Donnerstag, 6. Dezember 2012

Second best

Der meist gecoverte Titel von Joy Division ist - klar: "Love Will Tear Us Apart". Bei New Order hätte wohl "Ceremony" das Zeug dazu, obwohl der Song aus dem Jahr 1981 eigentlich beiden Bands zugeschlagen werden könnte. Nun jedenfalls haben sich die Chromatics des Stückes angenommen, die ohnehin für zauberhafte Cover bekannt sind - Stichwort: "Into The Black" von Neil Young. "Ceremony" jedenfalls zu hören bei Pitchfork.

Als wär's das letzte Mal




























Ein superdickes Promoposting geht heute natürlich neben dem Nikolaus, Dave Brubeck und Oscar Niemeyer an James Murphy und seinen Film "Shut Up And Play The Hits", der mit dem heutigen Tag endlich - ENDLICH! - in die deutschen Kinos kommt. Die Handlung ist so schnell erzählt wie nicht weiter zu kommentieren: Letztes Konzert von Murphys LCD Soundsystem am 2. April 2011 im New Yorker Madison Square Garden - Kleinkleininfos besser unter http://www.shutupandplaythehits.com/, eine Auswahl der deutschen Kinos wie folgt:

Berlin: Central-Kino, Moviemento, Lichtblick und Cinestar/Kulturbrauerei
München: Monopol, Neues Arena
Köln: Filmpalette
Hamburg: 3001, Abaton
Dresden: Schauburg
Leipzig: Cinemathek in der NATO
Düsseldorf: Metropol

Gegangen

Helge Schneider hat einmal über seine Erfahrungen mit dem Jazz dem SZ-Magazin erzählt: "Der Ton kommt, wann er will. Er kommt von innen, aus dem Menschen heraus." Tja, und nun ist Dave Brubeck, ein Großmeister des Jazz und selbst den Nichtjazzern durch das grandiose "Take Five" bekannt, gestern im Alter von 91 Jahren in Norwalk gestorben - ein gewichtiger Ton ist also gegangen. Bedenkt man dann noch Schneiders Begründung, warum der Genuß von Jazz allseits empfehlenswert ist, wird einem auch nicht wohler um die Nachwelt: "Dann gäbe es bestimmt nicht so viele doofe Leute."

 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Gibt's doch!

Punkrock aus Stuttgart - ja wer hätte das gedacht?! Aber da es bekanntlich keine Sachen gibt, die es nicht gibt, gibt es eben auch das und - Hand auf's Herz - so schlecht klingt das, was Die Nerven da bringen, gar nicht. Hat was Olles wie die Fehlfarben von anno Ratinger und ist angemessen rotzig. In zehn Tagen erscheint ihr zweites Album "Fluidum", daraus gibt es jetzt die nachfolgende Single "Der letzte Tanzende", nebenher auch noch eine beachtliche Zahl von Filmchen und Liedern wie das famose Lana-Del-Rey-Cover "Sommerzeit Traurigkeit" und die Stücke "Im Westen", "Nichts Neues" und "Schrapnell". Erste Platte bei Bandcamp - Tour genau dort:

07.12.  Schorndorf, An der Quelle
13.12.  Berlin, Monarch
14.12.  Hamburg, Molotow
15.12.  Münster, Green Hell Record Store (16:00 Uhr)
15.12.  Köln, Aetherblissment
25.01.  Stuttgart, Merlin
09.02.  Esslingen, Komma

Oberpollinger - The Short Cuts 2012

War es denn ein gutes Jahr, zumindest in Sachen Musik? Oh ja, und ob. Es sammelt sich ja einiges an im Laufe der 12 Monate und auch wenn naturgemäß die Alben in der Endabrechnung eher in den Vordergrund rücken - auch ein guter Song will geschrieben werden und die folgenden zehn haben allemal das Zeug zum Dauerbrenner gehabt. Voilá, unsortiert, verlinkt und animiert zugleich (von links nach rechts und um die Uhr herum) - die subjektiv besten 10 dieses Jahres:

Alt-J: "Tessellate"
Eugene McGuinness "Sugarplum"
Lana Del Rey "Born To Die"
Catpower "Cherokee"
Santigold "Disparate Youth"
Muse "Madness"
Tame Impala "Elephant"
Spiritualized "Hey Jane"
Jack White "Freedom At 21"
David Byrne and St. Vincent "Who"

Und daheim, gab's da denn gar nix? Ganz ohne, zugegeben, geht eigentlich auch nicht, deshalb gibt's als Ausnahme noch die Nummer 11 obendrauf, sozusagen außer Wertung: Die Ärzte mit "Männer und Frauen".

Cross[est]over - Update

And now to something completely different - na ja, so fast: Die japanische Psychpunkband Bo Ningen (Achtung: Keinesfalls mit dem Städtchen Boningen im schweizerischen Kanton Solothurn verwechseln, die Folgen sind nicht absehbar!) hat nach ihrem kürzlich erschienenen zweiten Album "Line The Wall" angekündigt, den Song "Nichijyou" für eine neue Single nochmals mit Begleitung der Savages-Sängerin Jehnny Beth zu veröffentlichen - wenn man sich das Original anhört, darf man darauf mehr als gespannt sein.

Update: Nun also reinhören beim NME.

Eierdiebe

Eine schöne Perle haben da die Jungs von Quietus anläßlich des 30jährigen Geburtstages des Labels PIAS ausgegraben: Im Rahmen der Wiederveröffentlichung von "Front By Front" der EBM-Ikonen Front 242 wurde nun auch das Video zum Songklassiker "Headhunter" online gestellt - gedreht von keinem Geringeren als Anton Corbijn. Grobkörniges Erinnern, wunderbarer Beat, ach, man will sofort den Nostalgieschalter an der Zeitmaschine drücken. Der Legende nach, so Quietus, habe Corbijn den Regieauftrag allerdings falsch verstanden - er sei angeblich stets davon ausgegangen, dass der Song "Egghunter" hieße ...

Herumhängen mit Earl

Alles so schön dunkel hier - gibt aber auch nicht viel zu lachen: Zumindest im Clip zum neuen Song "Chum" von Earl Sweatshirt, dem Buddie von Tyler, The Creator und seiner Odd Future Wolf Gang. Wann genau das Album zur Single kommt, ist noch nicht gewiß, sicher ist nur der Name: "Doris" (die tödliche?) und eine ansehnliche Liste von Kollaborateuren wie Frank Ocean, Pharrell Williams, die Neptunes und - klar - die ganze Gang. Etwas ungewöhnlich ein Kommentar von Sweatshirt selbst zur Platte: "I anticipate a loss of fans." Na, so schlimm wird's wohl nicht werden. Das Video - hier.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Amok

Neue Details gibt es für das kommende Album von Thom Yorke's Supergroup Atoms For Peace (Flea, Nigel Godrich, Joey Waronker, Mauro Refosco) zu vermelden: Das gute Stück wird wohl erst Ende Februar in die Läden kommen, sein Name lautet "Amok" und Pitchfork hat das Tracklisting. Noch mehr sicher bald auf der bandeigenen Website - den ersten Song "Default" noch einmal hier.

Todeswalzer Rework

Von "Deathwaltz", dem ersten neuen Song des Trios Esben And The Witch, war an gleicher Stelle schon die Rede, nun hat Dave Sitek sich das Stück noch einmal vorgenommen und für eine Bonus 7" bearbeitet - das neue Album kommt wie geplant im Januar, den Sitek gibt's bei Matablog.

SPEX: Durch 3 mal 2

Es gibt in Deutschland nicht mehr viele etablierte Musikzeitschriften, die man tatsächlich auch lesen kann, die also einen wirklichen Mehrwert vermitteln. Titel wie Visions, Rolling Stone oder Musikexpress sind zu besseren Historienabhandlungen, CD-Verpackungen oder Redaktionsentsorgungsplätzen für fremdsprachige Mutterschiffe verkommen - seit Springer mitmischt, ist den meisten selbst das wenige Eigenständige  amputiert worden. Ausnahme im grauen Einerlei ist nach wie vor die SPEX aus Berlin, und ganz davon abgesehen, dass sie im neuen Heft Tocotronic auf's Cover und in's Heft gehoben haben, wird das zuweilen angenehm verkopfte Zentralorgan ab 2013 nicht mehr nur 6, sondern 8 mal im Jahr erscheinen. Das scheußliche Layout ist zwar noch immer das selbe, aber es sind halt die inneren Werte usw...

Boom Chicka Wah Wah

Nun ist ja der April so lange vergangen wie er noch hin ist, will sagen, für einen Scherz wäre es so früh wie spät, dennoch: Will Oldham, auch bekannt als Bonnie "Prince" Billy, hat zusammen mit Sanae Intoxicants eine eigene Duftnote kreiert. "Egyptian jasmine, French mimosa, and the rare, exotic oils of Mukhallat and kewda" steht angeblich im Beipackzettelzettel, kosten tut der Spaß 220 Dollar. Also, wer will, kann nunmehr "Bonnie Billy", so nennt sich der heiße Scheiß, mit dem schon zuvor angepriesenen Schlachterpulli kombinieren - einer Verwandlung zum brutalstmöglichen Womanizer steht dann nichts mehr im Wege.

Montag, 3. Dezember 2012

Little drummerboy

Er nun also auch: Jonny Pierce, Frontmann und Leadsänger der außerordentlich erfolgreichen The Drums macht Anfang kommenden Jahres in Solodrummer, soll heißen, er veröffentlicht eine eigene Platte. Wie genau das Album heißen soll, ist noch ungewiß - klar ist, dass die Band selbst damit keineswegs Geschichte ist, so Pierce, das dritte Album sei schon auf dem Weg. Hier aber gibt's zunächst mal die erste Nummer von ihm allein - "I Didn't Realise".

Die 4 gewinnt

Und wie sie das tut: Auf den Tag genau 4 Jahre, 4 Monate und 4 Tage ist dieser Blog nun alt - Grund genug, ein wenig stolz zu sein und Zeit, sich ausgiebig zu freuen. Und weil allein freuen nur halbsoviel Spaß bringt, machen wir das am Besten mit den 4 Partnern, die nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass Mapambulo so lange durchgehalten hat, die gefüttert, inspiriert und Reibungspunkte gesetzt haben.

Und deshalb packen TRIKONT, AUDIOLITH, GUTFEELING und OFFTHERECORD jeweils ein geschmackssicher ausgesuchtes Überraschungspaket für die 4 ersten und originellsten Liebeserklärungen an diesen Blog - Post inklusive Adresse wie immer an info@mapambulo.de.

Noch schlechter

Auch das ist eine Kurzmeldung wert: Der etwas verwittert ausschauende Freakfolky Devendra Banhart, zuletzt 2009 mit dem Album "What Will We Be" in Erscheinung getreten, wird im Frühjahr kommenden Jahres sein nächstes Album mit dem ermutigenden Titel "Mala" beim Label Nonsuch-Records veröffentlichen - das weiß zumindest Pitchfork. Die haben auch zwei neue Live-Songs im Koffer (s.u.), deren Titel zwar nicht bekannt sind, die aber mutmaßlich auf der kommenden Platte zu finden sein sollen.

Das Gute im Schlechten

Gut möglich, dass manchem der aktuelle Output der Dum Dum Girls im Vergleich zu den Anfangstagen etwas zu brav vorkam, hier kann geholfen werden: Sängerin Dee Dee und Brandon Welchez von den Crocodiles hatten sich ja vor einiger Zeit für die Band Haunted Hearts zusammengetan, nun ist ihre erste Single mit dem hübschen Titel "Something That Feels Bad Is Something That Feels Good" im Netz verfügbar und die rockt ganz anständig - hier.

Fast oben

Die ersten Bestenlisten für das laufende Jahr sind ja schon raus und Claire Boucher alias Grimes kann ganz zufrieden sein: Immerhin mußte sich ihr Debüt "Visions" beim NME nur Tame Impala geschlagen geben - Platz 2 im ersten Anlauf, da ist die Freude groß. Platz 1 gab's dazu noch bei Rough Trade und Resident, für beide spendiert das Label 4AD nun eine je eine Bonus-Edition mit diversen Remixen und raren Songs. Mit dabei auch "Life After Death" von der kanadischen bzw. japanischen Pressung - auch zu hören bei YouTube.

Besser nicht

Freitag Nacht feierten Dinosaur jr im New Yorker Terminal 5 das fünfundzwanzigjährige Jubiläum ihrer wunderbaren zweiten Platte "You're Living All Over Me" und ehrlich, ich hätte nicht dabeisein wollen. Die Gefahr nämlich, dass man bei diesem Lineup in Versuchung kommt, seinem Leben just in dem Moment ein Ende zu setzen, wäre zu groß gewesen - die Namen: Kim Gordon, Lee Ranaldo, Frank Black, Johnny Marr, Kurt Vile, Tommy Stinson, Kevin Drew und natürlich die Reptiliencrew höchstselbst - Herrgott, was bitteschön sollte danach noch kommen? So lieber Konserve gucken - Pitchfork hat alle Bilder und Titel. Dass die Qualität eher miserabel ist, hilft aus genannten Gründen vielleicht auch etwas ...

Sonntag, 2. Dezember 2012

Warum nicht?

Die erste Reaktion: Puhh, zum Glück nicht schon wieder "Personal Jesus" oder, noch abgekauter, "Enjoy The Silence" - beides tolle Songs, aber durch allzu häufiges Überarbeiten leider lange nicht mehr so unbeschwert zu genießen wie zu Zeiten ihrer Schöpfung. Nun hat sich aber die Norwegerin Susanne Sundfør in Begleitung von Röyksopp im Rahmen einer TV-Jubiläumsshow nicht einen dieser aktuelleren Dauerläufer von Depeche Mode herausgepickt, sondern eben deren gutes und altes Stück "Ice Machine", die B-Seite also der ersten Single "Dreaming Of Me" aus dem Jahr 1981. Herausgekommen ist dabei ein überraschend gelungener Hörgenuß.

Samstag, 1. Dezember 2012

Da isser [Update]

Der erste Song vom neuen Album: Nick Cave und die Bad Seeds präsentieren "We No Who U R" vom kommenden Album "Push The Sky Away" - ein eher gemäßigtes Stück, aber wie man den Meister kennt, muss das erst mal gar nix heißen.

Update: Jetzt als Lyricvideo ...