attestierte. Den Jungs scheint das gottlob egal zu sein, das neue Album „Let It All In“ ist die Fortführung des alten mit bewährten Mitteln.
Den Vorgänger „Sky At Night“ zu toppen – damit war ohnehin nicht zu rechnen, aber auch die zehn aktuellen Songs präsentieren sich durchweg ausgewogen, gewohnt karg und mit sprödem Charme. Wieder mit im Boot: Guy Garvey, das Mastermind von Elbow, dessen Einfluss man manchem Song deutlich anzuhören glaubt – gerade „Hold Back The Night“ mit seinen extrafetten Streicherparts und Bramwells unterschwellig aggressiver Stimme und das noch längere, fast ausufernde „These Days Are Mine“ – mehr als alle anderen Stücke ein „Manchester-Song“ tragen seine Handschrift. An anderer Stelle erinnern I Am Kloot an den wippenden Indieblues der amerikanischen Spoon, auch wenn solch kratzige Gitarrenakkorde wie beim fabelhaften Eröffnungsstück „Bullets“ eher die Seltenheit sind.
Bramwell bewegt sich weitaus lieber im schummrigen Zwielicht, Cohen bestimmt, Stevens vielleicht, meist melancholisch, selten euphorisch gestimmt – manchmal jedoch, wie beim zauberhaften Song „Shoeless“, verliert er sich sogar in träumerischen, fast romantisierenden Bildern: „Shoeless in your favourite dress, you walk the shores, the waves caress your feet, you don’t really mind.“ Mit „Let Them All In“, „Mouth On Me“ und „Some Better Day“ sind weitere Hochkaräter auf der Platte – einfach, in der Tat, aber in dieser Einfachheit bestechend und mit bleibendem Eindruck. Es gerät bei all den mal sinnvollen, mal überflüssigen Spielereien und Sperenzchen, mit denen die Hits von heute verziert werden, leicht in Vergessenheit, dass der Maßstab für die Qualität einer Band ihre Songs sind – I Am Kloot sind auch hierfür, siehe oben, der beste Beweis. http://iamkloot.com/
Den Vorgänger „Sky At Night“ zu toppen – damit war ohnehin nicht zu rechnen, aber auch die zehn aktuellen Songs präsentieren sich durchweg ausgewogen, gewohnt karg und mit sprödem Charme. Wieder mit im Boot: Guy Garvey, das Mastermind von Elbow, dessen Einfluss man manchem Song deutlich anzuhören glaubt – gerade „Hold Back The Night“ mit seinen extrafetten Streicherparts und Bramwells unterschwellig aggressiver Stimme und das noch längere, fast ausufernde „These Days Are Mine“ – mehr als alle anderen Stücke ein „Manchester-Song“ tragen seine Handschrift. An anderer Stelle erinnern I Am Kloot an den wippenden Indieblues der amerikanischen Spoon, auch wenn solch kratzige Gitarrenakkorde wie beim fabelhaften Eröffnungsstück „Bullets“ eher die Seltenheit sind.
Bramwell bewegt sich weitaus lieber im schummrigen Zwielicht, Cohen bestimmt, Stevens vielleicht, meist melancholisch, selten euphorisch gestimmt – manchmal jedoch, wie beim zauberhaften Song „Shoeless“, verliert er sich sogar in träumerischen, fast romantisierenden Bildern: „Shoeless in your favourite dress, you walk the shores, the waves caress your feet, you don’t really mind.“ Mit „Let Them All In“, „Mouth On Me“ und „Some Better Day“ sind weitere Hochkaräter auf der Platte – einfach, in der Tat, aber in dieser Einfachheit bestechend und mit bleibendem Eindruck. Es gerät bei all den mal sinnvollen, mal überflüssigen Spielereien und Sperenzchen, mit denen die Hits von heute verziert werden, leicht in Vergessenheit, dass der Maßstab für die Qualität einer Band ihre Songs sind – I Am Kloot sind auch hierfür, siehe oben, der beste Beweis. http://iamkloot.com/
Grundversorgung
Etwas ratlos fragte neulich ein Leser, wo denn die fällige Rezension des sensationellen Albums der Palma Violets abgeblieben sei. Ja, was weiß denn ich, ich kann mich hier schließlich nicht um alles kümmern!? Fakt ist, dass die hochgehandelte Debütantenband im April für zwei Termine nach Deutschland kommt. Und einen Song - ja, den darf man sich schon auch mal gönnen.02.04. Hamburg, Molotov
03.04. Berlin, Lido
04.04. Zürich, Exil
Feingewirktes
London liefert wieder Interessantes: Das Trio Daughter wird Mitte März sein Debütalbum "If You Leave" bei 4AD veröffentlichen - Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella sind seit 2010 im Geschäft und dieses nennt sich hier Indiefolk. Aus dem Album gibt es bereits die Titel "Youth", "Smother" und "Tomorrow" zum vorhören - könnte doch 'was werden, oder?
Donnerstag, 17. Januar 2013
Immer weiter
An's Aufhören wollen sie partout nicht denken und eingedenk der Güte ihrer letzten beiden Alben "Object 47" und "Red Barked Tree" wäre das auch nicht zu wünschen: Wire melden sich mit einem neuen Album zurück - "Changes Becomes Us" soll es heißen und mit "Doubles And Trebles" steht bei Soundcloud schon der erste Song daraus parat.
Gute Gründe
Für den deutschen Rolling Stone "ballen sich die Gerüchte" um das neue Album von U2 - kommt es im September, hat Danger Mouse seine Finger im Spiel, wie lautet der Titel? Ha, da konnte Bono helfen. In der engeren Auswahl steht laut dem charismatischen Friedensnobelpreisträger in spe der Hammerslogan "Ten Reasons To Exist". Was sich erwartungsgemäß ebenso ballen wird, ist das U2-Bashing in den folgenden Wochen, hier also schon mal eine mögliche Eröffnungsvariante:
Zehn gute Gründe, warum man auch zukünftig von einer U2-Platte die Finger lassen sollte:
1. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
2. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
3. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
4. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
5. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
6. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
7. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
8. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
9. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
und natürlich
10. weil einem das Gehabe von Bono ...
Zehn gute Gründe, warum man auch zukünftig von einer U2-Platte die Finger lassen sollte:
1. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
2. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
3. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
4. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
5. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
6. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
7. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
8. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
9. weil einem das Gehabe von Bono Vox tierisch auf die Nüsse geht
und natürlich
10. weil einem das Gehabe von Bono ...
Auf's Maul
Für alle, die schon immer wissen wollten, wie sich ein Song von Dinosaur jr bei maximal erhöhter Dezibelzahl anfühlt, haben die Jungs zu ihrem Song "Pierce The Morning Rain" mal den Versuch einer Erklärung unternommen. Die sieht in ungefähr so aus, dass sich Schauspieler James Urbaniak seine CarHiFi-Anlage von Profis mal ordentlich aufpimpen läßt und anschließend unter den entgeisterten Blicken seiner Frau (Comedystar Maria Bamford-Enriched) hoffnungslos der Lautstärke verfällt.Tja, und dann kommt der Mann da oben ins Spiel ...
Magic Jakob
Wieder so eine Meldung, die einen im wahrsten Wortsinn kalt erwischt: Jakob Arjouni, Autor so wunderbarer Bücher wie "Happy Birthday, Türke!", "Magic Hoffmann" und "Der heilige Eddy", ist laut Diogenes-Verlag in der Nacht zum Donnerstag mit nur 48 Jahren seinem Krebsleiden erlegen - es gab hier in Deutschland nur wenige, die Schwergewichtiges so leichtfüßig und unterhaltsam daherkommen ließen.
Frühwerke
Wir hatten es hier ja schon von den Tagträumern Fear Of Men, nun gibt es Neues aus London: Am 12. Februar wird mit "Early Fragments" nicht die erste LP, wohl aber eine Compilation aller bisher erschienenen Singles und B-Seiten erscheinen. Von dieser gibt es nun bei Soundcloud mit "Seer" einen ersten Song vorab. Nicht ganz ernstzunehmender Vorschlag für den Support einer eventuellen Tour: die Screaming Females.
Strandgut
Da darf man auch gern mal persönlich werden: Ein Album, auf das sich der Autor dieser Zeilen in diesem Jahr ganz besonders freut, ist das Zweitwerk der New Yorker Beach Fossils. "Clash The Truth" wird Mitte Februar via Captured Tracks bei uns erscheinen, nun gibt es mit "Generational Synthetic" einen kleinen Leckerbissen daraus bei Soundcloud. Das nachfolgende Video zu "Adversity" stammt im Übrigen von der EP "What A Pleasure" aus dem Jahr 2011.
Varmt välkommen
Das schwedische Indierockduo Johnossi wird am 22. März sein neues Album veröffentlichen - den Titel kennt man noch nicht, "Gone Forever" soll die erste Single heißen, trotzdem gibt es schon ein paar Tourtermine für Deutschland und den üblichen kleinen Teaser vornweg.
17.04. Rostock, MAU-Club
18.04. Leipzig, Conne Island
19.04. München, Muffathalle
22.04. Karlsruhe, Substage
23.04. Wiesbaden, Schlachthof
24.04. Köln, Live Music Hall
26.04. Münster, Skaters Palace
27.04. Berlin, Huxley´s Neue Welt
17.04. Rostock, MAU-Club
18.04. Leipzig, Conne Island
19.04. München, Muffathalle
22.04. Karlsruhe, Substage
23.04. Wiesbaden, Schlachthof
24.04. Köln, Live Music Hall
26.04. Münster, Skaters Palace
27.04. Berlin, Huxley´s Neue Welt
Mittwoch, 16. Januar 2013
Gunter, sachs weiter
Das gibt im besten Falle 3 Gäste mehr und die Goldene Himbeere für die intelligenteste Überschrift eines deutschen Blogpostings 2013. Erfreulich ist es dennoch: Die Stuckvilla in München verlängert wegen des großen Erfolgs ihre derzeitige Ausstellung "Die Sammlung Gunter Sachs. Von Max Ernst bis Andy Warhol" um weitere zwei Wochen. Nun kann das Publikum die Werke zahlreicher zeitgenössischer Künstler bis zum 3. Februar in Augenschein nehmen, die Abschlußparty gibt es aber trotzdem schon am Sonntag, den 20. Januar. Dieser Abend mit dem Titel GOMMA FENGEL SHOW wird vom Münchner Gomma-Label und seinen DJs Mathias Modica (aka Munk) und Jonas Imbery (aka Telonius), dem italienischen Technoact Esperanza und der Gomma-Band Hotline gestaltet, die sogenannten Visuals übernehmen u.a Martin Fengel und Mirko Borsche. Eintritt ist ab 20 Uhr, frei obendrein, zeitiges Kommen sichert wie immer gute Plätze und erspart das notgedrungene Zwiegespräch mit der Stuck'schen Amazone vor überfüllten Räumlichkeiten.
Einszueins
Wer sich einst erfolgreich durch Rafael Horzons "Das weiße Buch" gekämpft hat, der weiß um das wechselvolle Miteinander des Autors mit den Komikern vom Jeans Team. Deshalb ist es auch nur recht und billig, Horzons putzige Promo-Eloge einszueins hier einzufügen, zusammen mit dem Hinweis, dass das Album „Das ist Alkomerz“ des Duos am 22. März via Staatsakt erscheinen wird, und einer nochmaligen Inkenntnissetzung des Videos "Menschen (Sind zum Träumen da)":
„Als ich vor 15 Jahren am Hackeschen Markt vorbeischlenderte, tat sich – plötzlich, ohne jede Vorwarnung – eine Kellerluke vor mir auf, aus der kurz darauf eine ziemlich große Seifenblase aufstieg. In ihr saßen Musiker. Ganz vorne ein Zwitter, der diese Blase mit Dampf füllte: Jean Steam. Was für den gebildeten Menschen nichts anderes bedeutet als Hans Dampf. Unbegreiflich, wie hoch diese Blase seitdem gestiegen ist. Vom Dadaismus der Berlintokyo-Spielwiese über einen seltsamen sozialistischen Nihilismus, in dem die Landarbeit verherrlicht und Gott geleugnet wird, ist Jean Steam, oder auch Jeans Team, wie er in der Presse leider immer noch genannt wird, mittlerweile bei einem sozialistischen Realismus angelangt, der so uneindeutig ist, dass man nur staunen kann. Traurige Texte und fröhliche Bierzelt-Melodien, die auch ganz kleine Kinder schon beim zweiten Mal Hören laut mitsingen müssen. Mein ganz persönliches Lieblingslied hat mit Polka allerdings überhaupt gar nichts zu tun: Das Erotik-ABC, ein sogenannter Welthit. Wenn auch nicht jugendfrei. Es ist absehbar, dass dieses Stück nicht nur im Berghain im Endlos-Loop laufen wird. Es ist der Traum vom Liebes-Lexikon, von dem Stefan Remmler schon 1983 in ‚Herz ist Trumpf“ gesungen hat. 30 Jahre später ist dieser Traum endlich wahr geworden. Die Blase ist hoch gestiegen. Die Fallhöhe ist beträchtlich. Jean Steam hat immer noch keine Angst.“
„Als ich vor 15 Jahren am Hackeschen Markt vorbeischlenderte, tat sich – plötzlich, ohne jede Vorwarnung – eine Kellerluke vor mir auf, aus der kurz darauf eine ziemlich große Seifenblase aufstieg. In ihr saßen Musiker. Ganz vorne ein Zwitter, der diese Blase mit Dampf füllte: Jean Steam. Was für den gebildeten Menschen nichts anderes bedeutet als Hans Dampf. Unbegreiflich, wie hoch diese Blase seitdem gestiegen ist. Vom Dadaismus der Berlintokyo-Spielwiese über einen seltsamen sozialistischen Nihilismus, in dem die Landarbeit verherrlicht und Gott geleugnet wird, ist Jean Steam, oder auch Jeans Team, wie er in der Presse leider immer noch genannt wird, mittlerweile bei einem sozialistischen Realismus angelangt, der so uneindeutig ist, dass man nur staunen kann. Traurige Texte und fröhliche Bierzelt-Melodien, die auch ganz kleine Kinder schon beim zweiten Mal Hören laut mitsingen müssen. Mein ganz persönliches Lieblingslied hat mit Polka allerdings überhaupt gar nichts zu tun: Das Erotik-ABC, ein sogenannter Welthit. Wenn auch nicht jugendfrei. Es ist absehbar, dass dieses Stück nicht nur im Berghain im Endlos-Loop laufen wird. Es ist der Traum vom Liebes-Lexikon, von dem Stefan Remmler schon 1983 in ‚Herz ist Trumpf“ gesungen hat. 30 Jahre später ist dieser Traum endlich wahr geworden. Die Blase ist hoch gestiegen. Die Fallhöhe ist beträchtlich. Jean Steam hat immer noch keine Angst.“
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