Sonntag, 21. Juni 2020

Annie: Weit mehr als Bits und Bytes

Die Sunday Spotlights widmen sich als Zug durch die Gemeinde sonst ja eher den Neuankömmlingen, den weniger Bekannten. Das ist heute etwas anders, denn die vergangene Woche hatte zum Thema Wiederkommen so viel Erfreuliches zu bieten, dass wir uns an dieser Stelle ausnahmsweise mal um die Arrivierten kümmern wollen. Den Anfang macht die wunderbare norwegische Künstlerin Anne Lilia Berge Strand, besser bekannt unter ihrem Kurznamen Annie. Die Songwriterin aus dem Küstenort Bergen, seit langer Zeit in Berlin zu Hause, ist mit ihrem Synthpop seit Ende der Neunziger weit über die Grenzen ihres Landes und selbst Europas bekannt geworden, ihre beiden Studioalben "Anniemal" und "Don't Stop" heimsten Preise und Lobeshymnen en masse ein. Nun hat sie nach ganzen elf Jahren die Veröffentlichung einer neuen Platte angekündigt, "Dark Hearts" soll sie heißen und am 16. Oktober erscheinen. Und schon die erste Single "American Cars" läßt einen sofort eintauchen in ihren Kosmos, in dem Maschinenmusik weit mehr ist als die sorgsam berechnete Aneinanderreihung von Bits und Bytes, hier sind Wärme und Gefühl keine Fremdworte, sondern Grundlage. Viel Grund zur Freude also auf den Herbst.

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