Dem Mann muss man nun in Sachen elektronischer Musik wirklich nichts mehr erzählen - wer auch immer von EDM redet, sollte also wissen: Der Mann ist EDM. Howie B, der kahlköpfige, sympathische Schotte, hat schon mit Björk, Tricky und U2 zusammengearbeitet, unter seiner Regie entstanden Alben wie Trickys "Aftermath", "Post" und "Homogenic" von Björk und "Walking Wounded" von Everything But The Girl. In der kommenden Woche nun wird er via Rough Trade sein bislang zwölftes, eigenes Album "Down With The Dawn" veröffentlichen, der Netzableger des Magazins Dazed And Confused hat neben einem Kurzinterview auch den kompletten Stream der Platte im Programm. Viel Vergnügen.
Freitag, 4. April 2014
Pure X: Der Name als Programm
Eine Band, die direkt aus Austin, der Heimstadt des bekannten Musik- und Filmfestivals SXSW, kommt, kann so schlecht nicht sein und nach den ersten Tönen, mit denen man Pure X für sich entdeckt, fühlt man sich bestätigt. Wunderbar versonnener Dreampop, der so schön funkelt wie die Sonne hierzulande in der vergangenen Woche. Jesse Jenkins, Austin Youngblood und Sänger Nate Grace werden Anfang Mai bei Fat Possum Records ihr drittes Album veröffentlichen, "Angel" enthält auch das folgende Stück - die Regie zum Video für "Heaven" führte Ben Kitnick. Der Name der Band verweist übrigens - richtig vermutet - auf die Modedroge Extasy, die Wirkung der Musik dürfte eine ähnliche sein ...
Death From Above 1979: Nun aber
Sie haben, man möchte es kaum glauben, in zwölf Jahren Bandgeschichte nur ein einziges Album gemacht, nun aber schicken sich die Rüsselträger an, endlich nachzulegen: Die kanadische Fuzz-Rock-Band Death From Above 1979 hat auf ihrer Website einen Soundschnipsel platziert, der nahelegt, dass der Nachfolger von "You're A Woman, I'm A Machine" in den Startlöchern steht. Mehr ist leider noch nicht zu bekommen, deshalb gibt anstatt Neuem von drinnen Altes von draußen - "Blood On Our Hands" von besagtem Erstling.
Donnerstag, 3. April 2014
Toy vs. The Horrors: Extraportion Strom
Weinheim und Köln dürfen noch, für den Rest ist die Show schon wieder vorbei: Die Psychrock-Band Toy aus Brighton war im März in deutschen Klubs unterwegs, um ihr Album "Join The Dots" zu feiern. Wie die fünf klingen, wenn man sie mit etwas Elektronik aufpeppt, das will uns gerade Tom Furse, seinerseits bei The Horrors in Lohn und Brot, vorführen. Der Junge hat "Conductor", das wohl stärkste Stück der Platte, auf gute neun Minuten Laufzeit gebracht und ein paar schöne Beats dazugebastelt - in den USA sind beide Bands im Übrigen bald gemeinsam auf der Bühne.
SOHN: Zur richtigen Zeit
SOHN
“Tremors”
(4AD)
Es ist nun einmal so, dass es den Menschen nach Orientierung verlangt. Die Zeiten sind schnelllebig, Veränderungen überholen sich gegenseitig und das, woran man sich gerade noch festgehalten hat, ist im nächsten Moment schon wieder zerfallen. Warum das hier steht? Nun, zum einen weil der Bedarf nach einem verlässlichen Koordinatensystem bis in die kleinste und unbedeutendste Rezension hinein getragen wird – Leser wollen Namen, Referenzen, Anhaltspunkte, denn die Zeit, die man für eine Entscheidung für oder gegen verwendet, ist kostbar und will genutzt sein. So sehr sich also der Rezensent gegen exzessives Namedropping sträubt, er muss damit rausrücken, will er nicht der Zeitverschwendung bezichtigt werden.
Also dann: Die Liste der Musiker, mit denen Christopher Taylor alias SOHN schon Schnittstellenarbeit verrichtet hat, liest sich wie das Who Is Who eines supertrendigen Musikblogs (hüstel…) - Lana Del Rey, Rhye, BANKS, Kwabs, Laura Mvula, Disclosure, Angel Haze, tbc. – über mangelnde Anfragen kann sich der gebürtige Londoner wahrlich nicht beschweren. Glücklicherweise hat er über die zwei Jahre, in denen er mit dem markanten Pseudonym unterwegs ist, die Muße gefunden, eine respektable Zahl eigener Stücke zu schreiben, die er nun auf seinem Debütalbum “Tremors” versammelt hat. Und weil wir einmal damit angefangen haben, können zwei weitere Namen für das Verständnis des SOHNschen Klangkosmos auch nicht schaden: Einordnen läßt sich der Sound des Solisten am ehesten zwischen den schwarzen Electrosoul von Abel Tesfaye aka. The Weeknd und die blassweißen Synthkaskaden eines James Blake. Wobei SOHN sich und uns sowohl die zunehmende Schwülstigkeit des einen als auch die verkopfte Entrücktheit des anderen erspart – in erster Linie hält “Tremors” klug verdichteten, tanzbaren R’n’B neuester Prägung bereit.
Und genau der bringt uns zu einem zweiten, wichtigen Wesenmerkmal dieser Musik: Sie läßt einen trotz aller Beats und Bleeps ganz tief drinnen zur Ruhe kommen, berührt in den besten Momenten das Herz und entspannt das Nervenkostüm nachhaltig. SOHN hat in einem Interview mit der SPEX behauptet, er habe dieses Album speziell dafür gemacht, um seine eigene Persönlichkeit zu ändern, um die Quasselstrippe in ihm selbst auszulöschen. Nun, keine große Überraschung, es gelingt ihm auch bei uns. Stücke wie “Paralysed” oder “Tempest” bestechen durch ihre Ausgeglichenheit und Wärme, Taylors Kopfstimme legt sich sanft auf’s Gemüt und man glaubt sofort, mit solch wunderbar feinfühligen Songs auch gegen die Enttäuschungen und Erschütterungen (“Tremors”) gewappnet zu sein, von denen SOHN im Titelstück ganz am Schluss singt. Ein Album also genau zur richtigen Zeit. http://sohnmusic.com/
08.04. Köln, Gebäude 9
11.04. Hamburg, Uebel und Gefährlich
12.04. Osnabrück, Lagerhalle
13.04. Berlin, Heimathafen Neukölln
20.04. Frankfurt, Zoom
“Tremors”
(4AD)
Es ist nun einmal so, dass es den Menschen nach Orientierung verlangt. Die Zeiten sind schnelllebig, Veränderungen überholen sich gegenseitig und das, woran man sich gerade noch festgehalten hat, ist im nächsten Moment schon wieder zerfallen. Warum das hier steht? Nun, zum einen weil der Bedarf nach einem verlässlichen Koordinatensystem bis in die kleinste und unbedeutendste Rezension hinein getragen wird – Leser wollen Namen, Referenzen, Anhaltspunkte, denn die Zeit, die man für eine Entscheidung für oder gegen verwendet, ist kostbar und will genutzt sein. So sehr sich also der Rezensent gegen exzessives Namedropping sträubt, er muss damit rausrücken, will er nicht der Zeitverschwendung bezichtigt werden.
Also dann: Die Liste der Musiker, mit denen Christopher Taylor alias SOHN schon Schnittstellenarbeit verrichtet hat, liest sich wie das Who Is Who eines supertrendigen Musikblogs (hüstel…) - Lana Del Rey, Rhye, BANKS, Kwabs, Laura Mvula, Disclosure, Angel Haze, tbc. – über mangelnde Anfragen kann sich der gebürtige Londoner wahrlich nicht beschweren. Glücklicherweise hat er über die zwei Jahre, in denen er mit dem markanten Pseudonym unterwegs ist, die Muße gefunden, eine respektable Zahl eigener Stücke zu schreiben, die er nun auf seinem Debütalbum “Tremors” versammelt hat. Und weil wir einmal damit angefangen haben, können zwei weitere Namen für das Verständnis des SOHNschen Klangkosmos auch nicht schaden: Einordnen läßt sich der Sound des Solisten am ehesten zwischen den schwarzen Electrosoul von Abel Tesfaye aka. The Weeknd und die blassweißen Synthkaskaden eines James Blake. Wobei SOHN sich und uns sowohl die zunehmende Schwülstigkeit des einen als auch die verkopfte Entrücktheit des anderen erspart – in erster Linie hält “Tremors” klug verdichteten, tanzbaren R’n’B neuester Prägung bereit.
Und genau der bringt uns zu einem zweiten, wichtigen Wesenmerkmal dieser Musik: Sie läßt einen trotz aller Beats und Bleeps ganz tief drinnen zur Ruhe kommen, berührt in den besten Momenten das Herz und entspannt das Nervenkostüm nachhaltig. SOHN hat in einem Interview mit der SPEX behauptet, er habe dieses Album speziell dafür gemacht, um seine eigene Persönlichkeit zu ändern, um die Quasselstrippe in ihm selbst auszulöschen. Nun, keine große Überraschung, es gelingt ihm auch bei uns. Stücke wie “Paralysed” oder “Tempest” bestechen durch ihre Ausgeglichenheit und Wärme, Taylors Kopfstimme legt sich sanft auf’s Gemüt und man glaubt sofort, mit solch wunderbar feinfühligen Songs auch gegen die Enttäuschungen und Erschütterungen (“Tremors”) gewappnet zu sein, von denen SOHN im Titelstück ganz am Schluss singt. Ein Album also genau zur richtigen Zeit. http://sohnmusic.com/
08.04. Köln, Gebäude 9
11.04. Hamburg, Uebel und Gefährlich
12.04. Osnabrück, Lagerhalle
13.04. Berlin, Heimathafen Neukölln
20.04. Frankfurt, Zoom
Lana Del Rey: Geht auch anders
Hoppla, das geht auch beschwingt? Sollte man nicht glauben, aber Lana Del Rey kann auch mal ganz ohne alles brünftige Geschmachte gutgelaunt vor sich hinträllern, dass die Schuhspitzen von ganz allein wippen. Wohin der Track "Meet Me In The Pale Moonlight" gehört, weiß da draußen eigentlich keiner so recht, das künftige Album "Ultraviolence" wäre dabei eine Möglichkeit von vielen. Egal, für den Moment kommen wir auch ohne diese Angaben klar - play it again!
How To Dress Well: Endlich ein Zuhause
Nun also doch - ein Album. Tom Krell alias How To Dress Well hat für Ende Juni das dritte Album angekündigt, nachdem wir kürzlich den Song "Words I Dont't Remember" noch als herrenlosen Titel zur Kenntnis nehmen durften. Nun hat auch der ein Zuhause gefunden, "What Is This Heart?" wird via Weird World erscheinen und mit "Repeat Pleasure" gibt es auch schon einen zweiten Vorhörer.
Steel Panther: Last Supper
Wie sie nur immer wieder drauf kommen? Ein Neuzugang ist in der Rubrik "Die stylischsten Albumcover des Jahres" zu vermelden und mithin gleich ein heißer Tip für den Gesamtsieg: Steel Panther, Glam-Metal-Band aus Los Angeles, haben sich für ihren aktuellen Longplayer mal so richtig viel Mühe gegeben. Halbtote Blutschädel sind offenbar nicht mehr ganz so in - da Leonardo Da Vinci in Metallerkreisen als Headbanger und Vollbartträger einen achtbaren Ruf genießt, lag nichts näher als das obige. Respekt! Ich hätte dann bitte einmal die Lammhaxe und einen trockenen Roten...
Trotzdem mal reinhören? Gern doch - bei SteelPanther.TV.
Trotzdem mal reinhören? Gern doch - bei SteelPanther.TV.
Fear Of Men: Was lange währt
Wie wir wissen, ist barrierefreies Videostreaming hier in Deutschland ein leidiges Thema - auch die Fear Of Men, ausgemachte Lieblingsband des Blogs, hat es vor einiger Zeit erwischt. Den Clip zu ihrer famosen Single "Luna", einer Auskopplung aus dem bald erscheinenden Album "Loom", können wir aber dank erfolgreicher Netzrecherche der Kollegen von White Tapes endlich nachreichen.
Mittwoch, 2. April 2014
Hercules And Love Affair: Fröhliche Andacht
Welch schönere Möglichkeit, des kürzlichen Todes von House-Meister Frankie Knuckles zu gedenken, gibt es, als hier zwei Stücke zu streamen, die ohne sein Zutun im entfernteren Sinne so sicher nicht existieren würden. Die Dance-Formation Hercules And Love Affair, in mehrerlei Hinsicht eine der treffendsten Verkörperungen des House, werden bald mit ihrem neuen Album "The Feast Of The Broken Heart" für Gesprächsstoff sorgen, eigentlich tun sie es schon mit der ersten Single "Do You Feel The Same". Zu dieser gibt es laut Stereogum zwei Non-Album-Tracks, "Raid" und das siebenminütige "Working Miracles" - bittesehr, angenehme Andacht.
Alexis Taylor: Zeit zu gehen
Eines der Geheimnisse, weshalb die Tanzkombo Hot Chip über Jahre so einen irren Erfolg verbuchen konnte, ist mit Sicherheit die Stimme von Alexis Taylor. Der nerdige Frontmann hatte sich ja schon 2008 mit "Rubbed Out" an einem Solowerk versucht, nun soll mit "Await Barbarians" Anfang Juni via Domino der Nachfolger erscheinen. Bei Dailymotion gibt es zur ersten Hörprobe "Elvis Has Left The Building" schon ein Lyrics-Video.
Janelle Monae: Geschmackssache
Aus ihrer grenzenlosen Verehrung für David Bowie hat Janelle Monae nie ein Hehl gemacht, ihr Vorliebe für Rollenspiele und häufig wechselnde Bühnenoutfits taten ein Übriges. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich die smarte Lady an einen Song des Meisters wagte. Ob es nun unbedingt "Heroes" hätte sein müssen, noch dazu für einen Pepsi-Add, sei mal dahingestellt - soll jeder selbst einschätzen, ob's heldenhaft klingt. Wir behaupten mal: Blubbert viel, schmeckt nach wenig...
Protomartyr: Die ganze Palette
Protomartyr
“Under Color Of Official Right”
(Hardly Art/Cargo)
Gerade erst hat das MOJO-Magazine seiner aktuellen Ausgabe einen lohnenden CD-Sampler beigegeben – “Death Disco” vereint jede Menge großer Namen und Songs, die sich unter dem Stichwort Post-Punk ablegen lassen. Die Spannbreite wurde von der Redaktion denkbar weit gefasst und so finden sich in dem Topf unter anderem Sonic Youth, Throbbing Gristle, Orange Juice, Felt, The Fall und Pere Ubu. Wie auch immer man die Auswahl bewerten will, fest steht, dass diese Stilrichtung tatsächlich als eine der vielfältigsten und interessantesten der jüngeren Musikgeschichte gelten darf. Und dass zu deren aktuellen Protagonisten in jedem Falle auch die Detroiter Band Protomartyr zu zählen ist, nicht zuletzt deshalb, weil sie auf ihrem neuen Album sehr gekonnt all die verschiedenen Spielarten und Einflüsse unterzubringen versteht.
Auch wenn man es vermuten möchte, ein Debüt ist “Under Color…” nicht, Protomartyr sind für den zweiten Longplayer nur zu einem größeren Label gewechselt, einige Stücke der Platte sind zudem schon auf früheren EPs oder Live-Tapes zu hören gewesen. Frisch klingt es dennoch, was die vier da abliefern. Sänger Joe Casey punktet mit einer Stimme, die genretypisch gern mal einen Ton danebenliegt und der schnoddriger Sprechgesang in Tradition eines Mark E Smith eher liegt als kunstvolle Oktavsprünge. Ein Großteil der Stücke braucht weniger oder nicht viel mehr als zwei Minuten, um zum Punkt zu kommen, der Sound wird naturgemäß von lauten Gitarren beherrscht, die sich gern mal zur berüchtigten “Wall of…” verdichten (“What The Wall Said”). Genauso häufig verbaut die Band aber auch allerlei analoge Synthesizer, die dann, wie bei “Tarpeian Rock” und “Come And See”, an die glorreichen Zeiten der Gang Of Four erinnern. Fazit: So bissig, wie das Cover vermuten lässt – macht aber trotzdem Spaß. Protomartyr bei Hardly Art.
“Under Color Of Official Right”
(Hardly Art/Cargo)
Gerade erst hat das MOJO-Magazine seiner aktuellen Ausgabe einen lohnenden CD-Sampler beigegeben – “Death Disco” vereint jede Menge großer Namen und Songs, die sich unter dem Stichwort Post-Punk ablegen lassen. Die Spannbreite wurde von der Redaktion denkbar weit gefasst und so finden sich in dem Topf unter anderem Sonic Youth, Throbbing Gristle, Orange Juice, Felt, The Fall und Pere Ubu. Wie auch immer man die Auswahl bewerten will, fest steht, dass diese Stilrichtung tatsächlich als eine der vielfältigsten und interessantesten der jüngeren Musikgeschichte gelten darf. Und dass zu deren aktuellen Protagonisten in jedem Falle auch die Detroiter Band Protomartyr zu zählen ist, nicht zuletzt deshalb, weil sie auf ihrem neuen Album sehr gekonnt all die verschiedenen Spielarten und Einflüsse unterzubringen versteht.
Auch wenn man es vermuten möchte, ein Debüt ist “Under Color…” nicht, Protomartyr sind für den zweiten Longplayer nur zu einem größeren Label gewechselt, einige Stücke der Platte sind zudem schon auf früheren EPs oder Live-Tapes zu hören gewesen. Frisch klingt es dennoch, was die vier da abliefern. Sänger Joe Casey punktet mit einer Stimme, die genretypisch gern mal einen Ton danebenliegt und der schnoddriger Sprechgesang in Tradition eines Mark E Smith eher liegt als kunstvolle Oktavsprünge. Ein Großteil der Stücke braucht weniger oder nicht viel mehr als zwei Minuten, um zum Punkt zu kommen, der Sound wird naturgemäß von lauten Gitarren beherrscht, die sich gern mal zur berüchtigten “Wall of…” verdichten (“What The Wall Said”). Genauso häufig verbaut die Band aber auch allerlei analoge Synthesizer, die dann, wie bei “Tarpeian Rock” und “Come And See”, an die glorreichen Zeiten der Gang Of Four erinnern. Fazit: So bissig, wie das Cover vermuten lässt – macht aber trotzdem Spaß. Protomartyr bei Hardly Art.
Dienstag, 1. April 2014
Deafheaven: Zurück mit Gebrüll
Noch eine Tour, allerdings deutlich länger und mutmaßlich um einiges lauter: Die amerikanische Black-Metal-Band Deafheaven, seit ihrem grandiosen Album "Sunbather" auch bei Quereinsteigern ein feststehender Begriff, wird noch einmal rund um den Globus reisen, um besagte Platte zu promoten.
01.06. Karlsruhe, Jubez
03.08. Dresden, Beatpol
04.08. Wien, Arena
13.08. Hamburg, Hafenklang
Noch irgendwelche Zweifel? Dann haben wir hier dank CoS gleich die passende Einstimmung parat - "Dream House", live 2013.
01.06. Karlsruhe, Jubez
03.08. Dresden, Beatpol
04.08. Wien, Arena
13.08. Hamburg, Hafenklang
Noch irgendwelche Zweifel? Dann haben wir hier dank CoS gleich die passende Einstimmung parat - "Dream House", live 2013.
Interpol: Im Osten was Neues
Gute Nachrichten für den oft so stiefmütterlich behandelten Osten Deutschlands: Neben den üblichen Festivalauftritten werden die New Yorker Interpol in diesem Sommer sowohl in Berlin als auch in Leipzig die Songs ihres bislang unbetitelten fünften Albums vorstellen. Drei Stücke sind ja dank der NME-Awards-Tour mit "Anywhere", "All The Rage Back Home" und "My Desire" mittlerweile bekannt, spätestens im Juli werden die restlichen folgen.
01.07. Berlin, Postbahnhof
03.07. Leipzig, Täubchenthal
01.07. Berlin, Postbahnhof
03.07. Leipzig, Täubchenthal
Clap Your Hands Say Yeah: Wieder im Spiel
Klingt nach ernsthaftem Indierock, dem sich die Herren da wieder widmen: Clap Your Hands Say Yeah aus Philadelphia sind nun auch schon knapp zehn Jahre im Geschäft, wissen also, wie der Hase läuft. In den letzten Jahren ist er öfter mal an ihnen vorbeigehoppelt - das könnte sich mit dem neuen Album aber ändern. "Only Run" ist für Anfang Juni angekündigt und für die erste Single "Coming Down" hat sich die zum Trio geschrumpfte Band um Sänger Alec Ounsworth prominente Unterstützung geholt - Matt Berninger von The National grummelt ein paar Takte mit, keine schlechte Idee.
Jack White: Mit Trauerrand
Die Sache mit den putzigen Häubchen scheint vorbei - Jack White posiert nun samt Borsalino stilecht und edel in der Friedhofsecke. Und zwar für sein neues Album, den Nachfolger also von "Blunderbuss" aus dem Jahr 2012. Anfang Juni soll dieses bei seinem Haus- und Hoflabel Third Man Records erscheinen, "Lazaretto" wird es heißen und zum Appetizer "High Ball Stepper" hat Mr. White schon mal die Gitarre gestimmt - ohne Gesang, vorerst.
Esben And The Witch: Noch immer auf der Suche
Dass sich die Gothrocker von Esben And The Witch von ihrem früheren Label Matador getrennt haben und nun mittels Crowdfunding auf der Suche nach der nötigen monetären Unterstützung sind, um ihr nächstes Album produzieren zu können, hatten wir schon. Auch über die Split-12" zusammen mit den Thought Forms wurde schon berichtet - nun ist der zweite Song davon (nach "No Dog") im Netz unterwegs - anzuhören bei Soundcloud. Achtung - Zeit mitnehmen, das Stück namens "Butoh" dauert knappe zehn Minuten.
Woman's Hour: Ernst machen
Sternstunde oder verschenkte Zeit - bald werden wir's wissen: Am 11. Juli soll nun endlich das Debüt der Londoner Band Woman's Hour erscheinen, die hier schon für ihre fabelhaften Songs "I Need You" und "Her Ghost" gefeiert wurde. Die Platte wird bei Secretly Canadian verlegt und soll "Conversations" heißen, den Titelsong gibt es via Soundcloud schon mal vorab. Und nachdem die Band in den nächsten Wochen und Monaten ausgiebig englische, französische und skandinavische Bühnen bespielt, sollte sich ja für Deutschland auch noch ein Plätzchen im Kalender finden lassen.
Cloud Nothings: Ramshackle bleibt!
Cloud Nothings
„Here And Nowhere Else“
(Pias/Coop)
Wieder nur acht Songs. Wie schon auf dem grandiosen Vorgänger „Attack On Memory“ gibt sich das Grungepunk-Quartett aus Cleveland mit knapp 35 Minuten auch auf dem vorliegenden, bislang vierten Album sparsam. Ganz und gar nicht knausrig gehen Dylan Baldi und Kollegen mit ihren Instrumenten zu Werke, die Gitarren brettern gewohnt ungestüm durch’s Programm, das Schlagzeug hämmert punktgenau und Baldi schrammt sich für die Zuhörer wieder die Stimmbänder wund. Wem der Sound von den Vorgängerplatten noch nicht so vertraut ist, dem wird vielleicht eine treffende englische Vokabel weiterhelfen: „Ramshackle“ nennt der Heimwerker eine windschiefe Bruchbude, die nur noch durch ein paar rostige Nägel zusammengehalten wird, sich aber dennoch trotzig dagegen wehrt, endgültig geschliffen zu werden. Nach Trotz und Rost klingen auch die Stücke der Cloud Nothings, es pfeift, bellt und kreischt aus jeder Pore und zwar mit einer unablässigen Intensität, die staunen läßt. Dass der Sänger nebenher nach eigener Aussage jede Menge Jazzplatten hört, will sich einem deshalb nicht gleich erschließen – man darf vermuten, es geht dabei eher um Kompensation und/oder Fortbildung, denn einen so guten Katalysator wie die eigenen Songs wird er dort wohl nicht finden. Alles beim Alten also mit der neuen, das gut siebenminütige „Pattem Walks“ bleibt einem dabei in nachhaltigster Erinnerung, mischt es doch dem rohen Sound ein paar Reminiszenzen an die zwischenzeitlich leider verblichenen Sonic Youth bei. Ansonsten gilt: Ramshackle bleibt! http://cloudnothings.com/
16.05. Hamburg, Molotow
17.05. Köln, Underground
30.05. Neustrelitz, Immergut Festival
„Here And Nowhere Else“
(Pias/Coop)
Wieder nur acht Songs. Wie schon auf dem grandiosen Vorgänger „Attack On Memory“ gibt sich das Grungepunk-Quartett aus Cleveland mit knapp 35 Minuten auch auf dem vorliegenden, bislang vierten Album sparsam. Ganz und gar nicht knausrig gehen Dylan Baldi und Kollegen mit ihren Instrumenten zu Werke, die Gitarren brettern gewohnt ungestüm durch’s Programm, das Schlagzeug hämmert punktgenau und Baldi schrammt sich für die Zuhörer wieder die Stimmbänder wund. Wem der Sound von den Vorgängerplatten noch nicht so vertraut ist, dem wird vielleicht eine treffende englische Vokabel weiterhelfen: „Ramshackle“ nennt der Heimwerker eine windschiefe Bruchbude, die nur noch durch ein paar rostige Nägel zusammengehalten wird, sich aber dennoch trotzig dagegen wehrt, endgültig geschliffen zu werden. Nach Trotz und Rost klingen auch die Stücke der Cloud Nothings, es pfeift, bellt und kreischt aus jeder Pore und zwar mit einer unablässigen Intensität, die staunen läßt. Dass der Sänger nebenher nach eigener Aussage jede Menge Jazzplatten hört, will sich einem deshalb nicht gleich erschließen – man darf vermuten, es geht dabei eher um Kompensation und/oder Fortbildung, denn einen so guten Katalysator wie die eigenen Songs wird er dort wohl nicht finden. Alles beim Alten also mit der neuen, das gut siebenminütige „Pattem Walks“ bleibt einem dabei in nachhaltigster Erinnerung, mischt es doch dem rohen Sound ein paar Reminiszenzen an die zwischenzeitlich leider verblichenen Sonic Youth bei. Ansonsten gilt: Ramshackle bleibt! http://cloudnothings.com/
16.05. Hamburg, Molotow
17.05. Köln, Underground
30.05. Neustrelitz, Immergut Festival
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