Freitag, 20. September 2013

Xiu Xiu: Verehrung

Darauf wäre man so schnell nicht gekommen: Vor einiger Zeit haben sich Jamie Stewart von Xiu Xiu und Michael Gira von den Swans so von Support zu Main Act über ihre gemeinsame Liebe zu Nina Simone ausgetauscht - daraus entstanden ist nun ein Coveralbum von Xiu Xiu mit lauter Songs der Grand Dame des Jazz. Bei Soundcloud findet man die Interpretation von "Don't Smoke In Bed", der Rest erscheint Anfang Dezember bei Graveface.

Scott Matthew: Aufforderung zum Tanz

Auch wenn die Kollegen von White Tapes das Stück nicht mögen, gepostet haben sie es samt Video trotzdem: Scott Matthew hat das Whitney-Houston-Stück "I Wanna Dance With Somebody" aus seinem Coveralbum "Unlearned" mit einem stimmungsvollen Tanzclip versehen, Regie führte Alan Brown, u.a. Regisseur des Films "Five Dances".

Midlake: Können sie's auch ohne?

Der Frontmann ist weg, die Band macht trotzdem weiter: Tim Smith hat bekanntlich vor geraumer Zeit die Leisetreter von Midlake verlassen, nun probiert es Eric Pulido am Mikrophon. Ob der Zauber wohl hält? Am 1. November wird "Antiphon", die erste Post-Smith-Platte erscheinen und mit dem Titeltrack und dem neuen "Provider" sind schon zwei Songs bekannt - bei Soundcloud.

Blogbox: Applikation, Baby!

Nun ist sie "on air", die neue und phänomenale Blogbox-App - wer also weiterhin Gutes lesen und dabei etwas weniger Arbeit mit der Suche verbringen möchte: Alle iPad-User (vorerst) finden die Applikation ab sofort im App-Store. Ran an die Box!

Donnerstag, 19. September 2013

Big Deal: Nächste Chance

Da geht noch was: Ende Mai ist "June Gloom", das zweite Album des Londoner Duos Big Deal erschienen. Nun legen sie mit "Swapping Spit" eine nächste Single nach - das Stück gibt es neben "Teradactol" und "In My Car" ebenfalls bei Soundcloud - Grund genug also, mal langsam auf den Geschmack zu kommen.

Django 3000: Mit Herz und Messer

Django 3000
“Hopaaa!”

(Südpolrecords)

Möchte man heute wirklich noch jemandem mit der schwierigen zweiten Platte kommen? Wo es doch so viele Zweite gibt, die so gut gelungen sind, dass diese alte, abgekaute Regel sofort in die Tonne wandern müßte? Andererseits hört man mit der Zweiten nicht einfach besser, sondern eben auch genauer (hin) und das Ohr des Hörers läßt sich trotz aller Erwartungsfreude selten hinters Licht führen. Django 3000, die schlitzohrige Mundartkombo aus dem Chiemgau, haben mit ihrem selbstbetitelten Debüt sehr zu Recht eine Riesenmenge Lob eingefahren, die Mischung aus kreuzfidelem Zigeunerpunk und wildromantischen Sehnsuchtsweisen ging in Herz, Bauch und Beine zugleich und schnell war klar, dass die Meßlatte für den Nachfolger ziemlich hoch liegen würde.

Nun, der Schlachtruf der Djangos ziert das Cover und gibt unmißverständlich die Richtung vor – der Titel ist also Programm und so legen Kamil, Florian, Michael und Jan los wie der sprichwörtliche Teufel (besser: Deifi). Die ersten Stücke gleichen sich aber nicht nur namentlich, auch in punkto Rhythmik und Stimmungsbild ticken sie ähnlich – soll heißen: Gleich zu Beginn fehlt es etwas an den Zwischentönen und -takten, und auch wenn die Violine wie beim „Tanz ums Feia“ so herrlich am Jauchzen ist, dass man einfach mitmuss – das hatte man vom Vorgänger noch besser in Erinnerung.

Sie fangen sich jedoch wieder ein. Mit „Auf und davo“ und „Hey Mam“ kommt endlich die große, bisweilen auch traurige Seele hinzu, sie schattiert, variiert das Zusammenspiel und bringt die Melodramatik, das Pathos zurück, ohne geht es nicht. Das rohe und rauflustige Imponiergehabe aus „Herz wia a Messa“ passt im übrigen deutlich besser in’s urwüchsige Bild als die etwas bemühte Umdichtung des Stones-Klassikers „Paint In Black“, die Jungs bleiben dort am glaubwürdigsten, wo sie mit übervollem Herzen und freier Schnauze ihre ganz persönlichen Geschichten aus der Heimat und von unterwegs erzählen. Django 3000 haben diesen liebenswürdigen, bayerischen Gipsyrock populär gemacht, haben ihm Hingabe, Feuer und Hirn verpaßt – jetzt werden die Kreise größer und es heißt obacht geben, dass die Sache ihre eigene bleibt. http://www.django3000.de/

20.09.  Rosenheim, Festzelt
21.09.  Schweinfurt, Festival Nachsommer
25.09.  Ingolstadt, Eventhalle Westpark
02.10.  Hamburg, Kluturhaus III
04.10.  Berlin, Astra Kulturhaus
16.10.  Regensburg, Alte Mälzerei
17.10.  München, Circus Krone
... und mehr davon hier.

Jarvis Cocker: Helft dem Alten

Und heute noch ein kräftiges "Cheers!" in die Runde, denn - tadaa! - Jarvis Cocker wird fünfzig! Jawoll, man mag es kaum glauben, der Mann, der den Britpop mehr als zehn Jahre vor Oasis im Alleingang erfunden hat, der die gewöhnlichen Leute besang und den Alten unbedingt helfen wollte, der Hardcore einen neuen Sinn gab und die Sortierung von Partydrogen propagierte - dieser Mann ist nun ein alter Sack. Na denn mal Prost!

A Home A Heart Whatever: Ranhalten

Das hat man nicht oft: A Home.A Heart.Whatever., kurz AHAHWE, das Trio aus Weilheim, Augsburg und München, bietet auf seiner Website das zweite Album "SameSame" zum freien Download an. Nun sollte man nicht meinen, die Jungs hätten es so bitter nötig, dass sie der harten Arbeit Früchte schon herschenken müssten - nein, ein größeres Publikum wäre sehr willkommen und, wenn man sich diese Platte mit ihren wohldurchdachten und behutsam verwebten Gitarrenpopklängen so anhört, auch mehr als verdient. Wer sich bei Slut und Notwist wohlfühlt, der sollte also bis spätestens Monatsende (denn so lange gilt der Deal) auf der Homepage der Band vorbeischauen, Gleiches gilt natürlich auch für die ausstehenden Konzerte.

05.10.  Augsburg, Kantine
11.10.  München, Gasteig (Digital Analog Festival)

Bill Callahan: Frühling am Fluß der Träume

Was klingt wie ein Titel von Nana Mouskouri, ist eine kitschige Zusammenfassung folgender Fakten: Bill Callahan kommt mit seinem neuen Album "Dream River", das ab morgen übrigens im Plattenregal steht, im Frühjahr 2014 nach Europa und somit auch endlich wieder nach Deutschland auf Konzerttour - die Tickets sind schon im Vorverkauf. Und bevor die Meldung in ekstatischem Geschrei untergeht - das sind die Städte:

14.02.  Köln, Kulturkirche
15.02.  Berlin, Heimathafen
16.02.  München, Freiheizhalle
17.02.  St. Gallen, Palace

Darkside: Große Schatten voraus

Wenn man der Großkritik glauben darf, kommt am 8. Oktober Beachtliches auf uns zu: An diesem Tag erscheint mit "Psychic" der erste Longplayer von Darkside, dem gemeinsamen Projekt von Nicolas Jaar und Dave Harrington. Beide hatten ja kürzlich mit einer Neubearbeitung von Daft Punks "Random Access Memories" von sich Reden gemacht, nun also etwas komplett eigenes. Zwei Stücke sind schon im Netz verfügbar, das knapp zwölfminütige "Golden Arrow" und seit kurzem auch das etwas kürzere, nicht minder reizvolle "Paper Trails".

Mittwoch, 18. September 2013

Planningtorock vs. The Knife: Rückbau

Für etwas Verwirrung sorgen gerade Janine Rostron alias Planningtorock und die schwedischen The Knife. Für ein Rework des Knife-Titels "Full Of Fire" fertigte Rostron offenbar ein Rework mit völlig neuem Klangbild unter dem Namen "Let's Talk About Gender Baby, Let's Talk About You And Me" an, das mit dem Original nicht mehr sehr viel zu tun hat - Ähnlichkeiten mit Salt'n'Pepa sind wohl beabsichtigt. Dabei irritiert, dass im Netz schon ein Remix gleichen Namens mit anderem Videoclip zu sehen ist - nun, anzuschauen/-hören sind beide ganz gut.

Haim: Clevere Mädchen

Haim
„Days Are Gone“

(Vertigo/Universal)

So, nun mal los: Day Has Come? Thinking Of You? Two Tears? Und – klingelt’s? Stories? River? Auch noch nicht? Aber jetzt: Mmmbop! Na also. Isaac, Tyler und Zac, drei Brüder aus Oklahoma, der Einfachheit halber unter dem Familiennamen Hanson mit Beginn der 90er unterwegs, nie wirklich außer Dienst und dennoch, zumindest hierzulande, fast nur für diesen einen Hit gelebt – Mmmbop. Schwenk – Danielle, Alana und Este, drei Schwestern aus Los Angeles, der Einfachheit halber unter dem Familiennamen Haim zur Band formiert und nun, 2013, mit einem Debütalbum am Start, das (zumindest in diesem Jahr) den Maßstab in Sachen Pop setzen wird.

Man darf annehmen, dass Haim einiges besser machen werden als die Gebrüder Hanson, schließlich sind sie Mädchen und als solche für gewöhnlich cleverer. Schritt Nummer eins sollte die Wahl des Produzenten Mike Chapman gewesen sein, mit Blondies “Parallel Lines” hat der Australier sein frühes Meisterwerk aka. die perfekte Pop-Platte schon daheim in der Vitrine stehen, der Mann kennt die 70er so gut wie die 80er und dürfte der Grund dafür sein, dass einem beim Anhören ständig Debbie Harry und Cyndie Lauper vor dem inneren Auge vorbeiflimmern. Irgendwie ist diese Platte natürlich auch ein wenig “One Touch”, die Sugababes waren mit ihrem Erstling ähnlich furios gestartet und auch sie beherrschten neben erstklassigem Songwriting die Kunst, allseits bekannte Versatzstücke verschiedener Subgenres des Pop so zu kombinieren, dass man meinte, man höre das so zum ersten Mal.

Verblüffend also, wie leicht es jedem der elf Stücke fällt, den Hörer um den Finger zu wickeln; gerade weil sie so ausnahmslos eingängig sind, gibt es eigentlich keines, was einer besonderen Hervorhebung bedürfte. Da gibt es Chöre mit zartem Schmelz, das Schlagzeug schnalzt und Don Henleys “Boys Of Summer” drehen mal wieder eine Ehrenrunde. Vielleicht fällt ja “My Song 5” mit seinen satt röhrenden Bluesgitarren und dem Genesis-Mashup etwas aus dem Rahmen. Zusammen mit dem bedrohlich stampfenden”Let Me Go” sind dies möglicherweise die einzigen Augenblicke, wo man vor den netten Twens und ihrer Art, Alltagsprobleme zu besingen, sicherheitshalber mal einen Schritt zurück tritt.

Wer sie hierzulande live sehen will, muss sich im Übrigen damit anfreunden, dass sie vorerst nur als Vorband zu Phoenix zu haben sein werden; nachdem die Franzosen mit ihrem letzten Album leider eine erstaunliche Fallhöhe zurückgelegt haben, bleibt das wohl nur ein halbiertes Vergnügen. Haim jedenfalls sollten mit ihrem ersten Album in die entgegengesetzte Richtung kreuzen, ihr Weg führt steil bergauf – für diesen Augenblick ganz sicher und gern noch einmal wiederholt: In Sachen Pop die Platte des Jahres.

Mit Phoenix unterwegs:
18.11.  Frankfurt, Jahrhunderthalle
19.11.  München, Zenith
21.11.  Berlin, Columbiahalle
22.11.  Mitsubishi Electric Halle
25.11.  Hamburg, Gruenspan
26.11.  Köln, Bürgerhaus Stollwerk

Kings Of Leon: Mit Biss zurück

Kings Of Leon
„Mechanical Bull“

(RCA/Sony)

Man hört Musiker ja häufig ihre eigenen Werke in höchsten Tönen loben und preisen, nie hätten sie Besseres abgeliefert, selten wären sie so frisch und unverbraucht zu werke gegangen, man habe unglaublich viele Inspirationen austauschen und sich gegenseitig befruchten können und was nicht alles noch – man hört es also und irgendwann hört man nicht mehr hin. Auch die Kings Of Leon haben sich für ihre neue, sechste Platte ein griffiges Attribut ausgedacht – „youthful“ soll sie klingen. Und dann folgte ein Satz, der ein klein wenig an Beckenbauers Maxime „Geht’s raus, spielt’s Fußball!“ erinnert: „We did what we’ve known to do for 12 years, which was pick up our instruments and play.” Es geht also um Grundwerte, Basics, um den Rock’n Roll, was ihn ausmacht und vor allem, was die vier Followills aus ihm machen. Und weil die Verlautbarungen vor dem letzten Album „Come Around Sundown“ ähnlich vollmundig klangen und weil an Angelo Petraglia und Nashville nicht gerüttelt wurde, war Misstrauen angebracht.

Doch was soll man sagen: Sie haben Wort gehalten. Ob der Sound von „Mechanical Bull“ nun ein „jugendlicher“ ist, will man als quasi Unbeteiligter nicht entscheiden – wichtig ist: Es wurde rigoros alles über Bord geschmissen, was den Vorgänger so schwer verdaulich gemacht hatte, das Sämige, Zähe, Bombastische, den ganzen mittelmäßgen Schmus, fast nichts davon ist auf diesem Album mehr zu hören. Soll heißen: Sie beißen wieder. „Supersoaker“ will als Single standesgemäß nicht allzusehr vor den Kopf stoßen, aber „Rock City“ und „Don’t Matter“ knattern ohne störendes Übergewicht mächtig los, Bluesgitarren, Stonerriffs, trocken, elektrisch, so und nicht anders wollte man das hören. Und wenn’s auch kein zweites „Youth & Young Manhood“ geworden ist – der Wille, der Zug zum Tor ist klar erkennbar, die Brüder haben, um beim Ballsport und bei Matthias Sammer zu bleiben, ihre Komfortzone verlassen, sie greifen wieder an.

Natürlich werden mit „Temple“ oder „Coming Back Again“ auch Standards bedient, die gegen den Rest ein wenig abfallen, aber was hier die Ausnahme ist, war noch vor drei Jahren die trübe Regel. „Beautiful War“, von der Band selbst zur „outstandig tune“ geadelt, erscheint bei der Qualität ringsum gar nicht mehr so einzigartig, ein Song, den – Vorsicht, vermintes Gelände! – auch U2 zu ihren besten (meint unpeinlichen) Zeiten nicht schöner hinbekommen hätten, „I say love don't mean nothing, unless theres something worth fighting for, its a beautiful war“ – man will’s ihm einfach glauben. Von gleichem Glanz „Tonight“, Caleb Followill quält seine Stimmbänder fast wie in alten Tagen, zu satten Midtempoakkorden wird geheult und geschmachtet, dass einem ganz bang ums Herz wird. Die vier bemühen sich also wieder um die elementaren Dinge: gute Songs mit einfachen Mitteln, die nicht unbedingt auf’s Stadion schielen, Ranklotzen und Draufhauen, wann immer es geht, und den Herzschmerz, wenn er nötig ist. Kurve gekriegt, Rückkehr geglückt – was sonst soll man noch sagen? www.kingsofleon.com

Disclosure: Berlin calling

Mehr ist es leider nicht geworden: Disclosure haben sich eine riesige Livetour in die Kalender eintragen lassen, mit dabei leider nur ein einziger Deutschlandtermin - und zwar in Berlin.

03.11.  Berlin, Postbahnhof

Wer möchte, kann sich zum Appetitholen auch mal einen kurzen 360-Trip in den Central Park gönnen, da gibts die Performance des Tracks "Latch" zu bestaunen.

Dienstag, 17. September 2013

Chvrches: Wild at heart

Chvrches
„The Bones Of What You Believe“

(Vertigo/Universal)

Was für eine Superpopwoche, die sieche Plattenindustrie dürfte sich die Hände reiben. Mit den Chvrches und Haim stehen zwei der höchstgehandelten Nachwuchsformationen mit ihren Debüts in den Startlöchern, den Anfang machen – streng alphabetisch – die Schotten. Glasgow ist, das weiß man spätestens seit Glasvegas, eine erstklassiges Biotop für Musik, die sich vornehmlich am Gefühl orientiert, am großen (Simple Minds, Deacon Blue) wie am kleinen (Travis, Belle And Sebastian), hier lieben sie den Überschwang, den Rausch genauso wie die leisen und dezent knisternden Herzfeuer. Leidenschaftlich und ehrlich soll es sein, die drei werden es deshalb nicht eben schwer haben in ihrer Heimatstadt.

Die Chvrches sind natürlich eine durch und durch synthetische Band, analoge Gitarren finden sich hier eher selten und dennoch gelingt es ihnen, viel Wärme unter die technoiden Beats, die Loops und die gewaltig aufgetürmte Maschinenmusik zu mischen. Das liegt natürlich zu einem nicht unwesentlichen Teil an Sängerin Lauren Mayberry, die mit ihrer streichzarten Stimme und dem Habitus der Kindlichen Kaiserin jeden Argwohn hinwegzuwischen versteht. Selbst wenn sie Textzeilen wie “I am gonna break you down to tiny, tiny parts ... I will be a gun and it's you I'll come for“ (Gun) oder „I'll be a thorn in your side, till you die“ (We Sink) scheinbar zu Süßholz verraspelt, will man nicht von ihrer Seite weichen.

Allesamt bestens ausbalancierte Popsongs, die das Trio auf „The Bones...“ versammelt hat, Widerhakenmelodien wie bei „Tether“ und „Recover“ bekommt man so leicht nicht mehr aus dem Schädel, es schillert und leuchtet ganz zauberhaft und spätestens beim Ausflug zu Gary Numans elektrischen Freunden (Lies), hier zu einer Art Dronepop verdichtet, weiß man auch, warum gerade die Chvrches in Europa einige Konzerte für Depeche Mode eröffnen durften. Besondere Töne, versponnene Ideen, das Repertoire ist reichhaltig – hier ein wenig Prodigy-Freakness (Lungs), später darf auch Martin Doherty mal an’s Mikrophon, bis auf wenige Takte bleibt die Spannung bis zum Schluß erhalten. Keine Frage, dass die Chvrches mit dieser Platte auch auf dem Festland für Furore sorgen werden. http://chvrch.es/

23.10.  Köln, Gloria
25.10.  München, Strom
26.10.  Berlin, Postbahnhof
28.10.  Hamburg, Mojo Club

Blaenavon: Bandbreiten

Neulich am Radio hängen geblieben - der Grund: die walisische Band Blaenavon. Drei Jungs, keiner von ihnen über achtzehn, bisher mit der EP "Into The Night" (Bandcamp) auffällig geworden, nun mit "KOSO" einen Nachfolger gestreamt, der mehr als ein Achtungszeichen ist - leise, laut, langsam, schnell, sanft und wütend, alles dabei. Zu hören beim NME, bestellbar bei Transgressive Records.

Herrenmagazin: Fremdschämen

Okay, der Song ist jetzt nicht so spektakulär, aber was die Hamburger von Herrenmagazin zu "Pelikan", der Vorauskopplung aus ihrer neuen EP "Obst", an Bildern bieten, ist so unglaublich, dass einen schnell ein leichtes Frösteln ankommt - Kamerafahrt durch einen gutgelauten Proletenrave, mutmaßlich Mitte der 90er. Uaahhh...

Deltron 3030: Miley was here

Sieht so aus, als hätte Miley Cyrus hier mit ihrer Abrißbirne schon ganze Arbeit geleistet: Im aktuellen Video des Hiphop-BestOf-Kollektivs Deltron 3030, bestehend aus Dan The Automator, Del The Funky Homosapien und Kid Koala, zum Track "City Rising Form The Ashes" sieht man drei reizende Kinder als zottelige Ewoks durch postapokalyptische Kulissen hüpfen - sehr beeindruckend und stimmlich zudem unterstützt von Mike Patton (Faith No More ff.). Ob das mit dem Album auch klappt, wird man sehen, "Event II" soll am 1. Oktober bei Bulk Recordings erscheinen.

Captain Capa: Fertig für die Dritte

Bad Frankenhausen? Alles klar soweit? Heimat schiefer Kirchtürme, runder Bilderschinken und natürlich Geburtsstadt von Eva Padberg. Yeah, das hat Rock'n Roll! Damit das nicht lächerlich klingt, darf man gern mal anfügen, dass auch Audiolith-Act Captain Capa in BF tief verwurzelt sind. Siehste! Das Electrotrio bringt passenderweise am 25. Oktober sein neues Album "Foxes" heraus und wer die Jungs auf den Festivalbühnen des Landes im Sommer verpasst hat, darf gern noch mal gucken kommen.

25.10.  Erfurt, Centrum
26.10.  Wiesbaden, Schlachthof
31.10.  München, Feierwerk
01.11.  Leipzig, Elipamanoke
02.11.  Stralsund, 8Vorne
14.11.  Berlin, Binuu
15.11.  Halle, Drushba
22.11.  Bremen, Tower
23.11.  Bielefeld, Stricker
30.11.  Hannover, Bei Chez Heinz
06.12.  Hamburg, Molotow
07.12.  Oberhausen, Druckluft 

Vom aktuellen Jubiläumssampler "Ten Years From Now" (Audiolith) stammt das hier:

Montag, 16. September 2013

The Killers: Machen den Anfang

Ja ist denn heut' scho... ? Die Lebkuchen sind jedenfalls schon in die Regale der Discounter eingezogen, da wird es Zeit für die ersten BestOfs: The Killers machen den Anfang und veröffentlichen im November ihr Greatest-Hits-Album "Direct Hits". Darauf finden sich neben sehr schönen Songs (älter) natürlich auch ein paar sehr durchschnittliche (jünger) und auch zwei ganz und gar neue (Tracklist: CoS). Einer davon heißt "Shot Of The Night" und steht bei Soundcloud bereit, entstanden ist er zusammen mit Anthony Gonzalez aka M83.