Samstag, 6. November 2010

DFW_US: 288 ff.



Erkenntnisgewinn in einer Entzugsklinik:
"Sie werden entdecken, dass ...
... Sie, wenn Ihnen Ihre Lieblingsdroge genommen worden ist, damit Sie am Leben bleiben, und Sie sich für die vorgeschriebenen Morgen- und Abendgebete hinhocken, irgendwann plötzlich darum flehen, buchstäblich den Verstand verlieren zu dürfen, in der Lage zu sein, ihn in eine alte Zeitung oder so einzuwickeln und in einer Seitengasse liegen zu lassen, damit er von nun an allein und ohne Sie klarkommt.
... Schlafen eine Form emotionaler Flucht sein und, energisch genug betrieben, missbraucht werden kann.
... Sie einen Menschen nicht mögen müssen, um von ihm/ihr etwas zu lernen.
... langweilige Aktivitäten perverserweise nicht so langweilig sind, wenn man sich intensiv auf sie konzentriert.
... die Sorge, was die anderen wohl von einem denken, verfliegt, wenn man merkt, wie selten sie an einen denken.
... die Menschen, vor denen man am meisten Angst haben muß, die Menschen sind, die am meisten Angst haben.
... gewissen aufrichtig devote und spirituell fortgeschrittene Leute glauben, Gott, wie sie ihn verstehen, helfe ihnen, Parkplätze zu finden.
... "Hinnehmen" meistens vor allem eine Frage der Müdigkeit ist.
... für Gott die Frage, ob Sie daran glauben, dass es Ihn/Sie/Es gibt oder nicht, auf der Liste der Dinge, die Ihn/Sie/Es an Ihnen interessieren, ziemlich weit unten steht."

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