Mitten im Winter einem Namen wie Tropic Harbour zu folgen, ist vielleicht nicht die schlechteste Entscheidung für's dauerhaft unterkühlte Befinden. Noch dazu wenn die Musik, die sich dahinter verbirgt, auch so tropisch und entspannt klingt, wie man sich das vorstellen will. Hinter dem Projekt steckt im Übrigen der Kanadier Mark Berg, der schon eine Reihe von hübschen Songs und EP abgeliefert hat. Ebenso hübsch wie die besagte aktuelle Single "Can't Pretend" (und die beigefügte, ältere Single "New Life").
Dienstag, 9. Januar 2018
Manic Street Preachers: Widerstand zwecklos [Update]
Gerade haben wir - siehe unten - gelernt, daß politischer Pop nicht zwingend guter Pop ist. Nun gut, man sollte sich davon nicht entmutigen lassen, gebraucht wird er in Zeiten wie diesen natürlich trotzdem und um so mehr. Von den Manic Street Preachers darf man ihn erwarten, sie haben mit ihrer Meinung selten hinterm Berg gehalten, auch wenn es manches Mal vielleicht etwas arg klassenkämpferisch daherkam. Nun kündigen die Waliser jedenfalls für den 6. April 2018 ihr neues, dreizehntes Album an und weil das "Resistance Is Futile" (Widerstand ist zwecklos) heißt, darf man schon mal kräftig in die eine oder andere Richtung deuten. Optisch ist es schon mal ein Hingucker und wenn sich die Ankündigung, das neue Werk würde sich stilistisch zwischen "Everything Must Go" und "Generation Terrorists" bewegen, nur zur Hälfte bewahrheiten, wäre alles in bester Ordnung - die letzten Veröffentlichungen waren ja nicht so das Gelbe.
Update: Die erste Single "International Blue" soll laut NME und Nicky Wire das neue "Motorcycle Emptiness" sein - bei solchen Meldungen gehen immer gleich die inneren Warnlämpchen an ...
Update: Die erste Single "International Blue" soll laut NME und Nicky Wire das neue "Motorcycle Emptiness" sein - bei solchen Meldungen gehen immer gleich die inneren Warnlämpchen an ...
Montag, 8. Januar 2018
Franz Ferdinand: Ruck Zuck! [Update]
Erster Eindruck: Der Beat stimmt noch. Er braucht zwar ein paar Umdrehungen, aber dann hat er uns. Franz Ferdinand, die schottischen Ruck'n Roller, schicken sich an, ihr fünftes Studioalbum zu veröffentlichen. Am 9. Februar soll "Always Ascending" bei Domino Records erscheinen - nicht mehr an Bord bekanntermaßen Nick McCarthy, dafür sind Dino Bardot (Gitarre) und Julian Corrie zur Band gestoßen. Den Titelsong haben wir also schon mal hier, obendrauf packen die Jungs noch ein paar Livetermine für das Frühjahr.
01.03. Hamburg, Mehr!Theater
05.03. Köln, Palladium
07.03. Berlin, Tempodrom
12.03. München, Tonhalle
Update: Und da ist das taufrische Video zur Single Nummer 1 ... gefolgt vom nicht minder frischen Video zur zweiten Single "Feel The Love Go".
01.03. Hamburg, Mehr!Theater
05.03. Köln, Palladium
07.03. Berlin, Tempodrom
12.03. München, Tonhalle
Update: Und da ist das taufrische Video zur Single Nummer 1 ... gefolgt vom nicht minder frischen Video zur zweiten Single "Feel The Love Go".
David Byrne: Tausendsassa
Was für eine schöne Nachricht am Abend: David Byrne, solistisch zuletzt 2004 mit seinem Album "Grown Backwards" unterwegs, war in den letzten Jahren ja keinesfalls untätig. In bester Erinnerung die gemeinsame Platte "Love This Giant" mit St. Vincent, er schrieb an einer Oper, fertigte mehrere Soundtracks und arbeitete zudem emsig an seinem Herzensprojekt "Reasons To Be Cheerful", einer Aktionsplattform für kulturelle Bildung, soziales Engagement und Entwicklungshilfe. Um so erfreulicher also, daß er darüberhinaus noch die Zeit für ein neues musikalisches Werk gefunden hat - am 9. März soll "American Utopia" via Nonesuch Records erscheinen, begleitet von einer ausführlichen Welttournee (leider noch ohne Termin in D-A-CH) und mit "Everybody's Coming To My House" hat der ehemalige Chef der Talking Heads auch schon eine feine Single fertig. Beteiligt waren daran Brian Eno, Sampha, Oneohtrix Point Never und viele andere, ein Statement zu der erwartungsgemäß politisch motivierten Rückmeldung kann man u.a. bei Stereogum lesen.
Haiyti: Böse Schwester
Haiyti
„Montenegro Zero“
(Vertigo Berlin)
Darüber sollte es keine zwei Meinungen geben: Der Weg zur Göre aus Hamburg Langenhorn führt nur über ihre Stimme. Oder eben nicht. Denn das grelle, hochgepitchte Organ von Ronja Zschoche alias Haiyti teilt die Zuhörerschaft mit allerschärfster Klinge in bedingungslose Lover und unversöhnliche Hater. Und macht nahezu jeden der zwölf Tracks dieses Albums zum flackernden Fiebertraum. Ein Debüt soll es nach offizieller Zählung sein, obwohl das Girl schon einen weniger beachteten Starter (Havarie, 2015) und drei Mixtapes (City Tarif, Toxic, Nightliner) von vorzüglicher Qualität abgeliefert hat, zusammen mit KitschKrieg, Trettmann, etc. Nicht mehr ganz so Trap jetzt, aber immer noch ziemlich dirty – der Mix spotzt, kreischt, wummert unbehauen und schartig durch die Boxen, immer noch LoFi, nichts mit perfekter Mischung. Techno, Dance, Dub und NDW – kannste alles haben. Angeprollt, aber nicht billig, Ego auf Hochglanz poliert, Kopf hoch, Mittelfinger raus, hier wird nicht nach dem Mund geredet.
Wie die kleine, böse Schwester von Zugezogen Maskulin geht sie dahin, wo es weh tut und schlägt mit Beats und Rhymes alles kurz und klein. Kein Blender, der nicht sein Fett wegbekäme, die „Bahama Mama“ walzt mit ihrem satten Groove jeden Vorbehalt nieder und schickt die Bitches zum Heulen in den Keller (oder ins „Berghain“, jede wie sie’s verdient). „Die Kleine macht jetzt Kasse“ klingt da wie eine Drohung, wer was dagegen einzuwenden hat, sollte sich besser vor ihrem Onkel in Acht nehmen. Ab und zu mal ein bisschen Lana-Del-Rey-mäßig glitzern (aber eben nicht mit ranzigem Retro-Halo, sondern auf Speed und mit irrem Funkeln in den Augen) – sonst aber lieber gleich auf die Ohren und in die Fresse. Daß diese Platte floppen könnte, hoffen nur noch die grüngesichtigen Neider – wirklich zu rechnen ist damit nun wirklich nicht mehr: Zu krass der Text, zu geil der Sound. Ein kräftiger Tritt in den Arsch für all jene, die behaupten, deutscher Hip Hop hätte keine Zukunft. Stimmt nicht – ihr sucht nur an der falschen Stelle!
23.02. Frankfurt, Zoom
24.02. Münster, Skaters Palace
25.02. Hannover, Faust
02.03. Köln, CBE
03.03. Zürich, Exil
04.03. Stuttgart, Im Wizemann
09.03. München, Hansa 39
10.03. Wien, Grelle Forelle
11.03. Leipzig, Täubchenthal
16.03. Berlin, SO36
18.03. Hamburg, Mojo
„Montenegro Zero“
(Vertigo Berlin)
Darüber sollte es keine zwei Meinungen geben: Der Weg zur Göre aus Hamburg Langenhorn führt nur über ihre Stimme. Oder eben nicht. Denn das grelle, hochgepitchte Organ von Ronja Zschoche alias Haiyti teilt die Zuhörerschaft mit allerschärfster Klinge in bedingungslose Lover und unversöhnliche Hater. Und macht nahezu jeden der zwölf Tracks dieses Albums zum flackernden Fiebertraum. Ein Debüt soll es nach offizieller Zählung sein, obwohl das Girl schon einen weniger beachteten Starter (Havarie, 2015) und drei Mixtapes (City Tarif, Toxic, Nightliner) von vorzüglicher Qualität abgeliefert hat, zusammen mit KitschKrieg, Trettmann, etc. Nicht mehr ganz so Trap jetzt, aber immer noch ziemlich dirty – der Mix spotzt, kreischt, wummert unbehauen und schartig durch die Boxen, immer noch LoFi, nichts mit perfekter Mischung. Techno, Dance, Dub und NDW – kannste alles haben. Angeprollt, aber nicht billig, Ego auf Hochglanz poliert, Kopf hoch, Mittelfinger raus, hier wird nicht nach dem Mund geredet.
Wie die kleine, böse Schwester von Zugezogen Maskulin geht sie dahin, wo es weh tut und schlägt mit Beats und Rhymes alles kurz und klein. Kein Blender, der nicht sein Fett wegbekäme, die „Bahama Mama“ walzt mit ihrem satten Groove jeden Vorbehalt nieder und schickt die Bitches zum Heulen in den Keller (oder ins „Berghain“, jede wie sie’s verdient). „Die Kleine macht jetzt Kasse“ klingt da wie eine Drohung, wer was dagegen einzuwenden hat, sollte sich besser vor ihrem Onkel in Acht nehmen. Ab und zu mal ein bisschen Lana-Del-Rey-mäßig glitzern (aber eben nicht mit ranzigem Retro-Halo, sondern auf Speed und mit irrem Funkeln in den Augen) – sonst aber lieber gleich auf die Ohren und in die Fresse. Daß diese Platte floppen könnte, hoffen nur noch die grüngesichtigen Neider – wirklich zu rechnen ist damit nun wirklich nicht mehr: Zu krass der Text, zu geil der Sound. Ein kräftiger Tritt in den Arsch für all jene, die behaupten, deutscher Hip Hop hätte keine Zukunft. Stimmt nicht – ihr sucht nur an der falschen Stelle!
23.02. Frankfurt, Zoom
24.02. Münster, Skaters Palace
25.02. Hannover, Faust
02.03. Köln, CBE
03.03. Zürich, Exil
04.03. Stuttgart, Im Wizemann
09.03. München, Hansa 39
10.03. Wien, Grelle Forelle
11.03. Leipzig, Täubchenthal
16.03. Berlin, SO36
18.03. Hamburg, Mojo
Freitag, 5. Januar 2018
First Aid Kit: Schön gebastelt [Update]
Die Lyric-Filmchen waren ja einst eher die Schmuddelkinder im Musikvideogeschäft - wer keinen oder noch keinen richtigen Clip hatte, der schusterte halt ein paar Buchstaben zusammen und schickte das stotternde Etwas schon mal in die Runde, hernach wurde es dann schnellstmöglich ersetzt. Das Ganze hat sich heute ein wenig entspannt, denn schon die Erstausstrahlungen sind nicht selten kleine Meisterstücke der Tricktechnik, liebevoll gebastelt und zuweilen besser als der große Bruder. Auch First Aid Kit haben zu "It's A Shame" natürlich schon einen (in diesem Falle richtig tollen Sliding-Doors)-Clip draußen, zur nächsten Single "Postcard" schreiben sie uns erst mal ein paar Zeilen. Und geben nebenbei den Namen ihres neuen Albums bekannt, "Ruins" wird am 19. Januar bei Columbia erscheinen.
Update: Tja, und hinter den derzeit berühmtesten Feuerwerkern Katy Perry und Drake müssen sich First Aid Kit mit ihrer neuen Single "Fireworks" auch nicht verstecken.
Update: Tja, und hinter den derzeit berühmtesten Feuerwerkern Katy Perry und Drake müssen sich First Aid Kit mit ihrer neuen Single "Fireworks" auch nicht verstecken.
Dream Wife: Kuschelrock [Update]
Update: Und dann also auch noch die dritte Vorabnummer "Hey Heartbreaker" samt Video, auch diese wieder mit ordentlich Wumms.
Justin Timberlake: Hightech vom Waldjungen
Jetzt kommt er hier also doch noch: Justin Timberlake hat ja kürzlich sein neues Album "Man Of The Woods" für den 2. Februar angekündigt und natürlich liest sich die Gästeliste so beeindruckend wie altbekannt - The Neptunes, Alicia Keys, Timbaland, etc. Warum also der Post? Nun, das Video von Mark Romanek zur aktuellen Single "Filthy" ist tatsächlich recht unterhaltsam geworden, Robot-Dance vor technikverliebtem Auditorium, hüstel, räusper. Schick Schock. Der Clip überdeckt aber das erwartete Dilemma des Mannes nur unzureichend, der Song dahinter nämlich ist weitaus weniger spektakulär, ohne die Bilder sogar einigermaßen enttäuschend (Notiz: Wird auch nicht viel besser, wenn man ihn laut hört). Bleibt abzuwarten, was der Junge aus dem Wald sonst noch zu bieten hat.
Donnerstag, 4. Januar 2018
Jack White: Gute Aussichten
Da scheint das neue Jahr ja geradezu drauf gewartet zu haben: Kaum meldet sich Mike Skinner aka. The Streets Ende 2017 mit neuen Tracks zurück und holt somit den weißen Rap wieder auf die Karte, wird das Ganze zu Beginn dieser Woche zum großen Thema. Das Netzportal CLASH eröffnet mit einem Artikel über die Hip-Hop-Szene der schottischen Metropole Glasgow und mithin so interessanten Acts wie SHOGUN und Loki, heute zieht Jack White mit der Meldung nach, dass er den New Yorker Rapper SHIRT für sein Label Third Man Records gesigned hat. Der Junge in den Fußstapfen Rick Rubins, das Neue schon The Year Of Rap? Nicht die schlechtesten Neuigkeiten.
ByteFM: Alles Gute
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| Foto: The Corner, allport.collin (flickr) |
Mittwoch, 3. Januar 2018
Japanese Breakfast: Neuer Dreh
Jetzt natürlich die Frage: Womit starten wir ins neue Jahr? Lorde? Zu heikel. Justin Timberlake? Zu vorhersehbar. Warum also nicht mit der wunderbarenMichelle Zauner aka. Japanese Breakfast? Schließlich beweist die junge Dame gerade, dass man einem Song wie "California Dreamin'" von The Mamas And The Papas, der eigentlich gnadenlos zu Tode geritten ist und von dem man also besser die Finger lassen sollte, mit ein paar feinen Ideen einen neuen Dreh geben kann. Guter Start.
Mittwoch, 27. Dezember 2017
Hobbyist: Muzak für's Schafott
Versuche einer diese Musik zu umschreiben. Die Leute von The Quietus haben es getan und sind dem Ganzen mit "taumelndem Duett aus Goth-Geschrei und Swamp-Blues" schon ziemlich nahe gekommen. Anderswo stand geschrieben, die Songs von Marc Mozga und Holly Pridle würden den passenden Soundtrack abgeben für den Fahrstuhl zum Schafott. Wie dem auch sei - dem brodelnden Gemisch von Hobbyist aus Chicago wohnt etwas Unbeschreibliches inne und genau daraus bezieht es seinen originären, kruden Reiz. Elektronische Versatzstücke verschränkt mit schiefem Gitarrenlärm, dazu ein Gesang, der mehr nach Strafpredigt klingt, gerade so, als folgten die zehn biblischen Plagen reloaded unmittelbar auf dem Fuße. Nick Cave läßt grüßen. Das Album "Sonic Cramps" erscheint am 12. Januar, hier gibt es schon mal die bislang drei bekannten Songs "2244", "Self Employed" und ganz frisch "Company Man".
Freitag, 22. Dezember 2017
Mogwai: Crashing it all
Naturgemäß ist ein altersschwaches Jahr wie das jetzige nicht mehr ganz so reich an neuen Nachrichten, die wenigen sind deswegen aber keine schlechten. Mogwai, die schottische Post-Rock-Kapelle, meldet sich noch einmal aus der verdienten Winterpause und teilt ein Video ihres aktuellen Albums "Every Country's Sun" - den Film zu "Crossing The Road Material", der Szenen eines Stock-Car-Rennens zeigt, hat Antony Crook gedreht, der auch schon für "Simon Ferocious" (Rave Tapes) und "Thirty Century Men (How To Be A Werewolf)" (Hardcore Will Never Die, But You Will.) mit der Band zusammenarbeitete.
Mittwoch, 20. Dezember 2017
Kraftklub: You and what army?
Dienstag, 19. Dezember 2017
Neo Magazin Royale vs. Österreich
Freitag, 15. Dezember 2017
Chlöe Howl: Wiedererkannt
Die letzten Notizen über diese junge Dame sind schon ein paar Tage alt, man hatte sie immer mal wieder gegoogelt, einfach weil einem die Stimme von damals nicht aus dem Kopf gegangen war und sie, das geben wir gern zu, einfach auch umwerfend gut aussah. "Rumour EP" hieß das letzte Ausrufezeichen aus dem Jahr 2014, danach - lange Sendepause. Chlöe Howl, die rothaarige Britin, von der wir hier reden, hat optisch eine ziemliche Verwandlung hinter sich, gesanglich ist sie noch immer auf der Höhe - als Beweis können ihre beiden aktuellen Songs herhalten, zunächst das ältere "Magnetic" und jetzt ganz neu "Do It Alone".
Rolo Tomassi: Anhaltendes Wunder
Zugegeben, so ganz will der Sound nicht zur bevorstehenden Weihnachtszeit passen, also so mit Friede, Freude, Gemütlichkeit: Rolo Tomassi aus Sheffield haben darauf allerdings Zeit ihres Bestehens (seit 2005) nicht allzu viel Wert gelegt, ihre Mischung aus Hardcore und Mathmetal ist noch nie für flauschige Gemüter bestimmt gewesen - das einzig verwunderliche bleibt (Achtung: Macho-Klischeefalle!), wo so eine zarte Person wie Eva Spence diese Kraft und Wut herholt. Ohnehin soll Album Nummer fünf mit dem hübschen Titel "Time Will Die And Love Will Bury It" erst im März, also weit weg von jedem Klingeling, bei Holy Roar Records erscheinen, die beiden ersten Singles "Rituals" und das neue "Balancing The Dark" gibt es aber schon hier und heute.
30.03. Berlin, Musik und Frieden
31.03. Hamburg, Headcrash
30.03. Berlin, Musik und Frieden
31.03. Hamburg, Headcrash
Tocotronic: Zweifelhaft
Neuigkeiten aus Hamburg: Nachdem wir hier unten nach Kräften versucht haben, die kommende Tour von Tocotronic auszuverkaufen, meldet sich die Band mit einem weiteren Stück aus den endlosen Weiten des Alls zurück. Der Titelsong zum neuen Album "Die Unendlichkeit", das am 26. Januar erscheinen wird, ist nach "Hey Du" ein weiteres Kapitel aus dem autobiographisch gehaltenen Liederzyklus, mit dem das Quartett das nächste Jahr eröffnen wird - Zweifel, Selbstanklage: " Einen Schritt weiter gegen die Unentschiedenheit, die mich gefangen nehmen kann, die Feigheit, die mich leitet, fast ein Leben lang."
Donnerstag, 14. Dezember 2017
Oberpollinger 2017: Großformate
Wer kurz sagt, muß auch lang machen: Die Album-Charts von MPMBL für das Jahr sind in diesem Jahr zumindest ganz vorn eine klare Sache, denn an den IDLES führte heuer kein Weg vorbei. Das Gerangel um die Plätze zwei bis siebzehn ist da schon weitaus spannender ausgefallen - Platzhirsche wie die Sleaford Mods und LCD Soundsystem neben Überraschungserfolgen wie Big Thief, der pure Pop von Muna und die giftigen, wichtigen und leidenschaftlichen Reime des Casslers und der Berliner Grimenologen Zugezogen Maskulin, dazu noch in letzter Minute unbedingt nachgerückt Belgrad - alles Hammer, alles mega, alles verlinkt, alles ganz wunderbare Musik. Was für ein Jahr!
1 Idles "Brutalism"
2 Big Thief "Capacity"
3 Lambchop "Flotus"
4 Faber "Sei ein Faber im Wind"
5 Charlotte Gainsbourg "Rest"
6 A Tribe Called Quest "We Got It From Here ... Thank You 4 Your Service"
7 Muna "About U"
8 Sleaford Mods "English Tapas"
9 LCD Soundsystem "American Dream"
10 Zugezogen Maskulin "Alle gegen alle"
11 The Mountain Goats "Goths"
12 Casper "Lang lebe der Tod"
13 Björk "Utopia"
14 Kendrick Lamar "DAMN."
15 Belgrad "Belgrad"
16 Wild Ones "Mirror Touch"
17 Bilderbuch "Magic Life"
1 Idles "Brutalism"
2 Big Thief "Capacity"
3 Lambchop "Flotus"
4 Faber "Sei ein Faber im Wind"
5 Charlotte Gainsbourg "Rest"
6 A Tribe Called Quest "We Got It From Here ... Thank You 4 Your Service"
7 Muna "About U"
8 Sleaford Mods "English Tapas"
9 LCD Soundsystem "American Dream"
10 Zugezogen Maskulin "Alle gegen alle"
11 The Mountain Goats "Goths"
12 Casper "Lang lebe der Tod"
13 Björk "Utopia"
14 Kendrick Lamar "DAMN."
15 Belgrad "Belgrad"
16 Wild Ones "Mirror Touch"
17 Bilderbuch "Magic Life"
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Fufanu: Zum Fest
Sie wollen es als Geschenk für die bevorstehenden Feiertage verstanden wissen: Fufanu, isländische Post-Punk-Kapelle, die in diesem Jahr mit dem Album "Sports" und einigen sehr feinen Songs/Videos für Aufsehen gesorgt hat, schickt für alle Fans des Longplayers einen Nachzügler hinterher - "Top Of The Queens" nennt sich der Track, den wir hier vor Ort streamen, dazu gibt's auch noch die seit längerer Zeit erhältliche Remix-12" mit Arbeiten von Lafontaine, Atom Max und Bonaparte.
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