Dienstag, 19. Januar 2016

The Callas: Über Umwege

Es war dann doch der bekanntere Name, der einen auf die Spur gebracht hat: Jim Sclavunos, Mitglied der Bad Seeds und auch bei den leider viel zu früh verblichenen Grinderman angestellt, ist also der Mann, der hinter der neuesten Produktion der Athener Noisekapelle The Callas steht. In einer Woche erscheint deren neues Album "Half Kiss Half Pain" bei Inner Ear Records, von welchem auch die Single "It's Sunday I'm Bleeding" stammt.

Grimes: Hit the road

Ganz ehrlich - war ja fast schon in Vergessenheit geraten, dass Grimes eines der besten Alben des vergangenen Jahres abgeliefert hatte. Gute Gelegenheit also, das gewohnte 'times runnin' kurz mal etwas abzubremsen und dafür mit einer Horde von Cyberpunks auf Erkundungstour zu gehen. "Kill V. Maim" vom nach wie vor überaus gelungenen "Art Angels" ist wieder eine Zusammenarbeit von Schwester Claire und Bruder Mac Boucher und, ganz nebenbei, ganz schön wild.

Shan Vincent De Paul: Push the bottom

Es sind nur zwei Minuten, aber die haben es in sich: Shan Vincent De Paul hat eine durchaus interessante Geschichte zu erzählen - in Sri Lanka geboren und als Flüchtling ins kanadische Toronto gekommen, ist er dort recht bald in die Musikszene eingetaucht und gehört seit einiger Zeit neben Coleman Hell, La+ch und Michah zur sog. Sideways Crew. Bei Soundcloud kann man sich reichlich Material des Rappers anhören, aufmerken läßt aber vor allem der druckvolle Track "Die Iconic", den er kürzlich anlässlich der Geburt seiner Tochter aufgenommen hat. Das Stück wird übrigens auf dem Album "Saviors" zu finden sein, das für den April geplant ist.

Montag, 18. Januar 2016

Hot Cops: Bizarr

Bild, Sound, passt irgendwie alles: Hot Cops aus Belfast haben einen sehr eigenwilligen Geschmack, ihr Liebe für sandfarbene Kleidung ist ein wenig bizarr, dafür haut die neue Single "Passive Passive" aber mal richtig ins Kontor. Gerade bei DIY aufgetaucht, hat das Trio hier noch ein paar ältere Nummern zu bieten. Bitte mehr!

Freitag, 15. Januar 2016

Anderson .Paak: Am Anfang [+ WinWin]

Andersson .Paak
„Malibu“

(Steel Wool)

Eines der dicksten Bretter in diesem noch jungen Jahr bohrt zur Zeit der Kalifornier Brandon Paak Anderson. Im vergangenen durfte der Junge ja schon etwas Höhenluft schnuppern, auch wenn er das als Zuarbeiter des ehrenwerten Dr. Dre für dessen Comeback-Soundtrack “Compton” tat – ganze sechs Songs hat Anderson .Paak, so sein Künstlername, veredelt und fiel so auch hierzulande, wo er weitaus weniger bekannt ist, mehr als positiv auf. Ein Debüt ist das vorliegende Meisterstück dennoch nicht, schließlich veröffentlichte er unter dem Moniker Breezy Lovejoy schon zwei Alben und 2014 dann mit “Venice” den ersten Longplayer in Eigenregie. Das Talent konnte man also schon damals erahnen, spätestens mit den ersten beiden Singles vom aktuellen Wurf “Am I Wrong” und “Room In Here” war aber klar, dass da Großes folgen könnte. Das wiederum liegt jetzt vor und erfüllt die Erwartungen in jeder Hinsicht. Wo er früher noch als Unterstützer firmierte, hat sich Paak diese nun selbst ins Studio geholt – hier helfen u.a. The Game, ScHoolboy und Talib Kweli mit, den bemerkenwert vielschichtigen Sound in Form zu gießen. Dabei ist die Bandbreite des knapp Dreißigjährigen größtes Pfund, wie auch schon sein weibliches Pendant Janelle Monae traut sich Paak mit jedem Stil und jedem Instrument ohne Angst in den Ring. Dass die Qualität an dieser Sprunghaftigkeit nicht leidet, zeugt sowohl von Reife als auch beachtlichem Genie. Hip Hop, Soul, Funk, Jazz, die sechszehn Stücke haben zwischen nervösem Groove, fetten Beats, leidenschaftlichem Tearjerker und entspanntem Barschunkler alles im Repertoire. Und so lange man auch wartet – ein wirklicher Durchhänger will einem in der guten Stunde nicht unterkommen, vielmehr fühlt man sich prächtig unterhalten. Dass man als Bewohner des sonnigen Westküstenstaates nicht zwangsweise in ebenso sonnigen Verhältnissen aufwächst, thematisiert Paak, dessen südkoreanische Mutter die Abwesenheit des umtriebigen, später inhaftierten Vaters auffangen musste, an mehreren Stellen, vor allem im Schlußstück “The Dreamer” gibt er Einblick in die Geschicke seiner Kindheit: "Who cares ya daddy couldn’t be here, Mama always kept the cable on. I’m a product of the tube and the free lunch, living room, watching old reruns." Er jedenfalls hat es, auch ohne Vater, geschafft und wenn nicht alles täuscht, dann ist dieses Album nicht der Peak, sondern eher der Beginn einer Karriere. http://www.andersonpaak.com/

WinWin: Wer sich Anderson .Paak live nicht entgehenlassen möchte, bekommt hier die Chance, jeweils zwei Tickets für einen seiner beiden Auftritte im Februar zu ergattern - gemäß dem Motto 'first in, first out' gehen die Karten zu den ersten beiden Absendern an info@mapambulo.de (bitte mit Name, Adresse und Wunschort - Update: Berlin ist schon weg, München geht noch).

18.02.  Berlin, Lido
21.02.  München, Ampere

Slutface: Bloß keine Mißverständnisse

Okay, ihre Eltern werden den Kopf geschüttelt haben - "Kinder, der Name!?" Es kann ihnen egal sein, Alleinstellungsmerkmal rules, in diesem Alter auf jeden Fall. Slutface kommen aus dem norwegischen Stavanger, machen urbritischen Gitarrenpop, der gar nicht so böse ist, wie man vermuten möchte - die erste Single "Kill 'Em With Kindness" darf hier als Beweis gelten. Die Geschichte dahinter ist im Übrigen auch ganz hübsch - Sängerin Haley Shea erklärte gerade dem Internetportal DIY, dass ihr der Gedanke zum Song während Madonnas berühmtem Treppensturz bei den letztjährigen Brit Awards gekommen sei, den die gesamte Presse hernach genüsslich in Dauerschleife laufen ließ.

On Dead Waves: Der Zauber bleibt

Im November, als der erste Track von On Dead Waves die Runde machte, gab es noch ein großes Rätselraten, wer sich wohl hinter diesen wohltuend ätherischen Klängen verbergen könnte - dass es wohl Künstler aus der großen Mute-Familie sein würden, war soweit naheliegend, aber welche? Nun, dieses Geheimnis ist nun gelüftet: John Chapman alias Maps steht für den männlichen, Chanteuse Polly Scattergood für den weiblichen Part, seit 2011 arbeiten die beiden zusammen und im Frühjahr soll nun endlich ihr erstes Album kommen. Bis dahin gibt es hier noch den zweiten offiziellen Song "Blue Inside" zu hören.

Bleached: Willkommen Wirbellose

Und weil's grad so schön ist, noch ein bisschen Krach mehr: Die Girlkombo Bleached aus Los Angeles hat ein weiteres Album in der Tasche, "Welcome The Worms" soll am 1. April via Dead Oceans dem Debüt "Ride Your Heart" aus dem Jahr 2013 folgen und "Keep On Keepin' On" ist die erste Single samt Videoclip.

Weezer: Kein Scherz!

Erinnert sich noch wer an den Klappstuhlkönig von Depeche Mode, wie er, ohne einen Ton zu sagen (weil "Enjoy The Silence"), durch die Felder und Wiesen zieht? Nun, Weezer haben auch einen Hermelinträger am Start, der sich allerdings etwas verhaltensauffälliger gibt - wenn man das überhaupt unterscheiden will bei Männern, die mit Mantel und Krönchen durch die Gegen rennen. "King Of The World" jedenfalls ist die erste Single vom neuen, weißen Album der Altrocker, erscheinen soll es am 1. April - klar, wann sonst.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Oscar: Versprechen eingelöst

Im letzten Sommer noch die EP ("Beautiful Words"), nun endlich ein komplettes Album: Newcomer Oscar aus London hat für den 13. Mai via Wichita Recordings sein Debüt angekündigt. "Cut And Paste" soll es heißen und neben den bekannten Stücken ist "Sometimes" der erste neue Song davon. Ach ja, den Titel 'next Morrissey' hat er immer noch inne...

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen: Lob des Scheiterns

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen
„Rüttel mal am Käfig, die Affen sollen was machen“

(Tapete)

Blitzsaubere Platten, die noch dazu seltener involvierte (und oft belächelte) Berufsgruppen mit wertvollen Informationen versorgen, wann hat man das schon mal? Denn dass sich der überschaubare, aber treue Anhang der Liga über deren neues Album wie Bolle freuen wird, ist eine ausgemachte Sache – die Themenauswahl gewohnt liebevoll, die Bigband schnalzt ihren Soulpop nach Art des Hauses durchs Programm und Carsten Friedrichs, schon bei Superpunk eher spröde als elegant und mehr als Sprecher denn als Sänger unterwegs, gibt wie gewohnt den Rächer der Verkannten. Aber Obacht: Den Verhaltensforscher wird die Nachricht freuen, dass sich Lässigkeit nach wie vor kaum erlernen, wohl aber konservieren läßt. Wie anders ließe sich denn sonst erklären, dass die Hamburger Truppe auch auf Platte Nummer drei scheinbar mühelos eine Reihe von Songs zimmert, die so ungelenk wie charmant daherkommen, lieber schwarzhumorig das Abseitige erzählen, als mit Offensichtlichem zu langweilen – und das alles mit Stil und Schmiss und Seele.

Wo manche Karnevalsbütt noch gern plattwitzelt, der Deutsche quäle sich jeden Morgen gramgebeugt nach Einnahme seiner Herztropfen auf die Arbeit, da trällert die Liga dem Land und seinen Menschen in aller Lockerheit das Lied vom Sechsbuchstabenwort. Harte Mädchen, stolze Zechpreller, verbeulte Städte und allerlei Liebschaften – die Klientel ist amüsant, sympathisch und immer auch ein wenig aus der Zeit. Wer im Übrigen ein kleines Problem mit der manchmal etwas schroffen, stolpernden Art der Stücke hatte, für den haben die fünf Herren mit „Wärst du nicht hier“ einen regelrechten Tanzbodenfeger auf die Karte genommen, die Nummer wippt und federt ungewohnt geschmeidig, aber Achtung – als Liebeserklärung für Touristikamt ist der Song nur bedingt zu verwenden, dafür sind dem Lobgesang zu viele Bitterstoffe beigemischt.

Eine zweite Branche, die an dieser Platte Freude haben dürfte, gilt es noch zu erwähnen: die der Musikpädagogen. Was etwas angestaubt klingt, macht hier wirklich Sinn, schließlich wird dem Pop ja gern und oft nachgesagt, er trage wenig zur Allgemeinbildung bei, sondern begnüge sich mit der Rolle des niveauarmen Alleinunterhalters. Fehlanzeige! Durfte man vor zwei Jahren noch Wissenwertes über den Filmemacher Werner Enke hören, so gibt es aktuell gleich drei vertonte Lebensgeschichten zum Besten. Dass neben James Dean bei dessen Todesfahrt nämlich ein Mann namens Rolf Wüterich im Cockpit saß, wissen sicher nur trauernde Fans und ein paar Zeitzeugen, das Gefühl, von der ganzen Welt benachteiligt und mißverstanden zu werden kennt dagegen jeder – die Liga hat dem Gescheiterten (in uns) mit dem Blues ein kleines Denkmal gesetzt.

Auch Elisabeth Svendsen ist beileibe keine Sagengestalt, dass sich in ihrem Altersheim die Esel, obschon vor der Abdeckerei bewahrt, kollektiv und bedingungslos dem Suff ergeben und hernach eine Ausnüchterungskur belegen müssen, darf man gern anzweifeln, klingen tut es jedenfalls recht – naja, menschlich. Später wird dann noch van Gogh besungen, „You Are Great But People Are Shit“ versucht erst gar nicht, verständnisvoll mit jenen umzugehen, die Vergeblichkeit und Unermüdlichkeit in Kombination nicht zu schätzen wissen. Deutliche Worte, ein Herz für die Getriebenen und wir alle haben wieder etwas dazugelernt. Zum Schluss noch den rosabebrillten Nostalgikern ein, zwei Sätze ins Stammbuch geschrieben („Die Kampfbahn im Sonnenschein“), dann läuft die Rille aus und wir dürfen uns, jetzt etwas beschwingter, wieder dem Irrsinn da draußen widmen – selten war deutscher Pop so wertvoll wie dieser. http://diegentlemen.de/

Bloc Party: Ergänzung

Nurmehr zwei Wochen, dann kommt es, das neue Album von Bloc Party. Einige Titel sind ja von "Hymns" schon im Umlauf, der bislang beste war wohl "The Good News" - hier nun mit "Virtue" noch eine weitere, letzte Kostprobe, der Rest dann wohl am Tag der VÖ.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Kite: Überflieger

Wow! In Schweden schon der Überhit, könnte diesem Song Ähnliches auch im restlichen Europa blühen: Kite sind ein Synthpopduo, bestehend aus Nicklas Stenemo und Christian Berg - ganze fünf EP haben sie mittlerweile veröffentlicht, nun kommt offenbar "VI" in den Handel. Von dieser stammt der vorliegende, knapp neunminütige Track "Up For Life" - wer Empire Of The Sun mochte, wird Kite garantiert lieben!

Black Mountain: Nachsendung

Gerade erst feierte ihr Label das zehnjährige Jubiläum des Debüts, da kommen Black Mountain mit einem neuen Album, dem vierten also, um die Ecke: Am 1. April soll "IV" bei Jagjaguwar erscheinen, zehn Stücke sind darauf enthalten und auf der Facebook-Seite der Band gibt es auch ein paar Teaser dazu.

06.04.  Zürich, Bogen F
07.04.  Genf, PTR Usine
16.04.  Berlin, Lido


Daughter: Nicht mehr nur zartbitter

Daughter
„Not To Disappear“

(4AD)

Dass das Unglück der anderen immer Hochkonjunktur hat, ist ein trauriges Gesetz, welches wohl in allen Bereichen unseres Lebens Gültigkeit hat. Man möchte mitschaudern, mitleiden, sich anrühren lassen, solange es nicht die eigenen Sorgen und Nöte sind, die einen umtreiben. Aus dieser Ecke stammt das fragwürdige journalistische Credo „Only bad news are good news“, deshalb verkaufen sich Geschichten und Filme von durchgeknallten Serienmördern anhaltend glänzend und jeder zweite möchte wenigstens bei der CSI Bad Salzuflen als Profiler arbeiten. Auch wenn der Topf, in den hier gerade alles geworfen wird, ein sehr großer ist – es sollte niemanden überraschen, wenn das zweite Album der Londoner Formation Daughter ebenso guten Absatz findet wie ihr traumhaftes Debüt „If You Leave“. Denn in punkto Trauerarbeit und Schmerzbewältigung macht Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella niemand etwas vor, wer sich von der Zartheit und Eleganz des Erstlings hat anfassen lassen, wird auch an „Not To Disappear“ seine bittersüße Freude haben.

Zwar haben die drei ihren Sound mit der neuen Platte etwas größer und voller gedacht/gemacht, haben mehr als noch zu Beginn auf elektronische Stilmittel gesetzt und den einen oder anderen Ausfallschritt gewagt, an der melancholischen bis betrübten Grundstimmung ändert das aber nichts. Allein von den ersten drei Songs „New Ways“, „Numbers“ und „Doing The Right Thing“ läßt man sich willenlos packen – wenn Tonra ihr Mantra „I feel numb in this kingdom“ anstimmt, schnürt es einem regelrecht die Kehle zu. Ganz zu schweigen von der Dramatik des folgenden Stückes, Liebe und Fortpflanzung als Lebenslüge und zum Zwecke der bloßen Reproduktion – die betont kühle und distanzierte Betrachtung, der Rückzug in Abseits und Einsamkeit lassen einen unwillkürlich frösteln. Keiner, der bestreiten wollte, dass Jeff Buckley der Sängerin bei ihren Arbeiten als Hauptinspirationsquelle diente.

Von Selbstaufgabe dennoch keine Spur, schließlich gönnen sich Daughter mit „How“ einen überraschend traumpoppigen Coldplay-Moment, ohne dabei ansatzweise kitschig zu wirken, auch das nervös stolpernde „No Care“ klingt nicht nach Kapitulation, sondern eher spröde und wenigstens unentschlossen. In die gleiche Kerbe schlägt das dunkel pumpende „Alone/With You“, ein Paradestück für den Kampf mit sich selbst – keine Erfüllung, nirgends, nicht zu zweit und auch nicht allein. Es macht tatsächlich Spaß, der Band dabei zuzuhören, wie sie ihr musikalisches Konzept ganz behutsam weiterentwickelt, wie sie die ehemals programmatische Entrücktheit langsam (und zögerlich vielleicht) zu einer größeren, bestimmteren Bandbreite auffächert und nun, aus anderer Richtung kommend, dort landet, wo sich auch Blonde Redhead und Warpaint mittlerweile stilistisch positioniert haben. Wenn Daughter am Anfang also nur zartbitter waren, so machen die neuen Geschmacksrichtungen deutlich Lust auf mehr. http://ohdaughter.com/

31.01.  Köln, Live Music Hall
03.02.  Hamburg, Gruenspan
07.02.  Berlin, Huxleys Neue Welt
08.02.  München, Technikum
09.02.  Zürich, Kaufleuten

Bob Mould: Kleiner Trost [Update]

Es gibt wohl kaum etwas, das einen an diesem Tag über die schmerzliche Leerstelle hinwegtrösten kann, die David Bowie durch seinen plötzlichen, überraschenden Tod in vieler Menschen Leben hinterlassen hat - die Ankündigung eines weiteren Soloalbums von Bob Mould bringt da ein wenig Linderung. "Patch The Sky", angekündigt für den 25. März beim Label Merge, folgt dem gelungenen "Love And Ruin" aus dem Sommer 2014. Und in Ermangelung erster, neuer Töne hier noch einmal das wunderbare Video zu "I Don't Know You Anymore". Falls übrigens irgendjemand die leise Hoffnung hatte, Mould könne sich vielleicht auch mit einer Reunion von Hüsker Dü befassen wollen - hier seine Antwort: "Nah, no reunion." Kleiner Trost, wie gesagt...

Update: Hier nun doch das Video zum aktuellen Song "Voices In My Head" - sehr viel Bob Mould für wenige Minuten.

Yuck: Herzenssache

Nichts einzuwenden gegen ein paar scheppernde Gitarrenakkorde am frühen Morgen? Dann ist das eine gute Nachricht: Die Londoner Kapelle Yuck hat gerade ihr drittes Album "Stranger Things" mit einer ersten Auskopplung "Hearts In Motion" angekündigt, am 26. Februar soll die Platte bei Mamé Records erscheinen, eine Tour durch Europa wird hoffentlich bald folgen.

Dienstag, 12. Januar 2016

Mogwai: Gutes Gedächtnis

Mogwai sind nicht nur ein erstklassige Band, sie haben auch ein gutes Gedächtnis: Im Sommer des vergangenen Jahres haben die Schotten den Soundtrack für die erste Folge einer BBC-Dokumentation zum siebzigsten Jahrestag des Abwurfes der Atombombe auf Hiroshima beigesteuert, am 1. April nun gibt es diese Arbeit zur Sendung "Storyville: Atomic - Living in Dread and Promise" als separaten Tonträger, soll heißen, sie denken auch an ihre Fans. Doppeltes Lob! Einer der zehn Titel, nämlich "U-235" kommt hier vorab schon mal im Stream.

Montag, 11. Januar 2016

David Bowie: Gute Reise

"Here am I floating round my tin can
Far above the Moon
Planet Earth is blue
And there's nothing I can do..."

David Bowie, * 08.01.1947, † 11.01.2016

Sonntag, 10. Januar 2016

Sheer Mag: Durchstarter

Manchmal dauert eine Weile, bis sich das Gute Gehör verschaffen kann - in diesem Falle ein knappes Jahr: Sheer Mag aus Philadelphia lieben den straighten Punkrock und haben mit Tina Halladay so kräftige wie markante Stimme im Gepäck, dass sie nichts und niemanden zu scheuen brauchen. Verweise auf Beth Ditto und die Anfangstage von Gossip sind kaum zu verleugnen, nun jedenfalls hat sie der NME auf der offiziellen "Bands-To-Watch"-Liste des Jahres 2016 notiert - es kann also losgehen. Zwei 7" sind von Sheer Mag bislang erschienen und bei Bandcamp erhältlich, hier schon mal die drei Songs "What You Want", "Button Up" und "Hard Lovin" vorab.