Dienstag, 17. November 2020

Martin Gore: Der dritte Affe

Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. So wie eben eine Rose immer eine Rose ist bleibt zum Beispiel ein Trump immer dumm, Kim Gordon die beste Bassistin und César Luis Menotti der wohl klügste Fussballtrainer aller Zeiten. Naturgesetze halt, unerschütterlich. Und wenn Martin Gore neue Musik macht, dann wird alles stehen und liegen gelassen und sofort ein Text aufgesetzt. Denn der Lockenkopf von Depeche Mode ist nicht nur deren weitaus sympathischstes, sondern auch kreativstes Mitglied und seine letzte Soloplatte "MG" mittlerweile so alt (2015), dass dringender Nachholebedarf bestand. Gore hat nun für Ende Januar tatsächlich eine 12" mit dem Namen "The Third Chimpanzee" bei Mute Records platziert, fünf neue Titel sollen sich darauf finden und wer die drei berüchtigten Affen vor Augen hat, der wird auch verstehen, warum die EP aus rein instrumentalem Material besteht. Nee, ist natürlich fürchterlicher Quatsch - die Story geht folgendermaßen: Gore hat kürzlich Jared Diamonds 1991 erschienene, populärwissenschaftliche Abhandlung "The Rise And Fall Of The Third Chimpanzee" gelesen, in welchem es um den Vergleich der Entwicklung des Menschen zu der seiner beiden Vorfahren, dem Gemeinen Schimpansen und dem Bonobo, geht. Wie gut wir da abschneiden, muss jede/r nun aber selbst nachlesen, wir dürfen jedoch verraten, dass alle Tracks auf Affennamen hören - neben der ersten Single "Mandrill" gibt es noch Stücke zu einem Kapuzineräffchen, der Grünmeerkatze und dem Brüllaffen. Womit wir wieder bei Donald ... - nein, da täten wir dann dem Primatentier doch sehr unrecht ...




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