Hier wird also nicht gekleckert, sondern geklotzt: Sogar ein paar Sekunden länger ist der zweite Track, den unsere Liebslingsmetaller von Deafheaven heute präsentieren - nach "Brought To The Water" kommt mit einer Spielzeit von gut neun Minuten "Come Back" hinterher, das Album "New Bermuda" dann am 2. Oktober bei ANTI.
Mittwoch, 16. September 2015
Dienstag, 15. September 2015
Mexico City Blondes: Feinschliff
Nachschlag in Sachen feinem Pop gibt es ganz aktuell aus dem kalifornischen Santa Barbara, wo das Duo Mexico City Blondes zu hause ist. Allie Thompson und Greg Doscher haben gerade ihre selbstbetitelte Debüt-EP vernetzt, den neuesten Track "First Cut" gibt es hier zu hören, alles weitere bei Bedarf natürlich via Soundcloud.
Montag, 14. September 2015
KWABS: Gut bedient
KWABS
„Love + War“
(Warner)
Eigentlich ist das eine ziemlich undankbare Sache und sie sollte, wenn man es recht bedenkt, auch eher am Ende als am Anfang stehen. Am Ende, weil sonst der Eindruck entstünde, diese Platte des jungen und überaus talentierten Kwabena Sarkodee Adjepong, kurz KWABS, die doch aus welchen Gründen auch immer so lange bis zu ihrer Veröffentlichung gebraucht hat, also diese Platte sei eine schlechte geworden. Das ist sie mit Sicherheit nicht. Natürlich keine makellose, die sind höchst selten, aber schlecht? Nee! Nennen wir das Debüt des Mannes aus London deshalb also gleich mal eine blitzsaubere, zeitgemäße RnB-Scheibe voller honigsüßer und überaus geschmeidiger Melodien, mit viel, sehr viel Gefühl für den Funk, den Pop und natürlich den Soul. Und weil man dieses Gefühl natürlich auch zu Teilen seinen beiden Protegés resp. Produzenten SOHN und Dave Okumu zuschreiben könnte (und sicher auch muss), müssen wir fix noch seine unglaublich warme und bezirzende Stimme ins Spiel bringen, die nicht wenige (zumindest hierzulande) in punkto Schmelz an den nicht mehr ganz so großen Seal erinnern wird. Über die famosen Singles „Walk“, „Look Over My Shoulder“ oder “Wrong Or Right” muss man dann auch nicht mehr viel sagen – Powerpop, Schmachtfetzen, alle clever gemacht und unbestreitbar eingängig. Hat man sich „Love + War“ dann aber bis zum Ende angehört, bleibt irgendwie ein leicht schaler Beigeschmack, eine Art Übersättigung zurück. Zu perfekt wird ein ums andere Mal in die immergleiche Kerbe gehauen, meint: ein bisschen viel Kalkül für einen Jungspund wie ihn. Den Erfolg hört man leider schon täglich und öfter als einem lieb sein kann – das Formatradio umarmt KWABS auf die bekannt unanständige Weise und weil man kürzlich bei George Ezra Ähnliches erleben musste, weiß man leider schon, wo das enden muss. Belassen wir es dennoch bei einem knappen, aber verdienten Lob: Ein achtbarer Spätstart. http://kwabsmusic.com/
08.11. Zürich, Kaufleuten
23.11. Berlin, Huxleys
24.11. Hamburg, Große Freiheit
27.11. München, Muffathalle
Der komplette Albumstream findet sich u.a beim Guardian.
„Love + War“
(Warner)
Eigentlich ist das eine ziemlich undankbare Sache und sie sollte, wenn man es recht bedenkt, auch eher am Ende als am Anfang stehen. Am Ende, weil sonst der Eindruck entstünde, diese Platte des jungen und überaus talentierten Kwabena Sarkodee Adjepong, kurz KWABS, die doch aus welchen Gründen auch immer so lange bis zu ihrer Veröffentlichung gebraucht hat, also diese Platte sei eine schlechte geworden. Das ist sie mit Sicherheit nicht. Natürlich keine makellose, die sind höchst selten, aber schlecht? Nee! Nennen wir das Debüt des Mannes aus London deshalb also gleich mal eine blitzsaubere, zeitgemäße RnB-Scheibe voller honigsüßer und überaus geschmeidiger Melodien, mit viel, sehr viel Gefühl für den Funk, den Pop und natürlich den Soul. Und weil man dieses Gefühl natürlich auch zu Teilen seinen beiden Protegés resp. Produzenten SOHN und Dave Okumu zuschreiben könnte (und sicher auch muss), müssen wir fix noch seine unglaublich warme und bezirzende Stimme ins Spiel bringen, die nicht wenige (zumindest hierzulande) in punkto Schmelz an den nicht mehr ganz so großen Seal erinnern wird. Über die famosen Singles „Walk“, „Look Over My Shoulder“ oder “Wrong Or Right” muss man dann auch nicht mehr viel sagen – Powerpop, Schmachtfetzen, alle clever gemacht und unbestreitbar eingängig. Hat man sich „Love + War“ dann aber bis zum Ende angehört, bleibt irgendwie ein leicht schaler Beigeschmack, eine Art Übersättigung zurück. Zu perfekt wird ein ums andere Mal in die immergleiche Kerbe gehauen, meint: ein bisschen viel Kalkül für einen Jungspund wie ihn. Den Erfolg hört man leider schon täglich und öfter als einem lieb sein kann – das Formatradio umarmt KWABS auf die bekannt unanständige Weise und weil man kürzlich bei George Ezra Ähnliches erleben musste, weiß man leider schon, wo das enden muss. Belassen wir es dennoch bei einem knappen, aber verdienten Lob: Ein achtbarer Spätstart. http://kwabsmusic.com/
08.11. Zürich, Kaufleuten
23.11. Berlin, Huxleys
24.11. Hamburg, Große Freiheit
27.11. München, Muffathalle
Der komplette Albumstream findet sich u.a beim Guardian.
Wolf Alice: Bedenkzeit
Manchmal könnte man schon ins Grübeln kommen: Was wohl derzeit in Mutti Merkels Kopf herumgeht? Warum ein Burger ausgerechnet mit einer Gurke und einem Salatblatt verziert werden muss? Und wieso eine so formidable Rockband wie Wolf Alice mit einem so gelungenen Debüt wie "My Love Is Cool" hierzulande nicht einschlagen wie eine Wasserstoffbombe? Na gut, für letzteres ist ja noch ein bisschen Zeit, vielleicht tun ja die beiden Deutschlandtermine ihren Teil dazu und auch die neue B-Seite von "You're A Germ" mit dem Titel "Baby Ain't Made Of China".
14.02. Frankfurt, Zoom
23.02. Zürich, Dynamo
28.02. Wien, Flex
29.02. Stuttgart, Kellerklub
14.02. Frankfurt, Zoom
23.02. Zürich, Dynamo
28.02. Wien, Flex
29.02. Stuttgart, Kellerklub
Isolation Berlin: Verliebte Jungs
Die dringende Würdigung einer verschämten Jugendsünde: Isolation Berlin haben ihre neue Single dem trashigen 80er-Streifen "Eis am Stiel" gewidmet - "Annabelle" und "Swantje" kommen am 25. Oktober als blumig rockige Liebeserklärung (oder auch Protopop) mit hübschem Coverdesign via Staasakt ins Geschäft - nach "Körper" und "Aquarium" ist das mal ordentlich Abwechslung. Für den Februar 2016 verspricht das Label dann einen ersten Longplayer. Und wir? Freuen uns darauf.
Freitag, 11. September 2015
Viet Cong: Aus der Versenkung
Das ist wohl das Schicksal der Platten, die gleich zu Beginn eines jeden Jahres erscheinen - sie können noch so gut und gelungen sein, immer geraten sie schneller in Vergessenheit als die später hinzugekommenen. So auch das famose Debüt von Viet Cong - im Januar noch für großes Getöse gesorgt, jetzt, da ein weiteres Video dazu erscheint, nur noch eine schöne Erinnerung. "Bunker Buster" jedenfalls ist bestens geeignet, das Hirn mal etwas durchzublasen, der SciFi-Clip von Yoohna Park tut ein Übriges.
A Deer A Horse: Absurdes Theater
Absurdes Thema, widerborstiger Song: "Mother Night", die B-Seite der aktuellen Single "Gunpoint" der New Yorker Kapelle A Deer A Horse, ist nach einer Erzählung von Kurt Vonnegut benannt - ein zähes, aber spannendes Stück Musik voller Energie, wie gemacht für Leute, die nicht alles auf Falte gebügelt haben wollen.
CocoRosie: Wie erwartet
Die Verwunderung hält an: Auch beim dritten Track, den man sich vom neuen Album "Heartache City" anhören kann, gelingt es CocoRosie zu überraschen - zarte Stimmen, die sich vorsichtig an einigen Raps versuchen, minimalistische Soundpatterns, very strange, indeed. Aber jetzt wollen wir mal nicht so tun, als hätten wir wirklich etwas anderes erwartet, schließlich haben sich Sierra und Bianca Casady genau mit solchen Wunderlichkeiten einen/ihren Namen gemacht - bittesehr, "Tim And Tina".
Donnerstag, 10. September 2015
Low: Der Reiz des Alltäglichen
Low
„Ones And Sixes“
(Sub Pop)
Was soll man sagen: Da lassen also, selten genug kommt es vor, Mimi Parker und Alan Sparhawk im Zuge der unerlässlichen Plattenpromo die neugierige Öffentlichkeit in’s Seelen- und Arbeitsleben blicken, blättern ihr aktuelles Songbook durch und am Ende? Ist von Drama, erschütternden Verwerfungen oder einzigartigen Grenzerfahrungen so gar nichts zu hören, geht es doch nur um das alltägliche Kleinklein, das Brecht mal treffend „die Mühen der Ebene“ genannt hat. Parker und Sparhawk bilden seit mehr als zwanzig Jahren den kreativen Nukleus der Band und führen, wenn man den Aufzeichnungen glauben darf, zusammen mit ihren zwei Kindern im Teenageralter ein recht beschauliches, unaufgeregtes Leben. Dass sie aus diesem wenig spektakulären Dasein einen Sound destillieren, der mit Emotion, Anmut und großen Gefühlen nicht geizt, der seit mittlerweile zehn Alben herzerwärmende Melodien im Übermaß bietet, mag man kaum glauben.
Doch wie auch schon beim ähnlich berauschenden „The Invisible Way“ werden auch bei „Ones And Sixes“ vertraute Jedermann-Themen in eine bestechende Klangkulisse verpackt: Das Altern, die Einsamkeit im Neben- und Miteinander, die Schwierigkeiten, den Gegenüber zu verstehen, auch wenn man sich schon über Jahrzehnte zu kennen glaubt. Einmal mehr nutzt die Band dazu klassische und elektronische Instrumente gleichermaßen, wieder gelingt es ihnen, Stücke wie „Gentle“ und „No Comprende“ so auszubalancieren, dass sie einen packen und so schnell nicht mehr loslassen. Mal pocht ein Computer seinen dunklen Beat dazu, an anderer Stelle drängt sich eine Ry-Cooder-Gitarre ins gleissende Finale. Platz ist hier für alles – den konventionellen Folk („No End“) und den sonnigen Pop („What Part Of Me“), selbst eine so wuchtige Post-Rock-Nummer wie „Landslide“ mit ihren neun Minuten Spiellänge oder der sphärische Downbeat von „DJ“ wirken nicht deplatziert.
Diese Aufgeschlossenheit ist dann auch ein wichtiger Erfolgsfaktor ihrer über Jahre andauernden Karriere, zudem überrascht es kaum, dass Parker und Sparhawk ihre Inspiration an eher ungewohnter Stelle: „There are some extremes in hip-hop and I feel like it’s one of the genres that’s really pushing things. They’ve really been leading the way forward over the last couple of years”, so Sparhawk kürzlich zum Netzportal DIY. Den eigenen Einfluss würden sie selbst in aller Bescheidenheit wohl weniger hervorheben wollen, das Statement dürfte ähnlich simpel ausfallen wie Sparhawks Kommentar zum Lauf der Dinge: “Anybody who’s been in a relationship will understand that dynamic: there’s give and take, there are times when you are your best and there’s times when you are your worst. And if you can make it work, it’s still going to be ugly, it’s still going to be difficult. Sometimes you look back and say ‘Wow, I have no idea what we were doing’, and it’s a complete hell riot but it was totally worth it.” Manchmal sind es eben die einfachen Sachen, die bleiben. Wie diese Platte. http://www.chairkickers.com/
12.10. Köln, Gebäude 9
13.10. Hamburg, Knust
17.10. Berlin, Lido
19.10. München, Ampere
„Ones And Sixes“
(Sub Pop)
Was soll man sagen: Da lassen also, selten genug kommt es vor, Mimi Parker und Alan Sparhawk im Zuge der unerlässlichen Plattenpromo die neugierige Öffentlichkeit in’s Seelen- und Arbeitsleben blicken, blättern ihr aktuelles Songbook durch und am Ende? Ist von Drama, erschütternden Verwerfungen oder einzigartigen Grenzerfahrungen so gar nichts zu hören, geht es doch nur um das alltägliche Kleinklein, das Brecht mal treffend „die Mühen der Ebene“ genannt hat. Parker und Sparhawk bilden seit mehr als zwanzig Jahren den kreativen Nukleus der Band und führen, wenn man den Aufzeichnungen glauben darf, zusammen mit ihren zwei Kindern im Teenageralter ein recht beschauliches, unaufgeregtes Leben. Dass sie aus diesem wenig spektakulären Dasein einen Sound destillieren, der mit Emotion, Anmut und großen Gefühlen nicht geizt, der seit mittlerweile zehn Alben herzerwärmende Melodien im Übermaß bietet, mag man kaum glauben.
Doch wie auch schon beim ähnlich berauschenden „The Invisible Way“ werden auch bei „Ones And Sixes“ vertraute Jedermann-Themen in eine bestechende Klangkulisse verpackt: Das Altern, die Einsamkeit im Neben- und Miteinander, die Schwierigkeiten, den Gegenüber zu verstehen, auch wenn man sich schon über Jahrzehnte zu kennen glaubt. Einmal mehr nutzt die Band dazu klassische und elektronische Instrumente gleichermaßen, wieder gelingt es ihnen, Stücke wie „Gentle“ und „No Comprende“ so auszubalancieren, dass sie einen packen und so schnell nicht mehr loslassen. Mal pocht ein Computer seinen dunklen Beat dazu, an anderer Stelle drängt sich eine Ry-Cooder-Gitarre ins gleissende Finale. Platz ist hier für alles – den konventionellen Folk („No End“) und den sonnigen Pop („What Part Of Me“), selbst eine so wuchtige Post-Rock-Nummer wie „Landslide“ mit ihren neun Minuten Spiellänge oder der sphärische Downbeat von „DJ“ wirken nicht deplatziert.
Diese Aufgeschlossenheit ist dann auch ein wichtiger Erfolgsfaktor ihrer über Jahre andauernden Karriere, zudem überrascht es kaum, dass Parker und Sparhawk ihre Inspiration an eher ungewohnter Stelle: „There are some extremes in hip-hop and I feel like it’s one of the genres that’s really pushing things. They’ve really been leading the way forward over the last couple of years”, so Sparhawk kürzlich zum Netzportal DIY. Den eigenen Einfluss würden sie selbst in aller Bescheidenheit wohl weniger hervorheben wollen, das Statement dürfte ähnlich simpel ausfallen wie Sparhawks Kommentar zum Lauf der Dinge: “Anybody who’s been in a relationship will understand that dynamic: there’s give and take, there are times when you are your best and there’s times when you are your worst. And if you can make it work, it’s still going to be ugly, it’s still going to be difficult. Sometimes you look back and say ‘Wow, I have no idea what we were doing’, and it’s a complete hell riot but it was totally worth it.” Manchmal sind es eben die einfachen Sachen, die bleiben. Wie diese Platte. http://www.chairkickers.com/
12.10. Köln, Gebäude 9
13.10. Hamburg, Knust
17.10. Berlin, Lido
19.10. München, Ampere
Dave Gahan And Soulsavers: Zwischenzeit
Es folgt also wieder die Zeit der Überbrückungen: Nachdem es bis zum nächsten Album von Depeche Mode noch ein wenig dauern dürfte (erste kleine Hoffnungsschimmer tauchten in einschlägigen Foren zwar schon auf), nutzen die Bandmitglieder ihre kreative Energie wie gewohnt für Soloausflüge. Dave Gahan hatte sich schon vor drei Jahren dem Projekt Soulsavers von Rich Machin und Ian Glover gewidmet, nach "The Light The Dead See" kommt nun am 23. Oktober ihr zweites gemeinsames Album auf den Ladentisch - "Angels And Ghosts" soll es heißen und der erste Vorabtrack "All Of This And Nothing" ist, wie könnte es anders sein, eine amtliche Powerballade, hier im Lyric-Video.
30.10. Berlin, Tempodrom
30.10. Berlin, Tempodrom
Mittwoch, 9. September 2015
AUTOBAHN: Klirrend kalt
Autobahn
„Dissemble“
(Tough Love/Cargo)
Natürlich könnte man reichlich darüber diskutieren, worin genau der Reiz liegt, wenn sich britische Punk- und Post-Punk-Bands mit Versatzstücken der deutschen (Sprach-) Unkultur schmücken – dieses ganze Ding mit Blitzkrieg und German Angst ist schon reichlich gruselig. Waren es bei Joy Division noch die bewusst irritierenden Bezüge zur Nazi-Zeit, so haben sich die fünf jungen Männer aus Leeds wenigstens die etwas unverfänglichere AUTOBAHN zum Namen gewählt, das Bauhaus-Shirt auf dem Foto on top ist dann natürlich Ehrensache. Ob dem krude Fantasien, kalkulierte Provokation oder bloße Ahnungslosigkeit zugrunde liegen, müsste ein Gespräch klären – bis dahin unterstellt man erst mal keine böse Absicht und beschäftigt sich besser mit dem Debütalbum der Gruppe. Was man hier hört, sind äußerst schroffe, düstere und klirrend kalte Gitarrenklänge, mal mehr Goth, dann wieder Noise. Der Bass von Daniel Sleight rollt so schwer und schwarz wie vor dreißig Jahren, die Stimme von Craig Johnson erweist sich als nicht eben sehr wandlungsfähig, aber frostig genug für diese Art von Musik und Stücke wie „Beautiful Place To Die“ und „Suicide Saturday“ bedürfen wohl, rein stimmungsmäßig, keiner großen Erklärung. Für dauerhafte Vergleiche mit Interpol fehlt es AUTOBAHN ein wenig an eingängigen Melodien, aber das soll wahrscheinlich auch nicht anders sein – sie bleiben kantig und abweisend, was aber in diesem Metier eher als Qualitätsmerkmal wahrgenommen wird. Dem Erfolg des Debüts sollte es jedenfalls nicht schaden. http://www.autobahnmusik.co.uk/
Der Komplettstream des Albums findet sich zur Zeit u.a. beim Guardian.
„Dissemble“
(Tough Love/Cargo)
Natürlich könnte man reichlich darüber diskutieren, worin genau der Reiz liegt, wenn sich britische Punk- und Post-Punk-Bands mit Versatzstücken der deutschen (Sprach-) Unkultur schmücken – dieses ganze Ding mit Blitzkrieg und German Angst ist schon reichlich gruselig. Waren es bei Joy Division noch die bewusst irritierenden Bezüge zur Nazi-Zeit, so haben sich die fünf jungen Männer aus Leeds wenigstens die etwas unverfänglichere AUTOBAHN zum Namen gewählt, das Bauhaus-Shirt auf dem Foto on top ist dann natürlich Ehrensache. Ob dem krude Fantasien, kalkulierte Provokation oder bloße Ahnungslosigkeit zugrunde liegen, müsste ein Gespräch klären – bis dahin unterstellt man erst mal keine böse Absicht und beschäftigt sich besser mit dem Debütalbum der Gruppe. Was man hier hört, sind äußerst schroffe, düstere und klirrend kalte Gitarrenklänge, mal mehr Goth, dann wieder Noise. Der Bass von Daniel Sleight rollt so schwer und schwarz wie vor dreißig Jahren, die Stimme von Craig Johnson erweist sich als nicht eben sehr wandlungsfähig, aber frostig genug für diese Art von Musik und Stücke wie „Beautiful Place To Die“ und „Suicide Saturday“ bedürfen wohl, rein stimmungsmäßig, keiner großen Erklärung. Für dauerhafte Vergleiche mit Interpol fehlt es AUTOBAHN ein wenig an eingängigen Melodien, aber das soll wahrscheinlich auch nicht anders sein – sie bleiben kantig und abweisend, was aber in diesem Metier eher als Qualitätsmerkmal wahrgenommen wird. Dem Erfolg des Debüts sollte es jedenfalls nicht schaden. http://www.autobahnmusik.co.uk/
Der Komplettstream des Albums findet sich zur Zeit u.a. beim Guardian.
Hinds: Von wegen Bubble-Gum!
Wer von den vier Mädels trashigen Bubble-Gum-Pop erwartet hatte, liegt zum Glück grob daneben: Die Hinds, eine All-Girl-Band aus Madrid, haben sich, so scheint es, ihre Vorbilder ein paar Jahrzehnte vor ihrer eigenen Geburt gesucht - schon die ersten Songs, die vor mehr als einem Jahr die Runde machten, klangen ganz nach windschiefem 60er-Sound und auch bei den aktuellen Stücken pfeift es mächtig durch die Ritzen. Für Beginn des kommenden Jahres ist nun ihr Debütalbum "Leave Me Alone" angekündigt und gerade haben sie davon "Garden" veröffentlicht.
Montag, 7. September 2015
The Duke Spirit: Schluss mit den Kopien
Immer nur zu behaupten, diese oder jene Sängerin würde Liela Moss zum Verwechseln ähnlich klingen, ist auf Dauer auch nicht sehr befriedigend - deshalb ist diese Nachricht eine ganz wunderbare: The Duke Spirit, die Band der streitbaren Londonerin, hat gerade ein neues Album angekündigt - "KIN" soll dem 2011er "Bruiser" folgen und der erste Song daraus heißt "Here Comes The Vapour" und klingt trotz seiner gebremsten Power fabelhaft.
Sonntag, 6. September 2015
EL VY: Eine Frage der Gewöhnung
Beim ersten Mal war's noch ungewohnt, jetzt nimmt man den Schwenk etwas gelassener: Dass Matt Berninger zusammen mit Brent Knopf und seinem Side-Projekt EL VY neuerdings recht funky klingt, hat man mit dem Titelsong ihres Albums "Return To The Moon" überrascht zur Kenntnis genommen, nun kommt mit "I'm The Man To Be" Track Nummer zwei der Platte daher und kann uns nicht mehr schocken - gefallen tut er natürlich trotzdem.
PINS: Her damit!
Nun, da der Sommer endgültig vorbei scheint, ist das doch eine willkommene Gelegenheit, ein paar passende Bilder in Erinnerung zu holen: Diese hier gehören den PINS, stammen von ihrer Nordamerika-Tour und schmücken das Video zum Song "Dazed By You", der sich wiederum auf dem mit Recht gelobten Album "Wild Nights" befindet. Also - gute Reise!
Samstag, 5. September 2015
Schnipo Schranke: Gehenlassen
Schnipo Schranke
„Satt“
(Buback Tonträger)
Über unser Verhältnis – oder besser doch Missverhältnis – zu Körperflüssigkeiten jeglicher Art haben wir schon vor Jahren einiges lernen dürfen. 2008 erschien Charlotte Roche‘s Roman „Feuchtgebiete“ und wurde von einem medialen Rummel begleitet, der zwar nicht angemessen, aber sehr bezeichnend war. Frauen, die über sexuelle Bedürfnisse und Neigungen auch außerhalb der von der Gesellschaft in stillem Einvernehmen gesetzten Schamgrenzen reden, werden auch heute noch gefürchtet oder belächelt. Dabei spielt der Rahmen, in dem das geschieht, eine entscheidende Rolle, denn solange sie dies in den dafür vorgesehenen, gern abgedunkelten Nischen tun, wird es beiläufig und als Randerscheinung abgetan – drängen sie damit aber, wie Roche, in die Öffentlichkeit, bekommt das ganz schnell etwas Bedrohliches und Unangenehmes.
Die Parallelen zu Roche (und im weiteren Sinne meinentwegen auch Sibylle Berg oder Peaches) sind nun keineswegs neu oder originell, besingen Daniela Reis und Fritzi Ernst als Schnipo Schranke doch in ihren Texten ähnlich ungefiltert, aber sehr unterhaltsam ihre gelegentlichen Sehnsüchte, Verwünschungen, Begehrlichkeiten, Gelüste. Was sich auf die ersten Takte wie kindlich kitschige Kühlschrankpoesie ausnimmt, enthält doch ein hohes Maß an Ehrlichkeit und Offenheit, mit der umzugehen sicher nicht jedermanns Sache ist. Wer hört schon gern von freiwilliger Erniedrigung, von Zurückweisung, gekränkter Eitelkeit, maßloser Enttäuschung? Wer gibt gern zu, dass ein schneller Fick mit Haut und Haar mehr Befriedigung brächte als endlose Schwärmereien? Und wer wollte bestreiten, dass am Ende allen leidenschaftlichen Getues nicht selten doch nur befremdlicher Gestank und seltsame Peinlichkeit auf einen warten?
Der Vortrag im heimischen Biotop, der Hamburger Kiezkneipe also, bringt den beiden zweifellos viel Beifall, hört man sich die Lieder von „Satt“ dagegen (wie kürzlich geschehen) inmitten des distinguierten Stammpublikums einer Münchner Künstlervilla an, registriert man doch einiges Befremden, irritiertes Lachen und pikiertes Kopfschütteln. Das muss wohl so – dabei sind die Stücke im geschmeidigen Easy-Listening-Kostüm wunderbar amüsant: Der kurzgefaßte und sachdienliche Einstieg („‘ne Kurze und ‘ne Kranke, zwei Peanuts - ein Gedanke, Lebensmotto ‚Drauf geschissen‘/Schnipo Song), das Hoch auf’s besinnungs- und niveaulose Besäufnis an der Strandbar („Cluburlaub“), ein Liebesgeständnis für Darth Vader („Herzinfarkt“) und natürlich der Abschiedsgruß an die geschändete „Tamponade“ – „ganz tief unter diesem Städtchen findest Du ein neues Mädchen – Bon Voyage, am Arsch!“ Soll das ruhig jede/r halten, wie er oder sie will – entspanntere, witzigere Wortmeldungen werden sich momentan dazu kaum finden lassen. https://de-de.facebook.com/SchnipoSchranke
Tourdaten von Schnipo Schranke bei Buback Konzerte
„Satt“
(Buback Tonträger)
Über unser Verhältnis – oder besser doch Missverhältnis – zu Körperflüssigkeiten jeglicher Art haben wir schon vor Jahren einiges lernen dürfen. 2008 erschien Charlotte Roche‘s Roman „Feuchtgebiete“ und wurde von einem medialen Rummel begleitet, der zwar nicht angemessen, aber sehr bezeichnend war. Frauen, die über sexuelle Bedürfnisse und Neigungen auch außerhalb der von der Gesellschaft in stillem Einvernehmen gesetzten Schamgrenzen reden, werden auch heute noch gefürchtet oder belächelt. Dabei spielt der Rahmen, in dem das geschieht, eine entscheidende Rolle, denn solange sie dies in den dafür vorgesehenen, gern abgedunkelten Nischen tun, wird es beiläufig und als Randerscheinung abgetan – drängen sie damit aber, wie Roche, in die Öffentlichkeit, bekommt das ganz schnell etwas Bedrohliches und Unangenehmes.
Die Parallelen zu Roche (und im weiteren Sinne meinentwegen auch Sibylle Berg oder Peaches) sind nun keineswegs neu oder originell, besingen Daniela Reis und Fritzi Ernst als Schnipo Schranke doch in ihren Texten ähnlich ungefiltert, aber sehr unterhaltsam ihre gelegentlichen Sehnsüchte, Verwünschungen, Begehrlichkeiten, Gelüste. Was sich auf die ersten Takte wie kindlich kitschige Kühlschrankpoesie ausnimmt, enthält doch ein hohes Maß an Ehrlichkeit und Offenheit, mit der umzugehen sicher nicht jedermanns Sache ist. Wer hört schon gern von freiwilliger Erniedrigung, von Zurückweisung, gekränkter Eitelkeit, maßloser Enttäuschung? Wer gibt gern zu, dass ein schneller Fick mit Haut und Haar mehr Befriedigung brächte als endlose Schwärmereien? Und wer wollte bestreiten, dass am Ende allen leidenschaftlichen Getues nicht selten doch nur befremdlicher Gestank und seltsame Peinlichkeit auf einen warten?
Der Vortrag im heimischen Biotop, der Hamburger Kiezkneipe also, bringt den beiden zweifellos viel Beifall, hört man sich die Lieder von „Satt“ dagegen (wie kürzlich geschehen) inmitten des distinguierten Stammpublikums einer Münchner Künstlervilla an, registriert man doch einiges Befremden, irritiertes Lachen und pikiertes Kopfschütteln. Das muss wohl so – dabei sind die Stücke im geschmeidigen Easy-Listening-Kostüm wunderbar amüsant: Der kurzgefaßte und sachdienliche Einstieg („‘ne Kurze und ‘ne Kranke, zwei Peanuts - ein Gedanke, Lebensmotto ‚Drauf geschissen‘/Schnipo Song), das Hoch auf’s besinnungs- und niveaulose Besäufnis an der Strandbar („Cluburlaub“), ein Liebesgeständnis für Darth Vader („Herzinfarkt“) und natürlich der Abschiedsgruß an die geschändete „Tamponade“ – „ganz tief unter diesem Städtchen findest Du ein neues Mädchen – Bon Voyage, am Arsch!“ Soll das ruhig jede/r halten, wie er oder sie will – entspanntere, witzigere Wortmeldungen werden sich momentan dazu kaum finden lassen. https://de-de.facebook.com/SchnipoSchranke
Tourdaten von Schnipo Schranke bei Buback Konzerte
Donnerstag, 3. September 2015
Public Image Ltd.: Die Revolution frisst ihre Väter
Public Image Ltd.
„What The World Needs Now“
(PiL Official)
Die Freude über ein abermaliges Album ist bei Helden der eigenen Jugendzeit natürlich selten eine ungetrübte, immer schwingen düstere Vorahnungen, Befürchtungen und Vorbehalte mit. Wobei – die letzte Platte „This Is PIL“ war die schwerere, nach ganzen siebzehn Jahren nicht mehr zu erwarten und alles in allem dann gar nicht so übel. Die Live-Auftritte vor Augen, die Gedanken an Lydons eher peinliche Gastrolle bei „I’m A Celebrity...“ nicht aus dem Kopf zu bekommen, hatte man mit dem totalen Fiasko gerechnet und bekam doch ordentlich Dampf – der Mann ätzte und schäumte immer noch ganz prächtig, fette Dub-Loops und stampfende Math-Gitarren machten die P.I.L.-Zone erträglicher als gedacht und Stücke wie die überdrehte „Lollipop Opera“ oder das wuchtige „Out Of The Woods“ vermochten einen fast gänzlich zu versöhnen. Dennoch – besser würden es die Jahre nicht machen, wie lange ließ sich das wenigstens (durch)halten, ohne ähnlich belanglos oder gar albern zu wirken als beispielsweise die Stranglers oder The Damned?
Nun, die Antwort lautet: Es hätte wohl schlimmer kommen können. Was allerdings auch bedeutet: Es ist nicht berauschend geworden. Der Biss ist der neuen Platte weitestgehend abhanden gekommen, P.I.L. hören sich, man möchte es kaum hinschreiben, größtenteils so brav alternativ-rockig an wie R.E.M. ohne Michael Stipe und auch die kürzlich noch dumpf wummernden Synthiepassagen sind jetzt allzu flächig und – ja, poppig geworden. Nach den bissigen Einstandsnummern „Double Trouble“ und „Know Now“ ist die Luft erst mal raus, die bemüht zynische Lobeshymne an das „greatest pornographic country of the world“ („Betty Page“) kommt als müde Blaupause von Rammsteins „Amerika“ daher und für „C’est La Vie“ verlegt sich Lydon auch noch auf’s Croonen.
Würden sich die vier Herren am Ende nicht wieder fangen, es wäre bei einer dicken Enttäuschung geblieben. So jedoch schaffen es Firth, Edmonds, Smith und vor allem Lydon, für die letzten Stücke wieder an Schärfe zuzulegen, „I’m Not Satisfied“ nimmt schon mal Fahrt auf, bevor dann „Corporate“ und vor allem das technoid gewaltig pumpende „Shoom“ die Katastrophe noch abwenden können. Lydon rappt und toastet sich in die gewohnte Rage, „murderer“ und „bollocks“ immer und überall, die Botschaften erwartet simpel, aber punktgenau und die Lösung zur Losung ist auch endlich geklärt: „What the world needs now – is another ‚Fuck Off‘!“ Das mag manchem etwas eindimensional und platt erscheinen, aber was wenn nicht solche Worte hatte man von einem nimmermüden Lautsprecher und in’s gehobene Alter gekommenen Punkveteran denn erwartet? Schlußendlich: Eine Pflichterfüllung, mehr nicht, auch nicht weniger – die Revolution aber findet jetzt woanders statt. http://www.pilofficial.com/
13.10. Mannheim, Alte Seilerei
14.10. Ludwigsburg, Rockfabrik
15.10. Berlin, Columbiahalle
17.10. Bochum, Zeche
„What The World Needs Now“
(PiL Official)
Die Freude über ein abermaliges Album ist bei Helden der eigenen Jugendzeit natürlich selten eine ungetrübte, immer schwingen düstere Vorahnungen, Befürchtungen und Vorbehalte mit. Wobei – die letzte Platte „This Is PIL“ war die schwerere, nach ganzen siebzehn Jahren nicht mehr zu erwarten und alles in allem dann gar nicht so übel. Die Live-Auftritte vor Augen, die Gedanken an Lydons eher peinliche Gastrolle bei „I’m A Celebrity...“ nicht aus dem Kopf zu bekommen, hatte man mit dem totalen Fiasko gerechnet und bekam doch ordentlich Dampf – der Mann ätzte und schäumte immer noch ganz prächtig, fette Dub-Loops und stampfende Math-Gitarren machten die P.I.L.-Zone erträglicher als gedacht und Stücke wie die überdrehte „Lollipop Opera“ oder das wuchtige „Out Of The Woods“ vermochten einen fast gänzlich zu versöhnen. Dennoch – besser würden es die Jahre nicht machen, wie lange ließ sich das wenigstens (durch)halten, ohne ähnlich belanglos oder gar albern zu wirken als beispielsweise die Stranglers oder The Damned?
Nun, die Antwort lautet: Es hätte wohl schlimmer kommen können. Was allerdings auch bedeutet: Es ist nicht berauschend geworden. Der Biss ist der neuen Platte weitestgehend abhanden gekommen, P.I.L. hören sich, man möchte es kaum hinschreiben, größtenteils so brav alternativ-rockig an wie R.E.M. ohne Michael Stipe und auch die kürzlich noch dumpf wummernden Synthiepassagen sind jetzt allzu flächig und – ja, poppig geworden. Nach den bissigen Einstandsnummern „Double Trouble“ und „Know Now“ ist die Luft erst mal raus, die bemüht zynische Lobeshymne an das „greatest pornographic country of the world“ („Betty Page“) kommt als müde Blaupause von Rammsteins „Amerika“ daher und für „C’est La Vie“ verlegt sich Lydon auch noch auf’s Croonen.
Würden sich die vier Herren am Ende nicht wieder fangen, es wäre bei einer dicken Enttäuschung geblieben. So jedoch schaffen es Firth, Edmonds, Smith und vor allem Lydon, für die letzten Stücke wieder an Schärfe zuzulegen, „I’m Not Satisfied“ nimmt schon mal Fahrt auf, bevor dann „Corporate“ und vor allem das technoid gewaltig pumpende „Shoom“ die Katastrophe noch abwenden können. Lydon rappt und toastet sich in die gewohnte Rage, „murderer“ und „bollocks“ immer und überall, die Botschaften erwartet simpel, aber punktgenau und die Lösung zur Losung ist auch endlich geklärt: „What the world needs now – is another ‚Fuck Off‘!“ Das mag manchem etwas eindimensional und platt erscheinen, aber was wenn nicht solche Worte hatte man von einem nimmermüden Lautsprecher und in’s gehobene Alter gekommenen Punkveteran denn erwartet? Schlußendlich: Eine Pflichterfüllung, mehr nicht, auch nicht weniger – die Revolution aber findet jetzt woanders statt. http://www.pilofficial.com/
13.10. Mannheim, Alte Seilerei
14.10. Ludwigsburg, Rockfabrik
15.10. Berlin, Columbiahalle
17.10. Bochum, Zeche
Mittwoch, 2. September 2015
Battles: Lass schmecken!
Zusammen mit Chk Chk Chk sind die Battles, soviel steht fest, eindeutige Anwärter auf den Jahresendsieg in der Kategorie Albumcover - der Nachfolger ihres letzten Albums "Gloss Drop" wird auf den bemerkenswerten Namen "La Di Da Di" hören und dem pinkfarbenen Gewölle folgen nun absonderliche Food-Kreationen. So absurd die Bilder, so gewöhnungsbedürftig der Sound - der Progpop des Trios aus Brooklyn ist nicht unbedingt gefälliger geworden, wovon "The Yabba" und auch das neue Stück "FF Bada" hier zeugen dürfen.
Say Yes Dog: Computerliebe
Natürlich erinnern Spielwitz und Attitüde gehörig an die Hochzeit der 80er, dennoch vertragen sich Say Yes Dog auf Beste mit dem Hier und Jetzt: Das Trio, eine Arbeitsgemeinschaft aus Berlin und Luxemburg, wird in den nächsten Wochen viel Zeit darauf verwenden, sein Debüt "Plastik Love", eine quicklebendige Mixtur aus Maschinenmusik und smartem LoFi-Pop auf Diskodogs Records, unter die Leute zu bringen - drei Stücke davon hier vorab im Stream, den Rest dann live auf folgenden Bühnen.
07.10. Berlin, Badehaus
09.10. Innsbruck, Kaunertal
28.10. Leipzig, Täubchenthal
29.10. Mainz, Schon Schon
30.10. Freiburg, Rang Teng Teng
31.10. Basel, Lady Bar
08.11. Hamburg, Uebel Und Gefährlich
09.11. Köln, Yuca
10.11. Dortmund, Sissikingkong
11.11. München, Milla
12.11. Wien, Rhiz
16.11. Stuttgart, Keller Club
17.11. Nürnberg, Club Stereo
07.10. Berlin, Badehaus
09.10. Innsbruck, Kaunertal
28.10. Leipzig, Täubchenthal
29.10. Mainz, Schon Schon
30.10. Freiburg, Rang Teng Teng
31.10. Basel, Lady Bar
08.11. Hamburg, Uebel Und Gefährlich
09.11. Köln, Yuca
10.11. Dortmund, Sissikingkong
11.11. München, Milla
12.11. Wien, Rhiz
16.11. Stuttgart, Keller Club
17.11. Nürnberg, Club Stereo
Inspired And The Sleep: Gegenbeweis
Psychedelischer Indiepop - wie leicht der klingen kann, beweisen gerade zwei junge Männer aus San Diego: Sänger und Songwriter Max Greenhalgh hat sich unter dem Pseudonym Inspired And The Sleep mit Soundtüftler Bryce Outcault zusammengetan, gemeinsam planen sie für Oktober die Veröffentlichung ihrer neuen EP "Eyelid Kid". Von dieser gibt es hier die Tracks "Time Travel", "Sleeps Well On Knives" und - ganz aktuell - "In My Labyrinth Mind" zu hören.
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