Dienstag, 5. Februar 2013

Eine eigene Welt

My Bloody Valentine
„mbv“

Man kann Kevin Shields wirklich nicht dankbar genug sein, nach 22 – zweiundzwanzig! – Jahren und all den verklausulierten Ankündigungen, Hoffnungsschimmern und Gerüchteköcheleien nun doch ein neues Album mit My Bloody Valentine gezwungen zu haben. Eine Platte, deren Stücke sich wie erhofft jenseits aller handelsüblichen Songstrukturen bewegen, kein klassisches Verse-Bridge-Chorus-Gedöns, nichts also für routinierte Nebenherhörer und iLiker. Man darf sich schräg anschauen lassen, wenn das Gespräch auf die Iren und ihren speziellen Sound kommt und fühlt sich trotzdem gut dabei. Schließlich haben wenige ein eigenes Genre, das des Shoegazing-Pops, gleichermaßen so verinnerlicht und geprägt wie My Bloody Valentine und man ist mehr als froh, sie nicht mit dem alles verschlingenden Mainstream teilen zu müssen.

Die Frage, ob sich denn das Warten nun auch gelohnt habe, steht nun recht bedrohlich im Raum und die Antwort, eigentlich doch so sehnsüchtig erwartet, fürchtet der Fan wie Per Steinbrück die nächste Wahlprognose. Doch anders als der unglücklich agierende Wackelkandidat darf der hoffnungsfrohe Zuhörer alle Angst fahren lassen: Das neue Album steht den beiden grandiosen Vorwerken „Isn’t Anything“ und „Loveless“ in nichts nach und man kann der Band wirklich kein größeres Kompliment machen als den lapidaren Hinweis: Es hat sich nichts geändert.

Was auch wieder nur bedingt stimmt – natürlich klingen die Stücke, auch im Kontext ihrer aktuellen musikalischen Umgebung, für manchen etwas anders als noch in den 90ern, insofern trifft es sich vielleicht wirklich ganz gut, dass sie wegen des anhaltenden Revivals, das albernerweise unter dem Etikett Nu-Gaze firmieren muss (Pains Of Being Pure At Heart, School Of Seven Bells, The Twilight Sad, Beachhouse, etc.), auf fruchtbaren Boden treffen. Dennoch, My Bloody Valentine präsentieren sich mit „mbv“ eindeutig als „oldschool“-Variante in der Nische und weil fast alles wie immer ist, so sind es auch die kleinen Feinheiten, die man an ihnen so liebgewonnen hat: Das Fade-in, das den Eindruck entstehen lässt, jemand habe den Song nur für die Aufnahme lauter gestellt, die aufgetürmten Noise-Wände, deren Gitarrentöne nicht selten um einen Halbton versetzt wurden, was ein leichtes Leiern ergibt, die wabernden Textspuren, behutsame Drumsets – fabelhaft!

Die agressiveren Stücke fallen besonders positiv auf, „Only Tomorrow“ und „Who Sees You“, das kratzt und stolpert ganz wunderbar, ab und an kommen ein paar klare Hooks zum Vorschein, aber generell gilt: Keiner schichtet feiner. Als Extreme mit dabei: „Is This And Yes“, sehr zart, fast vorsichtig – dagegen der wüste Industrialkrach von „Nothing Is“, der einen etwas an die frühen Nine Inch Nails denken lässt. Der Schlußtrack „Wonder 2“ hat dann fast orchestrale Dimensionen, nach dem Flugzeuglärm wird es immer dichter, lauter, verzerrter, da lassen My Bloody Valentine noch einmal alle Zügel locker und erweisen sich einmal mehr als die unbestrittenen Meister ihres Fachs. Am Ende ist die Birne weich und es kommt einem vor, als wären sie nie weg gewesen – 2035 kann also getrost kommen... http://www.mybloodyvalentine.org/

Montag, 4. Februar 2013

Immer das selbe

Nachgelegt heißt es für Suede: Nach "Barriers" gibt es nun mit "It Starts And Ends With You" die zweite Nummer aus dem Mitte März erscheinenden Comeback-Album "Bloodsports" - hach...

Hallelujah!

Da kommt Freude auf: Bisher waren die Veröffentlichungen von Vampire Weekend immer Anlaß ungetrübter Glückseeligkeit - ob dies auch für das neue Album "Modern Vampires Of The City" gilt, werden wir nun Anfang Mai erfahren, denn dann erscheint die neue, dritte Platte der New Yorker.

Bitte nicht stören!

Aufgabe für einen jungen, aufstrebenden A+R-Manager: Finden Sie einen Musikredakteur, der heute Zeit hat, sich mit Ihnen über dieses neue, unglaublich verheißungsvolle Projekt zu unterhalten, dass zwar noch kein Schwein kennt, aber in kürzester Zeit garantiert durch die Decke gehen wird. Möglichkeit A: Sie finden einen - Hände weg, der taugt nix! Möglichkeit B: Die Such bleibt erfolglos. Grund: Jeder Redakteur, der etwas auf sich hält, wird den heutigen Tag in einem schalldichten Raum bzw. bestückt mit möglichst leistungsfähigen Kopfhörern damit verbringen, sich das lang ersehnte Album von My Bloody Valentine mit dem Titel "mbv" anzuhören - zu finden: hier.

Samstag, 2. Februar 2013

Gefährliches Gebräu

Unknown Mortal Orchestra 
„II“ 
(Jagjaguwar)

Keine Ahnung, ob man da von Zwangsläufigkeit sprechen kann, doch der Umzug von Ruban Nielson mitsamt seinem Unknown Mortal Orchestra zu Jagjaguwar sollte sich eigentlich wie eine Heimkehr angefühlt haben, wo doch dort mit Black Mountains mindestens eine Band zu Hause ist, mit der sie ihre Vorliebe für versponnenen Okkultismus teilen können, von den musikalischen Parallelen ganz zu schweigen. Janet Farrar also ziert das Cover der zweiten Platte der amerikanisch-neuseeländischen Formation, britische Fachfrau in Sachen Hexerei und Neopaganismus – auch akkustisch bietet „II“ wieder ein höchst gefährliches Gebräu aus Psychrock, Soul und Funk, nahe bei Tame Impala, wenn man aktuelle Anknüpfungspunkte sucht, jedoch deutlich experimenteller und verschrobener.

Sicher haben die drei die Songbooks von Pink Floyd und den Beatles mit Heißhunger verschlungen, deren Sound vermischen sie mit fetten Drums und funky Beats zu erstklassigem Retro – „So Good Being In Trouble“ und „No Need For A Leader“ sind wahre Musterbeispiele für die elektrisierende Wirkung dieser aufgepimpten Rockclassics. Das groovt, scheppert und jault, dass es eine Freude ist, bei „One At A Time“ und „Faded In The Morning“ wäre man kaum verwundert, würde olle Hendrix posthum in den Linernotes auftauchen. „Monki“ wiederum gönnt sich ein wenig von der betäubenden Schwere der damaligen Zeit, „Secret Xtians“ bekommt zum Schluß ohnehin einen Extrapunkt für den neckischen Songnamen. Alles in allem eine Platte, die Laune macht, wenn man das mal so platt formulieren darf – es bleibt zu hoffen, dass demnächst mehr als dieser eine Livetermin für Deutschland drin ist. http://unknownmortalorchestra.com/

08.02.  Berlin, Prince Charles

Freitag, 1. Februar 2013

Frau macht Ernst

Im vergangenen Jahr endete fast jede Woche auf mapambulo.de wahlweise mit einem Video von Lana Del Rey oder 'nem neuen Song der Trällergöre Azealia Banks. Damit hat sich's nun, denn das Wochenende leitet heute das Stück "Misogyny Drop Dead" von Janine Rostron alias Planningtorock ein. ARD/ZDF, eat your heart out - das ist die neue Härte, der erste ernstzunehmende Beitrag in der Sexismusdebatte. Der Track stammt von einer Anfang März erscheinenden EP und zu hören ist eine wirklich nur noch zu erahnende Stimmverwandschaft zu früheren Veröffentlichungen der Dame - hier.

Hilfreich [Update]

Muss man nicht weiter kommentieren: http://isthenewmybloodyvalentinealbumoutyet.com/

"No ailments left for me to cry"

Nichts Gutes war es, was man von Morrissey in den letzten Tagen so gehört hat: Einlieferung in's William Beaumont Hospital, Michigan und mit der Diagnose "blutendes Geschwür" und "Barrett Ösophagus" auf dem Zettel, kam die teilweise Tourabsage in den USA nicht überraschend, nun meldet sich der Meister auf True To You mit einer Nachricht, die - wäre sie nicht so ernst - zur sofortigen Vertonung verpflichten würde:

"The reports of my death have been greatly understated. Once admitted to the William Beaumont Hospital at Royal Oak in Michigan, I received treatment for concussion, a bleeding ulcer, and Barrett's esophagus. The positive from all of this is that there are now no known ailments left for me to try. I am fully determined to resume the tour on February 9 at the Chelsea Ballroom in Las Vegas. If there's an audience of any kind in attendance, I just might die with a smile on my face, after all. If I am not there, I shall probably never again be anywhere. Equally, I am determined to play Flint (Michigan) if it kills me (which, on the face of it, it almost has.) Thank you to everyone present at both Brooklyn (New York) and Melbourne (Australia) during recent weeks for two of the best nights of what might charitably be termed my "career". My debt to you will outlive time itself.

Pause at my headstone,
MORRISSEY
31 January 2013."

Todgesagte leben länger

"Gekochtes Fleisch und faulende Zähne" - wer seine erste Platte so nennt, der braucht einen langen Atem. "Boiled Beef And Rotting Teeth" erschien 1989, seitdem sind Mudhoney, Urväter des Grunge, eigentlich nie richtig weg gewesen. Acht Studioalben sind es in dieser zeit geworden, Ikonenstatus sowieso, nun folgt am 5. April das neunte Werk "Vanishing Point". Wer mag, kann sich bei Sub Pop schon einmal die erste Single "The Only Son Of The Widow From Nain" anhören und herunterladen, zusätzlich wäre es sicher kein Fehler, die folgenden Livetermine im Kalender zu markieren.

21.05.  Düsseldorf, ZAKK
23.05.  Bielefeld, Forum
25.05.  Leipzig, Werk 2
26.05.  Berlin, Festsaal Kreuzberg
27.05.  Hamburg, Fabrik
03.06.  Frankfurt, Zoom

Doppel-B

Schnell noch nachgereicht: Die neue Single "Heaven" von Depeche Mode hat nun auch Bild und B-Seite, der Clip zum Song stammt von Timothy Saccenti, die Rückseite heißt "All That's Mine" und ist seit heute mitsamt diverser Formate im Handel - einfach den Links folgen.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Der Nächste

Wieder einer weg, noch dazu einer der Besten: Florian Bruns wird den FC St. Pauli leider zum Saisonende verlassen, sein Vertrag wird lt. Verein in der nächsten Saison nicht verlängert. Flo hatte seine Karriere 1998 bei seinem Heimatklub VfB Oldenburg begonnen und kam über Freiburg, Union Berlin und Aachen 2006 an den Kiez, er ist studierter Betriebswirtschaftler und bekam zusammen mit Miroslav Karhan 2008 die erste Doppelgelbkarte der Bundesliga verliehen - kein Scheiß.

Starrrk sein

Man nennt die Platte ja schon die ultimative Rache des Urherberschutzrechts und gehört hat man in den letzten Tagen auch schon 'ne Menge drüber: Heino covert recht ungeniert und - holla, ungehindert - eine ganze Reihe deutscher Stars, Jan Delay, Rammstein, Die Fantastischen Vier, Die Ärzte, Westernhagen, und und und... Wer sich für einen harten Hund hält und Lust hat, reinzuhören - bei MyVideo gibt's den Komplettstream des Albums "Mit freundlichen Grüßen" - hier.

Stress pur

Na so schlimm kann der Aufnahmestress nicht sein: Den ganzen Tag im bestens versorgen Vintagestudio abhängen, Knöpfchen drehen und wenn einer etwas Zeit hat, dann fährt er durch Nashville und filmt ein bisschen durch die Gegend - die Editors sind also wieder im Aufnahmekeller verschwunden und basteln am Nachfolger für "In This Light And On This Evening" aus dem Jahr 2009. Mehr gibt es vorerst nicht zu berichten und viel mehr lässt sich auch aus den beiden Teasern nicht heraushören - trotzdem, hier und hier.

Raus damit

Nun in aller Gänze zu hören: "Heaven", erste und neue Single von Depeche Mode vom Album "Delta Machine" - exklusiv zu hören über KROQ.FM.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Ein Teufelskerl

Eels 
„Wonderful, Glorious“ 
(Universal)

Klasse, der Mann! Und clever dazu. Gerade drohten Mark Oliver Everett, quasi das „E“ von Eels, selbst einige seiner getreuesten Fans von der Fahne zu gehen, nachdem er diese mit der Verabreichung der Dreifachdosis kontemplativer Lebensbetrachtung in Form seiner Trilogie aus „Hombre Lobo“, „End Times“ und „Tomorrow Morning“ auf eine harte Probe gestellt hatte. Kurz bevor der Letzte die Tür zuschlägt, ruft Everett also: „I no longer keep my mouth shut, bombs away, gonna shake the house!” Nicht weniger als die Wiedererweckung soll es also sein, dieses zehnte Album – schwer gebeutelt von einer Reihe von Schicksalsschlägen, hat Everett offenbar genug davon, die verhuschte “Kirchenmaus”, den “whispering fool” zu geben. Er kehrt zurück zum Eletroblues der Anfangstage und die Chancen, dass er damit die (ohnehin ergebene) Gemeinschaft seiner Anhänger wieder restlos versöhnt, könnten größer nicht sein.

Und so folgt man dem knapp Fünfzigjährigen bereitwillig auf seine musikalische Reise, und auch wenn man den Schauderbegriff „Konzeptalbum“ mal wieder vermeiden will – die Songs folgen augenscheinlich einer zwangsläufigen, allzu menschlichen Chronologie: Aufschrei (Bombs Away), Ermutigung („I’m feeling allright, don’t mess with me“, Kinda Fuzzy), Rückbesinnung (Accident Prone), Selbstbehauptung („There ain’t nothing for me to fear“, Peach Blossom) vs. Selbstzweifel („I’m not knocked out, but I’m on the ropes“, One The Ropes), erste Schritte („Six bucks in my pocket, the shoes on my feet, the first step is out the door, then out to the street”, The Turnaround), trotzige Selbsthilfe (“When the world stops making sense, I’ll make a new alphabet”, New Alphabet), Gemeinschaft (Stick Together), Liebe (True Original), Ungeduld (Open My Present), Freundschaft (You’re My Friend), Bewahrung (I Am Building A Shrine) und versöhnlicher Abschied (Wonderful, Glorious) – soweit, so interpretationsfähig.

Wie man lesen konnte, hatte jeder der Jungs um Everett “a hand in the writing”, auch der Sound von “Wonderful, Glorious” ist überraschend und verläßlich zugleich. Elektronische Spielereien, Psychrockanleihen, düsterer Stomp und schwelgerische Balladen – Chet Lyster, Alan Hunter, Derek Brown und Kelly Logsdon haben ihr Bestes gegeben, um das Album auch in musiklaischer Hinsicht zu einem Leckerbissen werden zu lassen. Es gibt wieder: Gitarrensoli (Open My Present), Funk (Wonderful, Glorious) und jede Menge von diesem rostigen Twang der frühen Jahre. Abschließend noch einmal Everett selbst: “...once the dust settled, I found myself in the position of having to ask myself 'now what? ... I didn't know the answer. But I'm a fighter and I knew I wasn't going to give up easily. Ultimately, I found the answer in the four guys sharing the stage with me.“ Und das ist, weiß Gott, nicht die schlechteste.

Komplettstream des Albums - hier.

Immer noch und wieder "on the road":
07.04.  Hamburg, Große Freiheit
08.04.  Berlin, Tempodrom
14.04.  Salzburg, Republic
16.04.  Zürich, Volkshaus
19.04.  Graz, Orpheum
20.04.  Linz, Posthof
21.04.  Wien, Gasometer
22.04.  München, Tonhalle

Jump up the Hypetrain

Ist Adele schon durch? Das ganze 007-Bohei, Lagerfeld-Mishmash, sie ist schon eine "Alte". Soweit kein Problem, zumindest nicht in Great Britain. Denn dort steht schon Chlöe Howl in den Startlöchern, 17jährige Londonerin, von der es neben schönen Bildern auch zwei recht feine Songs zu hören gibt - "No Strings" und "Rumour", der Rest bleibt abzuwarten.

Bei aller Liebe

Veronica Falls 
„Waiting For Something To Happen“ 
(Universal)

Oh ja, die können mächtig nerven. Nicht die Vier aus London wohlgemerkt, sondern all jene Mitmenschen, die entweder aus purer Bequemlichkeit, angeborener Lethargie oder Angst vor Veränderung sehnsüchtig darauf warten, dass sie irgendwer irgendwann irgendwie bei der Hand nimmt, sie anschiebt und endlich losmacht. Für all die Zeitgenossen, die immer noch glauben, jemand anderes als man selbst sei für das eigene, zuweilen recht unbefriedigende Leben verantwortlich, haben die Veronica Falls diese, ihre zweite Platte gemacht. Natürlich übersetzen sie die Aufforderung „Krieg endlich mal deinen Arsch hoch!“ in sanftere, gefälligere Verse, auch der Sound dazu hat weiterhin so überhaupt nichts Drängendes, Ungeduldiges und Zorniges – sie bleiben, wie auch schon auf ihrem selbstbetitelten Debüt, das sympathische und charmant poppige Schrammelquartett, weit davon entfernt, jemandem weh tun zu wollen.

Das Schräge, Kratzige und Verkantete ist aus den Songs des neuen Albums nahezu komplett verschwunden, fast schon lieblich und verträumt gerät der Vortrag der dreizehn Stücke und wenn sich, wie bei „Teenage“, „Shooting Star“ oder „My Heart Beats“ dann doch mal eine Dissonanz oder ein Quietschen eingeschlichen hat, beschränkt sich das auf bedauerlich kurze Momente. Es ist ja nicht so, dass man sich für die Spieldauer eines Albums nicht mit dem zarten Wechselgesang von Roxanne Clifford und James Hoare arrangieren könnte – bei Romy Croft und Oliver Sim von The XX hat das schließlich auch prima funktioniert.

Nur kommen die Veronica Falls eben aus einer anderen Ecke und die Vorstellung, jugendliche Emotion („Broken Toy“, „So Tired“) ließe sich nur mit dieser Art von fein gewebtem Gleichklang vertonen, möchte man so recht nicht glauben. Das Spottlied „If You Still Want Me“ macht hier den Unterschied, ähnlich wie „Falling Out“ klingt es etwas dunkler, voluminöser und die Anleihen beim Gitarrenspiel von The Cure wirken klug platziert. Es bleibt eine schöne Platte, keine Frage, und trotzdem möchte man die Titelzeile – wohlwollend, versteht sich – an die Band zurückgeben: Für die Zukunft, Folks, wäre ein bisschen Abwechslung, vielleicht auch der Kick ins besagte Hinterteil sicher nicht die schlechteste Empfehlung. http://veronicafalls.com/

Der Kick für unterwegs:
30.04.  Zürich, Mascotte
02.05.  Wien, Arena
03.05.  München, Feierwerk
04.05.  Stuttgart, Merlin
05.05.  Dresden, Beatpol
06.05.  Berlin, Festsaal Kreuzberg
08.05.  Hamburg, Molotow

Dienstag, 29. Januar 2013

Besseresser

Man mag von dem Album halten was man will, der Clip zum Song "Applesauce" des Animal Collective ist dennoch geschmacksicher produziert. Und zwar wieder von keinem Geringeren als Gaspar Noé - der Betrachter darf dem Model Lindsey Wixson dabei zuschauen, wie es im bunten Lichgeflacker einen Apfel ist, empfohlenermaßen sollte man dies im Dunkeln tun, nun ja.

Mit Spannung erwartet

Mitte 2010 war es, da erschien das letzte Album der Band mit den drei Ausrufezeichen, gern auch mit dem Rufnamen "chk chk chk" versehen - "Strange Weather, Isn't It?" hieß es und war schlicht: toll. Nun folgt Ende April - Achtung: "Thr!!!er". Uaaaah, das ist mal ein Pfund - und natürlich Verpflichtung zugleich, denn den letzten richtigen Thriller gab der selbsternannte, mittlerweile verschiedene King Of Pop selbst zu Gehör und der hat bekanntlich Maßstäbe gesetzt. Das Cover zum Album ist schon mal wunderschön, den obligatorischen Teaser gibts hier.

Plausch mit Bela

Nochmal Die Ärzte: Gestern Abend hat sich Katrin Bauernfeind auf 3Sat im Rahmen ihrer Sendung einen gemütlichen Plausch mit Oberarzt Bela B. gegönnt - die Themen: Nadelarbeit, Human Resources und Web 2.0. Aber hallo, da ist so Einiges zu erwarten vom Fachmann. Spannend wird auch zu beobachten, ob Herr Felsenheimer während der Sendung seine Hormone im Griff hat und nicht doch im Laufe der Unterhaltung mit einem schmutzigen Dirndl-Tipp aus- bzw. auffällt - anschauen in der 3Sat-Mediathek.