Dienstag, 10. März 2015

Mumford And Sons: Besser abwarten

Wer jetzt schon mal jubeln möchte, dem sei das natürlich unbenommen - etwas Zurückhaltung ist wohl trotzdem angebracht: Mumford And Sons haben mit ihrem Debütalbum "Sigh No More" einen wirklich atemberaubenden Karrieresprung hingelegt. Doch die Musikkritik ging nicht nur pfleglich mit ihnen um - während sie für die erste Platte noch in den Himmel gehoben wurden, kassierten die vier Briten für den Nachfolger "Babel" schon einige derbe Verrisse, Kuschelfolkies, verkitschte Stadionrocker waren da noch die höflicheren Vokabeln. Die Auszeit war also vorprogrammiert. Nun sind sie mit ihrem dritten Album "Wilder Mind" (VÖ 1. Mai) wieder zurück, die Banjos sollen verb(r)annt sein, mehr Elektronik im Angebot - ob das reicht, kann die erste Single "Believe" sicher noch nicht endgültig klären.


Prag: Langer Atem [+Verlose]

Jaja, schon klar - schauspielern und singen, wie öde!? Hatten wir doch alles schon, sind wir längst drüber. Nora Tschirner, die sympathische Quasselstrippe, hat mit ihrer Band Prag im Januar diesen Jahres immerhin schon Album Nummer zwei mit Namen "Kein Abschied" veröffentlicht und mit diesem startet sie heute Abend ihre Clubtour durch die Lande.

10.03.  Hamburg, Kampnagel
11.03.  Köln, Kulturkirche
12.03.  Essen, Weststadthalle
18.03.  Dresden, Scheune
19.03.  Leipzig, Werk 2
20.03.  Cottbus, Glad-House
26.03.  Wien, Theater Akzent
27.03.  München, Strom
28.03.  Zug, Kulturzentrum Galvanik
30.03.  Berlin, C-Club

Verlose: Für das Konzert in München verlosen wir im Übrigen 2 Tickets - einfach eine fixe Mail an info@mapambulo.de mit Name und Betreff...

Johnny Marr vs. Depeche Mode: Gehen oder bleiben

Depeche Mode zu covern ist nun beileibe keine originäre Idee mehr, man hat schon viele kommen und gehen sehen und nur wenigen ist etwas Bleibendes gelungen. Nun versucht sich also Johnny Marr, Ex-Smiths und recht erfolgreich solo unterwegs, für den Record Store Day am Heuler "I Feel You" - klingt nett. Aber neu?!

Ryan Adams: Selfsupport im kleinen Schwarzen

Konzerte von Ryan Adams sind schon immer eine sehr spezielle Sache gewesen. Früher konnte es schon mal passieren, dass der Mann gleich mehrmals hintereinander entweder gar nicht kam oder wegen seines gefährlich hohen Alkoholpegels die Bühne nicht von allein fand. War er dann oben und im Publikum befand sich ein Spaßvogel, der meinte, er müsse sich gleich mal "Summer of '69" wünschen, war der Konzertabend schon wieder vorbei. Schwierige Sache also. Nun, es hat sich einiges geändert, aus Adams ist ein richtig umgänglicher Typ geworden. Mit Bryan hat er sich soweit ausgesöhnt (man schickt sich jetzt sogar Geburtstagswünsche via Twitter) und auch sonst hat er sich zu einem hilfsbereiten Kerl gewandelt: Weil laut Stereogum gestern Abend Toursupport Natalie Prass ihren Flieger zum anstehenden Konzert in Kopenhagen verpasst hatte, zog sich Adams kurzerhand ein hübsches Kleidchen über und spielte ihr komplettes Set als eigenes Vorporgramm. Da wäre man dann doch gern dabeigewesen, so bleiben nur ein paar verwackelte Beweisbilder...

Montag, 9. März 2015

All We Are: TV Glotzer

Gestapelte Röhrenfernseher findet man heutzutage nur noch auf Wertstoffhöfen oder bei besonders hippen Aktionskünstlern. All We Are aus Liverpool haben kürzlich ihr gleichnamiges Album veröffentlicht, nach Restrampe oder Kunstperformance klingt das aber nicht - dennoch haben sie sich für das Video zum Song "Utmost Good" ein paar alte Flimmerkisten besorgt - ihren einzigen Deutschlandgig spielen die drei übrigens im Mai in der Autostadt Wolfsburg.

16.05.  Wolfsburg, Hallenbad - Kultur am Schachtweg


Arte: Rebel Girls

Wer sich unter der Woche langweilt, dem sei dringend die Mediathek von Arte ans Herz gelegt - am vergangenen Samstag lief dort eine sehenswerte Dokumentation über Ursprung und Entwicklung der Riot-Grrrl-Bewegung. Neben raren Konzertaufnahmen von Bikini Kill, Bratmobile und Nirvana gibt es eine Reihe von Interviews mit Kathleen Hanna (Bikini Kill, Le Tigre), Tammy Rae Carland, Allison Wolfe (Bratmobile), Becca Albee (Excuse 17) und Laureen Mayberry (Chvrches). Sehr lohnenswert - also beeilen, hier geht's lang...

Sonntag, 8. März 2015

Jesper Munk: Keine Jugend ohne Schmerz

Jesper Munk
„Claim“
(Warner)

Kann man ihm das wirklich zum Vorwurf  machen? Dass der Junge im zarten Alter von zweiundzwanzig Jahren eine Musik macht, die ihre Geschichte und Kraft aus der leidvollen Lebenserfahrung von Sklaverei und Rassentrennung zieht, die also mehr als viele andere Spielarten des Rock Unglück und Verzweiflung zum Grundthema machte und macht? Größere Verwerfungen sind aus dem Lebenslauf des Jesper Munk nicht bekannt, der Sohn von Rainer Germann (Cat Sun Flower) dürfte sogar eine recht behütete Kindheit genossen haben. Manches Bild und manche Zeile lassen einen trotzdem schmunzeln, wie er zum Beispiel für das Video zu „Courage Of Love“ die Attitüde des verwilderten Outlaws pflegt und sorgsam abgerissen durch die triste Pampa zieht, oder wie er seine Schuld am Scheitern mit „whiskey from the barman and cocaine from a friend“ betäubt („Guilty“). Doch wenn Blues nur die Sache alter Männer wäre, weil man erst dann die passende Vita vorzuweisen hat – es wäre arm um diese Musik bestellt.

Keine White Stripes, denn diese hatte Vorbild Jack White mit genau 22 gegründet, vom fabelhaften Benjamin Booker, ebenfalls mit 22 gestartet, wüsste die Welt rein gar nichts und selbst Munks großem Fürsprecher Jon Spencer würden entscheidende Jahre in der Biographie fehlen. Gehen wir besser davon aus, dass der gebürtige Münchner selbst jetzt schon einiges an Herzschmerz, jugendlicher Seelenqual und Wut erlebt hat (die ja immer so schwer wiegen, wie sie derjenige wahrnimmt, den sie betreffen). Egal also, ob er die „Reeperbahn“ nur vom Hörensagen oder aus eigener Erfahrung kennt, auch in den Songs seines neuen, zweiten Albums findet sich ein gerütteltes Maß an Kraft und Leidenschaft, genug jedenfalls, um dem Jungen seine Geschichten bereitwillig abzukaufen. Der Sound beseitigt ohnehin jeden Zweifel – was er da zusammen mit Jon Spencer, Sebastian Weiss (aka. Sepalot/Blumentopf) und Produzent Mocky an dreckigen Riffs, stampfenden Drums und souligem Georgel zusammengemischt hat, verdient einigen Respekt (dass das Viele am Ende nur noch auf einem Doppelalbum unterzubringen war, ist dabei fast schon frech zu nennen).

Eine kratzige, abgelebte Stimme also, die nicht nur bei „The Parched Well“ verblüffend an King Krule erinnert, satter Background, sparsame Bläser und viel, viel virtuos verschrägter Gitarrenkrach – Munk vermag seinem Instrument eine Klangvielfalt zu entlocken, die schwer beeindruckt. Das groovt mal sehr lässig wie bei „Shakespeare And Heartbreak“, barmt und vibriert nach alter Schule zum Herzerweichen „… there’s no rehab for lovers …“ („Clean“) oder klappert und pocht trocken in bester Voodoo-Manier für „It Takes Two“ – es ließe sich ein Vielzahl von Beispielen nennen, die dem Album eine Wandlungfähigkeit und Frische verleihen, welche in in diesem Alter wohl nur sehr selten zu finden sind. Misstrauen ist da fehl am Platz, eher die Angst, der Junge könnte zu schnell zu groß werden und sein Talent zu billig verkaufen. Andererseits – ein paar negative Erfahrungen haben noch niemandem geschadet, Munk hätte ja glücklicherweise das Zeug dazu (siehe oben), sie auf seine Weise gewinnbringend zu verarbeiten. http://jespermunk.de/

29.03.  Roth, Kulturfabrik
10.04.  Berlin, Postbahnhof
11.04.  Hamburg, Knust
14.04.  Dresden, Groove Station
15.04.  Bremen, Tower
16.04.  Hannover, Lux
18.04.  Osnabrück, Kleine Freiheit
19.04.  Köln, Stadtgarten
20.04.  Bochum, Zeche Bochum
21.04.  Frankfurt, Batschkapp
23.04.  Stuttgart, clubCANN
24.04.  Dingolfing, Eishalle
26.04.  Zürich, Exil
28.04.  Wien, Chelsea
29.04.  München, Muffathalle
08.05.  Irschenberg, Irschenberg-Festival
22.05.  Salching, Pfingst-Openair
26.06.  Chemnitz, Kosmonaut-Festival
14.08.  Stukenbrock, Serengeti-Festival

Samstag, 7. März 2015

M.I.A.: Sommergrüße

Heute gab's Sonne satt und passend dazu schickt M.I.A. einen brandneuen Non-Album-Track um die Welt - nähere Angaben dazu gab's noch keine außer der Beteuerung, der Sommer sei nicht mehr weit. Na hoffentlich, mit "Can See Can Do" kann er ja schon mal üben...

Freitag, 6. März 2015

Flake vs. Peter Richter: Direkt vom Erzeuger [Update]

Sollte jemand den wohlmeinenden Rat zum Printkauf vom vergangenen Wochenende (Hashtag: SZ am Wochenende) ignoriert haben, dann wird er oder sie jetzt sogar noch belohnt: Peter Richter, tatsächlich ziemlich großartiger Autor der Süddeutschen Zeitung, veröffentlicht auf seiner Website ein zweites Mal seinen (überaus lesenswerten) Text über Christian "Flake" Lorenz, den Keyboarder von Rammstein und dessen Buch "Der Tastenficker". In drei Tagen erscheint im Übrigen im Luchterhand-Verlag Richters eigener autobiographischer Roman "89/90" - sicherlich nicht die schlechteste Lektüre für alle die meinen, ihr Dresden-Bild sei bereits ein fertiges.

Die Lektüre des "Tastenfickers" könnte zudem auch dabei helfen, den Blick über den Tellerrand in Richtung Zonenpunk zu weiten, schließlich spielte Flake schon bei Kapellen wie der Magdalene Keibel Combo und Feeling B, da hatten Rammstein noch eine Ente auf der Schürze. Anbei ein kurzer Ausschnitt aus dem 1987 in der DDR gedrehten Film "Flüstern und Schreien".

Update: Anbei noch die Daten zur aktuellen Lesetour zu Flakes Buch...

17.03.  Berlin, Hugendubel/Schloßstraße
19.03.  Rostock, Thalia/Breite Straße
20.03.  Schwerin, Thalia/Marienplatz
24.03.  Dresden, Thalia/Dr.-Kuelz-Ring
25.03.  Chemnitz/Thalia/Neumarkt
26.03.  Erfurt, Buchhandlung Peterknecht
27.03.  Jena, Thalia/Leutragraben
15.04.  Leipzig, Buchhandlung Ludwig/Hbf.
20.04.  Mainz, Hugendubel/Am Brand
21.04.  Bonn, Thalia/Markt
22.04.  Hagen, Thalia/Eberfelder Straße
23.04.  München, Hugendubel/Marienplatz

Phillip Boa: Still (indie)rocking

Seit gestern ist er wieder unterwegs, der große (und mittlerweile auch etwas ergraute) Grantler des deutschen Indierocks: Phillip Boa hat noch ein paar Zusatztermine für die Promo seines letzten Albums "Bleach House" spendiert, obendrauf gibt es noch das neue Video zum Song "Are You The One From Heaven".

06.03.  Aschaffenburg, Colos-Saal
07.03.  München, Strom
13.03.  Zwickau, Alter Gasometer
14.03.  Cottbus, Glad House
08.05.  Hameln, Sumpfblume
09.05.  Kiel, Pumpe

Tocotronic: Erste Töne/Bilder

Die Tourdaten sind ja schon im Umlauf, Artwork auch, nun kommen die neuen Töne: Tocotronic werden bekanntermaßen am Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse ihre neue Platte - nun offiziell "Das rote Album" genannt - veröffentlichen, die erste Single heißt passenderweise "Prolog", Regie zum Video führte Alexa Karolinski.

Donnerstag, 5. März 2015

Chromatics: Vielleicht groß

Wann es kommt, weiß man noch nicht so genau, dass es groß werden könnte, läßt auch die neue Single vermuten: Die Chromatics haben einen weiteren Song aus ihrem neuen Album "Dear Tommy" veröffentlicht - "I Can Never Be Myself When You're Around" folgt auf "Just Like You", beides Dreampop im besten Sinne und in der Tradition der vorangegangenen vier Platten der Band aus Portland.

Westkust: Gar nicht so süß

Again and again and again - die zauberhaftesten Tracks kommen in letzter Zeit aus der Sparte Shoegazing: So zum Beispiel die Songs der schwedischen Formation Westkust - zwei der fünf Mitglieder spielen im Übrigen auch bei den hier kürzlich lobend erwähnten Makthaverskan aus Göteborg. Was an "Swirl", dem gerade geleakten Track auffällt sind die für Pedalpopper auffällig rauhen Töne bei Gitarre und Gesang. Schaden tut das dem Gesamteindruck keinesfalls - das Stück stammt im Übrigen vom demnächst erscheinenden Longplayer "Last Forever".

Violent Femmes: Jede Menge Liebe

Das wissen wir ja, dass der Record Store Day für so manche Überraschung gut ist - diese hier aber ist ein kleiner Hammer: Die Violent Femmes, göttergleiche Schrammeltruppe aus Milwaukee, werden an diesem Tag und somit ganze fünfzehn Jahre nach ihrer letzten Verlautbarung eine EP mit dem Titel "Happy New Year" veröffentlichen und die erste Auskopplung "Love Love Love Love Love" haben Gordon Gano und Brian Ritchie auch schon vernetzt. Noch besser: Die Band will laut Rolling Stone im Frühjahr an weiteren Songs arbeiten.

Mittwoch, 4. März 2015

Marilyn Manson: Father and Son

Unbedingt sehenswert: Das New Yorker Magazin PAPERMAG präsentiert auf dem Cover seiner März-Ausgabe ein sehr witziges Foto von Marilyn Manson. Dieses gehört zu einer Serie von Bildern, die ein Interview im Heft illustrieren - mit dabei auch eine Aufnahme, die Manson zusammen mit seinem Vater Hugh Warner zeigt, mit dem identischen Makeup. Und wer glaubte, das sei für den Senior eine Premiere, den belehrt Manson sogleich: "When I see pictures of my dad, I'm like, he looks like me. The first time I saw my dad in makeup was, ironically, the second concert I ever went to. He dressed as Gene Simmons and took me to the Kiss 'Dynasty' tour when I was 11. And people were asking my dad for his autograph."

Pollyester: Gescheit getanzt

Pollyester
„City Of O“

(Disko B/Schamoni Musik)

Gepasst hätte es wohl, gemeint war’s aber nicht: Polina Lapkovskaja aka. Pollyester hatte für den Titel ihres neuen Albums keinesfalls den Sadomaso-Chic der Pauline Réage im Sinn. Vielmehr verweist “City Of O” auf die künstlerische Nachbildung des Orionsternzeichens in Form einer Fantasiefestung (Hannsjörg Voth/Ingrid Voth-Amslinger) in der marokkanischen Wüste, ein “Sehnsuchtsort” der Münchner Electroformation, so zumindest das Label. Glücklicherweise ist die nähere Identität des Buchstaben “O” für die Wirkung der Platte nicht unbedingt von Nöten, denn die Musik der vier geht ohne Umwege geradewegs vom Bauch in die Beine und ist dazu angetan, diese ordentlich in Bewegung zu halten. Pollyester bieten auch auf Album Nummer drei einen Sound, zusammengemischt aus dem Besten, was die (Hashtag: Gebetsmühle) sträflich unterschätzten 80er so zu bieten hatten – hier schmatzen die Synthies, pochen die Beats, wird Wave mit Funk verkocht. Lässig getanzte Gesellschaftskritik ist ja momentan ganz schwer im Kommen (nehmen wir zum Beispiel “Libertatia” von Ja, Panik – schon länger draußen, und “Keine Arbeit, lieber tanzen” von Tubbe – kommt bald), entsprechend geschickt haben auch Pollyester ein paar Anmerkungen zum seltsamen Lauf der Dinge verpackt: So muss der Sängerin höchsteigene Telefonnummer für ein paar zornige Zeilen an den Überwachungsstaat herhalten ("2328628"), die fest geschnürten Stiefel geben die passende Metapher zum beharrlichen Stehvermögen ab (“In My Boots”). Dass sich hinter “Catrina” eine Schutzheilige des mexikanischen ‘Día de los Muertos’, zu deutsch: Allerseelen, verbirgt, freut den Nerd, klingen tut das Stück wie eine abgebremste Italopop-Variante der Liaison Dangereuse' – also: ziemlich toll. Musik zum Zappeln, Hüpfen, Federn, Schwitzen, geschmeidig, fordernd und sehr charmant. Und ein bisschen auch zum Verlieben. http://www.pollyester.net/

11.03.  Dresden, Altes Wettbüro
12.03.  Leipzig, Goldhorn
13.03.  Kassel, Unten
14.03.  Essen, Hotel Shanghai
27.03.  Hamburg, Nachtasyl
28.03.  Hamburg, MS Stubnitz
27.04.  Linz, Crossing All Europe Festival
30.04.  Nürnberg, Zentralcafe
29.05.  Hamburg, Golem
13.06.  Berlin, Torstrassen Festival/Bassy Club
27.06.  Innsbruck, Das Grand Motel Festival

Dienstag, 3. März 2015

TV On The Radio vs. Chilly Gonzales: Alles anders

Re-Make ist nicht gleich Re-Work und erst recht nicht Re-Mix. Verständlich also, dass Chilly Gonzales, kanadischer Wahlberliner, Klaviervirtuose und bekennender Morgenmantelträger, keinen Stein auf dem anderen läßt, wenn er sich "Test Pilot" von TV On The Radio vornimmt. Herausgekommen ist dann allerdings die erwartet superchillyge (hohoho) Pianoversion - selber hören bei Vevo.

Montag, 2. März 2015

Kanye West: Professionelle Hilfe

Nicht wenigen ist es in den letzten Wochen tatsächlich so vorgekommen, als könnte dem Mann etwas professionelle Hilfe nicht schaden - womöglich auch die von ganz weit oben: Kanye West hat sein nächstes Album folgerichtig auch "So Help Me God" genannt. Einsicht oder nicht, versuchen wir uns mal ein paar Minuten auf das Wesentliche, also die Musik zu konzentrieren und das wären dann neben dem Paul-McCartney-Rührstück "Only One" und der doch recht ungewöhnlichen Catwalkbeschallung "Wolves" seit kurzem noch die Studioversion von "All Day (Feat. Allan Kingdom/Theopilus London)". Und das, sind wir ehrlich, reicht zumindest für ein bisschen Spannung, Bling Ding hin oder her.


Faith No More: Alles super

Und auch Faith No More haben sowohl grafisch als auch akustisch nachgebessert: Das Cover des Mitte Mai erscheinenden Albums "Sol Invictus" hat die Band mittlerweile im Netz geteilt, dazu kommt eine weitere Auskopplung mit dem Titel "Superhero".




Samstag, 28. Februar 2015

Martin Gore: Warten und Raten [Update]

Wachsende Vorfreude für Anhänger von Martin Gore: Der Songwriter, Komponist und Sänger von Depeche Mode plant offenbar in nächster Zeit die Veröffentlichung eines neuen Albums. Nach den beiden Solowerken "Counterfeit e.p." (1989) und "Counterfeit²" (2003) und der Minimal-Techno-LP "Ssss" zusammen mit Freund und Ex-Kollege Vince Clarke unter dem Projektnamen VCMG steht nun Gerüchten zufolge (www.depechemode.de) eine weitere Instrumentalplatte an, die eher in Richtung Ambient zielen soll. Ob Gore das allein bewerkstelligt hat oder ob sich hinter dem auf seiner Facebook-Seite geposteten Kürzel #MGxMG noch ein Kompagnon verbirgt, ist nicht bekannt und auch die bislang bekannten Fotos (Kabel, Druckform, s.u.) geben kaum  weiteren Aufschluss - einzig dass der Düsseldorfer Produzent Stefan Betke alias Pole seine Finger im Spiel hatte, läßt sich bei genauerer Betrachtung erahnen.

Update: Nun also auch Cover, Titel und erster Song - "MG" soll's heißen und "Europa Hymn" klingt tatsächlich etwas loungig - Ende April kommt das gute Stück via Mute.