Sonntag, 19. Januar 2014

Kylie Minogue: Neuer Anlauf

Ein großer Sprung, fürwahr, aber da wir ja die Hoffnung nicht aufgeben, sollte auch das nicht unerwähnt bleiben: Kylie Minogue hat eine neue Single für uns. Ihr letztes Album "Aphrodite" war, da muss man nichts beschönigen, eine Enttäuschung, nicht mehr als bloßes Mittelmaß. Mittlerweile hat sie bei Jay Z und Roc Nation gezeichnet und so werden in "Into The Blue" einige Erwartungen gesetzt - nun, man wird sehen. Hören kann man im Übrigen bei Ultimate Music.

Samstag, 18. Januar 2014

Warpaint: Kein Ersatz, aber ...

Immer noch wer da draußen, der nicht weiß, dass Warpaint mit ihrem aktuellen Album den ersten großen Wurf des noch jungen Jahres gelandet haben? Und - noch keine Karten für eines der kommenden Konzerte? Dann wenigsten mal schnell in die KEXP-Liveshow reingehört - hier.

Beck: Endlich Verwertbares

Mit Bild und Datum lässt sich schon etwas Gescheites zusammenteasern: Beck wird Ende Februar sein nächstes Album "Morning Phase" veröffentlichen (Tracklist: CoS), ein ansprechendes Cover gibt es, wie man sieht, auch schon dafür und wer Lust hat, darf hier noch etwas bei der Arbeit zusehen.

Freitag, 17. Januar 2014

I Break Horses: Leicht entflammbar

Heute ist ihr Album erschienen, als Zugabe nun noch ein kleines Filmchen: Die Schweden von I Break Horses präsentieren für die Single "You Burn" von ihrer zweiten Platte "Chiaroscuro" (PIAS) ein Video mit allerlei unscharfem Geflacker und hübschen Bildern.

Charli XCX: Einundsiebzig Sekunden

Charlotte Aitchison aka. Charli XCX findet ja normalerweise hier keinen Platz (äh, warum eigentlich?), für die Nummer aber machen wir gern mal eine Ausnahme: Bevor sich die Britin an die Promo für ihr nächstes Album "SuperLove" macht, hat sie sich kurz mal "Allergic To Love", einen Titel der schwedischen Punkband Snuffed By The Yakuza gegriffen und genretypisch gecovert - einundsiebzig Sekunden Brachialkrach, zu kurz, um vom Glauben abzufallen, lang genug, um Gefallen daran zu finden - los geht's: hier.

Kimono Kult: Ehemaligentreffen

Da hat man dann doch noch einmal zueinandergefunden: John Frusciante und Omar Rodríguez-López, beide mal bei The Mars Volta mehr oder weniger federführend im Spiel, musizieren zusammen mit vier weiteren Musikern für ein neues Projekt namens Kimono Kult. Die amtliche Gebrauchsanleitung für diese Band spricht laut CoS von "electro/dub/afro-beat/avant-freak/jazz-like conversations of instrumental ecstasy", der Bayer würde sagen: vogelwuid. War auch nicht anders zu erwarten. Zunächst gibt es von dem Sextett eine EP mit dem Titel "Hiding In The Light", bestückt mit vier spanischsprachigen Tracks, am Mikrophon findet sich Teri Gender Bender von Le Butcherettes, das erste bekannte Stück lautet "Todo Menos El Dolor" - hier bei Soundcloud.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Warpaint: Weit gekommen

Warpaint
„Warpaint“

(Rough Trade)

Man darf das zauberhafte Coverfoto sicher gern zur Hilfe nehmen, wenn man sich an die Bewertung der neuen, zweiten Platte von Warpaint macht, baut es doch zur Band allgemein und aktuell manch schöne Brücke: Vielschichtig, fokussiert, zart, kühl, distanziert, zerbrechlich, kontrastreich, in sich gekehrt – alles Attribute, die einem beim Betrachten dieser Collage aus halbtransparenten Profilbildern einfallen, ebenso alles Eigenschaften, die den Sound dieses Albums bestimmen. Auch wenn das Quartett seiner Historie wegen gern noch mit dem Etikett „Psychedelic Rock“ bedacht wird, spätestens mit den zwölf neuen Songs greift diese Charakterisierung zu kurz oder führt gleich ganz in die Irre.

Denn Warpaint wagen sich mit einigen Stücken – das darf man wörtlich nehmen – auf Entdeckungsreise: „Disco//Very“ eben bewegt sich zu einem dunkel pulsierenden, funkigen Electrobeat, auch Stücke wie „Hi“, „Feeling Right“ und „Drive“ nutzen synthetische Klänge etwas freimütiger als noch zu Zeiten von „The Fool“, auch wenn die klassische Instrumentierung weiterhin dominiert. Unverändert die melancholische Grundierung der meisten Stücke, schwermütiges Moll bleibt die bestimmende Tonlage, dennoch vergraben sich die vier nicht ihren Befindlichkeiten, sondern setzen stets unerwartete Akzente.

Dabei wirken fast alle Stücke im Vergleich zum Vorgänger zielgerichteter, geschlossener. Mit „Keep It Healthy“, „Love Is To Die“ und besagtem „Hi“ sind gleich drei potentielle Hits auf dem Album, bestechende Melodien, die einen schnell umgarnt und eingefangen haben – dagegen stehen die vergleichsweise düsteren „CC“ und „Son“, auch das taumelnde, schwerer zugängliche „Go In“ kann als bewußter Gegensatz verstanden werden. Warpaint haben sich im zehnten Jahr ihres Bestehens eine erstaunliche Tiefe und Reife erarbeitet – mit dieser Art von Musik also Stand heute ein Alleinstellungsmerkmal – es ist ihnen nicht die erstbeste, sondern die erste beste Platte des Jahres gelungen. http://warpaintwarpaint.com/

23.02.  Köln, Gloria
25.02.  München, Strom
26.02.  Hamburg, Gruenspan

Disclosure: Büro, Büro

Statik, Gravitation - irgendetwas läuft mordsmäßig falsch in diesem Büro. Oder eben gerade richtig, um für genügend Spaß bei der öden Arbeit zu sorgen. Der neue Clip zu "Grab Her" von Disclosure stammt von Emile Sornin (Naive New Beaters, Alt-J, Cut Copy) und bringt mächtig Schwung zwischen Kopierer, Büroklammer und Leitzregal, dazu gibt's eine Portion Fremdscham für den durchgeknallten Chauvi-Chef. Und der kleine, putzige Goldfisch wird's am Ende wohl auch noch schaffen, hoffentlich ... - hier bei Thump.Vice.com.

Perfect Pussy: Ja zur Liebe

Aber klar! Natürlich sind Perfect Pussy aus New York eine Band, die auch hier stattfinden muss: Laut, schnell, hart und schrill. "Say Yes To Love" heißt ihr Debüt, das Mitte März bei Captured Tracks erscheinen wird und vorab gibt es bei Soundcloud auch die erste Single "Driver" zum reinhören. Aber Vorsicht - das bläst Dir den Schädel weg!


Kate Moss: Die Unvergleichliche

Ach herrje - wirklich schon 40? Wieder jemand, der mit einem mitgealtert ist und trotzdem doppelt so jung aussieht wie man selbst. Glückwunsch, Kate Moss - und noch einmal: Den Worten von Marc Fischer ist seit jener Hommage damals in der Tempo noch immer nichts hinzuzufügen.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Thumpers: Superpop

Als Support für die Chvrches wussten sie schon zu gefallen, nun kommt endlich ihr höchsteigenes Debüt: Die Thumpers aus London haben für den 11. Februar ihr Album "Galore" angekündigt, mit dem superpoppigen Titeltrack kommt via Soundcloud nach "Sound Of Screams" der zweite Probierhappen.

27.03.  Köln, Blue Shell
29.03.  München, Milla
31.03.  Wien, Flex Club
02.04.  Berlin, Comet Club
03.04.  Hamburg, Molotow

Neneh Cherry: Bluthochdruck

Neuigkeiten von Neneh Cherry: Mit "Everything" ist der zweite Titel aus dem Mitte Februar erscheinenden Soloalbum "Blank Projekt" im Netz gelandet, ein überaus tanzbarer Track mit jeder Menge Wumms und - nun ja - recht abwechslungsreichen Gesangsparts - Soundcloud hat's. Einen gut zehnminütigen Remix von Vollalobos x Lodenbauer (Vilod High Blood Pressure Mix!) gibt's ebenda obendrauf.

La Dispute: Glücklich bleiben

Das Richtige, um den Tag voranzubringen: La Dispute, Post-Hardcore-Band aus Michigan, werden nach "Wildlife" aus dem Jahr 2011 ihre nächste, dann dritte Platte via Better Living veröffentlichen - "Rooms Of The House" klingt als Titel nicht sehr verfänglich, geht man nach der ersten Single "Stay Happy There", ist aber ein ordentlicher Kick zu erwarten - hier bei Soundcloud.

27.04.  München, Strom
28.04.  Leipzig, Conne Island
29.04.  Dresden, Beatpol
30.04.  Köln, Palladium
01.05.  Hamburg, Markthalle
... weitere Daten hier.

Dienstag, 14. Januar 2014

Midlake: Konfliktlöser

Was genau ihm die beiden Knirpse da auf's Band getan haben, weiß man nicht - seine belebende Wirkung hat es aber nicht verfehlt: Im Video zu "The Old And The Young" von Midlake gibts ein paar Szenen zum empfehlenswerten Miteinander von Alt und Jung, der Song war ja ohnehin schon der beste des Albums - hier bei Vevo.

The Anna Thompsons: Nur nicht zu schnell

The Anna Thompsons
„The Anna Thompsons“

(Motor Entertainment)

Dünne Stimmchen und ein paar brave Akkorde – nicht gerade das, was nach ewigem Ruhm und Rock’n Roll schreit, möchte man meinen. The Anna Thompsons – just another Girlband also? Nicht ganz so schnell bitte. Denn immerhin scheinen sich die vier Wahlberlinerinnen Ambika und Karen Thompson, Ana Catalá und Kristen Munchheimer mit den Pixies resp. den Breeders die richtigen Vorbilder gesucht zu haben, dazu den passenden Garagensound, Girrrrl-Attitüde, DIY - „Tonys Theme“ wird hier mal schnell zu „Hey Pony“ und das angenehm kratzige „Bleeding Through“ hätte den Deal-Schwestern auch ganz gut zu Gesicht gestanden. Entdeckung und Erstbetreuung dürfen dem Kanadier King Khan (And The Shrines) zugeschlagen werden, er bat sie als Support zu sich auf die Bühne und mit ihm nahmen sie nach einer Reihe von EPs auch das vorliegende Album auf. Und ganz so zahm, wie sie anfänglich scheinen, sind sie dann doch nicht - mit „Splashy“ haben die Mädels auch ein bisschen Noise im Gepäck. Bissigen Bemerkungen gibt’s obendrauf („Phone Richy“, „Fuck You“), eingebettet in eine Reihe locker rockender, flotter Melodien, die sich gut hören lassen und trotzdem widerspenstig genug sind, um nicht mit billigem Castingpop verwechselt zu werden. Man liest, die Mädchen hätten in Berlin „legendäre Konzerte“ gegeben, nun, es könnte nicht schaden, da mal vorbeizuschauen, klingt ganz danach, als seien sie live noch für manche Überraschung zu haben.


15.01.  Berlin, Kaffee Burger
16.01.  Berlin, Schokoladen


The Anna Thompsons bei Soundcloud und Bandcamp.

Mogwai: Das Erwartbare

Mogwai
„Rave Tapes“

(Rock Action Records)

„Weitermachen wie bisher“ – was für andere Bands stets wie eine Vorabbeerdigung klingt, bei den schottischen Mogwai darf man das gern als Kompliment verstanden wissen. Das Quintett fasst seit jeher das ihnen zugeschriebene Subgenre Postrock in sehr weite Grenzen, liebt die Irritation (die Provokation sowieso) und läßt sich in knapp zwanzig Jahren seines Bestehens gern für ungewöhnlichere Projekte engagieren (Stichwort: Soundtracks) und von neuen Einflüssen inspirieren. In guter Erinnerung noch die fabelhafte Vorgängerplatte „Hardcore Will Never Die, But You Will.“ – ein Stück wie „Mexican Grand Prix“ schlug so vollständig aus dem Rahmen und war doch irgendwie und wieder: Das Erwartbare, weil Überraschende. Nun sind die fünf, mittlerweile bei Album Nummer acht angelangt, auch nicht mehr die Jüngsten und vielleicht könnte man sich darauf verständigen, dass „Rave Tapes“ (deshalb) eine Spur weniger sperrig geworden ist – sei’s drum.

Jedenfalls haben sie sich, wie Keyboarder Barry Burns kürzlich bei echoesanddust.com meinte, einfach ein paar neue elektronische Gerätschaften in’s Tonstudio gestellt und versucht, deren Sound in die Arbeit einfließen zu lassen – herausgekommen sind so wunderbare Stücke wie „Remurdered“, „Repelish“ und „Deesh“. Wie beim erstgenannten Track unvermittelt eine simple, analoge Synthetikspur in den Vordergrund springt oder in der Folge elektronische Loops das Klangbild immer mehr verdichten, hier möchte man gern die etwas abgegriffene Wortfolge vom „hypnotischen Sog“ bemühen. Natürlich werden auch auf „Rave Tapes“ die episch breiten, dramatisch verfugten Instrumentalteppiche geknüpft, allesamt düster, schwer und von verstörender Schönheit. Das Finale aber gehört fraglos den Schlußminuten, eingeleitet von einem Meeresrauschen, schraubt sich „The Lord Is Out Of Control“, begleitet von ungewöhnlich zarten Vocodereinschüben, in beeindruckende Höhen. Ein Stück, dass einem, wenn man es nur laut genug hört, den Atem rauben kann, das den Unterschied macht und am Ende aus einem gelungenen ein erstklassiges Album macht – Word. http://www.mogwai.co.uk/

04.02.  Frankfurt, Batschkapp
05.02.  München, Backstage
06.02.  Berlin, Tempodrom
26.03.  Hamburg, Große Freiheit
27.03.  Zürich, Volkshaus
01.04.  Karlsruhe, Substage
02.04.  Köln, E-Werk

Komplettstream von "Rave Tapes" beim Guardian.

Foster The People: Ein Lied für Heidi

An wen die drei Jungs da gedacht haben ließ sich in der Kürze der Zeit nicht recherchieren, jedenfalls erscheint am 14. März das neue, zweite Album der Kalifornier Foster The People. "Supermodel" ist der Nachfolger zum Debüt "Torches" von 2011 und die erste Single heißt passenderweise "Coming Of Age" - Video hier bei Vevo.

Kraftwerk: Vienna Calling

Okay, die Headline ist dünne, hat sich aber platterweise angeboten. Trotzdem ist der Inhalt ein Grund zur Freude, wenigstens für die Bewohner der österreichischem Supermetropole Wien und ihre Anrainer: Kraftwerk werden vom 15. bis 18. Mai im Rahmen der Festwochen ihren Komplettkatalog (wie zuvor in London, New York, Düsseldorf, etc.) aufführen - wie üblich in der Aufteilung nach Früh- und Spätvorstellung, Details und Teilnahmechancen gibt es hier.

Montag, 13. Januar 2014

Rufus Wainwright: Mit Liza [Update]

Und da ist er dann - der einzige neue Song, der sich auf "Vibrate", dem BestOf-Sampler von Rufus Wainwright, findet: Für Anfang März angekündigt und mit achtzehn Songs bestückt, darf man sich also vor allem auf "Me And Liza" freuen - hier bei Youtube.

Update: Stimmt also nicht ganz - nach einem konspirativen Tipp hier die Ergänzung, dass auf der Deluxe-Edition mit "Chic And Pointless" noch ein weiterer neuer Song enthalten sein wird - just have a look/hear.

09.03.  St. Pölten, Festspielhaus (mit Angelika Kirchschlager)
26.03.  Berlin, Apostel Paulus Kirche
28.03.  Wien, Museumsquartier
31.03.  Zürich, Volkshaus

Liars: Eins nach dem anderen

Noch ein Song, auf den man gewartet hatte: Am 21. März erscheint bekanntlich mit "Mess" das neue Studioalbum die Liars. Der Nachfolger von "WIXIW" aus dem Jahr 2012 wird wieder bei Mute Records verlegt, mit "Mess On A Mission" geht nun der erste Vorbote daraus ins Rennen - hier bei Soundcloud. Tourneedaten für Europa sollen laut Label im Übrigen in Kürze bekanntgegeben werden.