Seit Freitag für jeden zu bekommen, kann dieser Song hier noch einen Extraschub vertragen. Auch wenn er ihn nicht unbedingt nötig hätte. Denn "Last Of Our Kind" von der fünfköpfigen Londoner Formation FAERS (hatten wir nicht auch mal die HAERTS?) spricht bzw. klingt für sich und zwar gar nicht so schlecht. Fein verschlungener Gitarrenpop, mal sanft, mal energisch - auch ihre älteren Stücke sprangen gern zwischen beiden Polen hin und her. Entstanden, so liest man, ist das Stück während einer Reise durch Wales, abgemischt wurde es wiederum im schwedischen Götheborg. Wann genau der Nachfolger ihrer letzten EP "Waves" aus dem Oktober 2015 erscheint, wird sich sicher bald herausstellen.
Montag, 31. Juli 2017
Samstag, 29. Juli 2017
Drinker: Mehr als eine Schnittmenge
Manchmal braucht es etwas Anlauf, damit man auf den Trichter kommt, daß sich dahinter doch etwas Lohnendes verbergen könnte: Bei Drinker, einem Duo aus New York und Los Angeles, besteht daran nunmehr kaum noch Zweifel. Aaron Mendelsohn und Ariel Loh verstehen sich, das zumindest sagt der Waschzettel zur aktuellen Single, als Schnittmenge aus den Beach Fossils und Alt-J - beide Bands haben ja in diesem Jahr mit "Somersault" und "Relaxer" schon Beachtliches abgeliefert, da will der ehrgeizige Nachwuchs natürlich nicht nachstehen. Vor einiger Zeit erschien jedenfalls ihre beachtliche Single "Which Way Is South", der Remix folgte auf dem Fuß. Nun kommt nach dem selben Schema der zweite, nicht minder beeindruckende Streich. "Fake It" heißt der neue Track und gerade wurde dazu der Elliot-Moss-Remix nachgereicht. Alle vier Stücke gibt es hier im Stream, die restlichen zwei kommen dann mitsamt der "Happy Accident"-EP am 11. August via Dollar Slice Records ins Regal.
Freitag, 28. Juli 2017
Southscope: Schwedische Schule
Der schwedische Musiker Karl Rasmus Kellerman ist ja hierzulande eher ein ganz geheimer Geheimtip, unter dem Moniker Tiger Lou kennen ihn nur mehr wenige, seine letzten Alben verkrümelten sich nach anfänglichen Erfolgen leider im Hintergrund. Schade drum, denn an Qualität mangelt es ihnen nicht, das hat auch der Australier Leon Stevens mitbekommen. Fünf Jahre wohnte er in Schweden und nicht wenig von seiner musikalischen Sozialisation hat er wohl aus dieser Zeit erfahren. Zusammen mit Bruder Tyrone und Schwester Ruby veröffentlicht der Familienbetrieb, nun in Sidney daheim, unter dem Namen Southscope die Single "Selfless", alle vier Stücke der dazugehörigen EP "Hindsight" erscheinen am 18. August.
Sparks: Alte Meister [Update]
Musikalisch trennen sie Welten, alterstechnisch stehen sie sich schon deutlich näher: Kaum zu glauben, daß die Gebrüder Ron und Russell Mael schon fast genauso lange Musik machen wie die Rolling Stones, Mick Jagger ist gerade mal zwei Jahre älter als der ältere der beiden Sparks. Klar würde das ehrenwerte amerikanische Duo sicher heute kein Stadion mehr füllen (wollen), aber eine Platte voller spannender Songs bekommen die beiden allemal noch hin. Nachdem sie letztens unter dem Pseudonym FFS mit Franz Ferdinand gemeinsame Sache machten, soll nun am 8. September tatsächlich ein neues Album mit dem Titel "Hippopotamus" erscheinen. Der Titelsong mit angemessen unterhaltsamem Video machte vor ein paar Tagen die Runde, heute nun kommt mit "What The Hell Is It This Time" der zweite hinterher - nicht weniger gut.
12.09. Berlin, Columbia Theater
Update: Rechnet man das jetzt mal schnell hoch, wird's mit Sicherheit ein Hammeralbum - hier ist schon der dritte tolle Song "Edith Piaf (Said It Better Than Me)"
12.09. Berlin, Columbia Theater
Update: Rechnet man das jetzt mal schnell hoch, wird's mit Sicherheit ein Hammeralbum - hier ist schon der dritte tolle Song "Edith Piaf (Said It Better Than Me)"
Donnerstag, 27. Juli 2017
YOWL: Nur eine Kleinigkeit
Da ist Gabriel Byrde uns dann aber schon noch eine Erklärung schuldig: Denn wenn wir zum obigen Bild den Faktencheck machen, dann paßt da eine Sache nicht ins Bild - fünf junge Herren aus dem Londoner Stadtteil Peckham, Attitüde lässig bis großmäulig? Schon eine Idee!? Kleine Hilfe: Die Antwort fängt mit B an und hört mit SC auf... Egal, viel mehr gibt es an der Band YOWL, so nennt sich das Quintett, auch gar nicht auszusetzen. Ende vergangenen Jahres veröffentlichten die Herren ihre Debüt-EP "Before The Sleep Sets In" und mit dem heutigen Tag kommt zum aktuellen Song "My Headache Likes To Speak" ein Video daher. Hört und sieht man sich das an, dann weiß man auch, warum die Vergleiche mit den New Yorkern von Interpol nicht allzu verwegen sind.
Wolf Alice: Gar nicht zufrieden [Update]
Und noch ein Knaller zu später Stunde: Lange und kryptisch angekündigt, kommt zur Stunde endlich die neue Single von Wolf Alice um die Ecke - "Yuk Foo" sind zwei Minuten ordentlicher Krach zu hektischen Gitarren, bratzigen Beats und natürlich Ellie Rowsells wüstem Gekreisch. "You bore me to death, but I don't give a shit!" zetert sie und wer auch immer damit gemeint ist, er oder sie sollte sich schnellstens ein paar Gedanken machen. Die meisten der zwölf Stücke, die auf dem dazugehörigen neuen Album "Visions Of A Life" via Dirty Hit/RCA Records am 29. September erscheinen und somit die Nachfolge zur letzten Platte "My Love Is Cool" antreten, wird man übrigens auch hierzulande live hören können - hier die drei Termine:
30.10. Berlin, Festsaal Kreuzberg
01.11. Hamburg, Mojo Club
02.11. Köln, Luxor
Update: Neue Frise, alte Wucht - Wolf Alice haben nichts von ihrem Reiz verloren, das beweist auch das aktuelle Video zur Einstiegssingle.
30.10. Berlin, Festsaal Kreuzberg
01.11. Hamburg, Mojo Club
02.11. Köln, Luxor
Update: Neue Frise, alte Wucht - Wolf Alice haben nichts von ihrem Reiz verloren, das beweist auch das aktuelle Video zur Einstiegssingle.
Charli XCX: Mädchen gegen Jungs
Mittwoch, 26. Juli 2017
Arcade Fire: Das große Durcheinander
Arcade Fire
„Everything Now“
(Smi Col/Sony)
Puh, diesmal bekommen sie aber so richtig eine mit: Was passiert, wenn sich die einst mit grenzenlosem Überschwang verehrte Lieblingsband an die Regeln von früher nicht mehr halten mag, sich also gänzlich anders verhält als erwartet, das bekommen Arcade Fire gerade (zumindest hierzulande) deutlich zu spüren. Vor Jahren den totgesagten Indierock auf den dunkel glitzernden Schwingen des Phönix aus der Asche geholt, galten Butler + Butler, Parry, Chassagne und Neufeld stets als die Lieblingskinder der Magazinhipster und Feuilletonisten. Doch nichts ist für die Ewigkeit – weiße Anzüge, Maskenball, der ganze Guerilla-Zinober und jetzt auch noch Disco-Fever, da war dann doch Schluss mit lustig. Soll heißen: Ungnade und Liebesentzug der verschärften Sorte! In seltenem Einklang verstoßen also ZEIT und FAZ die Kanadier aus dem Olymp, als Ausdruck maximaler Verachtung werden sie mit U2 verglichen und des seelenlosen Pathospop gescholten. Schande!
Dabei darf man schon fragen, was genau denn erwartet worden war. Sicher, sie treiben es weit diesmal und stellen die Treue ihres Anhangs auf eine ziemlich harte Probe. An den schleichenden Abschied vom ehemals favorisierten und virtuos gespielten Gitarrensound hatte man sich gewöhnt, vielspurig komplex waren sie eigentlich zu allen Zeiten – doch die opulenten Dancerhythmen, auf „Reflektor“ noch vergleichsweise behutsam angeteasert, im Hier und Jetzt aber gnadenlos auf ABBA getrimmt, geben sie dem ultraorthodoxen Geschmacksbewahrer schon eine harte Nuß zu knacken. Kaum zuvor waren so viele Loops und Bleeps und Beeps zu hören wie auf „Everything Now“, die Songs zucken, bratzen und pulsieren wie im Rausch und es ist sicher kein Zufall, daß bei einem der schönsten Exemplare („Creature Comfort“) Portishead-Mastermind Geoff Barrow den finalen Mix besorgte.
Man muß diesen neuerlichen stilistischen Schwenk nicht mögen, über Eintönigkeit oder Inspirationsarmut braucht sich hier aber sicher niemand zu beschweren. Die hochgepitchten Tanznummern „Everything Now“ (mit Panflöte!) und „Put Your Money On Me“, der Dub-Sound von „Peter Pan“ und der aufgedrehte Rocksteady bei „Chemistry“ lassen jedenfalls die Bude ganz schön wackeln, von fetten Bläsern und zartem Elfengesang, J-Pop-Referenzen bis hin zum schnöden Mitgrölchorus hat die prall gefüllte Wundertüte alles zu bieten. Zu viel, zu beliebig? Vielleicht. Mithin aber ein Zeichen der Zeit. Und die haben Arcade Fire im Laufe ihrer fünfzehnjährigen Geschichte bislang noch immer ganz fabelhaft abzubilden vermocht – auch inhaltlich.
Und zwar nie mit dem wortblasenhaften Superzeigefinger von Bono oder der weichgezeichneten Alles- und Jedermannumarmung eines Chris Martin. Arcade Fire waren immer mehr als subtile Universalisten unterwegs, die freie Assoziation und Metaphorik der direkten und eben manchmal auch recht plumpen Ansprache des Agitpop vorziehen – nicht anders auch hier. Wenn es auf „Everything Now“ um die Entfremdung und Künstlichkeit unserer Welt geht, dann ist das Fiebrige, teils Wirre und Sprunghafte ihrer Songs vielleicht nicht die schlechteste Art, genau das zu transportieren. Die Vermischung einer unablässig flackernden Medienblase mit biblischen Versatzstücken wie bei „We Don’t Deserve Love“ ist dann zwar nicht eben neu und manch einer mag das auch albern finden – als Abbild für das Durcheinander einer zunehmend erodierenden Zivilgesellschaft und ihrer verzweifelten Sinnsuche taugen Song und Album auf ihre Weise aber sehr wohl. Deshalb: Daumen hoch. www.arcadefire.com
„Everything Now“
(Smi Col/Sony)
Puh, diesmal bekommen sie aber so richtig eine mit: Was passiert, wenn sich die einst mit grenzenlosem Überschwang verehrte Lieblingsband an die Regeln von früher nicht mehr halten mag, sich also gänzlich anders verhält als erwartet, das bekommen Arcade Fire gerade (zumindest hierzulande) deutlich zu spüren. Vor Jahren den totgesagten Indierock auf den dunkel glitzernden Schwingen des Phönix aus der Asche geholt, galten Butler + Butler, Parry, Chassagne und Neufeld stets als die Lieblingskinder der Magazinhipster und Feuilletonisten. Doch nichts ist für die Ewigkeit – weiße Anzüge, Maskenball, der ganze Guerilla-Zinober und jetzt auch noch Disco-Fever, da war dann doch Schluss mit lustig. Soll heißen: Ungnade und Liebesentzug der verschärften Sorte! In seltenem Einklang verstoßen also ZEIT und FAZ die Kanadier aus dem Olymp, als Ausdruck maximaler Verachtung werden sie mit U2 verglichen und des seelenlosen Pathospop gescholten. Schande!
Dabei darf man schon fragen, was genau denn erwartet worden war. Sicher, sie treiben es weit diesmal und stellen die Treue ihres Anhangs auf eine ziemlich harte Probe. An den schleichenden Abschied vom ehemals favorisierten und virtuos gespielten Gitarrensound hatte man sich gewöhnt, vielspurig komplex waren sie eigentlich zu allen Zeiten – doch die opulenten Dancerhythmen, auf „Reflektor“ noch vergleichsweise behutsam angeteasert, im Hier und Jetzt aber gnadenlos auf ABBA getrimmt, geben sie dem ultraorthodoxen Geschmacksbewahrer schon eine harte Nuß zu knacken. Kaum zuvor waren so viele Loops und Bleeps und Beeps zu hören wie auf „Everything Now“, die Songs zucken, bratzen und pulsieren wie im Rausch und es ist sicher kein Zufall, daß bei einem der schönsten Exemplare („Creature Comfort“) Portishead-Mastermind Geoff Barrow den finalen Mix besorgte.
Man muß diesen neuerlichen stilistischen Schwenk nicht mögen, über Eintönigkeit oder Inspirationsarmut braucht sich hier aber sicher niemand zu beschweren. Die hochgepitchten Tanznummern „Everything Now“ (mit Panflöte!) und „Put Your Money On Me“, der Dub-Sound von „Peter Pan“ und der aufgedrehte Rocksteady bei „Chemistry“ lassen jedenfalls die Bude ganz schön wackeln, von fetten Bläsern und zartem Elfengesang, J-Pop-Referenzen bis hin zum schnöden Mitgrölchorus hat die prall gefüllte Wundertüte alles zu bieten. Zu viel, zu beliebig? Vielleicht. Mithin aber ein Zeichen der Zeit. Und die haben Arcade Fire im Laufe ihrer fünfzehnjährigen Geschichte bislang noch immer ganz fabelhaft abzubilden vermocht – auch inhaltlich.
Und zwar nie mit dem wortblasenhaften Superzeigefinger von Bono oder der weichgezeichneten Alles- und Jedermannumarmung eines Chris Martin. Arcade Fire waren immer mehr als subtile Universalisten unterwegs, die freie Assoziation und Metaphorik der direkten und eben manchmal auch recht plumpen Ansprache des Agitpop vorziehen – nicht anders auch hier. Wenn es auf „Everything Now“ um die Entfremdung und Künstlichkeit unserer Welt geht, dann ist das Fiebrige, teils Wirre und Sprunghafte ihrer Songs vielleicht nicht die schlechteste Art, genau das zu transportieren. Die Vermischung einer unablässig flackernden Medienblase mit biblischen Versatzstücken wie bei „We Don’t Deserve Love“ ist dann zwar nicht eben neu und manch einer mag das auch albern finden – als Abbild für das Durcheinander einer zunehmend erodierenden Zivilgesellschaft und ihrer verzweifelten Sinnsuche taugen Song und Album auf ihre Weise aber sehr wohl. Deshalb: Daumen hoch. www.arcadefire.com
Dienstag, 25. Juli 2017
Babe Punch: Nur das Nötigste
Und auch diese vier Damen aus Nottingham gehören an einem Gitarrentag wie heute unbedingt erwähnt (den netten Herrn 2. v. r. am Schlagzeug nehmen wir der Einfachheit halber gleich mit in Sippenhaft): Bei Babe Punch steht eindeutig die Punk-Attitüde im Vordergrund, Äußerlichkeiten wie ansprechend gestaltete Plattencover oder gar hübsche Presseshots sind da eher nicht so weit oben auf der Prioritätenliste. Sei's drum, ihre Single "Control" brettert mächtig los und Erinnerungen an L7 oder Hole sind da nur einige von vielen. Das Stück ist zwar schon etwas älter, stammt von der gleichnamigen EP der Band, hat aber gerade das folgende Video verpaßt bekommen.
SOAR: Erhebend
Das Coverfoto gibt die Assoziation noch nicht her, die Musik dann aber schon: SOAR, vierköpfige Mädchenband aus San Francisco, können mit ihrem so melodischen wie angenehm windschiefen Sound für so manches erhebende Gefühl sorgen - insofern passt der Bandname dann auch wieder. Eigentlich sind Shannon Bodrogi, Jenna Marx, Rebecca Redman und Mai Oseto in verschiedenen Formationen zu Hause, nun haben sie für das neue Projekt ihre Stimmen und Instrumente zusammengeworfen und für den 25. August via Father/Daughter Records gleich ein Debütalbum angekündigt. "Dark/Gold" wird zehn neue Songs enthalten, von denen hier schon mal zwei vorab zu hören sind - "Fort Funston" und "Fatigue".
Montag, 24. Juli 2017
Cold Specks: Zeit für Eigenes [Update]
Update: Nun hat das neue Album auch einen Namen - "Fool's Paradise" kommt am 22. September in den Handel und mit dem Titelsong haben wir hier schon das zweite Stück parat. Erstmals in ihrer Karriere singt Ladan Hussein darin auch auf Somali - der Titel der Platte, so ist zu lesen, geht auf die somalische Redensart "Kala garo naftaada iyo laftaada" zurück, zu deutsch ungefähr: "Erkenne den Unterschied zwischen Deinen Knochen und Deiner Seele." Es wird sich also, darf man vermuten, in den Stücken viel um ihr eigenes Selbstverständnis als Kanadierin mit afrikanischen Wurzeln drehen.
10.10. Köln, Yucca
11.10. Hamburg, Nochtspeicher
14.10. Berlin, Musik und Frieden
15.10. Frankfurt, Brotfabrik
16.10. München, Milla
18.10. Wien, Arena
19.10. Zürich, Stall 6
20.10. Genf, La Graviere
Freitag, 21. Juli 2017
Superfood: Selbstläufer
Wo wir sie halten können, da halten wir sie - die Regel. Welche heißt: Kein Wochenende ohne amtlichen Dancetrack. Und dieser kommt heute von Dom Ganderton und Ryan Malcolm, zwei Herren aus Birmingham, die unter dem Namen Superfood schon öfter für Aufsehen (eigentlich Aufhören, klingt aber komisch) sorgen konnten. Nun haben die beiden für den 8. September via Dirty Hit ihr nächstes Album "Bambino" angekündigt und von diesem stammt die aktuelle Single "Unstoppable". Und damit haben sie verdammt noch mal recht. Dazu packen wir noch den etwas älteren Track "Double Dutch" - läuft das Wochenende.
Orbital: Nach der Landung
Und das einen Tag nach dem neuerlichen Jubiläum der Mondlandung: Zur Abwechslung mal wieder etwas von (hüstel) älteren Menschen - die Gebrüder Hardnoll, bekannter unter ihrem Projektnamen Orbital, haben gerade via In The Line Of Best Fit einen neuen Song veröffentlicht, ob "Copenhagen" denn auch ein weiteres Album ankündigt, bleibt allerdings unklar.
Gisbert zu Knyphausen: Licht und Schatten
Und noch eine Ankündigung, wenn auch ausnahmsweise auf leisen Sohlen: Gisbert zu Knyphausen hat eine Platte fertig. Benannt ist sie nach dem Song "Das Licht dieser Welt", den man in diesem Jahr schon im Remake "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" von/nach Dresen/Krüss hören durfte. Für das Album, das am 27. Oktober bei PIAS erscheint und zwölf neue Lieder (hier passt der Begriff endlich mal) bereithält, sollen eine Vielzahl von neuen Instrumenten nebst Musikern dabeigewesen sein, freuen dürfen wir uns auf Stücke wie "Etwas besseres als den Tod finden wir überall" und "Carla Bruno". Hier jedenfalls schon mal ein paar Tourtermine und der Opener "Niemand".
28.10. Berlin, Lido
29.10. Hamburg, Uebel und Gefährlich
30.10. Leipzig, Werk 2
01.11. Köln, Gloria
02.11. München, Technikum
03.11. Zürich, Bogen F
04.11. Schorndorf, Manufaktur
05.11. Hannover, Kulturzentrum Faust
28.10. Berlin, Lido
29.10. Hamburg, Uebel und Gefährlich
30.10. Leipzig, Werk 2
01.11. Köln, Gloria
02.11. München, Technikum
03.11. Zürich, Bogen F
04.11. Schorndorf, Manufaktur
05.11. Hannover, Kulturzentrum Faust
Zugezogen Maskulin: Krasser Stoff
Hier war die Neugier mit Sicherheit am größten: Zwei Jahre ist es her, da haben Zugezogen Maskulin mit nur einer einzigen Platte das Land in Brand gesetzt - was für ein Debüt! Nun, die Zeiten haben sich geändert und besser sind sie nicht geworden, wie lautet also, so fragte man sich ab und an, das Statement von Testo und Grim 104 dazu? Mit dem heutigen Tag und dem Video obendrauf ist das nun mal klar. "Was für eine Zeit" läßt, wie man so schön sagt, an Klarheit nichts zu wünschen übrig, der Clip dazu von Martin Swarovski spart nicht mit dystopischem und durchaus schwer verdaulichem Bildmaterial. Gut so. Das Album "Alle gegen alle" kommt dann am 20. Oktober, live sind momentan das Deichbrand, Rocko del Schlacko und natürlich die Reeperbahn gebucht.
Wanda: Die Sache mit dem Timing
Hund san's fei scho. Würde man jetzt in Bayern sagen. Übersetzt heißt das soviel wie, die Herren von Wanda sind ausgemachte Schlitzohren resp. Ganoven, die genau wissen, daß im südlichsten Bundesland der Piefkes bald die Ferien vor der Tür stehen (und anderswo gerade munter am laufen sind) und weil dazu lange Autofahrten (oder eben Staus) gehören, muß natürlich auch ein neues Album der Wiener Kapelle her. Sonst wäre das alles ja kaum zu ertragen - wer einmal laut "Amore!" grölend an Bologna vorbeigerauscht ist, weiß wovon hier die Rede ist. Nun also "Niente" - und das ist die Krux, das Ding kommt nämlich erst am 6. Oktober in den Handel, Ferien also längst vorbei. Die Vorabsingle "0043" gibt's deshalb aber samt Video zum Trost schon heute, ein wenig darf also schon noch am Timing gefeilt werden, bittschön.
Missincat: Mal anders
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Foto: David Benham |
Donnerstag, 20. Juli 2017
Mount Kimbie feat. King Krule: Der letzte seiner Art
Den Song gab's ja schon ein paar Tage, nun ist auch das Video dafür zu haben: Das Londoner Minimal-Electro-Duo Mount Kimbie hat für sein kommendes Album "Love What Survives" einen Song gemeinsam mit King Krule aufgenommen, dem rothaarigen Burschen also, der vor vier Jahren mit seinem Debüt "6 Feet Beneath The Moon" einen unglaublichen Senkrechtstart erlebte. Nun also "Blue Train Lines", ein vibrierender, nervöser Track, der in einer kunstvoll geschnittenen Bildergeschichte das Leben von Ishi, dem letzten Überlebenden des nordamerikanischen Ureinwohner-Stammes der Yahi, illustriert - Regie führte Raf Fellner. Das Album von Mount Kimbie soll am 8. September bei Warp Records erscheinen.
Wolf Parade: Rückholaktion
Eine etwas unverhoffte Meldung erreichte heute all jene, die ihr Ohr nicht ganz und ständig in der kanadischen Musikszene rund um Quebec geparkt hatten: Wolf Parade, die Band also von Spencer Krug und Dan Boeckner, wird am 6. Oktober via Sub Pop ganze sieben Jahre nach ihrem letzten Album "Expo 86" ein überraschendes Comeback hinlegen. Betitelt ist die Platte mit elf neuen Songs "Cry Cry Cry" und wie es sich für eine zünftige Rückholaktion gehört, bietet die Band mit "Valley Boy" auch eine erste Single als vertrauensbildenende Maßnahme an.
26.11. Basel, Kaserne
27.11. München, Hansa 39
29.11. Berlin, Bi Nuu
30.11. Hamburg, Gruenspan
26.11. Basel, Kaserne
27.11. München, Hansa 39
29.11. Berlin, Bi Nuu
30.11. Hamburg, Gruenspan
Goat Girl: Neues Paar
Und ein weiteres, ungleich bekannteres Label vermeldet eine limitierte Pressung: Rough Trade gibt für den 25. August die Veröffentlichung einer neuen Single des Londoner All-Girl-Quartetts Goat Girl bekannt. Neben dem leading Song "Crow Cries" wird sich darauf auch "Mighty Despair" befinden, zuletzt waren Clottie Cream, Naima Jelly, L.E.D und Rosy Bones mit dem Pärchen "Scum"/"Country Sleaze" vor einigen Monaten in Erscheinung getreten (zu ersterem gab es dieses wirklich ziemlich widerliche Füttervideo, s.u.) - nun sind sie bald im Vorprogramm von The Fall (!) und kurz darauf auf ihrer ersten Headliner-Tour zu sehen.
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