Montag, 16. September 2013

Azealia Banks: Außer der Reihe

Jung Rapunzel läßt warten: Die Ankündigungen zum neuen Album "Broke With Expensive Taste" von Azealia Banks haben ja geraume Zeit schon Züge von Guns'n'Roses' "Chinese Democrazy" angenommen - nun soll es endlich im Januar 2014 erscheinen. Das Tracklisting zwitscherte ja kürzlich auch durch's Netz und eigenartigerweise finden sich dort auch so angestaubte (und gleichwohl erstklassige) Stücke wie "212" und "Yung Rapunxel". Egal, das folgende Stück ist neu und nicht darauf enthalten - "Count Contessa" bei Soundcloud.

Blogbox: Save the Date

Eine kleine, nicht ganz uneigennützige Meldung für alle diejenigen, welche Medien vorzugsweise auf elektronischem Wege konsumieren: Ende der Woche starten die Münchner Visionäre Bernahrd Hering, Moritz Orendt und Marco Eisenack die sogenannte BLOGBOX (www.blogboxapp.de), eine frei käufliche App, mit der die aufwändige Suche nach den persönlichen Blogg-Favoriten erleichtert werden soll. Neben der Praktikabilität spielt natürlich auch die wachsende Auswahl eine Rolle, in die BLOGBOX kommen alle Seiten, die den redaktionellen Richtlinien entsprechen und - natürlich - zu gefallen wissen. Und was für eine Überraschung: Mapambulo ist dabei!

Es soll nicht vergessen werden, dass am Freitag auch die Printausgabe des bekannten Münchner Stadtmagazins mucbook seine Taufe erleben wird, hinzu kommt noch das multimediale Online-Mixtape namens TAPEBOOK. Viel Grund zum Feiern also, am 20. September um 20:00 Uhr in der Münchner Kranhalle, live dabei u.a. Columbus, Jim Fletch und Telonius. Auf geht's!

Manic Street Preachers: Mutig voran

Manic Street Preachers
„Rewind The Film“

(Smi Col/SONY)

Schwierig, schwierig. Wieder mal so ein Album, wo es auf die Erwartungshaltung ankommt. Die Manic Street Preachers wollten mit ihrem elften Album offenbar vieles anders machen. Wer den Punk und alternativen Glam-Rock der frühen Jahre liebte, wird hier ganz schön schlucken müssen – die Manics bieten vorzugsweise zurückhaltende, manchmal sogar folkige Töne, garniert mit allerlei elektronischen Verzierungen, Streichersätzen und wieder deutlich mehr Bläsern als zuvor. Auch nicht dabei: Der breitbeinige Bombastrock der letzten Alben, lieber wildern sie bei Art und Prog der allgegenwärtigen 70er. Gelungen die drei Gastbeiträge: „This Sullen Welsh Heart“ mit Singer-Songwriterin Lucy Rose kommt als beschauliches, akustisches Traditional daher, der ehrwürdige Richard Hawley veredelt den Titelsong und spätestens mit der Waliserin Cate Le Bon und „4 Lonely Roads“ ist klar, dass das Parkett bei der nächsten Tour wohl bestuhlt verkauft wird. Wenige Standards (As Holy As The Soil, Show Me The Wonder), nach Coldplay und Phoenix auch hier ein wenig trendig Asiatisches (I Miss The Tokyo Skyline) – es gibt viel von allem, so richtig überzeugen können sie allerdings selten. Der einzige Rocksong, der sich eine größere Geste, ein wenig Leidenschaft leistet, ist „30-Year War“, wer will, kann hier einen James Dean Bradfield aus den Zeiten von „Everything Must Go“ und „This Is My Truth...“ hören. Dennoch, allzu hart möchte man mit ihnen nicht ins Gericht gehen, den Mut zu dieser Richtungsänderung muss man nach mehr als zwanzig Jahren erst mal haben. http://www.manicstreetpreachers.com/

Leonard Cohen vs. Haim: Sonnendeck [Update]

Da hat der Sommer offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Leonard Cohen sitzt für "Old Ideas" genauso gern in der Sonne wie die Mädels von Haim bei "Days Are Gone" - hübsch anzuschauen...

Update: By the way, Leonard Cohen präsentierte kürzlich in Dublin mit "I've Got A Little Secret" einen neuen Song.

Samstag, 14. September 2013

Audiolith: Leicht zu haben

Hatten wir schon darauf hingewiesen, dass das außerordentlich verdienstvolle und verehrungswürdige Label Audiolith aus HaHaHamburch seit Wochen, Monaten und Jahren sein zehnjähriges Jubiläum feiert? Hatten wir, Tasche kam trotzdem noch keine vorbei... Getreu dem hanseatischen Motto "Tu Gutes und schnack viel drüber!" kann man das aber trotzdem nicht allzu oft tun, deshalb sei hier auf den neuen Sampler "Ten Years From Now (Still Doin' Our Thing #3)" hingewiesen - nur echt mit der Lewerenz-Bratze und ab 27. September da draußen, bestückt mit erstklassiger Audiolith-Superrareware wie Tubbe, Feine Sahne Fischfilet, Frittenbude, Egotronic, und und und. Zu bekommen beim Sklavenhändler eures Vertrauens Amazon und natürlich auch im Webshop vor Ort.

Freitag, 13. September 2013

Crystal Stilts: Im Farbenrausch

So einfach kann's gehen: Die Crystal Stilts, in nicht mehr allzu ferner Zukunft mit ihrem neuen Album "Nature Noir" wieder verkaufsfähig, haben bei einer Wanderung durch's Hudson Valley einfach mal die Kamera draufgehalten, die Farben danach ein wenig psychedelisch verfremdet und - schwups - war das Video für die nächste Single "Star Crawl" fertig - hier zu sehen bei Vimeo. Ein paar Livedaten kommen auch noch dazu:

19.11.  Hamburg, Hafenklang
20.11.  Berlin, Festsaal Kreuzberg
21.11.  Köln, King Georg
02.12.  Zürich, El Lokal

Donnerstag, 12. September 2013

Johnny Cash: Still rest in peace!

Mal was Besinnliches für diesen Tag: Heute vor zehn Jahren starb der Man In Black. Still rest in peace, Mr. John Cash!


Mittwoch, 11. September 2013

Janelle Monáe: Thin Black Duchess

Janelle Monáe
“The Electric Lady”

(Atlantic/Warner)

Schwer zu fassen ist sie noch immer. Vor drei Jahren legte Janelle Monáe mit ihrem Album “The ArchAndroid” einen fulminanten Blitzstart hin, hingerissen die Kritik, begeistert das Publikum, ihr Alter Ego Cindi Mayweather im hübschen Fritz-Lang-Kostüm konnte sich vor überschwänglichen Hymnen und Prophezeiungen kaum retten, die Platte ging durch die Decke. Wer da anmerken wollte, dass sich Monáe mit ihrem irrwitzigen Stilmix, dem Wundertütenhaften ihres Debüts, vielleicht doch etwas verhoben habe, musste sich wenigstens ein paar bissige Töne gefallen lassen. Doch auch wenn die Dame aus Kansas noch immer auf die Übernahme der Weltherrschaft durch die Maschinenmenschen (ca. 2029) schwört, auch wenn “The Electric Lady” im Titel noch als Fortsetzung des Vorgängers markiert wird – das neue Album wirkt nun weitaus geerdeter und schlüssiger, die Künstlichkeit ist fast verschwunden oder, wie der Guardian vermutet: “Perhaps this is the drip-drip process of the android becoming human.”

Das heißt nun natürlich nicht, dass sich Janelle Monáe in ein klischeehaftes Korsett zwingen ließe, mit einer plumpen Reduzierung auf’s Kerngeschäft Marke “schwarz=rap/soul/r&b” sollte man der aufgeklärten und selbstbewußten Feministin besser nicht kommen. Trotzdem: Die Stücke des aktuellen Werkes konzentrieren sich einmal mehr auf ihre Stärken, die sie maßvoll und nicht hoppladihopp zu variieren versteht, was sie sich an überspannten Experimenten schenkt, steckt sie jetzt in allerfeinstes Songwriting. “Give Em What They Love” mit Altguru Prince kommt schon mächtig geschmeidig daher, die dreifache Herrlichkeit aus “Q.U.E.E.N.”, “Electric Lady” und dem furiosen “Dance Apocalyptic” läßt, unterstützt von Erykah Badu und Solange Knowles, in punkto Funkyness und Groove keine Wünsche offen.

Viel Dies-, wenig Jenseitiges also, kurze Radiosequenzen vermitteln ein hektisch flirrendes Metropolenklima und umrahmen weitere Perlen: Warum soviel Bohei um das Pixies-Sample (“Where Is My Mind”) beim wunderbaren Duett mit Miguel in “Prime Time” gemacht wurde, verstehe wer will – man muß schon viel Fantasie haben, um hier auf Ideenklau zu plädieren. Auf das hardrockig-breitbeinige Gitarrengezeter will offensichtlich zur Zeit niemand verzichten, Frank Ocean hatte ja bei “Pyramids” den Aufschlag gemacht, bei Kanye West und Jay Z tauchte es ebenso auf und auch Janelle Monáe bringt reichlich davon – nun ja. Dann lieber die 1A-Bewerbungunterlage für den nächsten Bond (“Look Into My Eyes”), die leicht sozialaromatische Soulfunknummer “Ghetto Woman” oder der entspannte Jazz gemeinsam mit Esperanza Spalding (“Dorothy Dandridge”). Jeden dieser Ausflüge mag man mitgehen, sie sind sorgsam gewählt und gekonnt arrangiert.

Klar, dass Monáe auch hier als Klassen- und Lagerkämpferin sichtbar bleiben will, leicht ist sie weiterhin nicht zu haben. „My message is to rebel against sexism“ (NME) steht gleichsam in Versalien über all ihren Arbeiten, differenzierte, selbstbestimmte Wahrnehmung ist ihr nach wie vor ein wichtiges Anliegen: “One of my responsibilities has been to redefine this whole notion of femininity and all those things that society places upon us as women. We are not all monolithic and we will not be marginalised. What is femininity? I don't actually know" (Guardian). Im Wissen um diese Haltung ist dann auch die Sexyness, mit der sie manche ihre Videoclips als glitzerndes Varieté überzeichnet, kein Widerspruch mehr. Aufschlußreich ist in diesem Zusammenhang wohl auch ihre oft erklärte Verehrung für David Bowie, seine Wandlungsfähigkeit, seine schillernde Persönlichkeit und sein Kunstverständnis. Vielleicht reden wir ja bald gar nicht von der neuen Grace Jones, sondern von der Thin Black Duchess. http://www.jmonae.com/

Woman's Hour: Suchtgefahr

Wo wenn nicht bei GvsB kann man solche Schätze heben? Das Quartett Woman's Hour stammt aus - klar, London und verfertigt traumhaften Synthpop der reduzierten Sorte. Gerade ist ihr Song "Darkest Place" bei Soundcloud erschienen, eben dort kann wer will auch noch einer ganzen Reihe ähnlich verzückender Stücke lauschen. Achtung - Zeit mitnehmen, Suchtgefahr!

Dienstag, 10. September 2013

Dobré: Untergeher obenauf

Gute Nachrichten erreichen uns aus dem Hause Millaphon: Deren Schützlinge Dobré planen für Ende Oktober die Veröffentlichung ihres nächsten Albums - "United" heißt der griffige Titel des Nachfolgers von "Do The Dobré" und natürlich gibt es mit "Going Under" auch schon einen ersten Song davon zum Probieren. Und wer seinen Terminkalender für diesen Monat schon mal füttern will, für den haben wir hier noch ein paar Livetermine:

26.10.  Fürstenfeldbruck, Alter Schlachthof
29.10.  Berlin, FluxBau
30.10.  Rostock, Peter Weiss Haus
31.10.  München, Milla
02.11.  Augsburg, Hofmannkeller

Empire Escape: Wissen wie's geht

Empire Escape
„Colours“

(Broken Silence)

Das erste, was einem bei dieser Band auffällt, ist die Abgeklärtheit, mit der sie auf dem Debütalbum zu Werke gehen, gerade so, als wären sie schon Jahre im Rennen und wüßten genau, wann welcher Knopf zu drehen ist und wo ein zusätzlicher Schlenker eher störend wirkt – freiwillige Selbstkontrolle also. Auskenner wissen natürlich, dass Empire Escape aus Berlin keine blutigen Anfänger sind, die Band ist quasi ein Follow Up zur Formation Ikaria, die es mit Sänger Hendrik Schäfer und Gitarrist Julius Rothlaender immerhin schon zu zwei respektablen Alben gebracht hatte – im Sommer 2011 kam dann der Cut samt Neuanfang. Und auch wenn die Produktion zu großen Teilen wieder in Schweden von statten ging – den finalen Mix übernahm hier Pelle Gunnerfeldt, der schon die Hives und The Knife betreute – diesmal klingt das Ergebnis eben nicht nach deutschen Jungs, die es mal englisch versuchen, sondern weitaus gereifter, runder – eben: internationaler.

Der Sound von Empire Escape hat an Volumen und Komplexität hörbar zugelegt, auch wenn die Liste der Vorbilder fast unverändert geblieben ist: Editors, James und Interpol dürfen als gesichert gelten, in den besten Momenten erinnert Schäfers Bassbariton zudem an den Matt Berningers von The National. Der synthetisch klug versponnene Waverock wirkt bestens ausbalanciert – Melancholie, Eleganz, dosiertes Pathos, die vier wissen sehr genau, wie man einen Song basteln muss, der im Ohr hängen bleiben soll. Und nicht nur bei den exzellenten Singleauskopplungen „The Chemistry Of Colours“, „Magnolia“ und „Silhouettes“ gelingt dies exemplarisch. Dass dieser Perfektion auch etwas Kühles, Kalkuliertes anhaftet, fällt dabei kaum ins Gewicht, zumal das Quartett kurz vor Schluß für „Constellations“ und „Depart“ die Zügel etwas lockerer läßt, da kommt sie dann, das große Drama, die Leidenschaft, die man zuvor vielleicht ein wenig vermisst hat. Apropos vermissen: Wem bei der Referenzrallye oben die White Lies abgegangen sind, dem sei gesagt, dass hier Berlin mal ganz klar vor London punktet. http://www.empireescape.com/

Empire Escape zusammen auf Tour mit den Shout Out Louds:
25.09.  Osnabrück, Rosenhof
27.09.  Dresden, Alter Schlachthof
29.09.  Hannover, Faust
30.09.  Düsseldorf, Zakk
01.10.  Mannheim, Alte Feuerwache
02.10.  Stuttgart, Wagenhallen
03.10.  Aarau, KiFF
04.10.  Graz, PPC
05.10.  Linz, Posthof
... und danach allein weiter in diesen Städten.

London Grammar: Weitermachen

Hat da vielleicht wer gedacht, mit der Review zur aktuellen London Grammar ist hier Ruhe mit der gefühlten akustischen Nötigung? Ha! Weit gefehlt. Bei GvsB findet sich nämlich die Aufnahme einer Studiosession, bei der die drei Londoner ihre Version von "In For The Kill" des britischen Electroduos La Roux zum Besten geben. Muss man erwähnen, dass sich das Anschauen lohnt? Also.

Arcade Fire: Tanz der Puppen

Das ein Post an das nächste anschließt, hat man auch hier selten, liegt aber wohl an der großen Verdichtung, die derzeit die Nachrichtenlage zu Arcade Fire und ihrem Album "Reflektor" erfährt. Gestern ist also die erste Single erschienen (mit einer einfachen Dub-Version als B-Seite) und heute gibt's schon das offizielle Video, gedreht von Anton Corbijn, zum gleichen Song - hier via TapeTV.

Montag, 9. September 2013

Arcade Fire: Weiter reflektieren

Die knapp acht Minuten der Single waren ja schon vielversprechend (und ab heute Abend 09:00 Uhr wird sie der/die eine oder andere hoffentlich auch in den Händen halten können), nun ist das (endgültige? haha!) Cover des neuen Albums von Arcade Fire im Umlauf und dazu ein weiterer Teaser - bitteschön.

London Grammar: Teenage Schwermut

London Grammar
„If You Wait“

(M&D Recordings)

Woran liegt es eigentlich, dass junge Menschen heute manchmal so unsagbar traurige Lieder singen? Dass sie Songs schreiben, die so klingen, als hätten sie sich schon mit Anfang zwanzig von aller Lebensfreude verabschiedet, als könnten sie von nun an weder Trost noch Aufmunterung erwarten? Wie kommt es, dass der gerade mal neunzehnjährige Archy Marshall als King Krule die Branche mit einer Stimme Staunen macht, die nach so viel mehr an Erfahrung, Reife und Weltenkenntnis klingt als ebenjene kurzen zwei Jahrzehnte? Genügend Stoff für Dissertationen und Trendforschereien, in denen dann auch Hannah Reid auftauchen sollte. Das zarte, blasse Mädchen steht bei London Grammar, der heißesten Popversuchung des Jahres, am Mikrophon und sie tut dies mit einer Brillanz, einem Timbre und einer Oktavbreite, die verblüfft und begeistert.

“And all foundation that we made built to last, they disintegrate, and when your house begins to rust oh it’s just metal and dust” – eine dieser beispielhaften Zeilen aus dem Song “Metal And Dust”, altklug, illusionslos und schwermütig wie so viele auf diesem Album. Und seien wir ehrlich, gerade diese Schwermut und die Grandezza, mit der sie zum Vortrag kommt, ist es, was die Musik von London Grammar so zauberhaft, so anziehend macht. Natürlich wird man von The XX reden müssen – zu offensichtlich sind die Parallelen bei Formation und Sound, ohne Romy Croft, Oliver Sim und Jamie Smith würde es die Doppelung in Hannah Reid, Dot Major und Dan Rothman wahrscheinlich so gar nicht geben.

Trotz aller Ähnlichkeiten: Wo The XX mit unterkühlter Distanz bestechen, gewinnen London Grammar ihren Reiz aus der leidenschaftlichen Intensität und Wärme ihrer Arrangements, es gibt weniger Beats, dafür wandlungsfähigeren Gesang und ein Mehr an Nähe und Intimität. Stücke wie “Stay Awake”, “Wasting My Young Years”, “Sights” oder “Nightcall” lassen einen tief in die jugendliche Gefühlswelt blicken, nebeneinander stehen hier wie so häufig die Hilflosigkeit, die selbstlose Hingabe, der Mutmacher und die Unfähigkeit, dem eigenen Gedankenwirrwarr eine Rationalität zu geben. Das alles begleitet von behutsam gezupfter Akkustik oder kontrastiert mit dunkel wummernden Bässen, wohl kalkuliert, selten irritierend.

Einzig “Flickers” überrascht mit vorsichtiger Funkyness und erinnert daran, dass die drei ja unter anderem mit dem Dance-Hit “Help Me Lose My Mind”, aufgenommen zusammen mit dem britischen Duo Disclosure, bekannt geworden sind. Das Stück wurde zwar schnell auf der Deluxe-Edition von “If You Wait” versteckt, weist aber vielleicht einen gangbaren Weg für die Zukunft, denn auch The XX haben für “Coexist” erkennen müssen, dass die frostige Innerlichkeit allein auf Dauer kaum trägt. Für’s erste jedenfalls ist London Grammar ein ganz und gar wunderbares Debüt gelungen, das Trio hat offenkundig soviel Qualität, dass einem um seine Zukunft nicht bange sein muss. Und wer sich tatsächlich zur Doktorarbeit entschließt, wird schnell recherchiert haben, dass die Welt da draußen keine bessere wird – sie spielt ihnen also in die Hände, irgendwie. www.londongrammar.com

05.11.  Berlin, Volksbühne
06.11.  München, Atomic Cafe
08.11.  Zürich, Rote Fabrik

Boy George: Fotosammlung

Wer hätte gedacht, dass einer von den beiden Lütten hier mal zur Stilikone und Poplegende werden würde? Boy George bringt bekanntlich Ende Oktober sein Soloalbum "This Is What I Do" heraus und das Video zum ersten Song "King Of Everything" ist als Diashow und somit als unterhaltsame Zeitreise durch das bewegte Leben des exaltierten Künstlers angelegt.

Franz Ferdinand: Böse Jungs

Sowas macht natürlich schnell die Runde: Franz Ferdinand bieten für das Video ihres Songs "Evil Eye" allerlei Scheußliches und Abgedrehtes, es gibt jede Menge Kunstblut, abgehackte Gliedmaßen und sonstige Gruseleien. Gedreht hat Diane Martel, die auch schon für Christina Aguilera, die White Stripes oder Robin Thicke die Kamera dirigierte - hier bei Dooloop. Und die Jungs 2014 live unterwegs:

11.03.  Hamburg, Docks
12.03.  Köln, Palladium
30.03.  Wiesbaden, Schlachthof
31.03.  München, Zenith

Sonntag, 8. September 2013

Coldplay: Same old song

In Deutschland startet er im November - einen kleinen Vorgeschmack gibt es heute schon: Coldplay werden diesmal auf dem Sequel zu "The Hunger Games (Die Tribute von Panem)" vertreten sein ("Catching Fire") und zwar mit dem Titel "Atlas" - der Berichtspflicht sein hier Genüge getan und auf Soundcloud verwiesen, wo das Stück gestreamt wird. Ob sich das Anhören lohnt, muss dann jeder selbst entscheiden...

Freitag, 6. September 2013

Arcade Fire: Auf die inneren Werte [Update]

Zugegeben, manchmal hat man den Eindruck, nicht einmal die Verkündigung der 10 Gebote habe größere Wellen geschlagen als die Verlautbarungen der Musikbranche, aber was hilft das Jammern - wir machen ja alle fleißig mit. Arcade Fire haben nun jedenfalls noch das Cover ihrer am Montag erscheinenden, limitierten Single "Reflector" gepostet und wie in kaum einem anderen Falle trifft hier der Hinweis "Nicht schön, aber selten". Na egal, Hauptsache der Inhalt stimmt und das werden wir in wenigen Tagen wissen...

Update: ... oder auch gleich. Wie erwartet kam der Leak vor dem Release - hier also die neue Arcade-Fire-Single "Reflector", via NME.

Yuck: Nicht das Naheliegende

Das ist ja sonst nicht so ihre Mucke: Yuck, eher bekannt für krachigen Grungesound, haben sich für eine Studiosession "Age Of Consent" von New Order gegriffen und neu eingespielt. Eine gute Wahl, das Stück rockt jetzt mal richtig, hier bei Youtube.